Kategorie: Gülle und Mist

Kohle unter Mikroskop

Richtig Kohle sparen durch Pflanzenkohle Einsatz

In diesem Artikel geht es vertiefend um die spezifische Wirkung der Pflanzenkohle im Aufbereitungssystem von Wirtschaftsdüngern. Denn hier liegt ein enormes Einsparungspotenzial. Der „Gewinn durch weniger Verlust“ spielt als Faktor für eine höhere Rentabilität eine große Rolle und wird nur allzu oft vernachlässigt. Wer weniger mineralische Dünger zukaufen muss, bleibt flexibler.

Nährstoffe nutzen- Humus aufbauen mit aufbereitetem Wirtschaftsdünger

Das Aufarbeiten von Wirtschaftsdüngern ist ein zentraler Aspekt der Wirtschaftlichkeit für regenerativ arbeitende LandwirtInnen. Die aus dem Rosenheimer Projekt entwickelte Methode der Gülle- und Mistaufbereitung verbessert die Nährstoffverfügbarkeit und schützt vor Nährstoffverlusten durch Ausgasung und Auswaschung und hilft beim Humusaufbau.

Effektive Dünger aus dem Hofkreislauf

Der Einsatz von behandeltem Wirtschaftsdünger lohnt sich. Zahlreiche Landwirte des Rosenheimer Projekts setzen auf diese effektive Maßnahme und konnten so ihren Mineraldüngereinsatz massiv zurückfahren oder ganz aufgeben. Wenn die Nährstoffe aus dem Hofkreislauf wieder effektiv genutzt und gespeichert werden können, ergibt sich mittel und langfristig eine rentable Düngestrategie, mit der sich viel Geld sparen lässt.

Die Kohle bringt nicht nur Kohle durch die Einsparung von Verlusten, auch der Humusaufbau und die Anreicherung des Bodens mit der Pflanzenkohle erhöhen die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig. Die Nährstoff-Nachlieferung aus dem Bodenvorrat wird mit jedem Jahr größer. Die Aufwandmenge der Produkte kann über die Jahre wieder reduziert werden, wenn sich ein effektives Bodenmikrobiom (re-)etabliert hat.

Wirkung Kohle in organischer Substanz

Das Wirkungsprinzip und die Vorteile der Gülleimpfung mit EM-aktiv, RoPro-Lit - Urgesteinsmehl (bringt zusätzlich Mineralien und Spurenelemente) und Karbosave Pflanzenkohle hat sich seit Jahren in der Praxis bewährt. Um die Gülle und auch Festmist in einen wirkungsvollen Dünger zu transformieren, empfehlen wir

je m³ Gülle werden eingebracht:

1 l EM aktiv 
Direkt vom Behälter in die Güllegrube einlaufen lassen

6 l Karbosave Pflanzenkohle
Big Pack während des Güllerührens in die Güllegrube entleeren

20-30 kg RoPro-Lit Urgesteinsmehl  
Wird mit dem Silozug während des Güllerührens eingeblasen.

Noch mehr zur Güllebehandlung lest ihr HIER.

Für die Festmistfermentierung sind je m³ Mist:

6-7 l EM aktiv

100 l Karbosave Pflanzenkohle

20-30 kg RoPro-Lit - Urgesteinsmehl 

Das frische, aufbereitete Material wird auf eine Miete gelegt. Für die Fermentation wird die Miete gut verdichtet und abschließend abgedeckt. Die Lagerzeit beträgt mindestens acht Wochen. Das fermentierte Material kann anschließend als Dünger auf den Boden ausgebracht werden.

Kohle spielt im landwirtschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs seit Jahren eine immer größere Rolle. Ihre Wirkungsweise und die Auswirkungen auf das „Ökosystem“ Boden werden laufend untersucht. Was ist jedoch die spezifische Wirkung der Kohle bei der Düngeaufbereitung?

Nährstoffe speichern- die Pufferkapazität der Pflanzenkohle

Unsere Pflanzenkohle, die auf spezielle Weise pyrolisiert wurde, hat eine enorm große Oberfläche und bietet somit viele Plätze zum Anbinden von Nährstoffen. Die zugegebenen Effektiven Mikroorganismen finden mehr Besiedlungsplätze und können sich in Kombination mit Pflanzenkohle besser und schneller vermehren. Kohle hat somit eine große Pufferwirkung in diesem System.

Ein zentraler Effekt für die Düngewirkung ist die Chelatbildung. Chelate sind komplexe Kohlenstoffverbindungen, die von und mithilfe mikrobieller Aktivität gebildet werden. In dieser Form werden in der Natur Makro- und Mikronährstoffe gebunden, aber nicht fixiert. Somit sind sie pflanzenverfügbar und können dann, wenn die Pflanze den Bedarf hat, freigesetzt werden. In der Vegetationsphase können Pflanzen über die Wurzelexsudate Nährstoffe freisetzen. Die Mikroorganismen helfen dabei, die gebunden Nährstoffe freizusetzen und erhalten im Gegenzug Energie in Form von Zucker von der Pflanze.

Der zeitliche Vorteil der Düngewirkung ergibt sich also aus dem Zusammenspiel der Stoffwechselaktivität der Mikroorganismen in Kombination mit der Pufferwirkung der Kohle. So sind Nährstoffe schneller pflanzenverfügbar, da sie in Chelatform in der Kohle eingelagert werden und gleichzeitig weniger Nährstoffe in die Luft oder durch Auswaschung verloren gehen.

Einige wissenschftliche Untersuchungen zur Düngewirkung von EMs und Pflanzenkohle findet ihr HIER.

Kohle ist nicht gleich Pflanzenkohle

Vorteile von Karbosave Pflanzenkohle

  • Porengröße (je kleiner die Porengröße umso größer die Adaptionsfähigkeit)
  • PAK-Werte – Karbosave wird regelmäßig untersucht
  • Aus europäischen nachwachsenden Rohstoffen gewonnen
  • Mit Mikroorganismen beimpft
  • Ist Jahrhunderte stabil und wird nicht abgebaut

Jede Pflanzenkohle wirkt je nach Herstellungsverfahren und Ausgangsmaterial anders. Unsere Karbosave Pflanzenkohle ist eine in Lebensmittelqualität hergestellte Kohle überwiegend aus harten Laubgehölzen. Diese besitzen eine gute Porenstruktur. Außerdem sind Schadstoffwerte wie der PAKs Wert (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) oder PCB Werte (schädliche organische Chlorverbindungen) entsprechend gering und die Kohle absolut unschädlich. Pflanzenkohle wird nicht abgebaut und verwittert nicht, wie Torf oder Braunerden, sondern dient dem Boden über Jahrhunderte.

Karbosave Pflanzenkohle kommt aus Europa und wird aus europäischem Holz hergestellt. Zudem darf die Karbosave Pflanzenkohle in unserem Kohlelager 2 Jahre lang im Freien „reifen“. So bildet sie bereits ein natürliches Mikrobiom, ein natürlicher "Biofilm" aus. Nach der langen Lagerzeit wird sie zusätzlich mit Effektiven Mikroorganismen geimpft. Somit wird ein reduktives, aufbauendes Milieu auf der Kohle etabliert. Dies führt dazu, dass die Kohle bereits von Millionen kleinen reduktiv, also aufbauend wirkenden Helfern besiedelt ist, wenn sie in die Gülle oder in den Mist gelangt. Diese treten sofort ihren Dienst an, wenn sie in Kontakt mit der organischen Substanz kommen.

Das macht die Karbosave Pflanzenkohle im System der Wirtschaftsdüngeraufbereitung so wirksam.

Gut Ding will Weile haben

Wichtig ist, dass die Kohle Zeit bekommt, „sich aufzuladen“. Sonst kann es dazu kommen, dass Nährstoffe aus dem Boden gezogen und eingelagert werden. Die Komponenten können bereits ab 1/3 des Füllstandes, min. jedoch 3 Wochen vor der Gülleausbringung in die Grube eingerührt werden. Diese Zeit ist nötig, damit das Milieu der Gülle positiv beeinflusst werden und die Nährstoffe eingelagert werden können. Für die Mistfermentierung ist etwas mehr Zeit, ca. 8 Wochen nötig.

Langfristig wirksam

Mit dem System der Wirtschaftsdünger-Aufbereitung invesiert man in die langfristige Bodenfruchtbarkeit. Der Einsatz von Pflanzenkohle, Effektiven Mikroorganismen und Gesteinsmehl führt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Bodenstruktur und des Bodenlebens. Dadurch wirken die positiven Effekte langfristig und nicht nur für das jeweilige Folgejahr. Der Einsatz von Mineraldüngern kann also in dem Maße zurückgefahren werden, indem sich die Bodenfruchtbarkeit verbessert und die Effekte sich auf den Etrag und die Pflanzengesundheit auswirken.

Eine vereinfachte Kulturführung, geringerer Pesitizideinsatz, insgesamt weniger Überfahrten, weniger Arbeitsstunden und humösere Böden sind langfristige Erfolge, die mit der konsequenten Anwendung des Dünger-Systems erzielt werden können.

Quelle Beitragsbild: Nahaufnahme Pflanzenkohle (La Coulette, Lausanne) | T. Bühler (fhnw; Prof. U. Pieles), Dr. C. Holweg, 2010

Trecker auf Feld bei Aussaat Duengung

Steigende Düngemittel Preise

Die Düngemittel Preise steigen derzeit auf Rekordhöhen. Aufgrund der explodierenden Gaspreise fahren Düngemittelhersteller die Produktion massiv herunter. Die Problematik betrifft nicht nur Deutschland. Europaweit erfolgt die Produktion von Düngern nur noch eingeschränkt. Für die Herstellung von mineralischen Düngemitteln wie beispielsweise Ammoniumnitrat oder AHL-Dünger sind enorme Energiemengen nötig. Ist diese Energie in Form von Gas und Erdöl teuer, wirkt sich das unmittelbar auf die Preise des Düngers aus.

Nicht nur in Deutschland und Europa weltweit ist die Exportlage aufgrund verschiedener Faktoren so schlecht wie noch nie. Was das für die Landwirte bedeutet, macht sich bereits zur diesjährigen Herbstaussaat bei vielen Landwirten bemerkbar. Kulturen, die einen hohen Stickstoffbedarf haben, werden in Konsequenz möglicherweise weniger angebaut. Welche Auswirkungen dies auf die Verfügbarkeit verschiedener Produkte und Futtermittel im kommenden Jahr haben wird, ist noch nicht abzusehen.

Maßnahmen für ein erfolgreiches Düngemanagement

Allen Maßnahmen voran steht eine aufschlussreiche Bodenanalyse. Wir empfehlen dabei die Albrecht-Analyse, welche nicht nur Aufschluss über die Nährstoffmengen, sondern auch die Nährstoffverfügbarkeit im Boden gibt.

Den Einsatz von Mineraldüngern in der Kulturführung zu reduzieren, ist eine Marathon-Aufgabe und kein Sprint. Eine kurzfristige Lösung ist nicht zielführend. Nur mit einer geschickten, standortangepassten Fruchtfolge, der Belebung des Bodenmikrobioms und dem entsprechenden Zwischenfruchtanbau sind diese Ziele zu realisieren.

Aber die Natur bietet Lösungen. Nicht nur im Boden und Humusaufbau steckt eine enorme Nährstoffspeicherkapazität. Leguminosen können wertvollen Luftstickstoff einbinden und speichern. Ein gezielt und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführte Flächenrotte einer entsprechenden Zwischenfrucht liefert Stickstoffeintrage zwischen 50-90 kg N/ha.

Der bei der Flächenrotte eingesetzte Bodenverjünger aktiviert das Bodenleben und lenkt die Rotte, sodass Nährstoffe von den Bodenmikroben genutzt werden können und der Humusaufbau durch die Einbindung von Kohlenstoffstrukturen gefördert wird. Mehr über die Durchführung der Flächenrotte lest ihr HIER.

Effiziente Wirtschaftsdünger

Wer in seinem Betrieb über Wirtschaftsdünger verfügt, ist gut beraten, die Effizienz seiner Düngemaßnahmen genauer zu betrachten. N-Verluste von bis zu 70 % sind leider keine Seltenheit. Verluste können bereits im Stall (aufgrund der Temperatur, Säuberung der Lauf- und Liegeflächen etc.), bei der Lagerung und durch verschiedene Ausbringungstechniken begünstigt werden.

Organische Dünger in Form von Mist oder Gülle können durch die gezielte Milieusteuerung mit Effektiven Mikroorganismen, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle effizienter und umweltschonender eingesetzt werden.

Als stark eiweißhaltiges Material begünstigt die Zusammensetzung der Gülle Fäulnisprozesse. Oftmals sind zudem ausgeschiedene Medikamente und in die Güllegrube gelangte Reinigungsmittel enthalten. Ohne Behandlung überwiegen abbauende Mikroben und dominieren das Milieu. Reststoffe werden nicht umgesetzt und gelangen über die Ausbringung in den Grundwasserkreislauf. Während der Überführung in ein reduktives Milieu und der positiven Neubesiedelung der Gülle produzieren die Mikroorganismen wertvolle Stoffwechselprodukte. Diese sind maßgeblich für eine ertragssteigernde und humusmehrende Wirkung.

Die Nährstoff-Pufferkapazität der Kohle nutzen

Die feinvermahlene Kohle erfüllt bei der Güllebehandlung einen zentralen Aspekt. Durch ihre Struktur bietet sie zum einen unzählige Besiedelungsplätze für die Mikrobiologie und zum anderen bindet sie Nährstoffe in ihrer Struktur. Dadurch wird die Düngewirkung über einen langen Zeitraum erhalten. Die Pufferkapazität der Kohle kann bis zu 60 % der Nährstoffe halten und diese dann freigeben, wenn sie benötigt werden, also zu Vegetationsbeginn im Frühjahr.

Dadurch ergibt sich nicht nur ein Einsparungspotenzial, man kann die Düngewirkung durch die Behandlung mit Kohle gezielter einsetzen, länger nutzen und mehr Nährstoffe pflanzenverfügbar halten. Die Wurzelexsudate der im Frühjahr wachsenden Pflanzen sorgen dafür, dass die gepufferten Nährstoffe wieder freigesetzt werden und der Pflanze zur Verfügung stehen. Dieses Zusammenspiel von Pflanze und Pflanzenkohle als Speichermedium macht das System so effektiv.

Die Aufbereitung mit EM-Aktiv, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl ist für zahlreiche erfolgreiche Landwirte eine zentrale Maßnahme. Die Komponenten können bereits ab 1/3 des Füllstandes, min. jedoch 3 Wochen vor der Gülleausbringung in die Grube eingerührt werden. Das Biolit-Urgesteinsmehl wird in der Regel mit dem Silozug in die Güllegrube während des Rührens eingeblasen. Werden Teilmengen der Komponenten bereits im Stall eingesetzt z.B. auf die Laufflächen gestreut oder gegossen oder im Stall vernebelt, kann dies der Güllebehandlung angerechnet werden.

Auch für die Festmistfermentierung ist der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen zentral. Nachdem die drei Komponenten dem Mist zugefügt wurden, wird er wie bei der Silierung abgedeckt. Während der Fermentation werden Nährstoffe aufgespalten und verfügbar gemacht.

Mehr zur Behandlung von Gülle und Mist könnt ihr HIER nachlesen.

Immobilisation vermeiden - den Nährstoffaustausch anregen

Natürlich beeinflussen zahlreiche Faktoren die Düngewirkung. In manchen Fällen ist es nicht die Nährstoffmenge, die der Hauptkultur fehlt, sondern schlicht und ergreifend die Nährstoffverfügbarkeit. Damit der organisch gebundene Stickstoff der Folgekultur schnellstmöglich in mineralischer Form zur Verfügung steht, ist das C:N Verhältnis wichtig.

Zwischenfrüchte bzw. Pflanzenreste mit einem weiten C:N Verhältnis (über 10:1,bsp.: Gräser, Buchweizen ) verrotten langsamer als solche mit einem engeren C:N Verhältnis (unter 10:1, bsp.: Leguminosen). Dies ist besonders bei überwinternden Zwischenfrüchten relevant.

Der Bodenverjünger enthält native Bakterienkulturen, die den Boden sofort besiedeln und sich „an die Arbeit“ machen den Stickstoff aus der organischen Substanz aufzuschließen und pflanzenverfügbar zu machen.

Düngemittel Preise: Unabhängig werden - handlungsfähig bleiben

Die Methoden der regernativen Landwirtschaft können auch hier langfristig einen Ausweg für viele Betrieb bieten. Mithilfe der Maßnahmen wie einer aktiven Bodenbelebung, der optimalen Nutzung des Hofdüngers, diversen Fruchtfolgen und einem angepassten Zwischenfruchtmanagement kann die Gabe von mineralischen Düngemitteln oftmals angepasst oder stark reduziert werden.

Ein aktives Bodenleben kann die Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffspeicherung (!) für die Hauptkulturen massiv verbessern. Die komplexen Wirkmechanismen zwischen den Bodenmikroben und den Pflanzenwurzeln richtig für sich und seine Kulturführung zu nutzen, das ist der Anspruch und das Ziel einer regenerativen Wirtschaftsweise.

Nicht nur die Reduzierung von mineralischen Düngemitteln auch die volle Ausschöpfung des Potenzials der betriebseigenen Wirtschaftsdünger (sofern vorhanden), sind Stellschrauben an denen jeder Betrieb eigenständig drehen kann.

Kreisläufe effizient nutzen

Dass die Düngemittel Preise steigen, kann man nicht beeinflussen. Um dem jedoch nicht gänzlich ausgeliefert zu sein, sollte jede/r Betriebsleiter/in sich zukünftig mit der Gestaltung seiner Düngestrategie auseinandersetzen. Steigende Energiepreise und angespannte Exportlagen werden auch in den nächsten Jahren tendenziell nicht zu einem Preisabfall der Betriebsmittel führen.

EM-Chiemgau Logo auf einer Jacke

Gut beraten ist, wer frühzeitig reagiert und sich und seinem Betrieb mehr Flexibilität verschafft. Mithilfe des Einsatzes von Effektiven Mikroorganismen zur Aktivierung des Bodenlebens und einer guten fachlichen Praxis bei der Umsetzung der regenerativen Maßnahmen kann der Weg in eine tragfähige Landwirtschaft beschritten werden.

Bei Fragen stehen wir interessierten Landwirten und Akteuren gerne zur Verfügung.

Güllefassl

Herbst-Gülle jetzt behandeln

Das Erntejahr 2021 neigt sich langsam dem Ende zu. Wenn dann je nach Region bis ca. Anfang-Mitte November die letzten Schnitte bzw. Beweidung auf dem Grünland erfolgt sind, steht auch die letzte Gülleausbringung an.

Der Wert der Gülle als Nährstofflieferant ist jedem Landwirt bewusst. Die besonderen Bestimmungen der Gesetzgebung für die Ausbringung bringen so manchen viehstarken Betrieb jedoch an seine Grenzen. Um Nährstoffverluste und Stickstoffausgasung zu minimieren, ist die Belebung der Gülle notwendig.

Den Priming-Effekt richtig nutzen

Die Nährstofffracht aus der Gülle irritiert die vorhandene Bodenmikrobiologie. Der Abbau organischer Substanz im Boden und eine unkontrollierte Nährstofffreisetzung sind die Folgen.

Sind mehr gelöste Nährstoffe im Boden frei als in der Düngung vorhanden waren, spricht man vom Priming Effekt. Um diese zusätzlichen Nährstoffe aber auch pflanzenverfügbar zu machen, ist eine ausreichende Speicherkapazität in Form organischer Bodensubstanz im Boden und eine entsprechend hohe enzymatische und mikrobielle Aktivität notwendig. Diese ist im Herbst bei sinkenden Temperaturen ohne eine Güllebehandlung mit Effektiven Mikroorganismen schwer zu erreichen.

Gülle & Mist

Es drohen hohe Nährstoffverluste und eine passive Verdichtung durch die Entstehung von Alkoholen und Phenolen im Boden. Der Boden zieht sich dadurch immer mehr zusammen. Daher ist eine dauerhafte Begrünung durch lebende Pflanzen so wichtig. Nur so werden die Nährstoffe effektiv verstoffwechselt und es entstehen keine unerwünschten Nebenprodukte (Vgl. auch: https://www.gruenebruecke.de/).

Als stark eiweißhaltiges Material begünstigt die Zusammensetzung der Gülle zudem Fäulnisprozesse. Ohne Behandlung überwiegen abbauende Mikroben und dominieren das Milieu. Die Überführung in ein reduktives, aufbauendes mikrobielles Milieu ist daher für eine ertragssteigernde und humusmehrende Wirkung zentral.

Warum sich die Gülle Behandlung lohnt

Jeder Landwirt hat großes Interesse daran, die in der Gülle enthaltenden Nährstoffe pflanzenverfügbar zu binden. Die Aufbereitung mit EM-aktiv, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl ist für zahlreiche erfolgreiche Landwirte eine zentrale Maßnahme.

Ausreichende Zeit für die Mikrobiologie

Die Güllebehandlung sollte mindestens 3 Wochen oder länger vor der Ausbringung durchgeführt werden. Jetzt im September bleibt also noch ausreichend Zeit, die Gülle für die letzte Ausbringung anzureichern. Je länger die behandelte Gülle lagert, umso größer ist der Effekt.
Ende September ist ein guter Zeitpunkt, um die Gülle zu behandeln, um sie dann Ende Oktober bis Mitte November ausbringen zu können.

Richtig behandelte Gülle stinkt nicht, sie ätzt nicht und sie liefert Nährstoffe dorthin, wo sie gebraucht werden. In den ersten paar Zentimetern, also den oberen Bodenschichten, wo die Kulturpflanzen wurzeln. Nährstoffe in behandelter Gülle liegen weniger in Form von flüchtigen Gasen vor. Es gibt weniger Stickstoffverluste während der Lagerung und der Ausbringung. Somit können Mineraldüngergaben im Grünland radikal reduziert werden.

Einsatzmenge je m³ Gülle:

Die Mikrobiologie benötigt genügend Besiedelungsplätze. Bei geringeren Anwendungsmengen drohen schnell umgekehrte Effekte wie vermehrter Unkrautdruck und Nährstoffausgasung. Die Pflanzenkohle und das Biolit-Urgesteinsmehl bieten eine optimale Porenstruktur und liefern zusätzliche Nährstoffe, die sich an den Ton-Humuskomplexen des Bodens binden können.

Zusammengefasst heißt das:

  • Nährstoff-Auswaschungen gehen gegen null und die Düngewirkung steigt.
  • Gerade für die im Herbst ausgebrachte Gülle ist die Nährstoffspeicherung bis zum nächsten Frühjahr essentiell.
Gülleausbringen

Güllebehandlung – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Güllebehandlung -  jetzt ist die richtige Zeit!

Um das gesamte Potential der Gülle voll nutzen zu können, ist die permanente Güllebehandlung eine erfolgsversprechende Maßnahme.

Durch den Zusatz vom Gülletrio: EM-aktiv, Karbosave Pflanzenkohle und RoPro-Lit-Urgesteinsmehl wird die Fermentation positiv unterstützt. Das hier erzeugte Mikroben-Milieu macht aus der Gülle einen wertvollen Dünger.

Mit Hilfe der Mikrobiologie werden Nährstoffe in den sehr feinen Kohlestrukturen gebunden (ähnlich wie ein Schwamm). RoPro-Lit-Urgesteinsmehl bringt zusätzlich Mineralien und Spurenelemente.

Verflüssigen von Festmist in Gülle

Vom richtigen Zeitpunkt für die Güllebehandlung


Ausreichende Zeit für die Mikrobiologie

Der richtige Zeitpunkt die Gülle zu behandeln ist das ganze Jahr über. Die Gülle sollte nie unbehandelt sein, weil sie sonst in einen Fäulnisprozess kippen kann.
Es ist ähnlich wie bei der Silage. Es ist sehr schwierig, wenn nicht unmöglich eine angeschimmelte faulige Silage wieder in hochwertige Silage umzuwandeln.
Der Vorteil bei der Gülle liegt darin, dass bereits im Stall über die Luft (EM-Vernebelung) über das Futter und über Einstreu bzw. Spaltenbodenbehandlung die Güllequalität beeinflusst werden kann.

So gibt es drei Zeitphasen, die der Landwirt beachten sollte:
1. spätestens Mitte - Ende Dezember: Sobald sich so viel Gülle in der Grube befindet, dass man sie rühren kann, sollte Pflanzenkohle und EM eingerührt werden. Die Gülle wird in einen regenerativen Prozess geführt und Nährstoffe in der Kohle gespeichert.
2. Wöchentlich (das ganze Jahr über)
Das Gülleaufkommen pro Woche wird errechnet und entsprechend EM dosiert. Angerechnet werden hier CFKE-Vernebelung, genauso die Menge, die über den Güllekanal eingeführt oder über das Futter gegeben wird. Ebenso wird Gesteinsmehl, das über die Einstreu in die Gülle gelangt mitgerechnet.
3. Ende Januar bis Mitte Februar
erfolgt die Güllebehandlung in dieser Zeit, hat die Kohle genügend Zeit sich mit Nährstoffe (Stickstoff) zu beladen. EM und Gesteinsmehl sorgen für die nötige mikrobielle Umwandlung.

Kein Wasserzusatz in der Gülle notwendig

Die Gülle benötigt keinen Wasserzusatz. Durch das „Gülletrio“ wird die Gülle durch die Stoffwechselvorgänge dünnflüssig, sämig und homogen. Das Aufrühren vor der Ausbringung ist in kurzer Zeit erledigt, da sich keine (oder nur eine geringe) Schwimmdecke auf der behandelten Gülle bildet. Da auf Wasserzusatz verzichtet wird, sind auch geringere Güllemengen zu lagern, zu transportieren und auszubringen und trägt somit zur Kosteneinsparung bei.

Vorteile von behandelter Gülle

  • Gülle „lebt“
  • ist dünnflüssig (ohne Wasserzusatz)
  • bildet keine Schwimmdecke
  • stinkt nicht (keine Ammoniakausgasung)
  • läuft nach der Ausbringung schnell von den Pflanzen ab
  • ätzt nicht (Blätter und Wurzeln werden geschont)
  • Kleeanteil im Grünland steigt
  • Nährstoffe werden nicht ausgewaschen
  • wird bei gut befahrbaren Böden und trockener Witterung mit kostengünstiger Gülletechnik ausgebracht

je m³ Gülle werden ausgebracht:

1 l EM aktiv 
Direkt vom Behälter in die Güllegrube einlaufen lassen

6 l Karbosave Pflanzenkohle
Big Pack in die Güllegrube entleeren

30 kg RoPro-Lit - Urgesteinsmehl  
Wird mit dem Silozug während des Güllerührens eingeblasen.

Sollte aus verschiedenen Gründen (z.B. Lieferzeiten, …)  nicht gleichzeitig alle drei Komponenten verfügbar sein, so können diese auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingebracht werden.

Gülleausbringung

Güllegaben von 10-12 m³/ha/Grünlandschnitt bei gut befahrbaren Böden und trockener Witterung ausgebracht ist die Grundlage für gutes schmackhaftes Futter. Durch den gesteigerten Kleeanteil wird zusätzlich Stickstoff aus der Luft in den Boden gebracht. Somit ist im Grünland die Grundlange für gute Futtererträge bei hoher Futterqualität gelegt.

EM-Gülleausfahren

Ein Wort zum Schluss


Hier im Bild wird eine Bodenprobe vom unbegüllten Wiesenrand und aus der unbehandelten, aber begüllten Wiese entnommen (ca. 1 Woche nach dem Begüllen).
Auch das ungeübte Auge und die Nase konnte den Unterschied in Bodenfarbe, Geruch und Bodenkrümmelung deutlich wahrnehmen. So eine Spatenprobe ist nur zu empfehlen. Da kann der Landwirt selber beurteilen, ob eine Güllebehandlung vielleicht gut wäre. Oder, ob die Begüllung auf dem Boden überhaupt eine Auswirkung hat.

Gülle und Mist optimal nutzen

Umgang mit organischen Wirtschaftsdüngern

In vielen landwirtschaftlichen Betrieben wird das Potential, das in Gülle und Mist steckt, nicht erkannt, geschweige denn genutzt. Deshalb ist es notwendig, den Hofdünger vor Stickstoffverlusten zu schützen und die Ätzwirkung in einen Wachstumsimpuls zu wenden.

Die Lösung, so einfach wie effektiv: Güllebehandlung!

Organische Dünger und Wirtschaftsdünger „füttern“ Bodenleben und Kulturen, wenn sie belebt sind und sich nicht im Abbauzustand befinden. Der Abbauzustand entsteht durch Eiweißfäulnis.
Die Kohlenhydrate der organischen Dünger gehen dadurch ebenfalls verloren. Die Mikrobiologie, die den Abbau vornimmt, setzt ihre Arbeit meist im Boden fort. Das führt zu Humusabbau durch organische
Düngung, was fast wie ein paradoxes Phänomen erscheint.

Die verbreitete Praxis, auf unbewachsenen Feldern organisch zu düngen und einzuarbeiten, führt gerade nicht zum Anstieg der Humusgehalte in den Böden.

„Unbelebte“ Gülle oder auch Mist bringen eine erhebliche Menge Nährstoffe in wasserlöslicher Form in den Boden und in die Kulturen.

Die unbehandelten Wirtschaftsdünger schädigen die vorhandene
Mikroflora im Boden, die dominante Abbauflora aus der Gülle verstärkt diesen negativen Effekt. Nach einer Düngung mit unbelebter Gülle enthält der Boden deshalb mehr freigesetzte Nährstoffe als gedüngt wurden. Darüber hinaus entsteht eine Alkohol- und Phenolbildung.

Beide Stoffe sind als Desinfektions- und Lösemittel bekannt, die die Mikroflora des Bodens zusätzlich beeinträchtigen. Sie fördern das Zusammenziehen des Bodens, die passive Verdichtung. Die Nährstofffracht aus unbelebter Gülle, noch dazu auf unbewachsenen Böden, löst deshalb auch einen massiven Keimreiz für Unkräuter aus. Es gibt also viele Argumente, warum ein anderer Umgang mit der Gülle so wichtig ist, ganz gleich, ob es sich um konventionell oder biologisch wirtschaftende Betriebe handelt.

Einer im Dorf probiert es aus, danach ziehen die Nachbarn nach. Inzwischen gibt es viele Landwirte, die ihre positiven Erfahrungen mit der Güllebehandlung teilen, über die Geruchsreduzierung im Stall, der einfacheren Ausbringung und den Effekten im Bestand. Das Ziel der Güllebehandlung ist es, den Fäulnisprozess in der Gülle zu stoppen und in einen Fermentations- bzw. Reifeprozess umzuwandeln.

In erster Linie muss das Milieu verändert werden. Das geschieht am zuverlässigsten mit der Zugabe von Mikroorganismen, die in der Lage sind die Gülle in eine andere, aufbauende Richtung zu lenken.
Bei gleichzeitiger Zugabe von aktivierter Pflanzenkohle entsteht die Möglichkeit der Nährstoffpufferung, was die Auswaschungsverluste stark reduziert. Hierzu eine schadstofffreie Kohle (PAK) zu verwenden, gilt inzwischen als selbstverständlich.
Optimal ergänzt wird diese Mischung durch Urgesteinsmehl, das pH-puffert wirkt und jede Menge Mineralien mitbringt.

Durch diese kombinierte Behandlung gelingt es, ein Mikrobenmilieu in der Gülle zu erzeugen, dass ein Ausgasen des Ammoniaks deutlich reduziert wird. Aus einem schwierigen Betriebsmittel wird ein wertvoller und deutlich einfacher zu handhabender Dünger.

Untersuchungen zu behandelter Gülle

Messungen der N-Ausgasung von aufbereiteter Gülle:

BoKu Wien: Wirkung des Zusatzstoffes „Effektive Mikroorganismen (EM)“ auf den Umfang von Ammoniak-, Methan- und Lachgasemissionen und auf das Geruchsemissionspotential während der Lagerung von Rinder- und Schweineflüssigmist

2004; Amon Barbara

Meisterarbeit Benjamin Bürg, 2011, Landshut Fachschule für ökologischen Landbau

Güllebehandlung konkret

Was kann man unterstützend zur Güllebehandlung tun?

Auch oberhalb des Güllekanals, also im Stall selbst, ist der Aufbau eines ausgeglichenen Mikrobioms wichtig. Dabei wirkt ein probiotisches Stall-Management stark unterstützend. Der Einsatz von Medikamenten und Desinfektionsmittel bremsen die Entwicklung der Mikroorganismen.

Durch Lücken in der mikrobiellen Gemeinschaft können sich pathogene Keime stark vermehren und es kommt zum Ausbruch von Krankheiten. Um ein optimales Stallklima zu erreichen ist die Vernebelung von Effektiven Mikroorganismen, sehr hilfreich.
Positiver Nebeneffekt: Das Stallklima verbessert sich merklich, unangenehme Gerüche werden weniger und auch die Vermehrung der Fliegen geht zurück.

Die Behandlung und Aufwertung von Mist

In einem Misthaufen herrschen meist oxidative Stoffwechselprozesse vor. Weitere unangenehme Begleiterscheinungen sind hohe Temperaturen, intensive Geruchsbildung sowie Schimmel- und Fliegenbefall. Auch hier ist es das Ziel, die Oxidation und die Fäulnisprozesse zu stoppen und Nährstoffe zu binden. Wie bei der Gülle werden Pflanzenkohle, Gesteinsmehl und EM eingesetzt.

Sie können beispielsweise mit dem Mist Streuer oder Kompostwender eingebracht werden. Auch ein schichtweiser Aufbau ist möglich – je gleichmäßiger die Verteilung, desto besser das Ergebnis. Der Mist wird von Anfang an stabilisiert und die Hygiene im Stall gefördert. Die gut verdichtete Miete sollte möglichst mit einer Folie luftdicht abgeschlossen und mindestens acht Wochen gelagert werden.

Gülleausbringung – Das sind die Vorteile behandelter Gülle

Unbehandelte Gülle ist oft zähflüssig und muss deshalb vor der Ausbringung mit Wasser verdünnt werden. Das bringt einige Nachteile mit sich. Beim Ausbringen muss öfter gefahren werden, das kostet Zeit und Geld. Und trotz oder manchmal auch wegen der Wasserzugabe separieren sich flüssige und feste Bestandteile, man sieht regelrecht die Streifen auf den Blättern der Pflanzen. Behandelte Gülle ist sämig, fließt vom Blatt herunter auf den Boden und Ätzschäden werden vermieden.

Das ist auch der Grund, warum behandelte Gülle bei trockenem Wetter ausgebracht wird. Es wird kein Regen zum „Abspülen“ benötigt. Und trockner Boden verträgt auch mehr Reifendruck, womit Bodenverdichtungen vermieden werden.
Empfehlung: Im Grünland 10 bis 12 m3 Gülle pro Schnitt ausbringen. Somit kann auch meist auf eine zusätzliche mineralische Düngung verzichtet werden.

Auswirkungen von Gülle auf den Pflanzenbestand und das Bodenleben

Viel zu oft wird die Düngewirkung der Wirtschaftsdünger nur auf ihren Nährstoffgehalt bezogen. Wer jedoch schon einmal Bestände gesehen hat, zum Beispiel intensiv genutztes Grünland, die über mehrere Jahre nur mit behandelter Gülle gedüngt wurden, kann den Unterschied sehen. Teilweise mit dem bloßen Auge, aber spätestens bei einer Spatenprobe oder bei der Untersuchung mit einer Sonde.


Der Boden ist deutlich lockerer, die Krümelstruktur besser, er hat einen höheren Humusanteil und eine bessere Durchwurzelung. Das Bodenleben wurde gestärkt. Und mit Bodenleben sind nicht nur Regenwürmer gemeint, sondern auch alle anderen Kleinstlebewesen wie Hefe, Pilze und Mikroorganismen. Ein weiterer Hinweis ist da Ausbleiben von ungewünschten Pflanzen, die beispielweise Anzeiger von verdichtetem Boden sind, wie z.B. Ampfer oder Distel.


Durch die Aufbereitung der Gülle durch Mikroorganismen Bio-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle wird die Bodenmikrobiologie stark angeregt. Nährstoffe werden in der Kohle-Struktur durch Chelat-Bildung vermehrt gebunden. Diese Nährstoffe werden nur bei Bedarf mobilisiert und an die Pflanze abgegeben. Stickstoffverbindungen aus Wirtschafts-düngern werden vor Auswaschung und vor gasförmigen Verlusten geschützt.

Abschließend lassen sich die Eindrücke durch eigene Sinneswahrnehmungen nur bekräftigen. Die Akzeptanz der Landwirtschaft bei der Bevölkerung, vor allem in Ballungsräumen, wird immer geringer. Besonders der Gestank bei der Gülleausbringung und die Geruchsbelastung im Umkreis von großen Ställen stören die Bürger. Mit diesem System der Gülleaufbereitung werden nicht nur ökologische Probleme der Landwirtschaft verringert, sondern auch die soziale Akzeptanz bei der Allgemeinheit gestärkt.

Dieser Beitrag wurde unter dem Thema "Regenerative Landwirtschaft“ in den Zeitschriften „GetreideMagazin“ und BioTOPP veröffentlicht.

Gülle-Stab-EM-Kin-Keramik-EM-Chiemgau

EM-Kin Güllestäbe, warum?

Dass Gülleaufbereitung notwendig ist, ist kein Geheimnis mehr. Unbehandelte Gülle belastet den Boden, vor allem das Bodenmikrobiom, und schädigt die Pflanzen an Blättern und Wurzeln. Zudem gehen bis zu 80% des Stickstoffgehalts während der Lagerung und Ausbringung verloren. Die Wirkung von Mikroben, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle sind leicht (be)greifbar. Aber was hat es mit diesen Stäben auf sich?

Güllen sind so unterschiedlich wie die Ställe, die Tiere oder auch die Landwirte. In manchen Betrieben kommt man bereits mit geringsten Aufwandmengen zu dem gewünschten Ergebnis. Nämlich einer gut verträglichen Gülle, die nicht mehr stinkt und einen hohen Düngewert hat. In anderen Betrieben muss man ständig dahinter sein, dass die Kanäle ablaufen, dass sich keine Schwimmschichten bilden etc. Und das, obwohl man die richtigen Aufwandmengen an EM und Co. einsetzt. Der Grund ist oft, dass das Mikrobiom der Gülle ständig blockiert und gehemmt wird. Hier können die EM-Kin Güllestäbe helfen.

Gülle: Arbeitswirtschaftlich sehr effizient, aber leider ein naturfernes System

Die Natur hat es so eingerichtet, dass die meisten Lebewesen Kot und Urin getrennt ausscheiden. In der Gülle allerdings werden sie wieder gemischt. Es entsteht vermehrt Urease. Sie ist beteiligt am Umbau von Ammonium Stickstoff zu Ammoniak. Die Folge sind hohe Nährstoffverluste.

Nicht nur die chemischen Abbauprozesse schaffen ein ideales Umfeld für ein Fäulnismilieu in der Mikrobiologie der Gülle. Der Aufbau der Güllekanäle und Güllegruben aus Stahlbeton gleicht großen Satellitenschüsseln, die Strahlung, egal ob aus natürlichen oder technischen Quellen, aufnehmen und bündeln. Jeder der schon einmal versucht hat, EM neben dem Sicherungskasten zu vermehren, weiß, dass die regenerative Mikrobiologie auf starke Energiefelder negativ reagiert.

Und schließlich hat das Mikrobiom (also die Gesamtheit der Mikroben) in der Gülle noch mit Hemmstoffen zu kämpfen. Diese können sein: Medikamentenrückstände, vor allem Antibiotika; Desinfektionsmittel; Reinigungsmittel aus der Melkanlage... Wie der Name schon sagt, hemmen sie das Zusammenwirken des Mikrobioms in der Gülle.

EM-Kin Güllestäbe helfen, diese Missstände im feinstofflichen Bereich zu beheben.

Wie funktionieren EM-Kin Güllestäbe?

EM-Kin Güllestäbe sind ein feinstoffliches System. Ähnlich wie in der Homöopathie sind hier keine stofflichen Einflüsse am Werk, sondern ein rein energetisches Wirken. Die Stäbe sind die Datenträger (wie in der Homöopathie der Zucker) für die EM-Kin Information.

Die EM-Kin Information arbeitet mit einem offenen System, das ausschließlich auf Erinnerung und Kommunikation basiert. Sie gibt keinen gerichteten Impuls ab. Das stärkt die immanente Ordnung von Systemen und dockt sie an vorhandene Ordnungskräfte an. Eine Verbindung zu den Ordnungskräften der Natur wird aufgebaut und dadurch an den eigenen feinstofflichen „Urzustand“ erinnert. Hemmende Einflüsse und Störfelder werden nicht abgeschirmt, sondern in nutzbare Energie transformiert und in das natürliche Umfeld eingegliedert. So sind sie zwar noch immer vorhanden, haben aber keinen Einfluss mehr auf z.B. mikrobielle Prozesse.

Der Aufbau der Güllekanäle, -Schächte und Gruben bestimmt die Anzahl der Stäbe, die im Stall eingehängt werden. Auch in den Endlagern werden Güllestäbe eingehängt. Sie alle treten in Kommunikation miteinander und spannen ein Feld auf, das die gesamte Güllemenge dauerhaft behandelt.

Vorteile der Güllestäbe

  • Dauerhafte Wirkung
    Einmal eingebaut, verlieren die EM-Kin Güllestäbe ihre Wirksamkeit nicht.
  • Hemmstoffe in der Gülle werden transformiert und das Mikrobiom in seiner Aufgabe weniger behindert.
  • Ideale Ergänzung zur Gülleaufbereitung mit EM-aktiv, Ropro-Lit Urgesteinsmehl und Karbosave Pflanzenkohle.

Wie wird´s gemacht?

Sie haben Interesse?

Dann kontaktieren Sie uns! Unsere Landwirtschaftsberater können Ihnen anhand einer Skizze des Güllekanalsystems unverbindlich aufzeigen, wo die Stäbe einzuhängen sind.

Alle Produkte zur Gülleaufbereitung finden Sie in unserem Shop:

Lesetipp:

Anwender berichten darüber, wie sie erfolgreich die Fütterung verbessern, die Gülle optimieren oder auf andere Art von einer Kreislaufwirtschaft profitieren.

Tiefstreumatratze-EM-Chiemgau

Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

So einfach kann das Stallmilieu verbessert werden

RoPro-Lit und Pflanzenkohle sorgen im Stall für trockene Verhältnisse und griffige Oberflächen. Die Mischung bindet außerdem Gerüche. Die regenerativen Mikroben im Stall werden gefördert und ein starkes Mikrobiom kann entstehen. Das Stallmilieu profitiert von dieser Einstreu enorm.

Sie suchen ein effektives Mittel gegen Federlinge oder Milben in der Geflügelhaltung? Die Mischung aus RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle bindet Feuchtigkeit und trocknet die lästigen Parasiten aus. So kann gar keine Plage entstehen.

Oder brauchen Sie eine Einstreu im Milchviehstall um die Liegeboxen länger trocken und sauber zu halten? Die für hygienische Verhältnisse sorgt und gleichzeitig Stickstoff in der Gülle bindet? Dann sollten Sie RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle regelmäßig einstreuen.

Alle Tierarten profitieren von der Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

Bei allen Ställen, egal ob Schweine, Rinder, Geflügel, Pferde oder Hasen: Diese Einstreu sorgt für ein angenehmes Stallklima, bindet Gerüche und verbessert gleichzeitig den Mist, der aus den Ställen kommt.

Vorteile von Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

  • Bindet Ammoniak und andere Gerüche im Stall, im Mist und in der Gülle
  • Sorgt für griffige Oberflächen, vermindert Rutschgefahr
  • Bindet Feuchtigkeit, Parasiten können sich kaum vermehren
  • Ist angenehm auf der Haut, verletzt und reizt sie nicht
  • Unterstützt ein starkes Mikrobiom im Stall. Pathogene Keime werden unterdrückt.
  • Fördert ein ausgewogenes Mikrobenmilieu in der Gülle
  • Im Stall eingesetztes RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle können voll bei der Güllebehandlung angerechnet werden.

Wie wird´s gemacht?

RoPro-Lit Urgesteinsmehl [Shop] und Karbosave Pflanzenkohle [Shop] im Verhältnis 3:1 mischen und regelmäßig einstreuen. Je nach Stall kann die Einstreu 1-2 mal wöchentlich oder auch nur alle 4 Wochen ausgebracht werden.

Kalk oder RoPro-Lit?

Kalk hat desinfizierende Eigenschaften. Bei einer Desinfektion werden nie nur pathogene, also krankheitsfördernde, Keime abgetötet, sondern alle Mikroben, die auf dieser Oberfläche vorkommen, werden gestört. Das Mikrobiom, also die Gesamtheit der Mikrobiologie, wird in seiner Funktion gestört. Es kann nicht mehr zusammenarbeiten, wie es eigentlich sollte und schon können Pathogene sich entwickeln, da kaum oder keine Gegenspieler mehr vorhanden sind.
Die Desinfektion hat außerdem Auswirkungen auf Gülle und Mist. Das eh schon fragile Mikrobenmilieu in der Gülle wird zusätzlich gestört. Stickstoff wird nicht gebunden, sondern vermehrt in Form von Ammoniak freigesetzt.

Das besondere Rezept für Tiefliegeboxen:

Diese Füllung für Tiefboxen im Laufstall hält ausgesprochen lange. Die Tiere können sie nur schwer aus der Box heraus räumen. Auch ohne Pferdemist-Anteil. Sie hält gut 6 Wochen, dann muss wieder etwas nachgefüllt werden.

1 Tonne RoPro-Lit Urgesteinsmehl
400 kg Stroh
30 L EM-aktiv
150 L Karbosave Pflanzenkohle
zum AnfeuchtenWasser

Seit wir die Liegeboxen mit der RoPro-Lit -EM Mischung einstreuen, kommen die Kühe sehr sauber in den Melkstand. Die Euter sind wie mit RoPro- Lit gepudert.
Die Erneuerung machen wir ca. alle 6 Wochen, immer in den Schulferien. Dann können die Kinder gleich helfen. In den Sommerferien machen wir es 2x.

Petra Betz

Lesetipp:

Erfahrungsaustausch Ackerbau von Barthl Gammel

Erfahrungsaustausch Grünland

"Wir Bauern nehmen unsere Zukunft
selbst in die Hand"

Grünland –
mehr als “a gmade Wiesn”

Unsere Landwirtschaft
effektiv und klimafit machen

Die Stimmung im vollen Saal der Chiemgau-Akademie am Mittwoch Abend war gut. Gut 70 Bauern und Bäurinnen hörten sich die Erfahrungen der beiden Praktiker an, die kurzweilig die durchaus positiven Entwicklungen im Betrieb beschrieben.

Den Anfang machte Christoph Fischer. Er zeigte kurz und eindrücklich welche Rolle die winzigen Mikroorganismen nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in unser aller Leben spielt. Dass das Milieu , also die Mikroben in ihrer Gesamtheit, im Boden, auf der Pflanze, im Futter, am und im Tier oder auch beim Mensch über Gesundheit oder Krankheit bestimmen kann. Oder genauer gesagt, ob oxidative Fäulnis, mit hohen Energie- und Nährstoffverlusten, oder regenerative Aufbau-Prozesse vorherrschen.

Christoph-Fischer-Grünlandvortrag-Chiemgau-Akademie-2020-Gmade-Wiesn

Die Bodenmikrobiologie beeinflusst die Pflanze. Die Futterqualität wiederum beeinflusst die Gesundheit der Tiere. Wird der Boden ausschließlich mit belebter Gülle behandelt und das Mikrobiom auf der Fläche gesundet, dann zeigt der Aufwuchs eine höhere Qualiät und man merkt das früher oder später im Stall.

Anschließend stellte Hans Kink seinen Nebenerwerbsbetrieb vor. Der Grünlandbetrieb liegt auf 620 Höhenmeter und wird von seiner Frau und ihm bewirtschaftet. Ihm ist wichtig, dass Maßnahmen auf dem Betrieb nicht sehr zeitaufwändig sind, da Arbeitszeit ein begrenzter Faktor ist. Zwei Mal im Jahr wird Karbosave Pflanzenkohle direkt aus dem BigBag in die Güllegrube eingelassen und das Gesteinsmehl wird mit dem Silozug auf den Betrieb gebracht und bei laufendem Rührwerk eingeblasen.

"Ich mach des schon seit 15 Jahren und abgesetzt hat sich noch nix". EM wird über die Sprühanlage Nimbatus 7 automatisch im Stall vernebelt. So hat er einen mehrfachen Nutzen: Alle Stallflächen einschließlich der Liegeboxen und die Güllekanäle werden positiv besiedelt. Das wirkt pathogenen Keimen entgegen. Die Gülle wird von Anfang an behandelt. So entsteht Fäulnis erst gar nicht und die Schwemmkanäle verstopfen nicht mehr.

Gülle wird ausschließlich bei trockenen Verhältnissen ausgebracht. Dadurch bleibt sie, wo das Gras sie braucht und wird nicht in tiefere Schichten im Boden abgeschwemmt. Dort würde sie nur dem Ampfer was nutzen. Ätzschäden auf dem Klee durch die Gülle kennt er nicht.

Wirklich bärig ist die Lebendigkeit, die sich im Boden entwickelt. Wenn ich mit meiner Tochter über unsere Flächen spaziere und dann über benachbarte intensive Flächen, ist es schon beim drübergehen spürbar. Unser Boden federt regelrecht.

Regenwurmhaufen sind überall sichtbar. Die Grasnarbe ist dicht, Klee ist da, und Nachsaat mach ich schon seit über 10 Jahre nicht mehr. Ampfer ist natürlich auch noch da, aber so wenig, dass er mich nicht mehr stört. Im Frühjahr ist der Boden schneller warm, der Schnee schmilzt auf unseren Flächen immer als erstes. Und alles nur durch die konsequente Güllebehandlung.

Hans Kink, Bio-Landwirt

Im Arbeitskreis ist er bei den buchführenden Betrieben immer im oberen Drittel mit dabei. Mal besser mal schlechter. Im Großen und Ganzen haben sie wenig mit Krankheiten zu tun. Das Meiste kriegen sie mit Homöopathie in den Griff und sollte der Tierarzt doch einmal benötigt werden, dann greift schon die erste Medikamenten Gabe.

Wir waren schon öfter bei Hans Kink zur Betriebsbesichtigung. Eine kurze Beschreibungen von so einem Besuch bei ihm ist im Blog zu finden:

Last but noch least berichtete Manuel Dauner von der schwäbischen Alb von seinem Betrieb, der erst seit einigen Jahren EM bei sich einsetzt. Der junge Schwabe hat noch einmal Schwung in die Versammlung gebracht. Online findet man den Betrieb unter www.biohof-dauner.de

Der Bio-Milchviehbetrieb mit Kurzrasenweide im Vollerwerb, Biogasanlage und Direktvermarktung liegt auf der schwäbischen Alb in der Nähe von Ravensburg. EM setzen sie seit Jahren in der Silage ein. Sie leisten sich das CFKE gerne für die Silage weil sie keine Verluste mehr haben.

Sie müssen kein verdorbenes Futter mehr abräumen und das ist ein nicht unerheblicher Vorteil. Auch der Geruch von CFKE Silage gegenüber unbehandelter Silage ist auffällig angenehmer. Sie hat keinen strengen Essig oder Buttersäuregeruch. Die Kleidung riecht auch nicht nach Silage beim Einfüttern.

Seit ein paar Jahren betreiben sie konsequent Gülleaufbereitung. Und was man durch die Belebung der Gülle im Boden beobachten kann, hat den jungen Landwirt überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Wenn selbst ein Schwabe gut 4 € pro m³ in die Hand nimmt und in die Gülle schmeißt, muss der Mehrwert schon offensichtlich sein.

Manuel Dauner, Biolandwirt von der schwäbischen Alb

Seit sie Gülle aufbereiten verwenden sie keinen Mineraldüngermehr auf dem Grünland. Sie hatten auch in der Umstellung keine Ertragseinbußen. Die Gülle wird sehr schnell vom Boden aufgenommen. Trotzt Schleppschlauch haben sie kein Problem mit Güllewürsten, die nicht verwittern und somit keine Futterverschmutzung.

Im Stall wird RoPro-Lit statt Kalk in den Liegeboxen eingestreut. Es scheint gleich so, dass die Tiere die Einstreu der Tiefboxen nicht mehr so leicht herausbekommen. Außerdem kommt so schon RoPro-Lit in die Gülle. Der Vorteil gegenüber dem Kalk: RoPro-Lit bindet Stickstoff in der Gülle und fördert die regenerative Mikrobiologie.

Sie haben auch den Vernebler Nimbatus 7 installiert, der allerdings nur sporadisch gelaufen ist. Der installierte Kanister hätte alle drei Tage neu befüllt werden müssen, und da hat sich selten jemand bereit erklärt. Die letzte Hustenwelle, hat die EM-Vernebelung wieder zurück in den Fokus gebracht und seit die Anlage kontiniuerlich läuft, wird es merklich leichter. Es wird nun auf eine Lösunge hingearbeitet, dass man evtl. gleich den Container direkt an die Anlage anschließt. Dann löst sich das Problem des Auffüllens von alleine.

Wird die Gülle im Stall bereits mit EM behandelt und fliesst dann in die Biogasananlage, ist das kein Problem. EM pur in der Biogasanlage würde den "Faulgas-Prozess" relativ schnell zum erliegen bringen.

Auch im Ackerbau hat Manuel 2019 seine ersten Versuche mit EM gemacht. Die Zwischenfrucht wurde beim Einarbeiten mit EM besprüht. Das Ergebnis war sehr positiv. Nach einigen Tagen war die Organik in einen Silage-Prozess übergegangen anstatt einfach zu verfaulen. Der Geruch war eher süßlich und der Boden darunter schön krümelig.

Abschließend wurden noch die vielen Fragen der Zuhörer mit einem Podium diskutiert. Auf dem Podium saßen die Referenten zusammen mit den Landwirtschaftsberatern von EM-Chiemgau, Sepp Oppenrieder und Claudia Crawford.

Auch an den Fragen war sehr gut zu erkennen, dass die Zuhörer vor allem nach zukunftsweisenden Lösungen suchen und nicht nur nach Schuldigen. Die Ausführungen der Praktiker hat doch viele erstaunt, wie leicht man einen Unterschied machen kann.

Tipps und Infos zum Thema sind in der Rubrik Anwendungen zu finden:

Das Rosenheimer Projekt und die Grünlandwirtschaft

EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl in der Gülle

EM im Stall

Nach Beendigung des offiziellen Teils ging es zum Gemütlichen über. Es gab viel zu besprechen 🙂

Gülle-rühren-Rosenheimer-Projekt-Kohle-Einsatz

Die andere Seite der Güllerechnung

Betriebswirtschaftlich betrachtet, sind die Kosten beim Güllemanagement fast gleich gegenüber Breitverteilung oder Schleppschlauch.

Der zusätzliche Nutzen dieser Methode, der sich auf der Fläche zeigt, ist in dieser Rechnung jedoch noch nicht erfasst:

  • Nebenwirkung der Stickstoffbindung

Die Stickstoffbindung hat nicht nur monetäre Vorteile. Sie ist aktiver Umweltschutz, da die Stickstoffverbindungen weniger auswaschungsgefährdet sind. Das schützt das Grundwasser. Ammoniakausgasungen werden zudem stark gemindert, was die Anreiner freut und die Akzeptanz der Güllewirtschaft wiederum fördert.

  • Grünlandpflege durch richtiges Güllemanagement

10m³ behandelte Gülle je ha und Schnitt im Grünland führt zu dichten GL-Beständen mit hohem Weidelgras- und Kleeanteil. Die Veränderung im Aufwuchs entsteht aus dem vorhandenen Saatgutdepot im Boden, das durch zu hohe Güllegaben und das Fäulnismilieu in unbehandelter Gülle blockiert wird.

Die Notwendigkeit zur Nachsaat entfällt mehr und mehr. Durch den hohen Kleeanteil im Bestand verbessert sich die Nutzungselastizität der Bestände.

10m³ behandelte Gülle je ha und Schnitt im Grünland führt zu dichten GL-Beständen mit hohem Weidelgras- und Kleeanteil. Die Veränderung im Aufwuchs entsteht aus dem vorhandenen Saatgutdepot im Boden, das durch zu hohe Güllegaben und das Fäulnismilieu in unbehandelter Gülle blockiert wird. Die Notwendigkeit zur Nachsaat entfällt mehr und mehr. Durch den hohen Kleeanteil im Bestand verbessert sich die Nutzungselastizität der Bestände.

Sie dürfen ruhig etwas älter werden, ohne dass der Aufwuchs zu sehr verholzt. Silizium aus RoPro-Lit Urgesteinsmehl bringt zudem Standfestigkeit und vermindert Schwärzepilze. Das wiederum erhöht die gespeicherte Energie im Blatt aus der Photosynthese, weil mehr Blattmasse auf der Fläche steht.

Dieser Energiegehalt kommt von der Sonne. Viele Betriebe haben dadurch mehr Ertrag mit guten Energie- und Eiweißgehalten bei einem Schnitt weniger. Grundfutterleistungen von 6000 L sind im Rosenheimer Projekt keine Seltenheit.

  • Arbeitszeiteinsparung

Güllebehandlung verbessert die Konsistenz der Gülle. Sie ist sämig und es entstehen kaum Schwimmschichten. Bei gut belebten Güllegruben entsteht nur noch eine Haut auf der Gülleoberfläche. Der Zeitaufwand zum Aufrühren minimiert sich stark.

Schläuche bei bodennaher Ausbringtechnik verstopfen mit behandelter Gülle nicht. Das gewährleistet einen reibungslosen Ablauf und spart Arbeitsstunden. EM in der Gülle setzen Feststoffe um. Der Zusatz von RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle unterstützen ihre Aktivität zusätzlich.

Lückige Bestände und Verätzungen auf Klee und Gras - Kostenschätzung der Folgen?

  • Einsatzzeiträume der Gülle vergrößern
    Die hohe Verträglichkeit auf der Blattoberfläche ermöglicht die Nutzung der Gülle in anderen Zeitfenstern. Im Grünland z.B., auch dann, wenn der Aufwuchs nach der Mahd schon wieder etwas angeschoben hat. Selbst die empfindlichen Blätter vom Klee werden nicht verätzt.


Im Ackerbau wird die Gülle ausschließlich in den wachsenden Bestand gefahren. So werden Nährstoffe gleich von der lebendigen Bodenbiologie gespeichert oder der Pflanze zugeführt.
Verluste gehen gegen Null. Ob in die Zwischenfrucht oder in der Hauptkultur als Kopfdünger.
Selbst Mais verträgt eine Gabe in späteren Entwicklungsstadien mit behandelter Gülle.
So muss Gülle nicht in kurzen Zeitfenstern auf der Fläche „entsorgt“ werden, sondern kann sinnvoll in den Betriebskreislauf als „All-In“ Dünger mit Haupt- und Spurennährstoffen genutzt werden.

  • Bodenfruchtbarkeit der Flächen erhalten für die zukünftigen Generationen
Bodenprobe-begüllt und unbegüllt-im-Vergleich

Das gesamte Bodenleben profitiert von behandelter Gülle. Bei der Bodenmikrobiologie erkennt man das vor allem am Geruch des Bodens. Wird vorwiegend unbehandelte Gülle ausgebracht, entsteht ein Fäulnismilieu in der Bodenbiologie, die bei der Spatenprobe leicht am Geruch erkennbar ist.

Wer sich nicht sicher ist, kann eine Bodenprobe bei 40 Grad im Backofen trocknen. Während des Trocknungsvorgangs entfliehen die Gase schneller und sind intensiver.

Fäulnis führt zu Oxidation, Humusabbau, blockiert die Nährstoffnachlieferung und fördert Krankheiten in den Folgefrüchten. Behandelte Gülle bringt reduktive Impulse an die Bodenbiologie. Sie erleichtert die Umkehrung der Entropie und baut Humus auf.
„Früher hatte ich sandigen Lehm, jetzt hat die Bodenuntersuchung meinen Boden als anmoorig eingestuft“, so ein Praktiker aus dem Rosenheimer Projekt.

Bodenleben, Bodenchemie und Bodenphysik sind eine Einheit. Sie sind alle voneinander abhängig. Das Bodenmikrobiom und die Bodenfauna sind die Arbeiter, die die Lebendigkeit ins Spiel bringen. So nutzt es nichts, wenn man mechanisch versucht ein feinkrümeliges Saatbett zu bereiten, wenn die Krümel nicht durch die Bodenbiologie stabilisiert werden.

Sonst sind die Krümel nämlich beim nächsten Starkregen verschlämmt und versiegeln den Boden. Entstehen runde Krümel durch eine lebendige Bodenbiologie, die sehr stabil sind, verbessert sich die gesamte Bodenphysik. Das Porenvolumen des Bodens vergrößert sich. Die Feldkapazität steigt.

Der Gasaustausch des Bodens wird wieder ermöglicht. Ist die Bodenbiologie aktiv, werden Nährstoffe und Spurenelemente vermehrt nachgeliefert und versorgen die Pflanzen umfassend. Ist die Basensättigung im Boden (Mg-Ca-Verhältnis) stark im Ungleichgewicht, wird die Biologie und die Chemie im Boden gleichermaßen blockiert. Da gilt es hier Überschüsse oder Mangel auszugleichen.

Gülle-Ausbringung-Breitflächenverteilung-Rosenheimer-Projekt-Em-Chiemgau

Güllebehandlung – Kosten – Nutzen

Die Aussage „EM-Güllebeandlung“ kostet viel Geld“, höre ich immer mal wieder von Landwirten. Die Kostenseite ist das eine, dem gegenüber steht die Nutzenseite. Die Praxis vieler langjähriger EM-Anwender zeigt sehr deutlich, dass der positive Nutzen höher ist als die Kosten.

Zahlreiche Landwirte setzen der Gülle Wasser zu, um vermeintlich die Ätzwirkung zu verringern und die Fließfähigkeit zu erhöhen. Bei 1.200 m³ Gülleanfall und einem Wasserzusatz von ø 50 % ergeben sich 1.800 m³ Gülle zu lagern und auszubringen. Die Güllebehandlung nach dem Rosenheimer Projekt macht einen Wasserzusatz überflüssig und erfolgt folgendermaßen:

Je m³ Gülle: 1 l EM aktiv; 6 l Karbosave - Pflanzenkohle; 30 kg Biolit-Urgesteinsmehl

Was verursacht Gülle im Boden?

Organische Dünger und Wirtschaftsdünger „füttern“ Bodenleben und Kulturen, wenn sie belebt sind und sich nicht im Abbauzustand befinden. Der Abbauzustand entsteht durch Eiweißfäulnis. Darum ist es auch nicht normal, wenn die Gülle stinkt. Denn dann fault sie, das Eiweiß wird abgebaut.
Die Kohlenhydrate der organischen Dünger gehen dadurch ebenfalls verloren. Die Mikrobiologie, die den Abbau vornimmt, setzt ihre Arbeit meist im Boden fort. Das führt zu Humusabbau durch organische
Düngung, was fast wie ein paradoxes Phänomen erscheint.

Die verbreitete Praxis, auf unbewachsenen Feldern organisch zu düngen und einzuarbeiten, führt gerade nicht zum Anstieg der Humusgehalte in den Böden.
„Unbelebte“ Gülle oder auch Mist bringen eine erhebliche Menge Nährstoffe in wasserlöslicher Form in den Boden und in die Kulturen.

Die unbehandelten Wirtschaftsdünger schädigen die vorhandene
Mikroflora im Boden, die dominante Abbauflora aus der Gülle verstärkt diesen negativen Effekt. Nach einer Düngung mit unbelebter Gülle enthält der Boden deshalb mehr freigesetzte Nährstoffe als gedüngt wurden. Darüber hinaus entsteht eine Alkohol- und Phenolbildung.

Beide Stoffe sind als Desinfektions- und Lösemittel bekannt, die die Mikroflora des Bodens zusätzlich beeinträchtigen. Sie fördern das Zusammenziehen des Bodens, die passive Verdichtung. Die Nährstofffracht aus unbelebter Gülle, noch dazu auf unbewachsenen Böden, löst deshalb auch einen massiven Keimreiz für Unkräuter aus. Es gibt also viele Argumente, warum ein anderer Umgang mit der Gülle so wichtig ist, ganz gleich, ob es sich um konventionell oder biologisch wirtschaftende Betriebe handelt.

Wann ist der beste Zeitpunkt die Gülle zu behandeln?

Die Komponenten min. 3 Wochen vor der Gülleausbringung in die Grube einrühren. Das Biolit-Urgesteinsmehl wird in der Regel mit dem Silozug in die Güllegrube während des Rührens eingeblasen. Werden Teilmengen der Komponenten bereits im Stall eingesetzt z.B. auf die Laufflächen streuen/gießen, kann dies der Güllebehandlung angerechnet werden.

Anhand der Kostenberechnung eines Beispielbetriebs wird der betriebswirtschaftliche Nutzen deutlich.

Ausgangsbasis: 60 GV, 30 ha Grünland, 1.200 m³ Gülleanfall/Jahr (ohne Wasserzusatz)

Zeile 1:
Die Behandlung der kompletten Jahresgüllemenge erfolgt nach dem Rosenheimer Projekt, Anwendungsmengen je m³ Gülle: 1 l EM-aktiv, 6 l Pflanzenkohle und 30 kg Biolit-Urgesteinsmehl. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 5 €/m³.

Zeile 2:
Die Ausbringkosten wurden nach ortsüblichen MR-Sätzen mit der jeweiligen Technik ermittelt. Behandelte Gülle wird nicht mit Wasser verdünnt, was sich in der Ausbringmenge und Ausbringkosten deutlich bemerkbar macht. In der Spalte „Gülle unbehandelt Breitverteilung“ und „Gülle unbehandelt Schleppschuh“ wurden 50% Wasserzusatz zu Grunde gelegt. Bei behandelter Gülle verkürzt sich das Aufrühren auf wenige Minuten.

Zeile 3:
Die N-Verluste (Lagerung, Ausbringung und Auswaschung) schwanken von ca. 10 – 70% je nach Ausbringtechnik, Witterung bei Ausbringung und Art und Weise der Güllebehandlung. Konventionelle Betriebe ergänzen den N-Verlust oftmals über mineralische Zukaufsdünger, um die „gewünschte N-Menge“ den Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Hier wurden N-Verluste von 2 kg bei „Breitverteilung Gülle unbehandelt“ und 1 kg bei „Gülle unbehandelt Schleppschuh“ je m³ angenommen.

Zeile 4:
Der Kleeanteil wird durch die behandelte Gülle gefördert. Dieser sammelt entsprechend mehr Stickstoff aus der Luft. Landwirte mit behandelter Gülle haben aufgrund der niedrigeren N-Verluste und des höhen N-Lieferung vom Klee mehr Stickstoff für höhere Erträge und Qualität zur Verfügung. Hier wurden 40 kg/ha N-Lieferung zugrunde gelegt.

Zeile 6:
Derzeit wird nur die Ausbringung mit Injektions- und Schleppschuhtechnik im Rahmen des KULAP stattlich gefördert.

Fazit:

Betriebswirtschaftlich betrachtet sind die Kosten beim Güllemanagement gleich gegenüber unbehandelter Gülle mit Breitverteilung oder Schleppschuh. Hinzu kommen die nicht oder nur sehr schwer in Zahlen zu fassenden Vorteilen:

  • Grundwasserschutz durch weniger N-Auswaschung
  • Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz für organische Düngemaßnahmen, aufgrund stark reduzierter Geruchsemissionen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Bei ca. 40 m³ Gülleausbringmenge/ha x ca. 4 kg N/m³ abzüglich ca. 10 % Verluste = ca. 150 kg N/ha/Jahr.
Hinzukommt die N-Lieferung durch die Leguminosen von ca. 40 – 60 kg/ha.
Somit stehen rechnerisch ca. 200 kg N/ha für die Pflanzen zur Verfügung.
Bei einem intakten Bodenleben, mit einem Humusgehalt von > 4 % und frei von Bodenverdichtungen sind hier qualitativ und quantitativ gute Erträge in vielen Betrieben Realität. Es ist nicht nur die Menge der gedüngten Nährstoffe entscheidend, sondern viel mehr ein gesunder, humusreicher und belebter Boden.

Pflanzenkohle speichert die Nährstoffe und reduziert markant die Ausgasung in die Luft. Zusätzlich wird die Auswaschung in tiefere Bodenschichten deutlich verringert. Die feinen Haarwurzeln der Pflanzen, nehmen die Nährstoffe aus den Kohleteilchen auf.

Die Gülle wird belebter, dünnflüssiger, sämiger und die Ätzwirkung verschwindet. Die Gülle fließt gut von den Pflanzen ab. Ausbringung bei gut befahrbaren Böden verringern das Bodenverdichtungsrisiko. Zusätzlich wird das Zeitfenster der Ausbringzeit größer, was zur Entzerrung der Arbeitsspitzen beiträgt.

Die EM’s beleben die Mikrobiologie in der Gülle. Die Aussagen „Auf der Oberfläche bilden sich Blubber-Blasen“ hören wir oft. Dies ist das Sichtbare Zeichen einer belebten Gülle.

Biolit-Urgesteinsmehl fördert aufgrund ihrer sehr guten Zusammensetzung von Mineralien und Spurenelementen den Weißklee. Zusätzlich unterstützt die fäulnisfreie Gülle das Bodenleben und letztendlich den Pflanzenbestand positiv.

Die Nährstoffe von behandelter Gülle bleiben in der obersten Bodenschicht (ca. 5-10 cm), dort wurzeln die wertvollen Futterpflanzen. Die Nährstoffe von unbehandelter Gülle werden z.T. in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und können nur noch von den Tiefwurzlern aufgenommen werden. Kommen keine Nährstoffe in tiefere Bodenschichten, „verhungern“ diese. Des Weiteren deuten Pionierpflanzen z.B. Ampfer, Löwenzahn auf Bodenverdichtungen hin. Mit ihren starken Pfahlwurzeln versuchen die den Boden zu lockern.

Die belebte Gülle unterstützt die Bodenbiologie, den Humusaufbau und Bodengesundheit. Ein gesunder Boden ist der Grundstein für wertvolles, schmackhaftes Gras. Auch die Vielfalt und Qualität der Gräser und Kräuter hängt mit der Bodenbeschaffenheit zusammen.

Landwirte und Lohnunternehmer die mit Gülleverschlauchungssystemen ausbringen, berichten von deutlich höheren Ausbringleistungen, z.T. ca. 20-30 % weniger Zeitaufwand für die gleiche Menge. D.h. behandelte Gülle ist fließfähiger und lässt sich somit leichter pumpen. Das Verstopfungsrisiko bei Schleppschuh/Schleppschlauch und Injektion wird deutlich reduziert.

Derzeit gibt es (leider noch) keine Ausnahmen, Die Güllesperrzeit, Abstandsflächen, Ausbringtechnik, Lagerungsbedingungen, usw. gelten hier wie in den gesetzl. Bestimmungen verankert.
Derzeit laufen deutschlandweit von unterschiedlichen Organisationen Versuche, Bestrebungen und „Aufklärungsarbeit“ um die behandelte Gülle als „emissionsarme“ Ausbringung lt. Düngeverordnung §3 einzustufen.

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