Kategorie: Grünland

Trecker auf Feld bei Aussaat Duengung

Steigende Düngemittel Preise

Die Düngemittel Preise steigen derzeit auf Rekordhöhen. Aufgrund der explodierenden Gaspreise fahren Düngemittelhersteller die Produktion massiv herunter. Die Problematik betrifft nicht nur Deutschland. Europaweit erfolgt die Produktion von Düngern nur noch eingeschränkt. Für die Herstellung von mineralischen Düngemitteln wie beispielsweise Ammoniumnitrat oder AHL-Dünger sind enorme Energiemengen nötig. Ist diese Energie in Form von Gas und Erdöl teuer, wirkt sich das unmittelbar auf die Preise des Düngers aus.

Nicht nur in Deutschland und Europa weltweit ist die Exportlage aufgrund verschiedener Faktoren so schlecht wie noch nie. Was das für die Landwirte bedeutet, macht sich bereits zur diesjährigen Herbstaussaat bei vielen Landwirten bemerkbar. Kulturen, die einen hohen Stickstoffbedarf haben, werden in Konsequenz möglicherweise weniger angebaut. Welche Auswirkungen dies auf die Verfügbarkeit verschiedener Produkte und Futtermittel im kommenden Jahr haben wird, ist noch nicht abzusehen.

Maßnahmen für ein erfolgreiches Düngemanagement

Allen Maßnahmen voran steht eine aufschlussreiche Bodenanalyse. Wir empfehlen dabei die Albrecht-Analyse, welche nicht nur Aufschluss über die Nährstoffmengen, sondern auch die Nährstoffverfügbarkeit im Boden gibt.

Den Einsatz von Mineraldüngern in der Kulturführung zu reduzieren, ist eine Marathon-Aufgabe und kein Sprint. Eine kurzfristige Lösung ist nicht zielführend. Nur mit einer geschickten, standortangepassten Fruchtfolge, der Belebung des Bodenmikrobioms und dem entsprechenden Zwischenfruchtanbau sind diese Ziele zu realisieren.

Aber die Natur bietet Lösungen. Nicht nur im Boden und Humusaufbau steckt eine enorme Nährstoffspeicherkapazität. Leguminosen können wertvollen Luftstickstoff einbinden und speichern. Ein gezielt und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführte Flächenrotte einer entsprechenden Zwischenfrucht liefert Stickstoffeintrage zwischen 50-90 kg N/ha.

Der bei der Flächenrotte eingesetzte Bodenverjünger aktiviert das Bodenleben und lenkt die Rotte, sodass Nährstoffe von den Bodenmikroben genutzt werden können und der Humusaufbau durch die Einbindung von Kohlenstoffstrukturen gefördert wird. Mehr über die Durchführung der Flächenrotte lest ihr HIER.

Effiziente Wirtschaftsdünger

Wer in seinem Betrieb über Wirtschaftsdünger verfügt, ist gut beraten, die Effizienz seiner Düngemaßnahmen genauer zu betrachten. N-Verluste von bis zu 70 % sind leider keine Seltenheit. Verluste können bereits im Stall (aufgrund der Temperatur, Säuberung der Lauf- und Liegeflächen etc.), bei der Lagerung und durch verschiedene Ausbringungstechniken begünstigt werden.

Organische Dünger in Form von Mist oder Gülle können durch die gezielte Milieusteuerung mit Effektiven Mikroorganismen, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle effizienter und umweltschonender eingesetzt werden.

Als stark eiweißhaltiges Material begünstigt die Zusammensetzung der Gülle Fäulnisprozesse. Oftmals sind zudem ausgeschiedene Medikamente und in die Güllegrube gelangte Reinigungsmittel enthalten. Ohne Behandlung überwiegen abbauende Mikroben und dominieren das Milieu. Reststoffe werden nicht umgesetzt und gelangen über die Ausbringung in den Grundwasserkreislauf. Während der Überführung in ein reduktives Milieu und der positiven Neubesiedelung der Gülle produzieren die Mikroorganismen wertvolle Stoffwechselprodukte. Diese sind maßgeblich für eine ertragssteigernde und humusmehrende Wirkung.

Die Nährstoff-Pufferkapazität der Kohle nutzen

Die feinvermahlene Kohle erfüllt bei der Güllebehandlung einen zentralen Aspekt. Durch ihre Struktur bietet sie zum einen unzählige Besiedelungsplätze für die Mikrobiologie und zum anderen bindet sie Nährstoffe in ihrer Struktur. Dadurch wird die Düngewirkung über einen langen Zeitraum erhalten. Die Pufferkapazität der Kohle kann bis zu 60 % der Nährstoffe halten und diese dann freigeben, wenn sie benötigt werden, also zu Vegetationsbeginn im Frühjahr.

Dadurch ergibt sich nicht nur ein Einsparungspotenzial, man kann die Düngewirkung durch die Behandlung mit Kohle gezielter einsetzen, länger nutzen und mehr Nährstoffe pflanzenverfügbar halten. Die Wurzelexsudate der im Frühjahr wachsenden Pflanzen sorgen dafür, dass die gepufferten Nährstoffe wieder freigesetzt werden und der Pflanze zur Verfügung stehen. Dieses Zusammenspiel von Pflanze und Pflanzenkohle als Speichermedium macht das System so effektiv.

Die Aufbereitung mit EM-Aktiv, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl ist für zahlreiche erfolgreiche Landwirte eine zentrale Maßnahme. Die Komponenten können bereits ab 1/3 des Füllstandes, min. jedoch 3 Wochen vor der Gülleausbringung in die Grube eingerührt werden. Das Biolit-Urgesteinsmehl wird in der Regel mit dem Silozug in die Güllegrube während des Rührens eingeblasen. Werden Teilmengen der Komponenten bereits im Stall eingesetzt z.B. auf die Laufflächen gestreut oder gegossen oder im Stall vernebelt, kann dies der Güllebehandlung angerechnet werden.

Auch für die Festmistfermentierung ist der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen zentral. Nachdem die drei Komponenten dem Mist zugefügt wurden, wird er wie bei der Silierung abgedeckt. Während der Fermentation werden Nährstoffe aufgespalten und verfügbar gemacht.

Mehr zur Behandlung von Gülle und Mist könnt ihr HIER nachlesen.

Immobilisation vermeiden - den Nährstoffaustausch anregen

Natürlich beeinflussen zahlreiche Faktoren die Düngewirkung. In manchen Fällen ist es nicht die Nährstoffmenge, die der Hauptkultur fehlt, sondern schlicht und ergreifend die Nährstoffverfügbarkeit. Damit der organisch gebundene Stickstoff der Folgekultur schnellstmöglich in mineralischer Form zur Verfügung steht, ist das C:N Verhältnis wichtig.

Zwischenfrüchte bzw. Pflanzenreste mit einem weiten C:N Verhältnis (über 10:1,bsp.: Gräser, Buchweizen ) verrotten langsamer als solche mit einem engeren C:N Verhältnis (unter 10:1, bsp.: Leguminosen). Dies ist besonders bei überwinternden Zwischenfrüchten relevant.

Der Bodenverjünger enthält native Bakterienkulturen, die den Boden sofort besiedeln und sich „an die Arbeit“ machen den Stickstoff aus der organischen Substanz aufzuschließen und pflanzenverfügbar zu machen.

Düngemittel Preise: Unabhängig werden - handlungsfähig bleiben

Die Methoden der regernativen Landwirtschaft können auch hier langfristig einen Ausweg für viele Betrieb bieten. Mithilfe der Maßnahmen wie einer aktiven Bodenbelebung, der optimalen Nutzung des Hofdüngers, diversen Fruchtfolgen und einem angepassten Zwischenfruchtmanagement kann die Gabe von mineralischen Düngemitteln oftmals angepasst oder stark reduziert werden.

Ein aktives Bodenleben kann die Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffspeicherung (!) für die Hauptkulturen massiv verbessern. Die komplexen Wirkmechanismen zwischen den Bodenmikroben und den Pflanzenwurzeln richtig für sich und seine Kulturführung zu nutzen, das ist der Anspruch und das Ziel einer regenerativen Wirtschaftsweise.

Nicht nur die Reduzierung von mineralischen Düngemitteln auch die volle Ausschöpfung des Potenzials der betriebseigenen Wirtschaftsdünger (sofern vorhanden), sind Stellschrauben an denen jeder Betrieb eigenständig drehen kann.

Kreisläufe effizient nutzen

Dass die Düngemittel Preise steigen, kann man nicht beeinflussen. Um dem jedoch nicht gänzlich ausgeliefert zu sein, sollte jede/r Betriebsleiter/in sich zukünftig mit der Gestaltung seiner Düngestrategie auseinandersetzen. Steigende Energiepreise und angespannte Exportlagen werden auch in den nächsten Jahren tendenziell nicht zu einem Preisabfall der Betriebsmittel führen.

EM-Chiemgau Logo auf einer Jacke

Gut beraten ist, wer frühzeitig reagiert und sich und seinem Betrieb mehr Flexibilität verschafft. Mithilfe des Einsatzes von Effektiven Mikroorganismen zur Aktivierung des Bodenlebens und einer guten fachlichen Praxis bei der Umsetzung der regenerativen Maßnahmen kann der Weg in eine tragfähige Landwirtschaft beschritten werden.

Bei Fragen stehen wir interessierten Landwirten und Akteuren gerne zur Verfügung.

Berglandschaft mit Grünland und Hütte

Regenerative Grünlandbewirtschaftung

Trockene und extrem nasse Witterung haben in den letzten Jahren fast jeden Betrieb auf die eine oder andere Art betroffen. Eine zunehmende Verarmung des Grasbestandes, Verdichtungsprobleme und erhöhter Unkrautdruck sind gängige Sorgen beim Grünland. Die regenerative Grünlandbewirtschaftung bietet Lösungswege für eine wirtschaftliche Nutzung von Wiesen und Weiden.

Ziele der regenerativen Grünlandbewirtschaftung

In der regenerativen Landwirtschaft geht es im westlichen um drei Ziele:

  • Humusaufbau
  • Bodenmikrobiologie wiederherstellen
  • Beste Qualitäten der Produkte erzeugen

Diese Ziele gelten nicht nur für den Acker- und Gemüsebau, sondern natürlich auch für das Grünland. Auf den meisten viehhaltenden Betrieben ernährt das Grünland die Tiere und bietet zusätzlich noch die Möglichkeit für eine artgerechte Tierhaltung auf der Weide. Eine gute Futterqualität und -Verfügbarkeit ist demnach die Grundlage für eine erfolgreiche und wirtschaftliche Produktion.

Probleme im Grünland

Besonders in Betrieben, die eine intensive Grünlandbewirtschaftung betreiben und viele Überfahrten mit Erntetechnik und Güllefass im Jahr durchführen müssen, spielt Verdichtung eine große Rolle. Aber auch durch die Beweidung mit Rindern, Pferden oder anderen Weidetieren können Verdichtungen besonders im Oberboden entstehen.

Ein verdichteter Boden „atmet“ nicht mehr und kann Regenwasser oder Gülle schlecht aufnehmen und speichern. Besonders Starkregenereignisse werden so schnell zum Problem.

Auch typische Grünland “Unkräuter“, wie Hahnenfuß, Ampfer, Rispe oder das gefürchtete Jakobskreuzkraut können den Futterwert erheblich senken und die Qualität des Ertrags schmälern. Unkräuter sind hocheffektive Pflanzen. Sie haben die Funktion bestimmte Nährstoffe verfügbar zu machen und die Diversität auf dem Standort zu steigern. Dem kann die/der Landwirt/in durch regenerative Maßnahmen vorweggreifen. Unkräuter können sich aufgrund ihrer hohen Stoffwechselleistung in einem aktiven und gesunden Bodenmilieu schlechter etablieren und werden zurückgedrängt.

Regenerative Grünlandbewirtschaftung- Maßnahmen

Die regenerative Grünlandbewirtschaftung bietet Antworten auf viele Fragen zum Thema Grünlandwirtschaft. Wie immer liegt auch hier der Fokus auf der Reaktivierung des Bodenlebens.

Zu Beginn jeder Maßnahme steht die Bodenansprache. Nur wer seine Flächen gut kennt, kann bedarfsspezifisch handeln und dem Boden das zurückgeben, was er braucht. Die Wechselwirkung zwischen dem Boden- und Pflanzenstoffwechsel sind zentrale Aspekte einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Um beurteilen zu können, welche Eingriffe sinnvoll sind, muss man genau hinsehen.

Die Gareansprache

Ein Boden voller Leben und Funktionen

Die Überprüfung der Bodengare steht am Anfang der Beurteilung. Wie belebt ist mein Boden? Wo liegen Problemstellen? Was läuft gut? An welchen Stellen haben meine Maßnahmen bereits einen Effekt erzeugt? Mit diesen Fragen und dem Spaten in der Hand geht es raus auf die Wiese.

Spatenprobe

Mit dem Spaten oder der Bodensonde können Verdichtungshorizonte ermittelt werden. Die Spatenprobe sollte unbedingt von verschiedenen Stellen eines Schlags gezogen und verglichen werden. Die Krümelstruktur des Bodens gibt bereits einige Auskünfte über den Zustand des Bodenlebens. Eckige und kantige Krümel deuten auf Verdichtungen und wenig Mikrobenaktivität hin. Bodenmikroben „fressen“ Bodenpartikel rund. Dadurch entsteht ein lockeres, krümeliges Gefüge mit mehr mittelgroßen Poren im Boden. Diese sind der Hauptlebensraum der Bodenmikrobiologie. Auch Bodentiere wie Würmer, Springschwänze und Asseln verändern die Bodenstruktur mit ihren Ausscheidungen zum Positiven. Senkrechte Regenwurmkanäle sind im Übrigen KEIN Zeichen für einen gut durchlüfteten Boden, sondern im Gegenteil, ein Anzeichen für Verdichtung. Vertikal verlaufende Wurmkanäle dagegen sind ein gutes Zeichen.

Auf den ersten Blick kann man also bereits einiges erkennen und schlussfolgern.

Bodenschwenktest

Im nächsten Schritt folgt der Bodenschwenktest. Hierbei werden Bodenproben in Marmeladengläsern mit Wasser vermischt. Je nach Trübung und Färbung können Rückschlüsse auf den Anteil der organischen Bestandteile des Bodens geschlossen werden. Nach ca. einer Stunde kann das Ergebnis begutachtet werden. Eine braune Färbung (keine Trübung) und eine geringe Sedimentschicht sind ein gutes Ergebnis. Es sollte nicht zu viel Schaum vorhanden sein. Weiße Flecken deuten auf eine aktive Mesofauna (Pilze, Protozoen) hin.

Versickerungstest

Beim Versickerungstest wird ein Regenereignis mit 100 l/m² Niederschlag simuliert. Steht das Wasser auch nach 5 Minuten noch im Ring deutet das auf einen verdichteten Boden hin. Ein durchlässiger, gut strukturierter Boden kann auch große Wassermengen in kurzer Zeit aufnehmen. Dabei verschlämmt der Boden nicht. Untersucht man den Boden nach dem Versickerungstest wird man sehen, dass die verschiedenen Bodenporen in der Lage sind, Wasser „einzuspeichern“ und somit pflanzenverfügbar zu halten. Mehr Poren bedeuten eine größere Oberfläche und somit kann mehr Haftwasser im Boden gehalten werden. Ist das Gefüge nach dem Test schlammig, waren die Bodenporen bereits wassergesättigt oder der Boden kann durch eine ungünstige Struktur das Wasser nicht mehr effektiv speichern.

Grasnarbenbelüfter

Auch auf dem Grünland ist eine zusätzliche Maßnahme erforderlich, wenn sich Verdichtungen und Ertragsausfälle bemerkbar machen.

Einsatz des Grasnarbenbelüfters hat sich zusammen mit einer Fermenteinspritzung für die regenerative Grünlandbewirtschaftung bewährt. Auch im Grünland hat sich der Einsatz des Bodenverjünger bewährt. Wir empfehlen eine Aufwandmenge von 100l/ha. Wichtig ist, das der Bodenverjünger vor oder während des Arbeitsganges eingespritzt wird. Eine nachträgliche Einspritzung erzielt nicht den gleichen Effekt.

Der gezielt auf die Bodenmikrobiologie abgestimmte Bodenhilfsstoff verlängert und steigert die Wirkung der Belüftungsmaßnahme deutlich. Er hilft, Verdichtungen im Oberboden zu lockern und regt das Wurzelwachstum an. Der Boden wird insgesamt tragfähiger.

Durch leicht geneigte Messer am Modell der Firma Evers entstehen zu den einschnitten in die Grasnarbe auch feine Haarrisse im Boden. Diese werden durch den Einsatz des Bodenverjüngers sofort mit Mikroben besiedelt. Durch ihre Aktivität in Verbindung mit dem nun verbesserten Gasaustausch steigt das Wurzelwachstum und die Bodenatmung. Dies führt zu einem vermehrten Humusaufbau, denn Humus wird in der Wurzelrhizosphäre lebender Pflanzen von effektiven Mikroorganismen gebildet.

Eine Grasnarbenbelüftung sollte nur in der Vegetationszeit ca. Mitte April bis ca. Anfang Oktober bei einer Bodentemperatur von min. 6-8 Grad (Durchschnittsbodentemperatur Tag und Nacht) erfolgen. Sonst werden die entstandenen Lücken und Risse im Boden nicht mehr von Feinwurzeln erschlossen. Feinboden wird dann bei Regen in die tieferen Bodenschichten verschwämmt und die Verdichtung nicht gelöst, sondern noch verstärkt.

Mehr zur Anwendung des Grasnarbenbelüfters lest ihr HIER.

Güllebehandlung

Ein zentraler Aspekt bei der Grünlandbewirtschaftung ist in vielen Betrieben das Gülle-Management. Der ganzheitliche Ansatz der regenerativen Landwirtschaft umfasst also auch und insbesondere die Gülleaufbereitung mit EM-Aktiv, Biolith Urgesteinsmehl und Karbosave Pflanzenkohle.

Nährstoffverluste werden vermieden, Stickstoffemmissionen reduziert und die Gülle ist leichter zu handhaben. Sie riecht weniger bis gar nicht, ätzt nicht und kann wetterunabhängig ausgebracht werden.

Mehr zu den Vorteilen und Effekten von behandelter Gülle könnt ihr in einigen Blogbeiträgen nachlesen.

Regenerative Grünlandbewirtschaftung- Fazit

Die Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft sind auf dem Grünland ebenso effektiv umzusetzen wie im Ackerbau. Das allzu oft stiefmütterlich behandelte Grünland weist auf fast allen Standorten noch ein enormes Potenzial bei der Ertragssteigerung auf. Auch die Wertigkeit des Aufwuchses und somit die Futterwertigkeit lassen sich in vielen Betrieben noch optimieren.

Wer sein Grünland und den Boden darunter vernachlässigt kann langfristig große Probleme bekommen, deren Beseitigung mit viel Aufwand verbunden sind. Es lohnt sich daher auch auf Wiesen und Weiden ein regeneratives System zu etablieren und von den Vorteilen eines gesunden Bodens zu profitieren.

regenerativer-Feldtag-im-Chiemgau-Lernstunde-Gruenland-Humusaufbau-EM-Chiemgau

Feldtag zum Thema „regenerative Grünlandwirtschaft“

Ende September war es endlich wieder so weit- ein Treffen im Grünen und ein angeregter Austausch zwischen Praktikern und Experten konnte unter Einhaltung der Corona Maßnahmen stattfinden. Die Grüne Brücke, die Sparkasse Berchtesgadener Land und EM-Chiemgau luden ein, um auf dem Biohof der Familie Lecker einen Feldtag zum Thema regenerative Maßnahmen im Grünland zu veranstalten.

Grünland-Feldtag „regenerative Landwirtschaft“

Auf dem Biohof Lecker, einem vielseitig aufgestellten Familienbetrieb in Laufen im Chiemgau, der neben der Legehennenhaltung im Hühnermobil auch ein breites Angebot an Gemüse und verarbeiteten Milchprodukten über die hofeigene Abo-Kiste vertreibt, konnten Anwender und Interessierte zum Thema regenerative Landwirtschaft dem Bodenexperten Dietmar Näser über die Schulter schauen.

Zunächst wurden die Teilnehmer über die Grundlagen der regenerativen Landwirtschaft informiert. Christoph Fischer legte die Bedeutung eines geschlossenen Nährstoffkreislaufes für Erfolge in der landwirtschaftlichen Praxis dar und erklärte das aus dem Rosenheimer Projekt entwickelte und bewährte System der Gülleaufbereitung mithilfe von EM-Aktiv, Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle.

Im Anschluss ging es dann auf das hofnahe Grünland. Bodenexperte Dietmar Näser demonstrierte anschaulich, mit welchen Methoden jeder Landwirt sein Grünland besser beurteilen und dementsprechend gezielte Maßnahmen zur Ertragssteigerung durchführen kann.

Positerra- gemeinsam für eine humusfördernde Landwirtschaft

Auch das Positerra-Projekt wurde auf dem Grünland-Feldtag vorgestellt. Positerra bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Klimabilanz zu verbessern und dabei regional den Humusaufbau zu fördern. Ziel ist, große Mengen an CO2 zu speichern und die Landwirte in Sachen regenerativer Landwirtschaft zu unterstützen. Landwirte und Unternehmen profitieren so von einer regionalen Wertschöpfung. Der Kauf von anonymen CO2-Zertifikaten aus dem Ausland wird in einen persönlichen Austausch transferiert. Bauern vor Ort wirtschaften klima-optimiert für Unternehmen vor Ort.

Ziel ist es, durch regenerative Maßnahmen den Humusaufbau auf den Flächen zu steigern und somit CO2 zu speichern. Der Erfolg der Maßnahme wird durch Bodenanalysen überprüft. Werden die vorher definierten Ziele erreicht, erhält der Landwirt einen monetären Ausgleich für den Humusaufbau. Während des Prozesses werden die Landwirte fachlich durch die Experten von Humusfarming, Grünebrücke und EM-Chiemgau unterstützt.

Fruchtbare Böden und eine klimafreundlichere Wirtschaft sind das langfristige Ergebnis dieser Symbiose, bei der alle Akteure voneinander profitieren.

Die Bodenansprache

Für eine Einschätzung des Grünlandes muss man, wie auf dem Acker auch, zunächst einmal zur Tat schreiten. Bodenanalysen allein geben nur eine Teilauskunft darüber, was das Grünland braucht. Zu einer umfänglichen Bodenansprache gehören die Sonden- und Spatenprobe, der Bodenschwenktest und ein Versickerungstest. Alle Maßnahmen können einfach und unkompliziert von jedem Landwirt auf dem eigenen Betrieb durchgeführt werden.

Bodensonde und Spatenprobe

Mit der Bodensonde kann man einfach und schnell überprüfen, in welcher Bodenschicht Verdichtungen auftreten. Je nachdem, wie leicht und tief sich die Sonde in den Boden stechen lässt, ist der Boden durchlässig oder verdichtet. Um ein ganzheitliches Bild zu erhalten, sollte man auf verschiedenen Stellen eines Schlags testen. Gleiches gilt für die Spatenprobe.

Bei der Spatenprobe wird die Bodenstruktur analysiert. Hier kann man sich zunächst auf seine Sinne berufen. Wie sieht der Boden aus? Was passiert, wenn man ihn anfasst und auseinander bricht? Ist er krümelig und locker oder kann man Platten und Klumpen sehen? Neben Seh- und Tastsinn darf auch der Geruchssinn hinzugezogen werden. Ein fauliger Kellergeruch und grünliche Verfärbungen deuten auf Fäulnisprozesse im Boden hin. Riecht der Boden dagegen süßlich erdig kann man davon ausgehen, dass die Bodenmikrobiologie aktiv ist.

Der Bodenschwenktest und die Versickerungsprobe

Der Bodenschwenktest zeigt, wie viele wasserbeständige Bodenkrümel vorhanden sind. Beobachtet wird das Absatzverhalten des im Wasser gelösten Bodens, die Sedimentschicht und die Schaumbildung. Somit erhält man ein weiteres Puzzlestück zur Beurteilung der Bodenaktivität.

Nach dem Versickerungstest kann der/die Landwirt/in Schlüsse über die Wasseraufnahmekapazität des Bodens ziehen. Weißt der Boden ein eher schlechtes Wasseraufnahmevermögen auf, kann man auf Verdichtungen und eine Einschränkung der Bodenatmung schließen.

Die Auswertung der Beobachtungen erfordert sicherlich ein wenig Übung. Umso sinnvoller ist es, erst einmal mit einer Beurteilung zu beginnen und diese mehrfach im Jahr zu wiederholen. Jeder Schritt, der dabei hilft, den Boden unter seinen eigenen Füßen besser zu verstehen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Regenerative Maßnahmen auf dem Grünland

Die Einschätzung des eigenen Grünlandes soll natürlich dazu führen, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, die den Ertrag und Futterwert des Grünlandes steigern können. Eine zentrale Maßnahme der regenerativen Grünland-Bewirtschaftung ist der Einsatz des Grasnarbenbelüfters zusammen mit einer Fermenteinspritzung. Auch im Grünland hat sich für diese Maßnahme der Bodenverjünger bewährt.

Der gezielt auf die Bodenmikrobiologie abgestimmte Bodenhilfsstoff verlängert und steigert die Wirkung der Belüftungsmaßnahme deutlich. Er hilft, Verdichtungen im Oberboden zu lockern und regt das Wurzelwachstum an. Der Boden wird tragfähiger.

Die entstandenen Einschnitte und Risse im Boden werden sofort mit Mikroben besiedelt. Durch ihre Aktivität in Verbindung mit dem nun möglichen Gasaustausch steigt auch die Bodenatmung. Dies führt zu einem vermehrten Humusaufbau, denn Humus wird in der Wurzelrhizosphäre lebender Pflanzen von effektiven Mikroorganismen gebildet.

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Noch mehr zur Wirkung des Grasnarbenbelüfters gibt es HIER.

Regenerativ wirtschaften ist für alle sinnvoll

Besonders hervorzuheben ist, dass alle Betriebe, egal ob konventionell oder bio, unabhängig von ihrer Wirtschaftsweise von den Wirkungsmechanismen der regenerativen Landwirtschaft profitieren können. Der Austausch zwischen Praktikern erfolgt stets unvoreingenommen. Mit jedem neuen Feldtag erfolgt ein Wissenszuwachs durch den Erfahrungsaustausch und es entstehen neue Vernetzungen. Somit wird durch die Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft nicht nur das Wurzelwachstum der Pflanzen angeregt, sondern auch die Verzweigung und Vernetzung unter den Praktikern. Eine wirklich fruchtbare Maßnahme, wie wir finden!

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Teilnehmern, Referenten und natürlich besonders bei der Familie Lecker für die Einladung und den Blick hinter die Kulissen auf ihrem innovativen und vielseitigen Betrieb!

Der Grasnarbenbelüfter

Tief durchatmen- Der Grasnarbenbelüfter im Faktencheck

Schwere Maschinen und Weidetiere sorgen auch im Grünland für Verdichtungen und Sperrschichten. Damit diese nicht zum Problem werden, sollte man auch seinem Grünland regelmäßig die Chance zum „Durchatmen“ geben. Mit einem Grasnarbenbelüfter kann auch auf dem Grünland ein effektiver Gasaustausch gefördert werden. Einige Bodenprozesse laufen unter anaeroben Bedingungen ab. Ganz ohne Sauerstoff geht es jedoch auch im Boden nicht.

Über den Nutzen und Ablauf der Wiesenbelüftung könnt ihr HIER noch mehr lesen.

Warum Wiesenbelüftung mit dem Bodenverjünger?

Ein optimaler Gasaustausch ist für das Wachstum und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen elementar. Fehlt der Sauerstoff können die aeroben Bakterien nicht arbeiten und es kommt zu reduktiven Fäulnisprozessen. Humus wird ab- anstatt aufgebaut und die Wurzelexudate der Gräser nicht mehr ausreichend transportiert. Die Bodenmikrobiologie stellt ihre Arbeit ein, und das hat fatale Folgen.

Der Bodenverjünger enthält Huminstoffe und native Bakterienstämme, welche speziell für die Mikrobiologie im Boden entwickelt wurden. Daher wirkt er gezielter im Boden als EM-Aktiv. Die, durch die Öffnungen und Risse im Bodengefüge entstandenen Mittelporen bilden den neuen Lebensraum für die Mikroben. Durch die Einspritzung bei der Bodenbearbeitung werden die Mesoporen sofort mikrobiell besiedelt und der Austausch an Nährstoffen und dadurch auch das Wurzelwachstum in der Wurzelzone gefördert. Die Zuckerrohrmelasse im Bodenverjünger wirkt zudem als Nahrungsgrundlage, falls im Boden nicht genug organisches Materiel zum Verstoffwechseln für die Mikroben vorhanden ist.

Die neu wachsenden Feinwurzeln füllen die Risse im Boden und machen den Boden tragfähiger. Der Bodenverjünger steigert somit die Effekte der Grasnarbenbelüftung und sorgt für einen sofortigen Anschub der bakteriellen Aktivität im Boden.

Wiesenbelüftung mit dem Grasnarbenbelüfter

  • Belüftung und Lockerung des Grünlandes
  • Boden wird eingeschnitten, es entstehen zusätzlich feine Risse im Bodengefüge an den Einschnittstellen durch leichte Neigung der Messer
  • Bestand wird nicht beschädigt
  • Gasaustausch wird gefördert, dadurch wird die Bodenatmung angeregt (Humusaufbau)
  • 2-3 Wochen nach Beweidung/ Mahd
  • 10-14 Tage Ruhe nach Belüftung
  • im Frühjahr und Herbst bei außreichend Bodentemperatur
  • Geringerer Zugkraftbedarf bei verminderter Geschwindigkeit (Einsatz auch mit kleineren Schleppern möglich)
  • Einsatz während der Vegetationszeit

Vorteile durch Einspritzung mit dem Bodenverjünger

  • Effekt bleibt länger erhalten, da die Besiedlung mit Bodenmikroben sofort erfolgt
  • Neu erschlossene Bodenporen werden sofort mikrobiell besiedelt
  • Feinwurzelwachstum wird stimuliert
  • Boden wird tragfähiger
  • Ertragssteigerung durch Einsatz des Bodenverjüngers
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Drainagefunktion verbessert den Boden, dadurch Verminderung von Staunässe

Wann sollte nicht belüftet werden?

  • bei zu trockenem Boden (Messer oder Zinken können nicht tief genug eindringen)
  • bei Nässe besteht die Gefahr von Verdichtung und Verschmierung
  • Je nach Standort nicht mit zu hohem Gewicht fahren, dies führt zu Verdichtung, dann lieber häufiger (besonders zu Beginn)
  • Nicht direkt nach dem Schnitt (2-3 Wochen nach Ernte/Beweidung)
  • nicht bei zu geringen Bodentemperaturen außerhalb der vegetativen Phase (keine Mikrobenaktivität, kein Wurzelwachstum, Bodenporen können leicht Verschlämmen, was zu noch mehr Verdichtung führt)

Fazit- der Grasnarbenbelüfter

Bei der Wahl des passenden Gerätes sollte unbedingt auch auf das Eigengewicht der Maschine geachtet werden um zusätzliches Gewicht auf dem Grünland zu vermeiden. Einige Belüfter werden direkt mit einer Einspritzvorrichtung für Fermenteinspitzungen angeboten. Eine Fermenteinspritzung über den Fronttank hat sich aber ebenso bewährt.

Gute Erfahrungen konnten in der Praxis mit dem Grasnarbenbelüfter der Firma Evers gemacht werden.

Evers-Grasnarbenbelüfter

Der Grasnarbenbelüfter ist ein einfaches und effektives Werkzeug, um Verdichtungen und Grünlandunkräutern langfristig entgegenzuwirken. Er spielt in der regenerativen Grünlandbewirtschaftung eine zentrale Rolle bei der Grünlandpflege und ist eine sinnvolle Investition für Betriebe oder Genossenschaften.

Güllefassl

Herbst-Gülle jetzt behandeln

Das Erntejahr 2021 neigt sich langsam dem Ende zu. Wenn dann je nach Region bis ca. Anfang-Mitte November die letzten Schnitte bzw. Beweidung auf dem Grünland erfolgt sind, steht auch die letzte Gülleausbringung an.

Der Wert der Gülle als Nährstofflieferant ist jedem Landwirt bewusst. Die besonderen Bestimmungen der Gesetzgebung für die Ausbringung bringen so manchen viehstarken Betrieb jedoch an seine Grenzen. Um Nährstoffverluste und Stickstoffausgasung zu minimieren, ist die Belebung der Gülle notwendig.

Den Priming-Effekt richtig nutzen

Die Nährstofffracht aus der Gülle irritiert die vorhandene Bodenmikrobiologie. Der Abbau organischer Substanz im Boden und eine unkontrollierte Nährstofffreisetzung sind die Folgen.

Sind mehr gelöste Nährstoffe im Boden frei als in der Düngung vorhanden waren, spricht man vom Priming Effekt. Um diese zusätzlichen Nährstoffe aber auch pflanzenverfügbar zu machen, ist eine ausreichende Speicherkapazität in Form organischer Bodensubstanz im Boden und eine entsprechend hohe enzymatische und mikrobielle Aktivität notwendig. Diese ist im Herbst bei sinkenden Temperaturen ohne eine Güllebehandlung mit Effektiven Mikroorganismen schwer zu erreichen.

Gülle & Mist

Es drohen hohe Nährstoffverluste und eine passive Verdichtung durch die Entstehung von Alkoholen und Phenolen im Boden. Der Boden zieht sich dadurch immer mehr zusammen. Daher ist eine dauerhafte Begrünung durch lebende Pflanzen so wichtig. Nur so werden die Nährstoffe effektiv verstoffwechselt und es entstehen keine unerwünschten Nebenprodukte (Vgl. auch: https://www.gruenebruecke.de/).

Als stark eiweißhaltiges Material begünstigt die Zusammensetzung der Gülle zudem Fäulnisprozesse. Ohne Behandlung überwiegen abbauende Mikroben und dominieren das Milieu. Die Überführung in ein reduktives, aufbauendes mikrobielles Milieu ist daher für eine ertragssteigernde und humusmehrende Wirkung zentral.

Warum sich die Gülle Behandlung lohnt

Jeder Landwirt hat großes Interesse daran, die in der Gülle enthaltenden Nährstoffe pflanzenverfügbar zu binden. Die Aufbereitung mit EM-aktiv, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl ist für zahlreiche erfolgreiche Landwirte eine zentrale Maßnahme.

Ausreichende Zeit für die Mikrobiologie

Die Güllebehandlung sollte mindestens 3 Wochen oder länger vor der Ausbringung durchgeführt werden. Jetzt im September bleibt also noch ausreichend Zeit, die Gülle für die letzte Ausbringung anzureichern. Je länger die behandelte Gülle lagert, umso größer ist der Effekt.
Ende September ist ein guter Zeitpunkt, um die Gülle zu behandeln, um sie dann Ende Oktober bis Mitte November ausbringen zu können.

Richtig behandelte Gülle stinkt nicht, sie ätzt nicht und sie liefert Nährstoffe dorthin, wo sie gebraucht werden. In den ersten paar Zentimetern, also den oberen Bodenschichten, wo die Kulturpflanzen wurzeln. Nährstoffe in behandelter Gülle liegen weniger in Form von flüchtigen Gasen vor. Es gibt weniger Stickstoffverluste während der Lagerung und der Ausbringung. Somit können Mineraldüngergaben im Grünland radikal reduziert werden.

Einsatzmenge je m³ Gülle:

Die Mikrobiologie benötigt genügend Besiedelungsplätze. Bei geringeren Anwendungsmengen drohen schnell umgekehrte Effekte wie vermehrter Unkrautdruck und Nährstoffausgasung. Die Pflanzenkohle und das Biolit-Urgesteinsmehl bieten eine optimale Porenstruktur und liefern zusätzliche Nährstoffe, die sich an den Ton-Humuskomplexen des Bodens binden können.

Zusammengefasst heißt das:

  • Nährstoff-Auswaschungen gehen gegen null und die Düngewirkung steigt.
  • Gerade für die im Herbst ausgebrachte Gülle ist die Nährstoffspeicherung bis zum nächsten Frühjahr essentiell.
Rinder auf Kurzrasenweide

Die „effektive“ Kurzrasenweide

EM´s können auch auf der Kurzrasenweide sinnvoll eingesetzt werden, denn die gleichmäßige Versorgung mit Nährstoffen ist für den Aufwuchs und die Futterwertigkeit entscheidend. Die Mikrobiologie hilft entscheidend mit, Nährstoffe pflanzenverfügbar zu verstoffwechseln. Optimal mit Hauptnährstoffen und Spurenelementen versorgte Weideflächen, haben im Gras höhere Mineralstoffgehalte, was auch den Futterwert deutlich erhöht.

Von einer Kurzrasenweide spricht man, wenn eine Weidefläche eingezäunt ist, deren Aufwuchs durch Rinder bei einer max. Höhe von  5-8 cm laufend abgeweidet wird. Die notwendige Flächengröße hängt vom Futterwachstum und der Anzahl Weidetiere ab. Ziel ist es, die Tiere sollten tgl. satt werden aber der Aufwuchs nicht über ca. 8 cm Höhe wachsen. In Fachkreisen heißt es auch „Das Gras soll den Kühen ins Maul wachsen“. Je nach Region beginnt die Weisesaison Mitte März- Anfang April mit relativ großen Flächen.

Wenn dann ab ca. Mitte April der tgl. Graszuwachs stetig steigt, wird die Weidefläche verkleinert. Ab ca. Juli, wenn der Graszuwachs deutlich nachlässt ist für die gleiche Anzahl der Weidetiere mehr Fläche notwendig, um satt zu werden.

Kurzrasenweide mit Milchkühen ist nur auf hofnahen Flächen sinnvoll.

EM-Interessierte bei der Begehung der Kurzrasenweide auf dem Emplhof

Die Ruhezeit der Weide sollte nicht länger als eine Woche betragen, um das Wachstum der Gräser stetig anzuregen. Geilstellen, die nicht gleichmäßig abgefressen werden, müssen abgemäht werden. Bei einem optimalen Viehbesatz kann der Aufwand bei der Weidepflege stark reduziert werden.

Grundsätzlich bietet sich bei ausreichend Fläche auch eine Mahd-Beweidungskombination im Wechsel an. Alle zwei bis drei Jahre sollte man den Bestand durchwachsen lassen, damit sich unerwünschte Pflanzen nicht ausbreiten und die Grassamen sich erneut aussähen können.

Der Einsatz von EM-Produkten auf der Kurzrasenweide bringt Vorteile

Behandelte Gülle, die mit EM-Aktiv, Karbosave Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl ausgebracht, stärkt die Mikrobiologie im Boden, fördert den Weißkleeanteil sowie die Futterpflanzenvielfalt und liefert  schmackhafteres Futter.

Die Grundfutterleistung steigt und die Tiergesundheit wird positiv unterstützt.

Effektive Mikroorganismen aktivieren das Bodenleben und sorgen für eine optimalere Nährstoffverfügbarkeit. Dadurch wird auch der Stoffwechsel der (Milch-)Kühe entlastet. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Tiergesundheit aus. Auch Nährstoffgehalte in der Milch und Zellzahlen optimieren sich langfristig.

Praxisbeispiel EM´s auf der Kurzrasenweide

Der Milchviehbetrieb Emplhof der Gröbners setzt seit 2007 Effektive Mikroorganismen sowohl im Stall über eine Vernebelungsanlage als auch bei der Gülleaufbereitung und der Futterwerbung ein. Bei der Verneblung im Stall und der Futtergewinnung kommt das bewährte CFKE zum Einsatz.

Zur Gülleaufbereitung setzen Gröbners auf das starke Trio aus Karbosave-Pflanzenkohle, EM-Aktiv und RoPro-Lit Urgesteinsmehl. Das hofeigene Mikrobiom wird durch den Kreislauf der Mikroorganismen, die in jedem Bereich von Fütterung bis Gülleaufbereitung zum Einsatz kommen, gestärkt. Die Kühe danken es mit einer sehr guten Milchleistung von 7500 kg/Kuh und geringen Tierarztkosten.

Durch die Güllebehandlung wird zusätzlich die Ammonikausgasung bei der Gülleausbringung reduziert und die N-Auswaschung in tiefere Bodenschichten deutlich verringert. Somit wird dem Pflanzenbestand mehr betriebseigner Stickstoff aus der Gülle zur Verfügung gestellt und die Aufwuchsmenge steigt.

Zusätzlich wird bei Pflegemaßnahmen z.B. Wiese abschleppen, striegeln oder beim Einsatz des Grasnarbenbelüfters der Bodenverjünger mit einer Dosieranlage am jeweiligen Gerät ausgebracht, um die Mikrobiologie im Boden zusätzlich zu verbessern und das Wurzelwachstum zu unterstützen.

Mit Effektiven Mikroorganismen den Parasitendruck auf der Kurzrasenweide reduzieren

Der Parasitendruck auf einer Standweide ist meist ein großes und mitunter teures Problem für den Tierhalter. Beim Einsatz von Effektiven Mikroorganismen zur Reduzierung des Parasitendrucks konnten in der Praxis bereits zahlreiche positive Effekte festgestellt werden.

„Die Terra Preta-Technologie (Einsatz von EM und Pflanzenkohle bei Mist und Gülle) ist geeignet, vegetative Pathogene abzutöten. Mit der Gülle oder Mistaufbereitung steht eine Methode zur Hygienisierung von pathogenen Fäkalkeimen zur Verfügung.
Durch Fermentation werden bakterielle Pathogene, wie Staphylococcus aureus, L. monocytogenes, Ehec-E..coli O157, Staphylococcus Anatum, Staphylococcus Senftenberg degradiert. Innerhalb weniger Tage reduziert sich der ECBO-Virustiter, nach 14 Tagen waren keine lebensfähigen Viren mehr nachweisbar.
Spulwurmeier waren nach 8-wöchiger Fermentation nicht mehr embryonierbar, also nicht überlebensfähig.

Monika Krüger, Uni Leipzig“

Gröbners müssen bei Ihren Milchkühen daher keinerlei Parasitenbehandlung durchführen und dass trotz intensiv genutzter Kurzrasenweide. Lediglich die Jungrinder werden noch gezielt, nach der Analyse von Kotproben, mit einem Antiparasitikum behandelt.

Vorteile und Nachteile der Kurzrasenweide

Vorteile:

  • weniger Arbeitsaufwand
  • ruhiges Herdenverhalten
  • dichte, trittfeste Grasnarbe
  • gleichmäßige und hohe Futtequalität
  • geringe Futterverluste
  • weniger Ampferdruck

Nachteile:

  • nicht für alle Standorte geeignet (schlecht bei Hanglangen, langen, schlauchförmigen Weideparzellen)
  • belastbare Bodenverhältnisse notwendig
  • wuchsfreudiger Untergrasbestand nötig (ggf. mit geeigneten Weidesaaten ein-, nach- oder zwischensähen)
  • in sehr trockenen Regionen ausreichend Fläche einplanen
  • Düngemanagement der Beweideung anpassen, ausreichend Fläche zum Auszäunen nach Düngung einplanen

Fazit für EM-Anwendungen auf der Kurzrasenweide

Effektive Mikroorganismen sorgen auf der Kurzrasenweide für ein aktives Bodenleben. Die positive Mikrobiologie sorgt für eine verbesserte Nährstoffaufnahme durch die Pflanzen und somit auch für einen besseren Nährstoffgehalt im Futter. Auch auf die Tiergesundheit wirken sie positiv. Krankheitserreger und pathogene Keime können sich nicht in einem gefährlichen Maße ausbreiten, wenn die Umgebung von einer positiven Mikrobiologie besiedelt ist. Die Praxiserfahrungen zeigen, dass der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen auch bei diesem Weidesystem zahlreiche Vorteile für den Landwirt mit sich bringt.

Weideparasiten-vorbeugen mit EM-Pflege und Guelleaufbereitung

Weideparasiten bei Rinder vorbeugen

Grundsätzlich ist die Weide die natürlichste Haltungsform der Rinder. Aus den unterschiedlichsten Gründen kann und will nicht jeder Rinderbesitzer Weidehaltung praktizieren.

Weideparasiten sind meist auf Dauerweiden eine große Herausforderung. Hauptsächlich extensive Grünlandflächen, oftmals viele Jahre bzw. Jahrzehnte als Dauerweide genutzt in feuchteren, schattigen Lagen, bedürfen einer besonderen Tierbeobachtung mit entsprechenden Maßnahmen.

Magen-Darmwürmer, Leberegel, Lungen- und Spulwürmer sind so die bekanntesten Weideparasiten.

Die klassischen Maßnahmen sind, z.B.

  • Weideflächen nachmähen/mulchen,
  • Drainagen und Vorfluter offenhalten,
  • Beweidungspausen einlegen und
  • wenn irgendwie möglich Schnittnutzungen dazwischen durchführen.

Auch die zwischenzeitliche Beweidung durch Pferde oder Schafe trägt positiv zur Vorbeugung bei, da die meisten Parasiten „wirtspezifisch“ sind.

Wie kann ich die Weidetiere mit EM stärken?

Wie in vielen anderen Situationen auch, ist ein gesundes Tier mit einem gut funktionierendem Immunsystem widerstandskräftiger. Sofern die Weidetiere im Stall zugefüttert werden, wird CFKE und Karbofit-Futterkohle in das Futter eingemischt. In der vegetationslosen Zeit, wo meist alle Weidetiere im Stall sind, sollte die Fütterung mit CFKE und Karbofit-Futterkohle standartmäßig durchgeführt werden. Die Einsatzmengen werden je nach Gewicht der Rinder angepasst. Je 100 kg Körpergewicht 10 ml CFKE und 5 g Karbofit-Futterkohle reichen im Normalfall um einen Wiederkäuer-Verdauungstrakt zu unterstützen. Ein gesunder Verdauungstrakt ist Grundvoraussetzung für ein starkes Immunsystem.

Tränkewasser energetisieren

Die Wasserversorgung der Weidetiere wird oftmals mit Wasserfässer gewährleistet. Hierzu kann in das Wasserfass ein EM-Keramikstab eingebracht werden. Das energetisierte Wasser bleibt länger frisch und wirkt sich positiv auf die Tiergesundheit aus.

Nutzen von EM auf Weideflächen

Ein mikrobiologisch aktiver und gesunder Boden ist Grundvoraussetzung für gutes Futter. Wird auf den Weideflächen Gülle, Mist oder andere organische Dünger ausgebracht, sollten diese standartmäßig mit EM, Karbosave-Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl behandelt werden. Lt. Studien von der Uni Leipzig, erfolgt bei der empfohlenen Güllebehandlung eine gewisse „Hygienesierung“, d.h. krankmachende Mikroorganismen, Parasiten und deren Eier, sowie Fäulnis werden nahezu vollständig unschädlich gemacht.

Behandelte Gülle stinkt nicht, ätzt nicht, läuft gut von den Pflanzen ab und fördert die Vielfalt der Futterpflanzen z.B. Weißklee. Wenige Wochen nach der Gülleausbringung kann wieder beweidet werden. Ein gutes schmackhaftes und gesundes Weidegras ist für die Tiere ein Leckerbissen.  Hofeigener organischer Dünger (Gülle, Mist) aufgewertet mit RoRo-Lit Urgesteinsmehl ist ein hochwertiger Volldünger und wird seit vielen Jahren von den Landwirten erfolgreich im Grünland eingesetzt.


Mehr erfahren über die Güllebehandlung nach dem Rosenheimer Projekt:
Güllebehandlung, wann ist der richtige Zeitpunkt?
Video Erfahrungsbericht Güllebehandlung

Empl-Hof-Groebner-Guellebehandlung-auf-Kurzrasenweide-Hl.Kreuz

Weiden mikrobiologisch stärken

  • Remineralisieren mit Sandilit bringt erhöhte Inhaltsstoffe
    Auf Weideflächen die nicht (organisch) gedüngt werden, kann Sandilit medium mit der Körnung 0/2 mm ausgebracht werden. Die Einsatzmengen von ca. 3-5 to je ha können mit Kompoststreuer oder Feuchtkalkstreuer bei gut befahrbaren Boden gestreut werden. Optimal mit Hauptnährstoffen und Spurenelementen versorgte Weideflächen, haben im Gras höhere Mineralstoffgehalte, was auch den Futterwert deutlich erhöht.
  • Bodenverjünger (native Mikroorganismen) ausbringen
    Bei sämtlichen Pflegmaßnahmen z.B. abschleppen, striegeln und mulchen wird der Bodenverjünger mit einer Einsatzmenge von 50 l je ha vor oder zu der jeweiligen Maßnahme ausgebracht. Erfahrene EM-Anwender haben auf den jeweiligen Geräten Dosieranlagen aufgebaut, bzw. im Frontanbau einen Spritzbalken und im Heckanbau das jeweilige Arbeitsgerät. Die Mikrobiologie im Boden wird gestärkt, und die Verrottung des Mulchmaterials läuft fäulnisfrei.
  • Grasnarbenbelüfter einsetzen
    Dauerweideflächen, auch wenn diese nur selten mit (schweren) Maschinen befahren werden, können oberflächige Verdichtungen aufweisen. Die „laufende“ Trittbelastung bei nassen sowie bei trocknen Witterungsverhältnissen führt z.T. zu Verdichtungen. Typische Zeigerpflanzen wie z.B. Breitwegerich, Löwenzahn und Ampfer werden sichtbar.
    Die oberflächigen Verdichtungen werden mit dem Grasnarbenflüfter in Kombination mit 50 l Bodenverjünger je ha aufgelöst. Wie funktioniert der Grasnarbenbelüfter?

Bei einer Weidezeit von ca. 150 – 200 Tagen je Jahr verbringen die Rinder ca. die Hälfte des Jahres auf der Weide, daher ist eine gute Bestandführung, regelmäßige Tierkontrolle und bedarfsgerechte Zufütterung für gesunde Tiere ein wichtiger Bestandteil.

Staunaesse auf Maisacker

EM-Hilfe bei Staunässe und Überschwemmung

Welche Maßnahmen helfen, wenn alles „Land unter“ steht?

EM helfen bei Staunässe die Probleme zu verringern und die Folgen abzuschwächen.

Einige von euch haben nach den Starkregenereignissen der letzten Wochen mit vernässten Flächen und Staunässe zu tun. In der aktuellen Vegetationsperiode ist guter Rat teuer, denn stark vernässte oder überschwemmte Flächen können nicht oder nur schwer befahren und beerntet werden.

Akute Maßnahmen mit EM bei Staunässe und Überschwemmungen

Wenn das Wasser sich zurück gezogen hat, hinterlässt es oftmals eine verschlämmte Oberfläche. Der Boden ist wie versiegelt. Der Nährstoffaustausch und die Bodenbelüftung sind erschwert oder gar ganz blockiert.

EM-Anwendung bei Ackerkulturen:

Die Anwendung von Effektiven Mikroorganismen nach dem Abtrocknen der Flächen oder bei der Ernte geschädigter Kulturen ist deshalb so sinnvoll, weil die EMs den drohenden Fäulnisprozessen entgegenwirken. Durch die Zugabe positiv wirkender Mikroben wird ein reduktives Milieu hergestellt. Fäulnisbakterien können sich nicht mehr so stark vermehren.

Ein weiterer negativer Effekt der Überschwemmung ist, dass eine verschlämmte Oberfläche beim Abtrocknen steinhart wird und "Krusten" bildet. Der Gasaustausch und die Durchwurzelbarkeit solcher Flächen sind stark eingeschränkt. Die Aussaatbedingungen für Folgekulturen sind dadurch erschwert. EMs helfen, die Interaktion zwischen den Pflanzenwurzeln und der Bodenmikobiologie wieder herzustellen. Sie wirken sich positiv auf die Krümelstruktur des Bodens und das zerkleinernde Bodenleben aus. Dies erleichtert die Saatbettbereitung für die Folgekultur.

EM-Anwendung auf dem Grünland:

Auf dem Grünland kann eine Grasnarbenbelüftung mit EM-Einspritzung die drohende "Versteinerung" des durchnässten Untergrundes vermeiden. Zudem wird der Gasaustausch gefördert und die Feindurchwurzelung des Bodens wieder angeregt.

In einem Feldversuch mit dem Bodenverjünger vom August 2019 konnte die positive Wirkung des Bodenverjüngers auf die Wasserfiltration und Wasserspeicherkapazität im Boden nachgewiesen werden.

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Wer jetzt nach den Unwettern vor dem Problem verschlämmter Flächen steht, kann mit dem Einsatz des Bodenverjüngers die Aktivität des Bodenlebens wieder anregen und oxidative Fäulnisprozesse aufhalten. Der Bodenverjünger kann bei jedem Arbeitsschritt aufgesprüht oder bei der Bodenbearbeitung in den Boden eingearbeitet werden.

Bei Fragen zum Einsatz Effektiver Mikroorganismen stehen wir euch jederzeit zur Verfügung und hoffen, euch dabei helfen zu können, die Flächen schnellstmöglich wieder befahr- und nutzbar zu machen!

Langfristige Maßnahmen zur Bodenverbesserung

Grundsätzlich ist es ratsam, insbesondere in Regionen, in denen mit Extremwetterlagen zu rechnen ist, langfristig eine erhöhte Wasserspeicherkapazität aufzubauen und für eine gute Bodenstruktur zu sorgen. Diese Faktoren können bei Unwettern und starken Regenfällen den entscheidenden Vorteil bringen und langfristig Erträge und Ernte sichern.

Der Boden als Schwamm

Ein garer Boden mit einer etablierten Humusschicht hat eine hohe Wasserleitfunktion und eine große Wasserspeicherkapazität. Besonders die kohlenstoffreiche Humusschicht fungiert bei Niederschlägen wie ein Schwamm und ist in der Lage das drei- bis fünffache ihres Eigengewichts an Wasser zu speichern. Ein enormes Potenzial auch für die Wasserversorgung der Pflanzen in Dürrejahren. Bei einem Unwetter fallen leicht Regenfälle von mehr als 5 l /m² in wenigen Minuten. Lehmige oder verdichtete Böden können diese Wassermengen nicht aufnehmen. Staunässe und überschwemmte Flächen sind die Folge. Kulturen beginnen zu faulen oder können nicht oder nur schwer geerntet werden. Der langfristige Humusaufbau sollte daher im eigenen Interesse Ziel eines jeden Landwirts sein.

Die Bodenstruktur verbessern

Durch eine geeignete Bodenbearbeitung und den Einsatz des Bodenverjüngers konnten in der Praxis bereits tolle Erfolge bei der Verbesserung der Bodenstruktur erzielt werden. Die stabilen Ton-Humus-Komplexe, die sich nach der Anwendung im Boden vermehrt bilden, verbessern die Krümelstruktur der tieferen Bodenschichten. Der Boden wird besser belüftet und kann tief von den Pflanzen durchwurzelt werden.

In Kombination mit dem Einsatz von EM-Aktiv oder dem Bodenverjünger ist eine oberflächliche, bodenschonende Bearbeitung oftmals ausreichend. Eine zusätzliche Belastung von vernässten Flächen durch zu häufiges Befahren oder Befahren mit schweren Maschinen sollte möglichst vermieden werden.

Für dauerhafte Begrünung sorgen

Der Zwischenfruchtananbau hat sich in zahlreichen Betrieben bereits erfolgreich etabliert. Auch ein Zeichen dafür, das Aufwand und Nutzen hier im richtigen Verhältnis stehen. Ein begrünter Boden kann von Natur aus mehr Wasser speichern und verarbeiten. Pflanzen verbrauchen und verdunsten über die Grünmasse effektiv das Wasser im Boden. Dies kann besonders jetzt im Sommer, in dem (Stark-)regen und Sonnenschein sich abwechseln, von Vorteil sein. Eine Untersaat im Getreide bietet zusätzlich eine bessere Befahrbarkeit des Bodens und kann nach starken Regengüssen wie ein Teppich den Boden vor der Belastung durch den Reifendruck und die Erntemaschinen schützen.

EM-Einsatz bei Staunässe

Es lohnt sich daher jederzeit mit geeigneten Maßnahmen zu beginnen, um die Bodenstruktur zu verbessern und Verdichtungseffekten entgegen zu wirken. Mit einem gesunden Boden unter den Füßen kann man auch extremen Wetterlagen, die uns in Zukunft eher mehr als weniger beschäftigen werden, entspannter entgegen blicken.

Der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen kann helfen, dass solche Bilder bald zur Vergangenheit gehören

EM-Heu mit CFKE Heu aufwerten und gute Qualtität auch für Pferde einfahrenEM-Heu nach dem Rosenheimer Projekt

Gutes Gras macht gutes Heu mit dem Rosenheimer Projekt

Der richtige Schnittzeitpunkt und warmes Sommerwetter spielen eine große Rolle für die Heuqualität. Und doch gibt es noch weitere Faktoren die das Ergebnis beeinflussen.

Mineralstoffreiches Gras wächst auf einem gesunden garen Boden. Im Rosenheimer Projekt befassen wir uns seit Jahrzehnten mit gesundem Aufwuchs im Grünland. Folgende Maßnahmen haben sich bewährt:

Was passiert bei der richtigen Grünlandpflege, wie im Rosenheimer Projekt?

- Kleebesatz erhöht sich

Und zwar fast wie von alleine. Durch das Urgesteinsmehl in der Gülle und der Ausbringung von Sandilit findet das vorhandene Klee-Saatgutpotential im Boden die richtigen Keimimpulse und der Kleebestand auf der Fläche vermehrt sich. Mehr Klee bedeutet mehr Rohproteingehalt im Heu. Das spart Kraftfutter.

- Höhere Nutzungselastizität fürs das Grünland

Durch den höheren Kleebesatz wird auch älterer Aufwuchs noch gerne gefressen. Die Gräser liefern durch spätere Schnittzeitpunkte für die Kuh und ihre Wiederkäuernatur extrem wichtige Rohfaser.
Zusatznutzen: Je höher der Bestand, umso größer die Blattmasse. Das heißt, umso mehr Photosynthese wird betrieben. Das wiederum fördert die Inhaltsstoffe des Futters und die Menge an Wurzelexsudaten (Ausscheidungen der Pflanzen über die Wurzel, wie Enzyme, Zucker etc.) die wiederum die Bodenbiologie füttert. Der Boden verbessert sich.

- Standhaftigkeit des Aufwuchses erhöht sich und Stängelfäule wird weniger

Bei etwas älteren Beständen passiert es oft, dass sich das Gras ins Lager legt bei starken Winden oder einem Sturm. Auch der Stängelansatz der Gräser zeigt Anzeichen von Fäulnis und wird braun, wenn der Aufwuchs älter wird. Die Mineralerneuerung im Boden wirkt dieser Entwicklung entgegen. Bestände bleiben stehen, auch wenn die der Nachbarflächen bei Sturm und Wind ins Lager gehen. Die Stängelfäule wird auch sichtlich weniger.

Dreht man das Rad im Kreislauf weiter, heißt das auf lange Sicht, dass mit weniger Fäulnis auf der Fläche weniger Pilzbefall und Fäulniserreger im Heu mit eingefahren werden und die Heuqualität steigt.

- Unkräuter werden immer schwächer, der Gräserbestand verbessert sich

So genannte Unkräuter sind die Rettungssanitäter für die Bodengesundheit. Jedes Kraut hat die Fähigkeit einen bestimmten Mißstand im Boden aufzulösen. Eine Kombination aus Wiesenbelüftung und Gülleaufbereitung erhöht das Porenvolumen im Boden, stoppt oxidative Fäulnisprozesse, löst Verdichtungshorizonte und hält die Nährstoffe aus der Gülle da, wo sie hin sollen, nämlich in den obersten 10 cm des Bodens.
Ist das Bodengefüge und sein mikrobiologisches Milieu gesund, dann braucht es keine Wiesenunkräuter mehr, und sie vergehen bzw. sie werden von Schädlingen befallen. Ja, es gibt tatsächlich auch einen Ampferkäfer, nur spielt er keine große Rolle als Kulturschädling und bekommt daher wenig Aufmerksamkeit.

Gutes-Heu-Grummet-Milchkuehe_Wiesenbearbeiung beim rosenheimer Projekt führt zu Verbesserung des Grasbestandes und für bessere Futterqualtität

Eine kleine Auswahl an Unkräutern:

Ampfer und Löwenzahn: Ihre Pfahlwurzel sprengt Verdichtungen. Mit ihren langen Wurzeln kommen sie an Nährstoffdepots in tieferen Bodenschichten und lösen sie auf.
Gemeine Rispe: Sie wächst gerne da wo die Bodenoberfläche verschlämmt ist und Gasaustausch nicht möglich ist. Diese Böden riechen meist nicht sonderlich gut, eher nach Fäulnis und Aas als nach süßem Boden, genau wie auch das Futter das aus der gemeinen Rispe gewonnen wird.

Ideale EM-Dosieranlage für Silage-Heuwerbung-Anschluss-12V-oder-Zigarettenanzünder

Dosieranlage - zur einfachen Dosierung von CFKE
Mit einer geeigneten Dosiertechnik lässt sich CFKE ganz einfach, ohne zusätzlichen Arbeitsgang, beim Pressen mit einsetzen.
Mit Bedienbrett zur Montage am Traktor.
Beim Silieren oder der Heuwerbung wird die Düse an der Pick-up montiert.
CFKE wird kontinuierlich ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand auf das Schnittgut ausgebracht.

Wie gut ist das mikrobielle Milieu in deinem Boden?
Der nächste Schritt wäre die Gülleaufbereitung. Ein einfacher Test zeigt, wie es um das mikrobielle Milieu im Boden beschaffen ist. Mit dem Spaten zwei Bodenwürfel ausstechen. Einen vom Wiesenrand, der keine Gülle bekommt und einen ca. 1-2 Wochen nach der Gülleausbringung mit unbehandelter Gülle. Der Unterschied ist ganz einfach sensorisch wahrnehmbar, nämlich mit der Nase.
Bekommt die Fläche ausschließlich behandelte Gülle ist der Unterschied kaum mehr wahrnehmbar. Das mikrobielle Milieu im Boden kann sich erholen und Fäulnisprozesse werden weniger.
Hast du noch weitere Fragen, dann ruf einfach bei uns an.


Gutes-Heu-Grummet-Milchkuehe_Braunvieh_Chiemgau-Agrar

Gutes Heu und Grummet für Milchkühe

Wer liebt ihn nicht, den würzigen Geruch von gutem Heu? Heu ist nicht gleich Heu. Das Heu für Kühe sollte einen hohen Nährstoffgehalt aufweisen, Staubfrei und nebenbei gut verdaulich sein. Einige Faktoren beeinflussen die Heuqualität besonders. Der Schnittzeitpunkt, die Restfeuchte und die Feldliegezeit. Es ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, dass alle Faktoren optimal passen. Hier kommt EM ins Spiel.

Vorteile von CFKE bei der Heuwerbung

  • verringert den Pilzbefall
  • reduziert die Staubbildung
  • optimiert die Fermentation und
  • reduziert die Wärmebildung
  • CFKE konserviert die Energie im Futter

Traditionell hat in den Alpenländern die Heufütterung noch große Bedeutung. Auch aus der Sicht der Tierernährung ist Heu grundsätzlich ein sehr wertvolles Futtermittel.
Heu macht aus Kälbern gute Fresser mit hohem Pansenvolumen. Bei Milchkühen wird mit Heu die höchste Futteraufnahme erreicht. Richtig eingesetzt beugt Heu so mancher Stoffwechselerkrankung vor. Betriebe, die an Milchkühe in den Wintermonaten ausschließlich Heu füttern, müssen, um eine gute Milchleistung zu erzielen, beste Heuqualität produzieren.
Silagebetriebe, die nur wenig Heu füttern, können auch spät gemähtes Futter sehr gut einsetzen. Große Vorteile hat spät gemähtes Heu bei trockenstehenden Kühen und bei Kalbinnen.


Mittlerweile ist "EM-Heu" ein stehender Begriff für sehr gute Heuqualität. Das Aufsprühen von CFKE auf das Schnittgut direkt bei der Heuwerbung hat bereits eine sehr gute Wirkung. Aber es gibt zusätzlich noch andere Möglichkeiten die Heuqualität positiv zu beeinflussen.

CFKE konserviert Inhaltstoffe und verringert Pilzbefall im Heu

Die Erfahrung zeigt: Wird CFKE auf das Heu gesprüht, wird es kaum mehr warm nach der Pressung. Neben der Gefahr der Selbstentzündung des Heus, bedeutet Wärmeentwicklung immer auch einen Energieverlust und somit Qualitätsverlust. Diese Energie hätten wir aber doch gerne in unserem Futter. CFKE konserviert die Energie im Futter.

Mit CFKE haben Fäulniserreger auf dem Heu wenig Chance sich zu entwickeln. Und diese oxidativ wirkenden Mikroben sind verantwortlich für den muffigen Geruch wenn das Heu nicht so gut gelungen ist. Werden diese Mikroorganismen gehemmt riecht das Heu lange angenehm frisch und wird gerne gefressen.

Weniger Staub im Heu

Staub aus dem Heu ist nicht gerade gesund für Bauer und Tier. Die "Farmerlunge", ausgelöst durch hohe Staubbelastung ist mittlerweile eine anerkannte Berufskrankheit. Tatsächlich rührt der Staub selten direkt vom Heu her, sondern es sind Sporen der Pilze, die das Heu (meist unsichtbar, bei hoher Durchwachsung auch sichtbar) besiedeln. CFKE stabilisiert das Mikrobiom (der Gemeinschaft aller Mikroben) auf der Futteroberfläche und Schwärzepilze können sich somit kaum entwickeln. Das Heu bleibt staubfrei.

CFKE wird pur direkt bei der Pressung auf das Heu oder Grummet gesprüht. Weitere Infos zur Technik findet ihr hier.

Gutes-Heu-Grummet-Milchkuehe_Heu_Chiemgau-Agrar

CKFE als Schadensbegrenzer bei angeregnetem Heu/Grummet

Manchmal erwischt man das Wetter nicht gut und das Schnittgut wird angeregnet. Mit CFKE kann das Heu trotzdem noch annähernd gut werden auch wenn der TS Gehalt nicht optimal ist. Der Bericht von Konrad Schinkinger zeigt wie man angeregnetes Heu noch retten kann.

Der richtige Schnittzeitpunkt und warmes Sommerwetter, spielen eine große Rolle für die Heuqualität. Und doch gibt es noch weitere Faktoren die das Ergebnis beeinflussen.

Dosierung und Technik:
CFKE wird mit Hilfe einer Dosieranlag oder Dosiereinrichtung an Häcksler, Ladewagen oder Presse, vor der Pickup auf das Heu gesprüht
Menge: 1 L CFKE / m³

Ideale EM-Dosieranlage für Silage-Heuwerbung-Anschluss-12V-oder-Zigarettenanzünder

Dosieranlage - zur einfachen Dosierung von CFKE
Mit einer geeigneten Dosiertechnik lässt sich CFKE ganz einfach, ohne zusätzlichen Arbeitsgang, beim Pressen mit einsetzen.
Mit Bedienbrett zur Montage am Traktor.
Beim Silieren oder der Heuwerbung wird die Düse an der Pick-up montiert.
CFKE wird kontinuierlich ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand auf das Schnittgut ausgebracht.

Gutes Gras macht gutes Heu. Mehr Infos zu "Gutes Gras für gutes Heu mit dem Rosenheimer Projekt"



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