Kategorie: Rinder

Gutes-Heu-Grummet-Milchkuehe_Braunvieh_Chiemgau-Agrar

Gutes Heu und Grummet für Milchkühe

Wer liebt ihn nicht, den würzigen Geruch von gutem Heu? Heu ist nicht gleich Heu. Das Heu für Kühe sollte einen hohen Nährstoffgehalt aufweisen, Staubfrei und nebenbei gut verdaulich sein. Einige Faktoren beeinflussen die Heuqualität besonders. Der Schnittzeitpunkt, die Restfeuchte und die Feldliegezeit. Es ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, dass alle Faktoren optimal passen. Hier kommt EM ins Spiel.

Vorteile von CFKE bei der Heuwerbung

  • verringert den Pilzbefall
  • reduziert die Staubbildung
  • optimiert die Fermentation und
  • reduziert die Wärmebildung
  • CFKE konserviert die Energie im Futter

Traditionell hat in den Alpenländern die Heufütterung noch große Bedeutung. Auch aus der Sicht der Tierernährung ist Heu grundsätzlich ein sehr wertvolles Futtermittel.
Heu macht aus Kälbern gute Fresser mit hohem Pansenvolumen. Bei Milchkühen wird mit Heu die höchste Futteraufnahme erreicht. Richtig eingesetzt beugt Heu so mancher Stoffwechselerkrankung vor. Betriebe, die an Milchkühe in den Wintermonaten ausschließlich Heu füttern, müssen, um eine gute Milchleistung zu erzielen, beste Heuqualität produzieren.
Silagebetriebe, die nur wenig Heu füttern, können auch spät gemähtes Futter sehr gut einsetzen. Große Vorteile hat spät gemähtes Heu bei trockenstehenden Kühen und bei Kalbinnen.


Mittlerweile ist "EM-Heu" ein stehender Begriff für sehr gute Heuqualität. Das Aufsprühen von CFKE auf das Schnittgut direkt bei der Heuwerbung hat bereits eine sehr gute Wirkung. Aber es gibt zusätzlich noch andere Möglichkeiten die Heuqualität positiv zu beeinflussen.

CFKE konserviert Inhaltstoffe und verringert Pilzbefall im Heu

Die Erfahrung zeigt: Wird CFKE auf das Heu gesprüht, wird es kaum mehr warm nach der Pressung. Neben der Gefahr der Selbstentzündung des Heus, bedeutet Wärmeentwicklung immer auch einen Energieverlust und somit Qualitätsverlust. Diese Energie hätten wir aber doch gerne in unserem Futter. CFKE konserviert die Energie im Futter.

Mit CFKE haben Fäulniserreger auf dem Heu wenig Chance sich zu entwickeln. Und diese oxidativ wirkenden Mikroben sind verantwortlich für den muffigen Geruch wenn das Heu nicht so gut gelungen ist. Werden diese Mikroorganismen gehemmt riecht das Heu lange angenehm frisch und wird gerne gefressen.

Weniger Staub im Heu

Staub aus dem Heu ist nicht gerade gesund für Bauer und Tier. Die "Farmerlunge", ausgelöst durch hohe Staubbelastung ist mittlerweile eine anerkannte Berufskrankheit. Tatsächlich rührt der Staub selten direkt vom Heu her, sondern es sind Sporen der Pilze, die das Heu (meist unsichtbar, bei hoher Durchwachsung auch sichtbar) besiedeln. CFKE stabilisiert das Mikrobiom (der Gemeinschaft aller Mikroben) auf der Futteroberfläche und Schwärzepilze können sich somit kaum entwickeln. Das Heu bleibt staubfrei.

CFKE wird pur direkt bei der Pressung auf das Heu oder Grummet gesprüht. Weitere Infos zur Technik findet ihr hier.

Gutes-Heu-Grummet-Milchkuehe_Heu_Chiemgau-Agrar

CKFE als Schadensbegrenzer bei angeregnetem Heu/Grummet

Manchmal erwischt man das Wetter nicht gut und das Schnittgut wird angeregnet. Mit CFKE kann das Heu trotzdem noch annähernd gut werden auch wenn der TS Gehalt nicht optimal ist. Der Bericht von Konrad Schinkinger zeigt wie man angeregnetes Heu noch retten kann.

Der richtige Schnittzeitpunkt und warmes Sommerwetter, spielen eine große Rolle für die Heuqualität. Und doch gibt es noch weitere Faktoren die das Ergebnis beeinflussen.

Dosierung und Technik:
CFKE wird mit Hilfe einer Dosieranlag oder Dosiereinrichtung an Häcksler, Ladewagen oder Presse, vor der Pickup auf das Heu gesprüht
Menge: 1 L CFKE / m³

Ideale EM-Dosieranlage für Silage-Heuwerbung-Anschluss-12V-oder-Zigarettenanzünder

Dosieranlage - zur einfachen Dosierung von CFKE
Mit einer geeigneten Dosiertechnik lässt sich CFKE ganz einfach, ohne zusätzlichen Arbeitsgang, beim Pressen mit einsetzen.
Mit Bedienbrett zur Montage am Traktor.
Beim Silieren oder der Heuwerbung wird die Düse an der Pick-up montiert.
CFKE wird kontinuierlich ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand auf das Schnittgut ausgebracht.

Gutes Gras macht gutes Heu. Mehr Infos zu "Gutes Gras für gutes Heu mit dem Rosenheimer Projekt"



EM-Kälber

Gesunde Kälber – leistungsstarke Kühe

Neben den züchterischen Maßnahmen spielen Fütterung und Haltung in der Kälberaufzucht eine gravierende Rolle um gesunde, vitale und leistungsstarke Kühe zu erhalten.

Probiotische Reinigung für Kälberiglu, Kälberboxen und Kälberstall

Dass Desinfektion keinen sicheren Schutz vor Krankheitserregern bietet, ist vielen Landwirten mittlerweile bekannt. Mit der Zeit können sich resistente Keime entwickeln, die mit den üblichen Reinigungsmaßnahmen nicht mehr erfasst werden können.
Insbesondere nach der Desinfektion haben alle Erreger leichtes Spiel, sich anzusiedeln und ungehindert zu vermehren, denn auch die guten Mikroorganismen werden durch Desinfektionsmittel abgetötet.
Die Lösung ist die probiotische Reinigung ( „Pro bios“ bedeutet „für das Leben“). Das heißt, dass sich neben dem Reinigungseffekt auch ein positives und aufbauendes Mikroben Milieu ansiedelt. So wird pathogenen Keimen der Lebensraum, bzw. die Nahrungsgrundlage entzogen.

EM-Stallreiniger - probiotischer Reiniger auf EM-Basis

Stall-Reiniger_25L_EM-Chiemgau
  • Zur Reinigung von Stallflächen, Melkstand, Fliesen…
  • probiotische Besiedelung der Oberflächen
  • glättet die Oberflächen
  • Haudschonend, keine Handschuhe notwendig
  • umweltschonend, da keine Belastung für Gewässer oder Güllegrube

Um ein probiotisches Stallklima zu erreichen erfolgt die Reinigung ohne Chemie. Nach der Entmistung und Grobreinigung werden die kompletten Flächen, Aufstallung, Vorrichtungen und besonders die Ritzen und Ecken mit EM-Stallreiniger eingesprüht. Nach einer Einwirkzeit von min. 30 Minuten mit dem Hochdruckreiniger abspritzen.

Nach dem vollständigen Trocknen und vor der Wiederbelegung werden die Flächen, Aufstallung und Vorrichtungen mit CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) pur oder 1:1eingesprüht. Somit wird ein positives probiotisches Milieu im Kälberbereich erzeugt. Mögliche Krankheitserreger haben so gut wie keine Chance sich zu vermehren.

CFKE oder EM-aktiv im Stall vernebelt wirkt auf das Mikrobenmilieu im Stall sehr positiv. Es wirkt der Ausbreitung von ubiquitären Keimen (wie Staphylococcus Aureus) entgegen, mindert die Ammoniakausgasung und die Fliegenplage. Es wirkt sich auf die gesamte Atmosphäre im Stall aus.

Probiotische Fütterung für vitale Tiere

Fütterung:
CFKE
unterstützt die Mikrobiologie im Verdauungstrakt und sorgt für gesunde Kälber, steigert die Futteraufnahme und Fresslust.

Karbofit (Futterkohle) bindet im Verdauungssystem unerwünschte Stoffe z.B. Toxine, chemische Rückstände und unterstützt deren Ausscheidung. Das Wohlbefinden wird erhöht.

Mengendosierung:
20 ml CFKE/Mahlzeit
5 g Karbofit (Futterkohle)/Mahlzeit

Egal ob Eimer- oder Großbehälterzubereitung (Milchtaxi), beide Komponenten werden einfach in die Tränke eingerührt.

Stallhygiene durch EM-Vernebelung

Vernebelung
Neben den üblichen Vorgehensweisen wie z.B. regelmäßige Entmistung, saubere trockene Einstreu, rutschsichere Flächen, optimale Frischluftzufuhr, saubere Tränkeeimer, einwandfreies Futter und angemessene Aufstallung ist die regelmäßige Vernebelung von CFKE sehr vorteilhaft.

Kälberiglus und kleinere Kälberställe können mit der Rückenspritze täglich behandelt werden. In größeren Kälberställen wird zur Arbeitserleichterung die Vernebelungsanlage Nimbatus 7 eingebaut.
Durch die Vernebelung wird die Luft "gereinigt". Staub, Luftpartikel, Ammoniak und andere Gerüche werden verarbeitet und nicht nur überdeckt. Die Tiere profitieren von der "guten" Luft, das Fell wird schön und die Tiere werden oftmals ruhiger. Für den Landwirt selber stellt sich auch ein gewisser "Wohlfühleffekt" ein.

Wie oft und wie lange wird am Tag vernebelt?

Vernebeln von HandCFKE oder EM-aktiv: Wasser 1:10 verdünnen und den gesamten Luftraum im Stall aussprühen
Auch Liegeboxen, unter den Kälberbuchten und andere "Problem-Ecken" gezielt zusätzlich behandeln.
Automatische VernebelungNimbatus 7 ist eine automatische Vernebelungsanlage, die mit Druckluft betrieben wird. Über eine Zeitschaltuhr wird je nach Bedarf mehrmals täglich CFKE oder EM-aktiv pur über fest installierte Düsen versprüht.
Im Winter sollte wenigstens ein Mal täglich 1 Minute gesprüht werden. Im Sommer kann der Nimbatus 3-5 Mal täglich je eine Minute laufen. Hier kann neben der Luftreinigung auch der Kühlungseffekt zusätzlichen Nutzen bringen.
Es bleibt nur noch den Vorratskanister nachzufüllen.

Wirkung der probiotischen Vernebelung

Durch den Einsatz von CFKE im Stall werden fäulnisbildende Prozesse deutlich verringert und das Stallklima merklich verbessert. Den Fliegenlarven wird die Nahrungsgrundlage entzogen und auch die Bildung schlechter Gerüche stark vermindert.
Die Mengenempfehlung liegt bei 5 ml/m² Stallfläche/Tag.

Weitere Informationen über die Reduzierung der Fliegenpopulation findest Du im Beitrag „Fliegen machen mit EM die Fliege

Fazit:

Bei den zahlreichen Veränderungen die auf Kälber in den ersten Lebensmonaten, wie z.B. Biestmilch -Vollmilch – Milchaustauscher – Tränkeeimer – Tränkeautomat - Einzelbox – Gruppenhaltung – Einstreu - Raufutter – Kraftfutter zukommen, unterstützt CFKE und Karbofit eine ausgeglichenere Verdauung. Gesunde, vitale und frohwüchsige Kälber sind der Grundstein für leistungsstarke Kühe. Letztendlich sind gesunde Tiere der Stolz eines jeden Landwirts.

Gülleausbringen

Güllebehandlung – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Güllebehandlung -  jetzt ist die richtige Zeit!

Um das gesamte Potential der Gülle voll nutzen zu können, ist die permanente Güllebehandlung eine erfolgsversprechende Maßnahme.

Durch den Zusatz vom Gülletrio: EM-aktiv, Karbosave Pflanzenkohle und RoPro-Lit-Urgesteinsmehl wird die Fermentation positiv unterstützt. Das hier erzeugte Mikroben-Milieu macht aus der Gülle einen wertvollen Dünger.

Mit Hilfe der Mikrobiologie werden Nährstoffe in den sehr feinen Kohlestrukturen gebunden (ähnlich wie ein Schwamm). RoPro-Lit-Urgesteinsmehl bringt zusätzlich Mineralien und Spurenelemente.

Verflüssigen von Festmist in Gülle

Vom richtigen Zeitpunkt für die Güllebehandlung


Ausreichende Zeit für die Mikrobiologie

Der richtige Zeitpunkt die Gülle zu behandeln ist das ganze Jahr über. Die Gülle sollte nie unbehandelt sein, weil sie sonst in einen Fäulnisprozess kippen kann.
Es ist ähnlich wie bei der Silage. Es ist sehr schwierig, wenn nicht unmöglich eine angeschimmelte faulige Silage wieder in hochwertige Silage umzuwandeln.
Der Vorteil bei der Gülle liegt darin, dass bereits im Stall über die Luft (EM-Vernebelung) über das Futter und über Einstreu bzw. Spaltenbodenbehandlung die Güllequalität beeinflusst werden kann.

So gibt es drei Zeitphasen, die der Landwirt beachten sollte:
1. spätestens Mitte - Ende Dezember: Sobald sich so viel Gülle in der Grube befindet, dass man sie rühren kann, sollte Pflanzenkohle und EM eingerührt werden. Die Gülle wird in einen regenerativen Prozess geführt und Nährstoffe in der Kohle gespeichert.
2. Wöchentlich (das ganze Jahr über)
Das Gülleaufkommen pro Woche wird errechnet und entsprechend EM dosiert. Angerechnet werden hier CFKE-Vernebelung, genauso die Menge, die über den Güllekanal eingeführt oder über das Futter gegeben wird. Ebenso wird Gesteinsmehl, das über die Einstreu in die Gülle gelangt mitgerechnet.
3. Ende Januar bis Mitte Februar
erfolgt die Güllebehandlung in dieser Zeit, hat die Kohle genügend Zeit sich mit Nährstoffe (Stickstoff) zu beladen. EM und Gesteinsmehl sorgen für die nötige mikrobielle Umwandlung.

Kein Wasserzusatz in der Gülle notwendig

Die Gülle benötigt keinen Wasserzusatz. Durch das „Gülletrio“ wird die Gülle durch die Stoffwechselvorgänge dünnflüssig, sämig und homogen. Das Aufrühren vor der Ausbringung ist in kurzer Zeit erledigt, da sich keine (oder nur eine geringe) Schwimmdecke auf der behandelten Gülle bildet. Da auf Wasserzusatz verzichtet wird, sind auch geringere Güllemengen zu lagern, zu transportieren und auszubringen und trägt somit zur Kosteneinsparung bei.

Vorteile von behandelter Gülle

  • Gülle „lebt“
  • ist dünnflüssig (ohne Wasserzusatz)
  • bildet keine Schwimmdecke
  • stinkt nicht (keine Ammoniakausgasung)
  • läuft nach der Ausbringung schnell von den Pflanzen ab
  • ätzt nicht (Blätter und Wurzeln werden geschont)
  • Kleeanteil im Grünland steigt
  • Nährstoffe werden nicht ausgewaschen
  • wird bei gut befahrbaren Böden und trockener Witterung mit kostengünstiger Gülletechnik ausgebracht

je m³ Gülle werden ausgebracht:

1 l EM aktiv 
Direkt vom Behälter in die Güllegrube einlaufen lassen

6 l Karbosave Pflanzenkohle
Big Pack in die Güllegrube entleeren

30 kg RoPro-Lit - Urgesteinsmehl  
Wird mit dem Silozug während des Güllerührens eingeblasen.

Sollte aus verschiedenen Gründen (z.B. Lieferzeiten, …)  nicht gleichzeitig alle drei Komponenten verfügbar sein, so können diese auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingebracht werden.

Gülleausbringung

Güllegaben von 10-12 m³/ha/Grünlandschnitt bei gut befahrbaren Böden und trockener Witterung ausgebracht ist die Grundlage für gutes schmackhaftes Futter. Durch den gesteigerten Kleeanteil wird zusätzlich Stickstoff aus der Luft in den Boden gebracht. Somit ist im Grünland die Grundlange für gute Futtererträge bei hoher Futterqualität gelegt.

EM-Gülleausfahren

Ein Wort zum Schluss


Hier im Bild wird eine Bodenprobe vom unbegüllten Wiesenrand und aus der unbehandelten, aber begüllten Wiese entnommen (ca. 1 Woche nach dem Begüllen).
Auch das ungeübte Auge und die Nase konnte den Unterschied in Bodenfarbe, Geruch und Bodenkrümmelung deutlich wahrnehmen. So eine Spatenprobe ist nur zu empfehlen. Da kann der Landwirt selber beurteilen, ob eine Güllebehandlung vielleicht gut wäre. Oder, ob die Begüllung auf dem Boden überhaupt eine Auswirkung hat.

Tiergesundheit-Bartl-Gamml-EM-Chiemgau

Gesunde und langlebige Rinder mit EM-Anwendungen

Mehr Tiergesundheit, weniger Tierarztkosten - so lautet das Fazit von vielen EM-Landwirten.

Die Aufwendungen für Tierarzt und Medikamente im Milchviehbetrieb schwanken aufgrund unterschiedlichster Faktoren sehr stark.
In Bayern liegt der Durchschnitt in den letzten 10 Jahren bei ca. 100-120 €/Kuh/Jahr. Hier sind auch die Tiergesundheitsaufwendungen der Kälber mit eingerechnet.

Die Werte von EM-Landwirten liegen bei ca. 30-50 €/Kuh/Jahr im Durchschnitt mehrerer Jahre incl. den Aufwendungen für die Kälber.

Im reinen Milchviehbetrieb ist die Kostenermittlung je Kuh relativ einfach. Die Summe aller Tierarzt- und Medikamentenrechnungen wird auf die Anzahl der Kühe aufgeteilt.

Gesündere Kühe leben im Normalfall länger und bringen gute Lebensleistungen. Zusätzlich steigt auch die Fruchtbarkeit. Die Non-Return-Rate (90 Tage) liegt meist über 65 %.

Viele Landwirte, die mit EM schon länger arbeiten, berichten über ruhigere Tiere, weniger Verletzungen, weniger Ausfälle und leichteres Kalben. Letztlich wirkt sich der ruhigere Betriebsauflauf auch auf die Betriebsleiterfamilie positiv aus. Wesentlich dabei ist, dass die EM-Anwendungen kontinuierlich durchgeführt werden.

Was machen die EM-Landwirte?

CFKE und Karbofit-Futterkohle wird in der Fütterung eingesetzt. Mit relativ wenig Arbeitsaufwand werden beide Komponenten z.B. im Futtermischwagen eingemischt.

Mehr Infos zur Fütterungsoptimierung

Probiotisches Stallklima durch CFKE

Probiotisches Stallklima

Um ein gesundes probiotisches Stallklima zu erhalten, wird CFKE (Chiemgauer Fermentierte Kräuter Extrakt) mit der automatisierten Vernebelungsanlage fein zerstäubt täglich im Stall verteilt.

EM-Vernebelung im Kuhstall

Mehr Infos zur EM-Vernebelung
Mehr Infos zu probiotischem Stallmanagement

Vorteile von EM-Vernebelung im Stall:

  • Das Vernebeln führt sofort zu einer Verbesserung der Luftqualität.
  • Alle Oberflächen werden mit probiotischen Mikroorganismen besetzt. Dadurch können sich krankmachende oder resistente Keime nicht mehr so leicht durchsetzen.
  • EM drängt Fäulnis zurück, verhindern sie und breitet ein regeneratives Milieu aus.
  • EM sind ein Art Schutz vor pathogener Keimbelastung  und auch bei intensiver Tierhaltung kann eine Viren-hemmende Wirkung erzielt werden. Denn der niedrige PH-Wert von EM gilt als zuverlässiges Gegenmittel bei Viren und Bakterien.
  • Die angenehme Luft erleichtert im gesamten Raum die Arbeitsatmosphäre für den Mensch und den Lebensraum der Tiere.
  • Viele Tierarten reagieren auf so gereinigte Luft mit mehr Ruhe und Gelassenheit
  • durch die Reduzierung von Fäulnis reduziert sich das Fliegenaufkommen

Stau im Güllekanal

Die Ammoniakausgasung aus dem Güllekanal kann mit der Einbringung von Karbosave-Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl reduziert werden. Je nach Güllebeschaffenheit wird täglich oder wöchentlich mit EM-aktiv z.B. mit einer Gießkanne über den Kanal gegossen. Dadurch wird die Gülle fließfähiger, ein Güllestau im Kanal verflüssigt oder wird vorgebeugt. Außerdem führt es zur Geruchsverbesserung.

Stau im Güllekanal vermeiden

Vorteile der Güllebehandlung im Stall:

  • Die Gülle wird durch die Mikroorganismen belebt und fließt besser ab.
  • Fäulnis im Güllekanal wird verhindert. Das sorgt für bessere Luft im Stall und weniger Fliegenaufkommen.
  • Fliegenlarven benötigen zur Entwicklung Fäulnis, daher wird auch die Vermehrung der Fliegen verringert.
  • Die feinen Pflanzenkohleteilchen saugen sich mit Nährstoffen voll und binden sie, das verringert den Geruch.
  • Das feine RoPro-Lit Urgesteinsmehl verbindet sich mit den festen Teilchen in der Gülle, bleiben in der Schwebe und binden Geruch.
  • Die Spaltenböden bleiben sauberer
  • Letztendlich „belebt“ die Behandlung die Gülle,. Sie bleibt flüssig, stinkt nicht und fließt im Kanal.

So beugt man dem Güllestau vor.

Einstreu mit Urgesteinsmehl und Karbosave Pflanzenkohle

Eine Einstreu mit RoPro-Lit Gesteinsmehl und/oder Pflanzenkohle hygienisiert den Boden und fördert die Klauengesundheit. Außerdem fördert die Einstreu die Rutschfestigkeit, was vor allem im frostigen Außenbereich zur Entspannung führt.

Auch eine tiefe Einstreu wird mit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle optimiert. Der Mist fermentiert bereits im Stall. Fäulnis wird vermieden und Nährstoffe in die Kohlestruktur gebunden.

So mischt man eine Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

Kälberaufzucht

Gleich nach der Geburt wird in die Biestmilch 30 ml CFKE eingerührt. Das optimiert die Darmflora. Unmittelbar nach dem Geburtsvorgang kann es mit CFKE eingesprüht und mit Stroh trocken gerieben werden. Täglich werden 20 ml CFKE zugefüttert. Bei Durchfall 1 Teelöffel Karbofit-Futterkohle in die Kälbermilch einrühren. Fäulnisherde in der Kälberbox vermeiden und die Stallung immer wieder mit EM-aktiv oder CFKE einsprühen.

EM-Anwendungen können viel zur Gesundheit des Tierbestandes beitragen. Ebenso bedeutend ist der Kontakt vom Landwirt zu seinen Tieren. Regelmäßige Streicheleinheiten, ein Lächeln und der respektvolle Umgang mit dem Tier sorgen für angstfreie, ruhige und gestärkte Bestände.
Manche EM-Landwirte entwickeln eigene Rezepturen und sind sehr kreativ z.B. bei der Wundbehandlung, bei Entzündungen und Hautkrankheiten.

Erntezeit-Getreide-Stroh-mit-EM-Behandeln-Bartl-Gamml-EM-Chiemgau

Stroh pressen mit EM

Effektive Mikroorganismen auf das Stroh aufgesprüht fördern ein vielschichtiges und regeneratives Mikrobiom auf dem Stroh.

Die Strohqualität hängt von vielen Faktoren ab. In feuchten Jahren können Pilzsporen, die an den Halmen anhaften, negative Auswirkungen haben. Auch Pestizidrückstände haben oft einen nachteiligen Einfluss.

Vorteile von Effektiven Mikroorganismen im Stroh

  • stoppt Schimmelbildung
  • mindert Staubentwicklung
  • mindert Nacherwärmung
  • hilft ein starkes regeneratives Mikrobiom zu re-etablieren
  • förderlich für ein gesundes Stall-Mikrobiom beim Einstreuen

Effektive Mikroorganismen beim Strohpressen - wie wird's gemacht?

EM-aktiv oder CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) wird beim Schwaden oder direkt beim Pressen auf das Stroh aufgesprüht.

Unsere Dosieranlage kann direkt an der Pickup der Presse montiert werden.

Aufwandmenge: 1 L /

Erfahrungsaustausch Tiergesundheit

“Wir Bauern nehmen unsere Zukunft
selbst in die Hand”

Probiotik statt Antibiotik –
gesunde Tiere

Unsere Landwirtschaft
effektiv und klimafit machen

Am Donnerstag Abend gings endlich weiter mit unserer Vortragsreihe "Wir Bauern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand". Rund 60 Besucher, Frauen und Männer, bio und konventionell, hörten sich die kurzweiligen und offenen Berichte der Referenten an. Und zum Schluss gab es noch einige Fragen ans Podium, aber vor allem einen regen Informationsaustausch.

Christoph Fischer begrüßte die Landwirte und Landwirtinnen und zeigte allgemein gültige Wirkmechanismen der Mikrobiologie auf. Mittlerweile hat die Wissenschaft auch in vielen Bereichen diese Mechanismen bestätigt. EMler arbeiten danach schon seit 30 Jahren.
Das Mikrobiom des Menschen ist in aller Munde. Das Mikrobiom der Kuh, der Sau, der Pflanze oder des Bodens wird nur wenig Beachtung geschenkt. Dabei spielt es auch hier eine erhebliche Rolle in der Gesundheit.

Des weiteren erinnerte er an schon immer geltende Naturgesetze: Die Natur sucht immer das stabilste System. Arbeitet man mit den natürlichen Gegebenheiten, braucht es nur einen kleinen Impuls von Aussen und Gesundheit und ertragreiches Wirtschaften ist möglich. Arbeitet man an der Natur vorbei, kann noch so viel Energie aufgewandt werden, das künstliche System kippt irgendwann und dreht sich dann sogar wieder zurück.

Das Ziel im Rosenheimer Projekt ist der funktionierende Kreislauf auf dem Betrieb

Mit EM, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle geben wir dem natürlichen Zusammenspiel von Mikrobiologie, Pflanzen, Tieren und nicht zuletzt dem Menschen kleine Impulse wieder zurück zu ihrer natürlichen Ordnung. Der Effekt ist oft nicht sofort sichtbar, aber sobald sich die Brücken zusammenfügen, ensteht ein neues stabiles Miteinander.

Es reicht nicht nur die bisherigen Mittel auf dem Betrieb auszutauschen. Man muss sich in das andere (naturnahe) System auch reindenken und reinfühlen. Das braucht Zeit und Gleichgesinnte mit denen man sich austauschen kann.

Christoph Fischer

Das Fazit der Praktiker war auch, dass EM bestimmt nicht ein Allheilmittel ist. Will man einen Milchviehbetrieb mit 11.000 Liter Stalldurchschnitt und 3 GV/ ha weiterhin so betreiben wird der alleinige Einsatz von EM nicht die Tierarztkosten senken oder die Langlebigkeit der Tiere erhöhen. Aber die kleinen Stellschrauben an denen man mit EM ansetzen kann, bewirken eine Erleichterung im betrieblichen Alltag. Somit ist ein schrittweises Umdenken möglich und eine nachhaltige, individuelle Lösung für den Betrieb entsteht.

Der Emplhof: Gerlinde und Helmut Gröbner
Trostberg Lkr. TS, Bio-Betrieb, Milchvieh, Grünland, Kurzrasenweide

Auf dem Biobetrieb bewirtschaften sie 50 ha plus 9 ha Wald. 55 Milchkühe mit 20 Stück Nachzucht werden auf Kurzrasenweide gehalten. Sie betreiben Blockabkalbung und seit einem Jahr melkt der Melkroboter.

2005 haben sie einen EM-Vortrag von Christoph gehört und daraufhin gleich auch angefangen die Gülle zu behandeln. Mittlerweile wird EM im Stall vernebelt, dadurch wird die Gülle schon in den Güllekanälen behandelt. Zusätzlich wurden Güllestäbe im Güllekanal eingehängt, um Hemmstoffe in der Gülle zu neutralisieren. Es gibt keine Schwimmschichten mehr, damit auch keine Brutstätten für Fliegen. Und auch mit Nagerplagen wurde es leichter.

Gülle ist das wichtigste auf unserem Betrieb. Die konsequente Aufbereitung ist entscheidend. Denn alles, was man mit der Gülle rausfährt, fährt man mit dem Futter wieder heim.

Helmut Gröbner, Bio-Landwirt

2006 hat Helmut 20 ha Acker eingesät und mit dem Dauergrünland den Ackerstatus aufgegeben. Auf dem Grünland wird ca. 10m3 Gülle je ha und Schnitt ausgebracht. Das wirkt einem Kaliüberschuss im Grundfutter entgegen und führt zu einem ausgeglichenen Mineralhaushalt bei den Kühen. Außerdem muss er gut mit seiner Gülle haushalten, dass für den Acker auch noch was übrig bleibt.

Bio-Weide ohne Ampferplage

Die Grasnarbe ist dicht, auch auf der Weide, der Kleebestand is auch ok. Ampferprobleme hat er keine. Der Tiefwurzler Ampfer löst Verdichtungen und wächst auf Nährstoffdepots in tieferen Schichten. Wenn ich moderate Güllemengen ausbringe bei schönem Wetter, bleiben die Nährstoffe oben beim Gras und werden nicht in tiefere Schichten ausgebracht.

Stabiles Silo auch bei geringem Vorschub

Ihre Fahrsilos sind 9m breit und 2m hoch. Im Sommer ist der Vorschub bei 55 Kühen unter einem Meter und trotzdem bleibt die Silage stabil dank CFKE.

Fütterungsumstellung

Sie füttern kein Eiweiß-Kraftfutter. Der Harnstoff ist im Sommer recht hoch, im Winter bekommt der Stoffwechsel der Kühe eine Pause und der Harnstoff fällt auf unter 20 mg . Seither haben sie keine Schwergeburten mehr. 80% der Kühe gebären alleine, bei den anderen ist es meistens eher Zufall, wenn man dabei ist. Die Kälber sind fit und haben kein Trauma von der Geburt. Im Milchtaxi bekommen sie dann angesäuerte Milch mit effektiven Mikroorganismen drin. Kälberkrankheiten treten zwar auch manchmal auf, aber das bekommen sie selber mit Homöopathie wieder in den Griff.

Den eigenen Weg finden

Helmut hat mehrmals betont, dass er niemanden bekehren möchte. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Bei ihm hat das wohl 10 Jahre gedauert. Gerlinde betonte auch, dass es ihnen geholfen hat, dass sie zu zweit diesen Weg gegangen sind. Sie haben sich beide immer wieder fortgebildet und konnten sich austauschen. Das bestärkt ungemein, und anders hätten sie die anfängliche manchmal holprige Zeit nicht so gut überstanden.

Urlaub auf dem Bauernhof mit EM

Auf den Emplhof kommen Kindergruppen, vorwiegend aus München. Kindergärten, Schulklassen ... verbringen eine Woche oder 3 Tage auf dem Hof, um einmal einen Einblick in die Landwirtschaft zu bekommen. Die gesamte Reinigung im Übernachtungsbereich wird mit EM gemacht. Es ist nicht giftig, schützt die Obeflächen und geht zack zack. Sogar Sonnencreme von den Fensterscheiben geht leicht ab. Mittwochs, wenn 30 Kinder abreisen und 30 Kinder ankommen, geht es auf dem Emplhof hoch her. 60 Kinder mit Betreuer essen zusammen und zwischenzeitlich werden die Zimmer geputzt und für die neuen Gäste hergerichtet.

Mit dem Putzwasser werden dann die Geranien am Balkon gegossen und die Rosen gepflegt, die es mit starker Blühfreude danken.

Seit sie alles mit EM Putzen funktioniert die Pflanzenkläranlage auch einwandfrei.

Markus Haunolder, St. Wolfgang Lkr. Erding, Bio-Landwirt,
Milchvieh, Grünland und Acker

Angefangen hat Markus, nach einem Vortrag von Georg Abermann mit Gesteinsmehl einstreuen auf die Liegeboxen und die Laufgänge. Er hat keine Spalten sondern alles mit Schiebern, die die Gülle in eine Vorgrube schieben. Der Effekt war recht schnell erkennbar. Es gab kaum noch Schwimmschichten und das Aufrühren braucht bei weitem nicht mehr so viel Energie.

Er hat sich mittlerweile eine separate Güllegrube gebaut ohne Zulauf, wo die Gülle Zeit hat zum Reifen. Das würde er jedem empfehlen der über bauliche Maßnahmen nachdenkt.

Als nächstes hat er CFKE mit in der Silage eingesetzt. CFKE holt er fertig in Högering. Da hat er immer frische einwandfreie Ware. Die Silage ist durch das CFKE schon sehr gut geworden, aber seit er die Gülle aufbereitet, mittlerweile auch mit Pflanzenkohle merkt er auch, dass die Futterqualität sich immer weiter verbessert hat. Dann noch die Silierung mit CFKE und jetzt ist die Silage so stabil, die wird nicht mehr warm oder grau. Da fehlt sich nix mehr.

Oberstes Ziel ist die Langlebigkeit der Kühe. Letztes Jahr hatten sie ihre erste 100.000 Liter Kuh mit 14 Kälbern. Wir haben 60 Kühe im Stall. 25 davon haben mehr als 5 Kälber. Das ist mehr wert wie die Höchstleistung.

Markus Haunolder, Bio-Landwirt

Proteinreduzierte Fütterung für niedrige Harnstoffwerte

Das Seminar mit Dr. Schmack in der Chiemgau Akademie hat Eindruck bei Markus hinterlassen. Einige Wochen später hat er Dr. Schmack auch zu sich auf den Hof eingeladen. Das war sehr lehrreich und das kann er jedem Milchviehhalter nur ans Herz legen. Man lernt dadurch sehr viel über seine Tiere.

Der Eiweißgehalt in der Futterration wurde seither drastisch gesenkt und die Verdauung mit Naturavit Lebendhefe unterstützt. Die Tiergesundheit, Klauengesundheit, das Abkalbeverhalten und die Aufnahme sind seither gut.

Die Sache mit dem Harnstoff ist gut nachvollziehbar, wenn man es mit dem richtigen Blick beobachtet. Geht der Harnstoffwert hoch, gehen 4 Wochen später auch die Zellzahlen hoch.

Mein Mist ist eine Düngegranate

Tiergesundheit-Vortrag-Einstreu-Kompost-EM-Chiemgau

Der Mist wird im Stall schon mit EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit versetzt und wird nach dem Ausmisten auf einer Miete abgelegt und verdichtet, wo er weiter fermentiert.

Abschluss-Runde

Die Referenten wurden zum Schluss noch zu praktischen Lösungen befragt und sie gaben mit einer erfrischenden Offenheit Auskunft zu allen Themen. Auch klassische EM-Anwendungsfrage wie "Wie viel kommt jetzt in die Kälbertränke" wurden in der Runde beantwortet.

Der Ausklang dauerte auch diesmal bis weit nach Mitternacht. Es gibt einfach viel zu besprechen, wenn Gleichgesinnte zusammenkommen.

Erfahrungsaustausch Grünland

"Wir Bauern nehmen unsere Zukunft
selbst in die Hand"

Grünland –
mehr als “a gmade Wiesn”

Unsere Landwirtschaft
effektiv und klimafit machen

Die Stimmung im vollen Saal der Chiemgau-Akademie am Mittwoch Abend war gut. Gut 70 Bauern und Bäurinnen hörten sich die Erfahrungen der beiden Praktiker an, die kurzweilig die durchaus positiven Entwicklungen im Betrieb beschrieben.

Den Anfang machte Christoph Fischer. Er zeigte kurz und eindrücklich welche Rolle die winzigen Mikroorganismen nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in unser aller Leben spielt. Dass das Milieu , also die Mikroben in ihrer Gesamtheit, im Boden, auf der Pflanze, im Futter, am und im Tier oder auch beim Mensch über Gesundheit oder Krankheit bestimmen kann. Oder genauer gesagt, ob oxidative Fäulnis, mit hohen Energie- und Nährstoffverlusten, oder regenerative Aufbau-Prozesse vorherrschen.

Christoph-Fischer-Grünlandvortrag-Chiemgau-Akademie-2020-Gmade-Wiesn

Die Bodenmikrobiologie beeinflusst die Pflanze. Die Futterqualität wiederum beeinflusst die Gesundheit der Tiere. Wird der Boden ausschließlich mit belebter Gülle behandelt und das Mikrobiom auf der Fläche gesundet, dann zeigt der Aufwuchs eine höhere Qualiät und man merkt das früher oder später im Stall.

Anschließend stellte Hans Kink seinen Nebenerwerbsbetrieb vor. Der Grünlandbetrieb liegt auf 620 Höhenmeter und wird von seiner Frau und ihm bewirtschaftet. Ihm ist wichtig, dass Maßnahmen auf dem Betrieb nicht sehr zeitaufwändig sind, da Arbeitszeit ein begrenzter Faktor ist. Zwei Mal im Jahr wird Karbosave Pflanzenkohle direkt aus dem BigBag in die Güllegrube eingelassen und das Gesteinsmehl wird mit dem Silozug auf den Betrieb gebracht und bei laufendem Rührwerk eingeblasen.

"Ich mach des schon seit 15 Jahren und abgesetzt hat sich noch nix". EM wird über die Sprühanlage Nimbatus 7 automatisch im Stall vernebelt. So hat er einen mehrfachen Nutzen: Alle Stallflächen einschließlich der Liegeboxen und die Güllekanäle werden positiv besiedelt. Das wirkt pathogenen Keimen entgegen. Die Gülle wird von Anfang an behandelt. So entsteht Fäulnis erst gar nicht und die Schwemmkanäle verstopfen nicht mehr.

Gülle wird ausschließlich bei trockenen Verhältnissen ausgebracht. Dadurch bleibt sie, wo das Gras sie braucht und wird nicht in tiefere Schichten im Boden abgeschwemmt. Dort würde sie nur dem Ampfer was nutzen. Ätzschäden auf dem Klee durch die Gülle kennt er nicht.

Wirklich bärig ist die Lebendigkeit, die sich im Boden entwickelt. Wenn ich mit meiner Tochter über unsere Flächen spaziere und dann über benachbarte intensive Flächen, ist es schon beim drübergehen spürbar. Unser Boden federt regelrecht.

Regenwurmhaufen sind überall sichtbar. Die Grasnarbe ist dicht, Klee ist da, und Nachsaat mach ich schon seit über 10 Jahre nicht mehr. Ampfer ist natürlich auch noch da, aber so wenig, dass er mich nicht mehr stört. Im Frühjahr ist der Boden schneller warm, der Schnee schmilzt auf unseren Flächen immer als erstes. Und alles nur durch die konsequente Güllebehandlung.

Hans Kink, Bio-Landwirt

Im Arbeitskreis ist er bei den buchführenden Betrieben immer im oberen Drittel mit dabei. Mal besser mal schlechter. Im Großen und Ganzen haben sie wenig mit Krankheiten zu tun. Das Meiste kriegen sie mit Homöopathie in den Griff und sollte der Tierarzt doch einmal benötigt werden, dann greift schon die erste Medikamenten Gabe.

Wir waren schon öfter bei Hans Kink zur Betriebsbesichtigung. Eine kurze Beschreibungen von so einem Besuch bei ihm ist im Blog zu finden:

Last but noch least berichtete Manuel Dauner von der schwäbischen Alb von seinem Betrieb, der erst seit einigen Jahren EM bei sich einsetzt. Der junge Schwabe hat noch einmal Schwung in die Versammlung gebracht. Online findet man den Betrieb unter www.biohof-dauner.de

Der Bio-Milchviehbetrieb mit Kurzrasenweide im Vollerwerb, Biogasanlage und Direktvermarktung liegt auf der schwäbischen Alb in der Nähe von Ravensburg. EM setzen sie seit Jahren in der Silage ein. Sie leisten sich das CFKE gerne für die Silage weil sie keine Verluste mehr haben.

Sie müssen kein verdorbenes Futter mehr abräumen und das ist ein nicht unerheblicher Vorteil. Auch der Geruch von CFKE Silage gegenüber unbehandelter Silage ist auffällig angenehmer. Sie hat keinen strengen Essig oder Buttersäuregeruch. Die Kleidung riecht auch nicht nach Silage beim Einfüttern.

Seit ein paar Jahren betreiben sie konsequent Gülleaufbereitung. Und was man durch die Belebung der Gülle im Boden beobachten kann, hat den jungen Landwirt überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Wenn selbst ein Schwabe gut 4 € pro m³ in die Hand nimmt und in die Gülle schmeißt, muss der Mehrwert schon offensichtlich sein.

Manuel Dauner, Biolandwirt von der schwäbischen Alb

Seit sie Gülle aufbereiten verwenden sie keinen Mineraldüngermehr auf dem Grünland. Sie hatten auch in der Umstellung keine Ertragseinbußen. Die Gülle wird sehr schnell vom Boden aufgenommen. Trotzt Schleppschlauch haben sie kein Problem mit Güllewürsten, die nicht verwittern und somit keine Futterverschmutzung.

Im Stall wird RoPro-Lit statt Kalk in den Liegeboxen eingestreut. Es scheint gleich so, dass die Tiere die Einstreu der Tiefboxen nicht mehr so leicht herausbekommen. Außerdem kommt so schon RoPro-Lit in die Gülle. Der Vorteil gegenüber dem Kalk: RoPro-Lit bindet Stickstoff in der Gülle und fördert die regenerative Mikrobiologie.

Sie haben auch den Vernebler Nimbatus 7 installiert, der allerdings nur sporadisch gelaufen ist. Der installierte Kanister hätte alle drei Tage neu befüllt werden müssen, und da hat sich selten jemand bereit erklärt. Die letzte Hustenwelle, hat die EM-Vernebelung wieder zurück in den Fokus gebracht und seit die Anlage kontiniuerlich läuft, wird es merklich leichter. Es wird nun auf eine Lösunge hingearbeitet, dass man evtl. gleich den Container direkt an die Anlage anschließt. Dann löst sich das Problem des Auffüllens von alleine.

Wird die Gülle im Stall bereits mit EM behandelt und fliesst dann in die Biogasananlage, ist das kein Problem. EM pur in der Biogasanlage würde den "Faulgas-Prozess" relativ schnell zum erliegen bringen.

Auch im Ackerbau hat Manuel 2019 seine ersten Versuche mit EM gemacht. Die Zwischenfrucht wurde beim Einarbeiten mit EM besprüht. Das Ergebnis war sehr positiv. Nach einigen Tagen war die Organik in einen Silage-Prozess übergegangen anstatt einfach zu verfaulen. Der Geruch war eher süßlich und der Boden darunter schön krümelig.

Abschließend wurden noch die vielen Fragen der Zuhörer mit einem Podium diskutiert. Auf dem Podium saßen die Referenten zusammen mit den Landwirtschaftsberatern von EM-Chiemgau, Sepp Oppenrieder und Claudia Crawford.

Auch an den Fragen war sehr gut zu erkennen, dass die Zuhörer vor allem nach zukunftsweisenden Lösungen suchen und nicht nur nach Schuldigen. Die Ausführungen der Praktiker hat doch viele erstaunt, wie leicht man einen Unterschied machen kann.

Tipps und Infos zum Thema sind in der Rubrik Anwendungen zu finden:

Das Rosenheimer Projekt und die Grünlandwirtschaft

EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl in der Gülle

EM im Stall

Nach Beendigung des offiziellen Teils ging es zum Gemütlichen über. Es gab viel zu besprechen 🙂

Gülle-Ausbringung-Breitflächenverteilung-Rosenheimer-Projekt-Em-Chiemgau

Güllebehandlung – Kosten – Nutzen

Die Aussage „EM-Güllebeandlung“ kostet viel Geld“, höre ich immer mal wieder von Landwirten. Die Kostenseite ist das eine, dem gegenüber steht die Nutzenseite. Die Praxis vieler langjähriger EM-Anwender zeigt sehr deutlich, dass der positive Nutzen höher ist als die Kosten.

Zahlreiche Landwirte setzen der Gülle Wasser zu, um vermeintlich die Ätzwirkung zu verringern und die Fließfähigkeit zu erhöhen. Bei 1.200 m³ Gülleanfall und einem Wasserzusatz von ø 50 % ergeben sich 1.800 m³ Gülle zu lagern und auszubringen. Die Güllebehandlung nach dem Rosenheimer Projekt macht einen Wasserzusatz überflüssig und erfolgt folgendermaßen:

Je m³ Gülle: 1 l EM aktiv; 6 l Karbosave - Pflanzenkohle; 30 kg Biolit-Urgesteinsmehl

Was verursacht Gülle im Boden?

Organische Dünger und Wirtschaftsdünger „füttern“ Bodenleben und Kulturen, wenn sie belebt sind und sich nicht im Abbauzustand befinden. Der Abbauzustand entsteht durch Eiweißfäulnis. Darum ist es auch nicht normal, wenn die Gülle stinkt. Denn dann fault sie, das Eiweiß wird abgebaut.
Die Kohlenhydrate der organischen Dünger gehen dadurch ebenfalls verloren. Die Mikrobiologie, die den Abbau vornimmt, setzt ihre Arbeit meist im Boden fort. Das führt zu Humusabbau durch organische
Düngung, was fast wie ein paradoxes Phänomen erscheint.

Die verbreitete Praxis, auf unbewachsenen Feldern organisch zu düngen und einzuarbeiten, führt gerade nicht zum Anstieg der Humusgehalte in den Böden.
„Unbelebte“ Gülle oder auch Mist bringen eine erhebliche Menge Nährstoffe in wasserlöslicher Form in den Boden und in die Kulturen.

Die unbehandelten Wirtschaftsdünger schädigen die vorhandene
Mikroflora im Boden, die dominante Abbauflora aus der Gülle verstärkt diesen negativen Effekt. Nach einer Düngung mit unbelebter Gülle enthält der Boden deshalb mehr freigesetzte Nährstoffe als gedüngt wurden. Darüber hinaus entsteht eine Alkohol- und Phenolbildung.

Beide Stoffe sind als Desinfektions- und Lösemittel bekannt, die die Mikroflora des Bodens zusätzlich beeinträchtigen. Sie fördern das Zusammenziehen des Bodens, die passive Verdichtung. Die Nährstofffracht aus unbelebter Gülle, noch dazu auf unbewachsenen Böden, löst deshalb auch einen massiven Keimreiz für Unkräuter aus. Es gibt also viele Argumente, warum ein anderer Umgang mit der Gülle so wichtig ist, ganz gleich, ob es sich um konventionell oder biologisch wirtschaftende Betriebe handelt.

Wann ist der beste Zeitpunkt die Gülle zu behandeln?

Die Komponenten min. 3 Wochen vor der Gülleausbringung in die Grube einrühren. Das Biolit-Urgesteinsmehl wird in der Regel mit dem Silozug in die Güllegrube während des Rührens eingeblasen. Werden Teilmengen der Komponenten bereits im Stall eingesetzt z.B. auf die Laufflächen streuen/gießen, kann dies der Güllebehandlung angerechnet werden.

Anhand der Kostenberechnung eines Beispielbetriebs wird der betriebswirtschaftliche Nutzen deutlich.

Ausgangsbasis: 60 GV, 30 ha Grünland, 1.200 m³ Gülleanfall/Jahr (ohne Wasserzusatz)

Zeile 1:
Die Behandlung der kompletten Jahresgüllemenge erfolgt nach dem Rosenheimer Projekt, Anwendungsmengen je m³ Gülle: 1 l EM-aktiv, 6 l Pflanzenkohle und 30 kg Biolit-Urgesteinsmehl. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 5 €/m³.

Zeile 2:
Die Ausbringkosten wurden nach ortsüblichen MR-Sätzen mit der jeweiligen Technik ermittelt. Behandelte Gülle wird nicht mit Wasser verdünnt, was sich in der Ausbringmenge und Ausbringkosten deutlich bemerkbar macht. In der Spalte „Gülle unbehandelt Breitverteilung“ und „Gülle unbehandelt Schleppschuh“ wurden 50% Wasserzusatz zu Grunde gelegt. Bei behandelter Gülle verkürzt sich das Aufrühren auf wenige Minuten.

Zeile 3:
Die N-Verluste (Lagerung, Ausbringung und Auswaschung) schwanken von ca. 10 – 70% je nach Ausbringtechnik, Witterung bei Ausbringung und Art und Weise der Güllebehandlung. Konventionelle Betriebe ergänzen den N-Verlust oftmals über mineralische Zukaufsdünger, um die „gewünschte N-Menge“ den Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Hier wurden N-Verluste von 2 kg bei „Breitverteilung Gülle unbehandelt“ und 1 kg bei „Gülle unbehandelt Schleppschuh“ je m³ angenommen.

Zeile 4:
Der Kleeanteil wird durch die behandelte Gülle gefördert. Dieser sammelt entsprechend mehr Stickstoff aus der Luft. Landwirte mit behandelter Gülle haben aufgrund der niedrigeren N-Verluste und des höhen N-Lieferung vom Klee mehr Stickstoff für höhere Erträge und Qualität zur Verfügung. Hier wurden 40 kg/ha N-Lieferung zugrunde gelegt.

Zeile 6:
Derzeit wird nur die Ausbringung mit Injektions- und Schleppschuhtechnik im Rahmen des KULAP stattlich gefördert.

Fazit:

Betriebswirtschaftlich betrachtet sind die Kosten beim Güllemanagement gleich gegenüber unbehandelter Gülle mit Breitverteilung oder Schleppschuh. Hinzu kommen die nicht oder nur sehr schwer in Zahlen zu fassenden Vorteilen:

  • Grundwasserschutz durch weniger N-Auswaschung
  • Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz für organische Düngemaßnahmen, aufgrund stark reduzierter Geruchsemissionen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Bei ca. 40 m³ Gülleausbringmenge/ha x ca. 4 kg N/m³ abzüglich ca. 10 % Verluste = ca. 150 kg N/ha/Jahr.
Hinzukommt die N-Lieferung durch die Leguminosen von ca. 40 – 60 kg/ha.
Somit stehen rechnerisch ca. 200 kg N/ha für die Pflanzen zur Verfügung.
Bei einem intakten Bodenleben, mit einem Humusgehalt von > 4 % und frei von Bodenverdichtungen sind hier qualitativ und quantitativ gute Erträge in vielen Betrieben Realität. Es ist nicht nur die Menge der gedüngten Nährstoffe entscheidend, sondern viel mehr ein gesunder, humusreicher und belebter Boden.

Pflanzenkohle speichert die Nährstoffe und reduziert markant die Ausgasung in die Luft. Zusätzlich wird die Auswaschung in tiefere Bodenschichten deutlich verringert. Die feinen Haarwurzeln der Pflanzen, nehmen die Nährstoffe aus den Kohleteilchen auf.

Die Gülle wird belebter, dünnflüssiger, sämiger und die Ätzwirkung verschwindet. Die Gülle fließt gut von den Pflanzen ab. Ausbringung bei gut befahrbaren Böden verringern das Bodenverdichtungsrisiko. Zusätzlich wird das Zeitfenster der Ausbringzeit größer, was zur Entzerrung der Arbeitsspitzen beiträgt.

Die EM’s beleben die Mikrobiologie in der Gülle. Die Aussagen „Auf der Oberfläche bilden sich Blubber-Blasen“ hören wir oft. Dies ist das Sichtbare Zeichen einer belebten Gülle.

Biolit-Urgesteinsmehl fördert aufgrund ihrer sehr guten Zusammensetzung von Mineralien und Spurenelementen den Weißklee. Zusätzlich unterstützt die fäulnisfreie Gülle das Bodenleben und letztendlich den Pflanzenbestand positiv.

Die Nährstoffe von behandelter Gülle bleiben in der obersten Bodenschicht (ca. 5-10 cm), dort wurzeln die wertvollen Futterpflanzen. Die Nährstoffe von unbehandelter Gülle werden z.T. in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und können nur noch von den Tiefwurzlern aufgenommen werden. Kommen keine Nährstoffe in tiefere Bodenschichten, „verhungern“ diese. Des Weiteren deuten Pionierpflanzen z.B. Ampfer, Löwenzahn auf Bodenverdichtungen hin. Mit ihren starken Pfahlwurzeln versuchen die den Boden zu lockern.

Die belebte Gülle unterstützt die Bodenbiologie, den Humusaufbau und Bodengesundheit. Ein gesunder Boden ist der Grundstein für wertvolles, schmackhaftes Gras. Auch die Vielfalt und Qualität der Gräser und Kräuter hängt mit der Bodenbeschaffenheit zusammen.

Landwirte und Lohnunternehmer die mit Gülleverschlauchungssystemen ausbringen, berichten von deutlich höheren Ausbringleistungen, z.T. ca. 20-30 % weniger Zeitaufwand für die gleiche Menge. D.h. behandelte Gülle ist fließfähiger und lässt sich somit leichter pumpen. Das Verstopfungsrisiko bei Schleppschuh/Schleppschlauch und Injektion wird deutlich reduziert.

Derzeit gibt es (leider noch) keine Ausnahmen, Die Güllesperrzeit, Abstandsflächen, Ausbringtechnik, Lagerungsbedingungen, usw. gelten hier wie in den gesetzl. Bestimmungen verankert.
Derzeit laufen deutschlandweit von unterschiedlichen Organisationen Versuche, Bestrebungen und „Aufklärungsarbeit“ um die behandelte Gülle als „emissionsarme“ Ausbringung lt. Düngeverordnung §3 einzustufen.

Gülleaufbereitung-Rosenheimer-Projekt

Gülleaufbereitung nach dem Rosenheimer Projekt

Über das Landwirtschaftsstudium bei der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf habe ich im Rahmen eines Praktikums bei EM-Chiemgau eine Umfrage zum Thema „Gülleaufbereitung nach dem Rosenheimer Projekt“ durchgeführt. Ziel war es die Betriebe nach ihren Erfahrungen über die Aufbereitung der Gülle zu Befragen und aufzuzeigen ob und wie sich ein Nutzen bzw. Mehrfachnutzen in den Betrieben über die Jahre zeigt.

Es wurden 28 Betriebe befragt. 22 Milchvieh- (größtenteils Fleckvieh) und 6 Mutterkuhhaltungsbetriebe vorwiegend in Bayern und teils in Baden Württemberg.

Die befragten Betriebe liegen im Leistungsbereich zwischen ca. 5.000–10.000 l Milch/Kuh und Jahr, bei einer Betriebsgröße von 17–120 ha LF. Ca. 40 % der Betriebe wirtschaften konventionell und ca. 60 % arbeiten nach den Kriterien des Ökologischen Landbaus.

Hier die zusammengefassten Ergebnisse der Befragung:

Anwenderjahre-Rosenheimer-Projekt

36 % der Betriebe begannen mit der Gülleaufbereitung innerhalb der letzten 2 Jahre. Mehr als ein Drittel der Betriebe, seit über 6 Jahren und davon 25% schon länger als 10 Jahre

Ein Großteil bereiten die Gülle nach der allgemeinen Empfehlung von EM-Chiemgau auf.

Pro 100 m³ Gülle:

  • 100 l EM-aktiv oder CFKE
  • 0,6 m³ Karbosave – aktivierte Pflanzenkohle
  • 3-4 t RoPro-Lit Urgesteinsmehl

Die Lagerungsdauer der Aufbereiteten Gülle unterscheidet sich stark. Von nur 2 Wochen (zu wenig!) bis zu über 20 Wochen ist alles dabei, optimal sind mindestens 4 Wochen. Die Mehrheit bewegt sich im Durchschnitt bei 5,5 Wochen. 6 Betriebe wenden zur Vorbeugung eines Güllestaus die Komponenten wie die aktivierte Pflanzenkohle und das Urgesteinsmehl bereits im Stall, direkt auf dem Spaltenboden und/oder eingemischt im Einstreu, erfolgreich an. Kohle und Gesteinsmehl können der Gülleaufbereitung 1:1 angerechnet werden.

Die verbesserte Homogenität der Gülle verhindert nicht nur die Verstopfungen im Güllekanal sondern verkürzt auch die Aufrührdauer (s. Abbildung 2). Einige Landwirte berichteten auch, dass es im Schleppschlauchverteiler zu weniger Verstopfungen kommt. 

3-4 t RoPro-Lit Urgesteinsmehl
Abbilung 2, Einschätzung des Erfolges der Gülleaufbereitung (n=27 Betriebe)

Bei der Gülleaufbereitung gab es viele, sehr positive Rückmeldungen (s. Abbildung 2)

Die Qualität der Gülle beeinflusst den Boden und in Folge dessen, das Pflanzenwachstum. Durch Reduzierung von Ätzschäden an den Gräsern und der Grasnarbe kann die Ertragsleistung positiv Beeinflusst werden. Aufbereitete Gülle hinterlässt weniger faulende organische Substanz im und auf dem Boden. Mikroorganismen, sowie eine Vielzahl an Bodenlebewesen können diese Organik besser und effizienter Umsetzen. Die Aktivität des Bodenlebens steigt

Rosenheimer-Projekt-Verbesserung-Bodenleben
Abbildung 3, Verbesserung des Bodenlebens im Bezug auf die Gülleaufbereitung

Rosenheimer-Projekt-Verbesserung-Bodenqualität
Abbildung 4, allgemeine Einschätzung des Landwirtes zur Verbesserung der Bodenqualität seiner Flächen

Bei Landwirten die das Verfahren bis zu 2 Jahren durchführen, wurde über eine positive Entwicklung des Bodenlebens berichtet (s. Abbildung 3). Was sich auf die Bodenqualität (bzgl. Humusbildung, Bodenstruktur und Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit) verbessernd auswirkt.

Betriebe die zusätzlich zur Gülleaufbereitung weitere Maßnahmen wie z.B. den Bodenverjünger zur Bodenverbesserung angewendet haben, wurden bei der Bewertung außenvor gelassen. Es war auch auffällig, dass viele Betriebe zu der Bodenentwicklung im Grünland keine Auskunft geben konnten. Eine Spatenprobe jährlich, im Grünland, würde auch dem Landwirt den Zustand und die Entwicklung seiner Böden besser vor Augen führen.

Spatenprobe im Grünland

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für die eine effiziente Futterproduktion!

Spatenprobe im Grünland - eine einfache Methode, den Boden zu beurteilen

(siehe weiter Blogbeitrag: "Die Futterqualität ist die Basis für eine erfolgreiche Tierhaltung"

Ich möchte mich bei Allen für die Zeit für diese Umfrage, die schönen Gespräche und die Möglichkeit einen Einblick in die vielfältigsten Betriebe und Betriebsgeschichten zu bekommen herzlich bedanken!

Schöner Gruß,
Sophia Kremser

Futtertisch-Kuhstall

Die Futterqualität ist die Basis für eine erfolgreiche Tierhaltung

Sophia Kremser hat im Rahmen ihres landwirtschaftlichen Studiums ein Praktikum bei EM-Chiemgau abolviert und dabei eine Umfrage durchgeführt. Dabei untersuchte sie die Auswirkungen des "Rosenheimer Projekts" auf landwirtschaftliche Betriebe.

Im Rahmen meiner Umfrage stellte sich heraus, dass viele Landwirte auf der Weide ein verbessertes Fressverhalten der Tiere nach der Ausbringung der aufbereiteten Gülle beobachten konnten. Dieser Effekt ist auch im Stall bei der Grünfütterung und der Silagequalität bemerkbar.

Gülleaufbereitung vermindert nicht nur die Stickstoffverluste über die Ammoniak Ausgasung und damit den Güllegeruch, sondern wirkt sich auch positiv auf den Boden (s. Blog Teil 1) und die Futterqualität aus.

Ziel war es die Betriebe nach ihren Erfahrungen über die Aufbereitung der Gülle zu Befragen und aufzuzeigen ob und wie sich ein Nutzen bzw. Mehrfachnutzen in den Betrieben über die Jahre zeigt. Betriebe die eine größere betriebliche Veränderung im Laufe der Jahre der Anwendung vorgenommen haben, wurden aus den Bewertungen ausgeschlossen.

Verbesserung-des-Tierwohls
Abbildung 1, auswirkung der gülleaufbereitung auf die allgemeine Tiergesundheit, wobei 50% der Betriebe die aktivierte pflanzenkohle und das Steinmehl bereits im Stall anwenden. (n = Ø 15 Betriebe bei drei Parameter)

Einige Betriebe stellten zusätzlich zu der allgemeinen Gülleaufwertung, auch eine Verbesserung bei der Tiergesundheit und -leistung fest (s. Abbildung 1), dies liegt daran, dass die Erregerkette durch die Aufbereitung der Gülle unterbrochen wird. Eine Übertragung und Vermehrung von pathogenen Keimen über die ausgebrachte Gülle, bis zum eingefahrenen Futter, wird verhindert.

Das reicht von reduzierten Tierarztkosten, bis über eine höhere Remontierungsrate und Steigerung des allgemeinem Tierwohls. Vereinzelte Betriebe die die Komponenten zur Gülleaufbereitung bereits im Stall als Einstreu und auf den Spaltenböden verwenden berichten auch über weniger Klauen- und Mastitisproblemen.

Rosenheimer Projekt-Tiergesundheitsparameter-EM-Chiemgau
Abbildung2, Tiergesundheitsparameter in Bezug auf die Gülleaufbereitung und zusätzlicher Anwendung von CFKE als Siliemittel u./o. Karbofit Futterkohle

In der Abbildung 2 zeigt sich auch, dass es Verbesserungen in der Tiergesundheit, -fruchtbarkeit und -leistung gibt und Betriebe die zusätzlich zur Silageaufbereitung CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) und/oder Karbofit (Futterkohle) verwenden, tendenziell über bessere Tiergesundheit und -leistung berichten.

Landwirte die das Verfahren seit etwa 3 Jahren anwenden, sehen vermehrt Erfolge in der Boden-, Futterqualität und auch in der Tierleistung. Die Intensität der Auswirkungen unterscheidet sich von Betrieb zu Betrieb. Doch im Gesamten gab es nur positive Rückmeldungen!

Trotzdem ist die Gülle nur ein einzelner Faktor, der einen Einfluss bewirkt. Tiergerechte Aufstallung, optimale Futtererntezeitpunkte, -technisierung und -lagerung, wie auch die Fütterungsintensität sind entscheidend.

Ein Betrieb mit größeren Tierhaltungsfehler, wie zum Beispiel bei Überbelegung im Stall, wird nur schwerlich Verbesserungen feststellen. Aus den vielen Telefongesprächen und ausgewerteten Daten, hat sich für mich bestätigt, dass die Gülle ein häufig unterschätzter Faktor im Betriebskreislauf darstellt und durch eine Veredelung über die Aufbereitung, auch der gesamte Wirtschaftskreislauf vom Boden, über Futter bis hin zum Tier profitieren kann.

Ich möchte mich bei allen Landwirten/-innen für die Zeit, die schönen Gespräche und die Möglichkeit einen Einblick in die vielfältigsten Betriebe und Betriebsgeschichten zu bekommen herzlich bedanken!

Schöner Gruß,
Sophia Kremser

Shopping cart
Es sind keine Produkte in deinem Warenkorb!
Continue shopping
0