Das Gestüt Lewitz gilt als einer der größten und bedeutendsten Zuchtbetriebe Europas. Der Betrieb von Paul Schockemöhle umfasst rund 3.000 Hektar Fläche und mehrere tausend Pferde. Jährlich kommen rund 1000 Fohlen zur Welt. Diese Dimension macht deutlich: Hier werden Lösungen nicht im kleinen Rahmen getestet, sondern müssen sich unter realen Bedingungen eines hochstrukturierten Großbetriebs bewähren.
Das Gestüt steht seit Jahrzehnten für konsequente Leistungszucht, effiziente Abläufe und ein klar strukturiertes Gesundheitsmanagement. Umso aussagekräftiger ist es, dass EM-Produkte hier seit Jahren fester Bestandteil eines ganzheitlichen Systems sind.
Simone Schneider – Tiergesundheit im Fokus eines Großbetriebs
Verantwortlich für die Pferdegesundheit ist Prokuristin Simone Schneider. Durch ihre Erfahrung bringt sie einen klar strukturierten Blick auf Bestandsbetreuung und alternative Ansätze mit.
„Wir haben damals gezielt nach Alternativen zur klassischen Schulmedizin gesucht“, beschreibt sie den Einstieg. Ein zentrales Thema war dabei der Antibiotikaeinsatz: „Gerade im Hinblick auf Resistenzen wollten wir uns langfristig anders aufstellen.“
Fohlenaufzucht – früh stabilisieren statt später reagieren
„Durchfallerkrankungen bei Fohlen haben unglaublich viele Ursachen – Stress, Fohlenrosse, Keimbelastung“, so Frau Schneider. Gerade im Großbetrieb mit entsprechendem Keimdruck ist dieser Bereich besonders sensibel.
Die Prophylaxe ist daher bewusst früh gewählt: „Wir geben Pegasus ab dem ersten Tag, damit das Mykonium gut abgeht und sich der Darm stabil entwickeln kann.“ Die Anwendung erfolgt standardisiert in den ersten Tagen – in der Regel zweimal täglich. Bei Auffälligkeiten wird die Gabe entsprechend verlängert und angepasst.
Ein wichtiger Punkt zeigt sich auch im Zusammenspiel mit konventioneller Behandlung:
„Wenn Antibiotika notwendig sind, sehen wir eine deutlich bessere Verträglichkeit, wenn wir Pegasus parallel einsetzen.“


Reduktion von Antibiotika – messbarer Effekt im System
Ein zentraler Punkt im gesamten Konzept ist die Entwicklung beim Medikamenteneinsatz: „Unsere Antibiotikagaben konnten wir auf etwa ein Drittel reduzieren.“
Für einen Betrieb dieser Größenordnung ist das ein wesentlicher Faktor – sowohl gesundheitlich als auch im Hinblick auf langfristige Strategien im Umgang mit Resistenzen. Frau Schneider ordnet das klar ein:
„Das ist das Ergebnis eines kompletten probiotischen Konzepts: CFKE sprühen und Pegasus als Futterergänzung – nicht nur eines einzelnen Produkts.“
Stallhygiene und Keimdruck – zentrale Stellschraube im Großbetrieb
Neben der direkten Tieranwendung spielt das Stallmanagement eine entscheidende Rolle. „Wir sprühen CFKE täglich im Abfohlbereich und die Stallungen bei den hochtragenden Stuten.“ Nach der Reinigung wird systematisch nachbehandelt: „Nach dem Hochdruckreiniger wird desinfiziert und zusätzlich vernebelt, um die Keimzahl weiter zu reduzieren.“ Gerade bei hohen Tierzahlen ist dieser Schritt entscheidend, um den Keimdruck nachhaltig zu senken.
Die Effekte sind im Betriebsalltag deutlich sichtbar: „Geruch und Fliegenbelastung sind deutlich zurückgegangen – das merkt man sofort.“
CFKE vernebeln im Stall: direkte Effekte am Tier – Haut, Wunden, Parasiten
CFKE wird täglich bei den hochtragenden Stuten und im Abfohl-Bereich vernebelt. Dass Geruchsbelastung und Fliegen schnell weniger werden konnten alle Beteiligten feststellen. Neben der Stallhygiene zeigen sich auch direkte Effekte am Tier: „Pilz- und Milbenprobleme sind deutlich weniger geworden.“ Auch bei akuten Fällen wird gezielt gearbeitet:
„Wenn wir Wunden oder den Nabel mit CFKE besprühen, setzen sich weniger Fliegen drauf und die Heilung geht schneller.“



Fütterung, Stoffwechsel und Kondition – wirtschaftlich relevante Effekte

Ein weiterer Einsatzbereich ist die Unterstützung von Pferden mit erhöhtem Bedarf – etwa nach Operationen, bei älteren Tieren oder im Fellwechsel.
„Gerade bei Auffütterpferden kann man förmlich zuschauen, wie sie sich durch den Einsatz von Pegasus Ferment entwickeln.“ Bereits nach ein bis zwei Wochen zeigen sich Veränderungen:
„Das Fell wird glänzender, die Haut besser und die Pferde kommen wieder in Kondition.“
Tiere mit einem unzureichenden Stoffwechsel profitieren von Pegasus Ferment:
„Die Tiere kommen besser durch den Fellwechsel und nehmen wieder zu.“ Pferde mit Magenproblemen, mit zu viel Magensäure, was sich durch Nervosität zeigt oder bei Koppern wird Pegasus Ferment am Gut Lewitz erfolgreich eingesetzt.
Auch CFKE in der täglichen Fütterung der Gruppen zeigte eine eindeutige Wirkung:
„Der Stoffwechsel wird angeregt und die Futterverwertung verbessert sich – wir mussten die Rationen teilweise reduzieren, sonst wären die Pferde zu fett geworden.“ Gerade vor dem Hintergrund steigender Futterkosten ist dieser Aspekt nicht zu unterschätzen.
Umsetzung im Großbetrieb – ein schrittweiser Prozess
Die Einführung neuer Systeme erfolgt im Großbetrieb nicht spontan, sondern kontrolliert: „Wenn etwas schiefgeht, betrifft es viele Tiere.“ Deshalb wurde der Einsatz bewusst aufgebaut:
„Man muss das Team mitnehmen und in Bereichen anfangen, in denen die Mitarbeiter dahinterstehen.“
Auch organisatorische Grenzen spielen eine Rolle:
„Im Großbetrieb laufen viele Dinge anders – deshalb kann man nicht alles sofort überall umsetzen.“
Zeit als entscheidender Faktor
Ein zentraler Punkt, den Frau Schneider immer wieder betont: „CFKE und Pegasus wirken nicht so schnell wie ein Antibiotikum. Es geht um Prävention und Unterstützung im Akutfall“
Gerade im Stoffwechselbereich bei der Erhöhung der Futterverwertung braucht es Zeit: „Die Veränderungen kommen über Wochen – nicht von heute auf morgen.“ Das Beispiel aus ihrer Fütterungspraxis zeigt: „Beim Einsatz in der Fütterung sieht man Effekte oft erst nach sechs bis acht Wochen.“
Verantwortung und Perspektive im Umgang mit Antibiotika
„Antibiotika sind schneller und günstiger – aber nicht mehr zeitgemäß.“ Gerade im Hinblick auf resistente Keime sieht Frau Schneider klare Grenzen: „Die Entwicklung zeigt uns, dass wir alternative Wege brauchen.“ EM ist dabei ein Baustein – nicht als Ersatz, sondern als wichtige Ergänzung im System.
Fazit und Ausblick
„Ich finde, die Produkte sind es auf jeden Fall wert, ausprobiert zu werden – aber man darf nicht ungeduldig sein.“ Für andere Betriebe formuliert sie es klar: „Man sollte sich zuerst überlegen, was man verändern möchte – und dann gezielt daran arbeiten.“
Auch im Gestüt selbst ist die Entwicklung nicht abgeschlossen:
„Wir würden den Einsatz gerne noch weiter ausbauen – ein Wunschprojekt wäre die Unterstützung mit EM in der Klinik , aber vor allem bei der Vernebelung gibt es noch Potential.“
Das Gestüt Lewitz zeigt damit sehr deutlich, wie sich EM auch unter den Bedingungen eines Großbetriebs in bestehende Abläufe integrieren lassen – nicht als Einzelmaßnahme, sondern als Teil eines langfristig angelegten Systems zur Stabilisierung von Tiergesundheit und Betriebsabläufen.



