Der Großrachlhof- Tradition trifft auf Innovation

Region: Chiemgau

Biobetrieb seit 2009

Ackerland: ca 20 ha

Grünland: 50 ha (davon ca 16 ha Alm)

Schwerpunkte: Milchvieh, Urlaub auf dem Bauernhof, Dirketvermarktung Eier, Fleisch

Der Großrachlhof- "Die Flamme am Brennen halten"

Der Großrachlhof in Grassau ist einer der ältesten Erbhöfe Bayerns. Die Familie Sichler führt und betreibt den Hof bereits in der 17. Generation. Dies ist für die Familie aber kein Grund sich auf der Tradition auszuruhen. Ganz im Gegenteil „denn Tradition heißt für uns nicht, Asche zu bewahren, sondern "die Flamme am Brennen zu halten.“

Ein tolles Motto, das bei Jakob und Miriam gemeinsam mit den Großeltern Sabine und Josef durch täglichen Einsatz untermauert wird.

Auf dem Großrachlhof, der seit 2009 ökologisch bewirtschaftet wird, wurde altbewährtes schon immer mit innovativem Vorwärtsdenken kombiniert.

Josef Sichler, Jakobs Vater, war bereits Pionier der ersten Stunde im Rosenheimer Projekt. Sein Mut, die Dinge anders zu betrachten und anzugehen und das bereits vor über 20 Jahren, in einer Zeit in der der Begriff „Nachhaltigkeit“ noch keine Rolle in der Landwirtschaft spielte, ist Teil einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte.

Der Betrieb ist mittlerweile breiter aufgestellt und auch diese Entwicklung erweist sich als gute Entscheidung. Das „Ferien auf dem Bauernhof“- Angebot fügt sich toll in das vielseitige und kommunikative Konzept der Sichlers ein.

Bei einem Urlaub auf dem Großrachlhof Hof dürfen Eltern und Kinder hautnah den Alltag auf einem Milchviehbetrieb miterleben, Eier aus einem der Hühnermobilställe sammeln oder den großen Treckern bei den Erntearbeiten zuschauen.

Auch bei der Ferienvermietung setzen Sichlers auf chemiefreie Reinigung mit EM-Produkten. Mirjam und Sabine leisten hier immer wieder viel Aufklärungsarbeit bei den Gästen rund um das Thema probiotisches Putzen und die Wirkungsweise der Effektiven Mikroorganismen.

Dabei stehen die beiden Frauen nicht nur hinter ihren Männern, sondern ermutigen sie auch den Weg immer weiter zu vertiefen und bilden sich selbst immer weiter. Es ist schön, dass sich die Energien bei den Sichlers so toll ergänzen und verstärken und sie gemeinsam an einem Strang ziehen und sich auch bei Gegenwind nicht entmutigen lassen.

Vielseitig und wirtschaftlich

Neben der Milchviehhaltung und einer Almwirtschaft (Rachlalm) haben Sichlers auch mit der Direktvermarktung von Eiern begonnen. Mit dem zweiten Hühnermobil für 1200 Legehennen wurde die Direktvermarktung der „PoppEier“ erst kürzlich erweitert. Dieses Projekt entstand zusammen mit einem der Mitarbeiter, Lukas Poppe. Ein weiterer Beweis dafür, wie offen und gemeinschaftlich Sichlers ihren Betrieb führen und gestalten. Sinnvolle Synergien werden genutzt und Ideen von außen sind willkommen und keine Bedrohung des „Ist-Zustands“.

Die größte Motivation an den Maßnahmen des Rosenheimer Projekts festzuhalten und sie mit regenerativen Methoden immer weiter zu ergänzen, seien laut Jakob nicht nur die gestiegenen Erträge, die bessere Befahrbarkeit der Böden und weniger Verdichtungsprobleme.

Die Enkeltauglichkeit und eine zukunftsfähige Landwirtschaft treiben den zweifachen Familienvater an. Er wolle seinen Kindern später einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb mit fruchtbaren und gesunden Böden vermachen können. Der Gedanke, giftige Chemie auf seinen Böden einzusetzen und sich selbst, seine Familie und seine Kinder einem Gesundheitsrisiko auszusetzen, kommt für ihn nicht infrage.

Josef Sichler hat den Weg der regenerativen Bewirtschaftung mit der Güllebehandlung nach dem Rosenheimer Projekt begonnen. Nach und nach sind immer mehr Methoden und Techniken dazu gekommen. Die Vernebelungsanlage, über die voll automatisch CFKE im Stall vernebelt wird, gehört auch schon seit Jahrzehnten zum Inventar. Bis auf ein paar ausgetauschte Düsen tut der Nimbatus seither brav und gewissenhaft seinen Dienst.

Wissen ist wie Kerzenlicht, es wird nicht weniger, wenn man es teilt...

Der Austausch und das sich gegenseitig Mut machen sind für Sichlers zentrale Aspekte bei der Weiterentwicklung der Ideen und Lösungen aus der regenerativen, aufbauenden Landwirtschaft.

Abschauen sei dabei gern erlaubt und gewünscht! Jakob möchte seine Erfahrungen und Erkenntnisse nicht in einer geheimen Schublade aufbewahren, sondern sein Wissen gern mit anderen regernativen Landwirten teilen und vermehren. Effektiv miteinander! So kommen alle voran. Die Angst, dass es nicht für alle reichen könnte, hat er nicht.

EM und die Ansätze der regenerativen Landwirtschaft sowie das Wissen aus dem Rosenheimer Projekt würden einen ganz wesentlichen Aspekt in der Landwirtschaft und in bei dem einzelnen Landwirt verändern: das Denken!

Das Treffendste was ich mal bei einem Vortrag bei EM Chiemgau gehört habe war der Satz: Was verändert EM am meisten? Das Denken!

Jakob Sichler

Pionierarbeit mit Durchhaltevermögen

Als Pioniere der ersten Stunde haben Sichlers viel ausprobiert und auch einige Rückschläge und Misserfolge in Kauf nehmen müssen. Als zentralen Schlüssel zum Erfolg und dem gezielteren Einsatz der Maßnahmen sieht Jakob die Albrecht Bodenanalyse. Das Wissen um die Nährstoffverhältnisse und Nährstoffverfügbarkeiten war ein entscheidendes Puzzleteil im Gesamtkonzept!

Jahrelang hatten Sichlers beispielsweise aus Unwissenheit und aufgrund von ungenauen Bodenanalysen nicht zu viel, sondern den falschen Kalk auf ihre Flächen ausgebracht. Dieser hatte einen zu hohen Mg-Anteil. Den Mg-Überschuss müsse man nun mühselig und vor allem über eine lange Zeit mittels Schwefeleinsatz wieder zurückregulieren. Doch solche Zusammenhänge ergeben sich erst bei genauem Hinschauen und gewissenhaftem Schlussfolgern. Und natürlich der Bereitschaft, sich immer weiter zu bilden und das Gelernte auf seine Wirtschaftsweise zu übertragen.

Enkeltauglich für die Zukunft

Neben dem Spaß an der Arbeit steht auch die Reduzierung des Arbeitsaufwands ganz oben auf Jakobs Prioritätenliste. Er möchte mit dem geringst möglichen Aufwand hohe Erträge erzielen und ein System auf seinem Betrieb zu etablieren, das wenig Input von außen benötigt.

Im Einklang mit der schönen Natur, in der sie leben, für eine enkeltaugliche Zukunft zu wirtschaften, das ist Sichlers wichtig.

Auf die Frage, was es brauche, um mit der regernativen Landwirtschaft anzufangen bzw. wie man am besten einsteigen kann, sagte Jakob, ohne zu überlegen: „Überall - einfach anfangen! Das Wichtigste ist, dass man offen für Veränderung ist und sein Wahrnehmungsspektrum erweitern möchte. Man muss wieder neugieriger werden auf Zusammenhänge, andere Sichtweisen und sein Tun und Handeln immer wieder Hinterfragen."

"Gescheit oder gar net"

Auf den Betrieb Sichler greifen alle Mechanismen ineinander. „Gescheit oder gar net“ -da sind sich Sichlers einig. Und der Erfolg des Betriebs gibt ihnen Recht. Die Leistung der Milchkühe mit ca. 7000 l/Kuh/Jahr kann sich sehen lassen. Und dass bei einer hauptsächlich grundfutterbasierten Ration. Weiteres Standbein mit Zukunftspotenzial ist die mobile Legehennenhaltung. Auch bei den Hühnern wird auf die CFKE Vernebelung im Stall gesetzt. Das Staubbad mit RoPro-Lit Gesteinsmehl hilft zusätzlich, das Gefieder milbenfrei zu halten.

Sichlers verzichten darauf, die Fermentprodukte wie den Bodenverjünger oder EM-aktiv selbst herzustellen, obwohl sie eine nicht unerhebliche Aufwandmenge pro Jahr benötigen. Für Jakob steht jedoch die Qualität und der Arbeitsaufwand des Selbstansatzes nicht Verhältnis. Er sei froh, dass er auf die qualitätsgeprüften Produkte von EM Chiemgau zurückgreifen könne und sich nicht auch noch um die Fermentation kümmern muss.

Die Kosten dafür zahlt er auch deshalb gerne, weil er weiß, dass Wissensaustausch und die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Produkte auch Geld kosten. Als Kunde würden er und sein Betrieb von dieser Entwicklung profitieren. Danke für dein Vertrauen Jakob, wir sind tatsächlich stets mit der Weiterentwicklung und Optimierung unserer Produkte beschäftigt und entwickeln immer spezifischere Lösungen, um euch auch zukünftig noch gezielter bei den Problemstellungen der Landwirtschaft unterstützen zu können.

Austausch und Wissensvermehrung

Auch wir sehen immer wieder, dass jeder Betrieb seinen eignen Weg findet und eigene Lösungen und Herangehensweisen entwickelt. Allen gemein sind jedoch Neugier und Offenheit. Und die Bereitschaft, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen. Wir stehen interessierten Landwirten gerne bei Fragen zur Seite und bemühen uns, das Netzwerk und den Austausch zwischen erfolgreichen Betrieben stetig auszubauen und zu verbessern.

Hoffentlich wird es dazu nächstes Jahr wieder vermehrt die Möglichkeit geben, in Präsenz Erfahrungen auszutauschen, Experten zu hören und das Wissen gemeinsam zu vermehren. Auch Sichlers würden sich darüber freuen und gerne mal wieder auf einer Lehrveranstaltung dabei sein. Wir freuen uns auf euch!

Alles Gute, danke für diesen tollen Austausch und die spannenden Einblicke! Weiter so!

Urlaub am Bauernhof bei Familie Sichler

83224 Grassau im Chiemgau

T: +49 8641 1520

F: +49 8641 598725

E: info@grossrachlhof.de

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