Kategorie: Mais

Staunässe beheben EM-Chiemgau

Staunässe nachhaltig beheben

Staunässe nachhaltig beheben durch mikrobielle Milieusteuerung

Staunässe droht: Kurze, heftige Starkregenereignisse häufen sich immer mehr. Von Starkregen spricht man ab einer Menge von mehr als 5 Litern pro m² in 5 Minuten.

Der Boden muss dabei in kürzester Zeit enorme Mengen Wasser aufnehmen. Sind die Oberflächen verschlämmt, die Böden verdichtet und die Porenstruktur nicht stabil, kann das Wasser nur schwer in den Boden aufgenommen werden. Es kommt zu Staunässe auf Acker und Grünland und die Kulturen leiden.

Die Lösung: Verdichtungen aufbrechen und mit Bodenverjünger den Boden mikrobiell besiedeln

Das Ziel ist es, einen garen Boden mit runden Bodenkrümeln zu erzeugen. So ein Boden hat eine optimale Porenstruktur für die Wasseraufnahme und die Wasserhaltefähigkeit (Feldkapazität). Runde Krümel sind im Gegensatz zu eckigen Krümeln formstabil, auch bei starken Regenfällen.
Runde Krümel entstehen ausschließlich durch mikrobielle Aktivität. Eckige Krümel durch mechanische Bearbeitung.

Verdichtungen behindern nicht nur das Regenwasser am Eindringen in die tieferen Bodenschichten und begünstigen Staunässe, sie behindern außerdem den Gasaustausch im Boden und behindern die Mikrobiologie an ihrer Arbeit. Die Wurzeln der angebauten Kultur können sich nur schlecht entwickeln. Unkräuter mit kräftigen Pfahlwurzeln vermehren sich. Sie versuchen den Boden zu sanieren.

Was tun bei Staunässe?

Die Kombination aus mechanischer Lockerung und mikrobieller Besiedelung hilft, neu geschaffenen Wurzelungsbereich zu stabilisieren und für die Wurzeln offen zu halten. Runde Krümel können entstehen.

Staunässe beheben mit dem Tiefenlockerer

Am Tiefenlockerer wird Bodenverjünger direkt eingespritzt.

Tiefenlockerung wird am besten in der wachsenden Kultur (z.B. in der Zwischenfrucht) durchgeführt, da hier die Mikrobiologie am aktivsten arbeiten kann.

Oft reicht ein Arbeitsgang, um die Verdichtungen zu lösen und Staunässe dauerhaft zu eliminieren.

Aufschluss über den Erfolg der Maßnahme zeigt der Versickerungstest, wie in diesem Blog-Beitrag beschrieben

Effektive Stippelbearbeitung mit dem Bodenverjünger

Effektive Stoppelbearbeitung mit Bodenverjünger

Jeder organische Eintrag in den Boden fordert die Mikrobiologie. Es gilt die organische Masse rasch umzusetzen, ohne Nährstoff- und Energieverluste.

Stoppelrückstände auf dem Acker werden dem Boden nach der Ernte wieder zugeführt. Je schneller sie umgesetzt werden, umso geringer ist die Gefahr, dass Schädlinge sie als Brutstätte nutzen oder dass Fäulnisherde entstehen.

Bodenverjünger fördert die Rotte und bietet der Bodenbiologie umfassende Unterstützung

  • vermindert Fäulnisprozesse
  • fördert die rasche Zersetzung der Organik
  • Nährstoffverluste werden vermindert
  • unterstützt die Bodengare
  • hilft eine stabile Krümelstruktur zu etablieren
  • perfekte Vorbereitung für die Folgekultur
  • mindert Verdichtungen

Bei oder vor der Einarbeitung von Ernterückständen wird Bodenverjünger direkt auf die Stoppeln gesprüht. Für eine bessere Verteilung kann Bodenverjünger mit Wasser verdünnt werden.

Aufwandmenge Bodenverjünger: 150 L / ha

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Maisanbau mit EM - Chiemgau agrar

Trockenstress beim Mais verringern

Trockenstress: Die Erfahrung aus der regenerativen Landwirtschaft zeigt: Je humoser ein Boden, umso besser kann er mit Trockenheit umgehen. Die Feldkapazität der Flächen steigt mit dem Humusanteil. Wasser wird schneller aufgenommen und kann länger gespeichert werden. Somit können Pflanzen länger vom Wasservorrat im Boden zehren. Besonders wichtig: Eine dauerhafte Bodenbedeckung schützt das Bodenleben vor der Sonneneinstrahlung und Hitzestaus.

Alle Maßnahmen zur Humusmehrung und Verbesserung der Feldkapazität nach der regenerativen Landwirtschaft finden Sie hier

Trockenstress verringern - was kann ich jetzt noch tun?

Eine pflanzenstärkende Blattspritzung in den frühen Wachstumsstadien wirkt sich positiv auf die komplette Vegetationsperiode aus. Vor allem Hackfrüchte mit ihrem hohen Wasserbedarf, profitieren in trockenen Jahren von dieser Behandlung.

Vorteile der vitalisierenden Blattbehandlung:

Maisanbau Trockenstress
  • Vitalere und resistentere Pflanzen
  • Verbesserung der Qualität der Frucht
  • Bessere Lagerfähigkeit der Frucht
  • Erhöhung des Ertrages durch bessere Aufnahme und Umsetzung von Nährstoffen
  • Verminderung des Wasserbedarfs
  • Verkürzung der Vegetationsperiode

Wie wird´s gemacht?

Mit der technisch notwendigen Menge Wasser werden folgende Komponenten mittels Feldspritze ausgebracht:

Aufwandmenge 3-5 Blattstadium

25 L EM-aktiv
3 kgRoPro-Startfit
4 kgRoPro 13/20
1 L Biplantol Agrar

Aufwandmenge Schossen/ vor Reihenschluss

25 L EM-aktiv
3 kgRoPro-Startfit
4 kgRoPro 13/20
1 L Biplantol Agrar
1 LScharfes Blond

Tipp: Nach Hagelschäden wird die Wundheilung der Pflanzen stark gefördert. Pilzkrankheiten können nicht so leicht in die Pflanze eindringen. Der Bestand kann gesund abreifen.

Mehr zum Thema:

Dietmar Näser Regenerative Landwirtschaft

Kommentar von Dietmar Näser zum Einsatz von Bodenverjünger

Was macht die Natur an den Wurzeln? Sie schafft in der Rhizosphäre, dem einen Millimeter rund um die Wurzel, eine kleine anoxische Zone – mit Luft, aber ohne Sauerstoff. Der wird durch Mikroben zusammen mit den Wurzelausscheidungen veratmet. In dieser Zone können dadurch die übrig gebliebenen „süßen“ Wurzelausscheidungen von den Mikroben milchsauer verstoffwechselt werden. Das ist übrigens der Beginn der Humusbildung.

Bei der Bodenbearbeitung stehen keine Pflanzen da - wie kann man diesen natürlichen Prozess bei der Bodenbearbeitung nachbilden? Mit einem milchsauren Pflanzenferment. Mit Bodenverjünger, zugeschnitten auf den Einsatzzweck bei der Bodenbearbeitung, können Sie dadurch die Verluste an schnell umsetzbarer Biomasse und Nährstoff senken, denn Humusbildung bedeutet auch Nährstoffbindung.

Wenn Sie mit dem Starter-Paket selbst Bodenverjünger herstellen, können Sie „Ihre Unkräuter“ – sie wachsen als Reaktion auf Ihre Arbeiten am Acker – sinnvoll nutzen. Es sind nämlich die Vitamine, Vitalstoffe und Mineralien in den Unkräutern, die den Boden mikrobiell wiederbeleben – verjüngen. Das Startferment, hergestellt auf einer Lebensmitteltauglichen Anlage, hat eine stabil hohe Qualität und ist eine Entwicklung aus der langjährigen Erfahrung der EM-Herstellung heraus. Mehrfach eigenvermehrte EMa können diese Qualität nicht ersetzen!

Wollen Sie „mit dem Schinken nach der Wurst werfen“? Wer aus Sparsamkeit beim Ansetzen auf das Starterferment verzichtet, um etwas billigeres zu verwenden, kann noch mehr sparen: tanken Sie den Traktor nicht! Keine andere Maßnahme im Ackerbau spart soviel ein!

Wenn Sie mit Bodenverjünger-Startferment den eigenen Ansatz mit der betriebstypischen Flora herstellen, werden Schwankungen in der Zusammensetzung der mitfermentierten Pflanzen stabil ausgeglichen. Das ist die Basis der Wirkung und Sicherheit für Ihre Erträge! Diese Wirkung mit Reserve wird aktuell 2020 durch die immer wieder aufgetretenen Spätfröste massiv gefordert. –

Viel Erfolg in der Frühjahrssaison 2020 wünscht Ihnen trotz aller widriger Umstände

Dietmar Näser

Sandilit-Diabassand-Em-Chiemgau

Silikat Mangel im Boden? Diabas-Sand ist die natürliche Lösung

Ein ausgeglichener Silikatgehalt im Boden fördert die Standfestigkeit der Pflanzen und mindert Schadpilze in der Kultur. Besonders leicht lässt sich ein Silikat Mangel mit Diabas-Sand (0/2) (=Sandilit) ausgleichen. Zusätzlicher Nutzen für den Boden: Verwittert der Sand lässt er Tonminerale entstehen und verbessert die Bodenfruchtbarkeit.

Silikat ein längst vergessener Nährstoff ?

In der westlichen Agrarwissenschaft fand Silikat (SiO2) lange keine Beachtung, während in den ehemaligen Ostblockstaaten Silikat als ein Hauptnährstoff gehandhabt wurde.

Aus unserer Erfahrung können wir viele positive Entwicklungen durch den Einsatz von Sandilit, und damit den Ausgleich des Silikat Depots im Boden, bestätigen:

  • Im Grünland wird der Kleebesatz und die hochwertigen Futtergräser gefördert
  • Pflanzen haben eine höhere Standfestigkeit und gehen nicht so leicht ins Lager
  • Pilzbefall tritt seltener auf
  • Winterackerfrüchte starten besser ins Frühjahr
  • Regenwürmer vermehren sich
  • Verbesserung der Bodengare

Was ist Sandilit?

Sandilit ist auch bekannt unter den Namen Diabas-Sand. Vielen ist Urgesteinsmehl (RoPro-Lit oder Bio-Lit) ein Begriff. Sandilit besteht aus genau dem gleichen Material, nämlich Diabas-Gestein, allerdings nicht auf Körnung gemahlen. Unser Diabas-Sand zeichnet sich durch einen Silikat-Gehalt von über 50% aus.

Bodengeschichtlicher Hintergrund

Viele der fruchtbarsten Böden weltweit sind durch Sedimente aus Winderosion entstanden. Dabei hat der Wind über viele Millionen Jahre Gestein und Bodenmaterial fein abgetragen und in Senken abgelegt. Beispiele für solche Sediment-Böden sind Gäuböden oder Börden. Mit der Ausbringung des Diabas-Gesteins in der Körnung 0/2 (Sandilit) wird dieser Prozess nachgestellt, allerdings im extremen Zeitraffer.

Wie verhält sich Diabas-Sand im Boden?

Sandilit ist nicht wasserlöslich, sondern wird mikrobiell umgesetzt. Das Material verwittert nur nach und nach. Silikat wird in den Bodenvorrat aufgenommen. Die hochwertigen Alumo-Silikate verwittern zu Tonmineralen und fördern die Bodenfruchtbarkeit.

Wie wird Sandilit ausgebracht?

Diabassand-gelagert-Em-Chiemgau


Wir liefern Sandilit erdfeucht an, deshalb eignet sich die Ausbringung mit dem Schleuderstreuer eher nicht. Ideal sind Großflächen- oder Kalkstreuer. Sandilit in den wachsenden Bestand gestreut, bringt den höchsten Nutzen.
Aufwandmenge 4 Tonnen / ha und Jahr.
Da Sandilit nicht wasserlöslich ist, kann man ihn ohne Abdeckung im Freien lagern.



Produkte mit hohem Silikat- Gehalt finden Sie in unserem Shop:

Posch-hans-Regenerativer-Ackerbau-Em-Chiemgau

Erfahrungsaustausch Ackerbau mit Hans Posch

Fam. Zenta und Hans Posch,
Mögstetten, Lkr. TS, Demeterhof, Milchvieh und Schweinemast und Hofladen "Bodenschatz"

Im Rahmen der Vortragsreihe "Wir Bauern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand” berichtete Hans Posch über seine Praxis-Erfahrungen der letzten Jahre. "Hohe Erträge bei positiver CO² Bilanz – Humus aufbauen und zukunftsfähig wirtschaften" so das Thema des Abends. Schon lange ist die Familie von Hans Posch durchdrungen von der Welt der Mikroben. Ob im Haushalt bei der Reinigung, im Garten, im Stall oder auf dem Feld. Es gibt wohl kaum einen Bereich auf dem Betrieb, bei dem Hans nicht in irgendeiner Weise EM eingesetzt hat.
Für die Regenerative Landwirtschaft hat er sofort Feuer gefangen. Weil einfach klar ist, dass Bodenmikrobiologie, Bodenbearbeitung und Bodenchemie harmonisch miteinander abgestimmt sein müssen.

Die Wissenslücken zu füllen ist nicht das Problem. Zuerst muss man bereit sein zu erkennen, dass man auch als langjähriger Praktiker und Landwirtschaftsmeister nicht alles weiß.

Seit 2004 wird EM im Betrieb eingesetzt, 2012 stellten sie auf Bio um, seit 2012 ist der Hof Demeter zertifiziert.
EM, Gesteinsmehl und Kohle werden zur Gülleaufbereitung verwendet, CFKE zur Silageaufbereitung und Fütterung, und der Wassertransformer zur Aufbereitung des Stallwassers.

Posch-Hans-Vortrag-Ackerbau-EM-Chiemgau

Der Besuch von vielen EM-Stammtischen in Halfing und der Erfahrungsaustausch unter den Landwirten brachte ihn auf immer neue Erkenntnise und Ideen.

Alternative Fungizide mischt er aus EM-aktiv, Gesteinsmehl und Molke (RoPro 13/20). Diese Mischung spritzt er bei Kartoffeln, wenn sie 15 cm Höhe erreicht haben, zur Stärkung. Das Spritzen mit EM bereitet ihm ein gutes Gefühl, was für den einstigen Spritzwart nun an erster Stelle steht.
Bei einem Versuch brachte er 2 ha Grünschnitt aus Roggen mit Erbsen auf 1 ha Kartoffeln als Mulchschicht aus.
Fazit: genügend Mulch reduziert den Kartoffelkäferbefall erheblich.

Eine wichtige Erfahrung ist, dass man grüne Pflanzen nicht ohne Mikroorganismen einarbeiten soll. Die Pflanzen fangen zu faulen an (Oxidation). Deshalb sollte der "Rottelenker" (Bodenverjünger) eingesetzt werden. Nach dem Fräsen solle man 5 - 10 Tage Wartezeit einhalten, bevor die Untersaat geschält wird. So fermentieren die Pflanzenreste und ein aufbauendes Milieu kann sich etablieren.

Wichtige Werkzeuge sind Spaten und Sonde zur Bodenbeurteilung. Immer wieder gräbt er eine Profilgrube, um seinen Boden zu begutachten. Sind genügend Würmer vorhanden kann viel Wasser versickern. Eine Spatenprobe sagt viel über die Bodenqualität aus. Je öfter man ein Probe zieht desto mehr liest man daraus.

Chrsitophel-was braucht-die-Pflanze-zum-Leben-Vortrag-Ackerbau-EM-Chiemgau

Einführung in die Albrecht-Boden-Analyse

In der Reihe unserer Vortragsabende "Unsere Landwirtschaft effektiv und klimafit machen" berichteten Praktiker von ihren regenerativen Ackerbau-Erfahrungen und Dr. Dominik Christophel informierte über die Albrecht-Boden-Analyse.

Hohe Erträge bei positiver CO2 Bilanz –
Humus aufbauen und zukunftsfähig wirtschaften

Am 17. Februar kamen gut 60 Besucher in die Chiemgau-Akademie um sich über den regenerativen Ackerbau zu informieren. Neben zwei Praktikerberichten gab es eine Einführung von Christoph Fischer, sowie einen Vortrag von Dr. Dominik Christophel, der über die Albrecht und Kinsey-Bodenprobenuntersuchung informierte.
Mehr zu den Praktikerberichte von Hans Posch aus Mögstetten und Barthl Gammel aus Geisenhausen

Nach der Begrüßung und Vorstellung von EM-Chiemgau hob Christoph Fischer die Bedeutung von einem vorherrschenden Milieu hervor. Es gibt viele Vergleichsmöglichkeiten um zu verstehen, welchen Einfluß das Milieu hat. So auch die Verdauung des Menschens. Wir wissen, wie schnell unsere Verdauung auf einseitiges Essen reagiert, welchen Einfluss zu fett-, oder zuckerhaltige Lebensmittel langfristig auf unsere Gesundheit haben. Zivilisationskrankheiten machen sich mehr und mehr breit.
Immer sind eine Vielzahl an Mikroorganismen notwendig, um den gesamten Stoffwechsel fit zu halten. Die Mikroorganismen bauen die Organik in verfügbare Nährstoffe um, sind zuständig für viele Stoffwechselprozesse und sind letztlich als "Mikrobiom" zuständig, ob ein Mensch gesund ist oder nicht.
Ebenso verhält es sich im Boden. Die Gesamtheit des Bodengefüges ist abhängig davon, wie er chemisch, physisch und mikrobiell zusammengesetzt ist. Wollen wir Humus aufbauen müssen wir die "Zivilisationskrankheiten" des Bodens angehen. Ihn anders ernähren, fit machen und mikrobiell unterstützen.

Um die Bodenbeschaffenheit umfassend zu erkunden bietet sich eine Boden Analyse an, bei der neben der Nährstoffanalyse auch um eine umfassende Begleitanalyse geht. Was die Albrecht-Analyse untersucht, das vermittelte Dr. Dominik Christophel vom Geobüro aus 92355 Velburg in seinem Vortrag.

Dr. Dominik Christophel – Albrecht-Boden-Analyse

Bodenproben nach Albrecht -  ist sie wirklich sinnvoll?

So mancher Landwirt wird sich denken: „ Ich hab ja schon oft eine Bodenprobe nach konventionellen Methoden (VDLUFA oder EUF) machen lassen. Wieso soll ich solchen Aufwand betreiben?“

Doch der vermeintliche Mehraufwand kann sich wirklich lohnen! So sind ca. 80 % der Nährstoffe im Boden nicht pflanzenverfügbar und sind fest in die Bodenstruktur eingebaut.

Dr. Dominik Christophel erklärte die Bedeutung von der Kationenaustauschkapazität, sowie der Basensättigung. Hier geht es um Lerninhalte der Bodenkurse, was für manche eine Wiederholung von bereits Gelernten war. Andere merkten, dass hier großes Potential liegt.

Was versteht man unter Kationenaustauschkapazität?

Die Nährstoffverfügbarkeit ist unter anderem auch abhängig vom pH-Wert. Der pH-Wert wird hauptsächlich von Calcium und Magnesium gesteuert. Allerdings sagt der pH-Wert alleine nicht aus, ob das Calcium auch pflanzenverfügbar ist.

Das Verhältnis der Nährstoffe zueinander (z.B. Ca : Mg; C : N)  ist mit entscheidend, ob Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar bar sind. Z.B. ein hoher Phosphorwert blockiert die Zinkaufnahme. Daher ist es unumgänglich die Zusammensetzung seines Bodens kennenzulernen.

Ein Überschuss an Nährstoffen kreiert den Mangel an anderen Nährstoffen, dies gilt für Haupt- und Spurennährstoffe.

In der Bodenanalytik nach Albrecht erfährt man nicht nur die aktuellen Nährstoffbilanzen, sondern auch unter Berücksichtigung der geographischen Beschaffenheit, das spezielle Potential und die Mängel, die man bei konventioneller Analytik nicht zu sehen bekommt.

Die Probenahme auf der Fläche, ist gleich der konventionellen Methode. Grundsätzlich ist zu beachten, nur Edelstahlwerkzeuge zur Probenahme verwenden. Wird z.B. verzinktes Werkzeug verwendet, so kann der ganz feine Abrieb der Legierung zu erhöhten Zinkwerten führen.

Die Proben können z.B. an das  Geobüro Christophel geschickt werden. Der Landwirt erhält neben der detaillierten Analyse eine Düngeempfehlung unter Berücksichtigung der geographischen Umgebung.

So kann z.B. ein zu hoher Gehalt an Phosphor andere essentielle Elemente wie Zink, Magnesium, Calcium und Eisen hemmen. So sieht man in der klassischen Analyse vordergründig einen Mangel und würde Zink, Magnesium... Düngen. Hier liegt der Fehler im Detail. Wird nämlich der geographische Hintergrund, sprich die Beschaffenheiten des Bodenuntergrundes mitbeurteilt, kann man solche Missverständnisse aufklären und entsprechend den wirklichen Begebenheiten vorgehen. Es ist zu klären, ob der benötigte Nährstoff /Spurenelement tatsächlich nicht vorhanden oder nicht verfügbar ist. Für diesen Ansatz hilft die Albrechtanalyse.

Die Gesamtheit und Symbiose der Elemente ist der Schlüssel zum Erfolg.

Anmerkung: Die Bodenanalyse nach Albrecht bzw. Kinsey wird (derzeit noch) nicht bei der Vor-ortkontrolle im Rahmen von Cross Compliance vom AELF anerkannt.

Praktische positive Erfahrung: Eine markante Aussage von einem Milchviehbetrieb aus dem Lkr. EBE: „Ich habe meine kompletten Flächen nach der Albrechtmethode analysieren lassen
und deren Düngeempfehlung in den darauffolgenden Jahren voll umgesetzt, daraufhin stieg die Grundfutterleistung meiner Milchvieherde um ca. 1.000 l/Kuh“.

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Erfahrungsaustausch Ackerbau von Barthl Gammel

Barthl Gammel, Geisenhausen, Lkr. Landshut
Lernte das Rosenheimer Projekt 2007 kennen. Seit 2009 setzt er Pflanzenkohle ein, um auf seinen Flächen Terra Preta zu etablieren. Bartl setzt in seinem Stall den Nimbatus ein und hat seither 80% weniger Fliegen und keinen typisch schlechten Stallgeruch mehr. In den wärmeren Monaten streut er regelmäßig Gesteinsmehl ein. Bei Frost verwendet er Pflanzenkohle als Einstreu, so rutschen keine Tiere mehr aus. Bartl verbringt jeden Tag Zeit bei seinen Kühen und Kälbern. So gerne er seine Tiere auch hat, eine ebenso große Leidenschaft hat er wohl auch für seine Maschinen und Felder.

Seit Jahren beizt er sein gesamtes Saatgut. Zur Beizung verwendet er einen Betonmischer. Darin mischt er Wasser mit EM-aktiv, RoPro 13/20 und vermengt dies mit seinem Saatgut. Meist erfolgt die Beizung 1 bis 2 Wochen vor dem Saattermin. Er ist überzeugt, dass dies einen positiven Effekt auf das Auflaufen hat und sich auf den Bestand auswirkt.
Mehr dazu siehe Blogbeitrag: Saatgut mit EM beizen

Für Getreide mischt er einen Cocktail aus RoPro 13/20, RoPro-Startfit, EM-aktiv und Scharfes Blond vorbeugend gegen Getreidehähnchen.
Er nutzt den Grasnarbenbelüfter und hat schon viele Maschinen für seine Zwecke umgebaut.

Zur Stärkung der Kulturpflanzen mischt er einen Bio-Cocktail aus RoPro 13/20, RoPro-Startfit, EM-aktiv und Scharfes Blond vorbeugend gegen Getreidehähnchen und bringt ihn mit der Feldspritze aus. Je Kultur werden 2-3 Anwendungen durchgeführt. Bei früh gesäten Winterfrüchten z.B. Wintergerste, Raps erfolgt bereits im Herbst die erste Spritzung mit dem Bio-Coktail.

Der behandelte Stallmist z.T. auch mit Hackschnitzel gemischt lagert mehrere Monate in Mieten. In dieser Zeit fermentiert der Mist. Ausgebracht wird er mit den Miststreuer in den wachsenden grünen Pflanzenbestand wie Getreide und Zwischenfrüchten.

Er nutzt den Grasnarbenbelüfter und hat schon viele Maschinen für seine Zwecke umgebaut. Grundsätzlich setzt er bei jeder Bodenbearbeitung den Bodenverjünger ein. Mit dem Tank und Spritzbalken im Frontanbau kann an am Heck jeweils das passende und notwendige Arbeitsgerät angebaut werden.

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Saatgutbeizung – der optimale Start für gesunde ertragreiche Früchte

Barthl Gammel ein Ackerbauer aus Geisenhausen (Lkr. Landshut) arbeitet seit ca. 10 Jahren mit EM-Produkten erfolgreich im Ackerbau. Eine seiner Besonderheiten ist die Saatgutbeizung mit EM.

Warum beizt Du das Saatgut?

Barthl: Mit der Beizung unterstütze ich die Keimfähigkeit, stärke den jungen Keimling, beuge Auflaufkrankheiten vor und schaffe somit einen gleichmäßigen Feldaufgang mit vitalen und gesunden Jungpflanzen.

Welches Saatgut beizt Du?

Barthl: Ich beize grundsätzlich jedes Getreidesaatgut sowie auch Saatgut für Mischkulturen und Grassamen.

Wie läuft bei Dir die Beizung ab?

Barthl: : Dazu kommt ein Betonmischer zum Einsatz. Ich fülle das Saatgut in den Mischbehälter, gieße EM-Wassergemisch 200 ml EM aktiv auf 1 l Wasser ein bis alles schön feucht ist. Je dt Saatgut verwende ich ca. 1 l Wasser. Beim Dinkel aufgrund der Spelzen etwas mehr.

Anschließend gebe ich ca. 2 kg RoPro 13/20 je dt Saatgut hinzu. Lasse den Mischvorgang laufen, bis das Saatgut gleichmäßig eingepudert ist und zu stauben beginnt.
Das fertig gebeizte und trockene Saatgut wird in Big Pack gefüllt.

Wie lange vor der Saat beizt Du?

Barthl: Um die Arbeitsspitzen zu entzerren, beize ich meist ca. 1 Woche vor dem geplanten Saattermin.

Was gibt es bei der Saat zu beachten?

Barthl: Durch die Beizung verringert sich das Fließverhalten des Saagutes. Daher drehe ich vor jedem Einsatz die Drillmaschine ab. Bei der Beizung kurz vor der Saat ist die regelmäßige Kontrolle der Nockenräder/Zellenräder und Bodenklappe notwendig, da der Beizstaub evtl. anklebt und den Fließkanal verengt.
Erfahrungsgemäß erhöhe ich die Abdrehmenge standartmäßig um ca. 10 %, dann kommt die passende Saatgutmenge auf den Acker.

Lieber Barthl, wir bedanken uns sehr herzlich für Deine Schilderung und wünschen Dir weiterhin alles Gute.

Hagelschlag im Mais 2018 – dennoch gute Erträge

Das Jahr 2018 bleibt wahrscheinlich den meisten Landwirten als ein Hitze- und Dürrejahr in Erinnerung. Doch auch das andere Extrem „heftiger Hagelschlag“ war gebietsweise zu finden, so im Raum Waldmünchen (Lkr. Cham).

Familie Kirchhofer aus Prosdorf bei Waldmünchen berichtet:
"Am 11. Juni 2018 wurden unsere 10 ha Mais von einem sehr heftigen Hagelschauer verwüstet. Nun war Guter Rat teuer, was mit den Maisfeldern geschehen soll.
Wir entschieden uns den Mais stehen zu lassen und so gut wie möglich zu stärken.

Die anderen Landwirte in unserer Region mit ähnlichen Schadensausmaß arbeiteten den Hagelmais ein und säten neuen Mais an.

Nach einem Beratungsgespräch mit Sepp Oppenrieder von EM-Chiemgau, entschieden wir uns den Mais mit EM zu behandeln.

Nach folgender Strategie gingen wir vor:

Ca. 10 Tage nach dem Hagelschlag, so um den 20. Juni spritzten wir die Maisflächen je ha mit 300 l Wasser und folgenden Komponenten:

  • 25 l EM aktiv
  • 4 kg RoPro Startfit
  • 4 kg RoPro 13/20
  • 1 l Biplantol Agrar

Nach dieser Behandlung machten wir nichts mehr auf den Feldern.

Ca. 14 Tage nach der EM-Behandlung, so um den 5. Juli sah der Mais so aus.

Ca. 4 Wochen nach der EM-Behandlung, so um den 18. Juli entwickelt sich der Mais schon sehr gut. Die  pflanzenstärkende Behandlung scheint seine Wirkung zu tun.

Mais-Mitte August

Mais-Mitte-August

Das war dann ca. Anfang-Mitte August. Der Mais hat sich gut erholt. Bedenkt man den anfänglichen Schaden und dass die Nachbarn meist neu angesät hatten, kann sich der Mais durchaus sehen lassen.

Endlich war es soweit, der Mais wurde im 27. August gehäckselt.

Der „schlechteste“ Mais hatte immerhin eine Höhe von ca. 2 Meter.
Leider haben wir keine Bilder von den anderen erntereifen Maisfeldern"

Fazit:

"Die zeitnahe Behandlung nach dem Hagelschlag mit den EM-Produkten zur Pflanzenstärkung sicherten dennoch gute Maiserträge. Auch die langanhaltende Trockenheit im Sommer 2018 überstand der Mais gut. Die Kolben waren gut ausgereift und mit Körnern voll. So nahm das sehr ereignisreiche und herausfordernde Maisjahr für uns doch noch ein gutes Ende."

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Familie Kirchhofer für die Bilder und den Bericht.

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