Kategorie: Mais

Maisstroh-mit-Bodenverjuenger-einarbeiten

Warum es Sinn macht, Maisstoppeln und -stroh mit Bodenverjünger einzuarbeiten

Die Silomaisernte ist so gut wie abgeschlossen. Je nach Region, Witterung und Reifezustand läuft die Körnermaisernte auf Hochtouren.

Abhängig vom Reifezustand, Blatt- und Stängelmasse fallen beim Körnermaisdrusch je ha ca. 6-10 to organisches Material an. Bei trockener Witterung gedroschen, ist das Maisstroh relativ voluminös und leicht. So mancher Herbststurm nach dem Drusch hat schon Grundstücksnachbarn mit Lieschblättern und Resten der Maispflanzen „mehr oder weniger beglückt“.

Je nach Häckselhöhe bleiben auch nach der Silomaisernte Stoppeln zurück, die zerkleinert und eingearbeitet werden sollen.

Viele Landwirte machten schon die Erfahrung, dass eingepflügte Maisstoppeln im nächsten Jahr beim Pflügen wieder fast unverottet an die Erdoberfläche kommen. Dies ist ein deutliches Zeichen für zu tiefes „Vergraben“ der Ernterückstände und ein relativ armes mikrobielles Bodenleben.

Maiswurzelbohrer, Fusarien und so manch andere unerwünschte Erscheinung machen die Zerkleinerung und Einarbeitung unumgänglich.

Für die mechanische Zerkleinerung der Ernterückstände und deren Einarbeitung bieten die Landtechnikhersteller unterschiedlichste Maschinen an. Mindestens genau so wichtig ist die Unterstützung des Bodenlebens, die letztendlich das organische Material zersetzen und die enthaltenden Nährstoffe für die nächste Kultur zur Verfügung stellen.

Die optimale Versorgung im Boden mit Hauptnährstoffen und Spurenelementen sind wichtige Voraussetzungen für aktives Bodenleben. (Link zur Bodenanalyse nach Albrecht). Hinzukommt die Einbringung des Bodenverjüngers zu jeder Bodenbearbeitung um das mikrobielle Bodenleben zu stärken.

Vorgehensweise

Unmittelbar nach der Ernte, die Maisstoppel bzw. Maisstroh mit einer herkömmlichen Feldspritze flächendeckend 100 L Bodenverjünger je ha spritzen. Falls für die Ausbringung mehr Flüssigkeit notwendig ist, kann den 100 l/ha Bodenverjünger eine technisch notwendige Wassermenge hinzugesetzt werden. Anschließend sollte z.B. mit der Scheibenegge oder dem Grubber die Ernterückstände flach eingearbeitet werden.

Die nativen Mikroorganismen des Bodenverjüngers unterstützen den Verrottungsprozess, beugen Schimmelbildung vor, unterstützen das Bodenleben und tragen zur Humusbildung bei. Durch den noch relativ warmen Boden, der vorhandenen Bodenfeuchtigkeit und der Einbringung des Bodenverjüngers läuft die „Verstoffwechselung“ der Maisrückstände auf natürlicher Weise positiv ab.

Technisch gut ausgestattete EM-Anwender arbeiten mit einem Fronttank, elektrischer 12 Voltpumpe und einem Spritzbalken im Frontanbau, der auf die jeweilige Arbeitsbreite des am Heck angebauten Arbeitsgerätes abgestimmt ist.

Nach ca. 1 Woche Wartezeit kann die Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Saat der nächsten Hauptfrucht z.B. Winterweizen erfolgen.

Wird auf der Fläche im Herbst keine Hauptfrucht angebaut, empfehlen wir die Saat einer winterharten vielfältigen Zwischenfrucht z.B. Gemenge mit Roggen, Wicken, Inkarnatklee, Raps, Rüpsen und Triticale. Gut abgestimmte winterharte Zwischenfruchtmischungen bietet Camena Saaten an.  

EM-Mais-Silage-EM-behandelt

Erwärmung und Schimmel in der Maissilage

Welcher Landwirt kennt das nicht? „Alles richtig gemacht“ bei der Silomaisernte, doch beim Füttern der Maissilage ist diese warm und es haben sich Schimmelnester gebildet.

Beispiele möglicher Ursachen für Schimmel in der Maissilage:

  • Faulige Maispflanzen durch Hagelverletzungen
  • Verschmutzungen durch Maschinen
  • Mangelnde Feldhygiene
  • Pilzbefall am Mais
  • Überfüllung des Siloanlage (mangelnde Verdichtung)
  • zu trockenes Siliergut
  • ...


Neben den bekannten Parametern wie Verdichtung, Abdeckung, Entnahmevorschub, usw. gibt es viele weitere z.T. außer Acht gelassene mögliche Ursachen für die schlechte Silage-Qualität.

Im Laufe der Vegetationszeit gingen heuer in vielen Regionen heftige Hagelschauer nieder. Diese mechanischen Verletzungen an den Maispflanzen führten je nach Zeitpunkt, Entwicklungsstadium und darauffolgende Witterung oftmals zu Befall von Schimmelpilzen und anderen Krankheiten.

Bei der Silomaisernte reichen geringe Mengen an Schimmelsporen aus, die dann mit dem Häcksler im Häckselgut verteilt werden. Spätestens beim Öffnen des Silos und Füttern wird dann die Problematik meß-, sicht- und riechbar. Mit einer Wärmebildkamera werden die unterschiedlichen Temperaturbereiche an der Anschnittfläche deutlich erkennbar.

Landwirte, die ihre Maisfelder unmittelbar nach dem Hagelschaden mit EM-Produkten behandelten, haben ein deutlich geringeres Risiko „Schimmelmais“ zu ernten.

Maisbeulenbrand entsteht oftmals bei bzw. nach Stresssituationen. Auch hier kommen unerwünschte Pilze in das Silo und beeinträchtigen die Futterqualität negativ.

Generell gilt: Gesunde widerstandskräftige Maispflanzen in der Jugendentwicklung mit EM behandelt sind eine wichtige Voraussetzung für einwandfreie Maissilage. Hagelschäden sollten, sofern der Bestand noch befahrbar ist, mit EM behandelt werden. Mehr dazu hier: Hagelschlag im Mais 2018 und dennoch gute Erträge

CFKE (Chiemgauer Fermentierte Kräuterextrakt) als Siliermittel stabilisiert und „sichert“ die Maisqualität im Silo. Mit dem Siliermitteldosierer am SF-Häcksler wird CFKE in den Mais eingebracht.

Dosierempfehlung beim Mais

Wir empfehlen 2 L CFKE je m³ festgefahrene Maissilage. Bei einem Ertrag von z.B. ca. 60 m³ Maissilage je ha sind dies ca. 120 l CFKE die vom SF-Häcksler je ha eindosiert werden.

Der Gärprozess braucht Zeit.
Silage, die min. 2-3 Monate siliert hat, ist stabiler und weniger anfällig für Nacherwärmung.

CCM, Lieschkolbenschrot und Körnermaissilage

CFKE kann auch bei CCM, Lieschkolbenschrot und Körnermaissilage erfolgreich eingesetzt werden. Mit 2 l CFKE je m³ werden diese sehr energiereichen Silagen stabiler und das Schimmelrisiko deutlich reduziert. Je nach Verfahren erfolgt die Einbringung von CFKE mit dem Dosiergerät auf dem SF-Häcksler oder an der Schrotmühle.

Was tun, wenn die Maissilage schimmelt?

Gibt es eine „Notbremse“ im Silo?

Was tun, wenn kein CFKE beim Silieren verwendet wurde, und die Maissilage nun bei der Entnahme warm wird und schimmelt? Generell sollte die verschimmelte Maissilage aus dem Silostock entfernt werden. Anschließend sollte die Entnahmefläche mit CFKE benetzet werden. Eine Rückenspritze, die schon mit CFKE gefüllt vor Ort steht sichert die tägliche Routine. Somit können zumindest die Verluste in Grenzen gehalten werden. Einige Landwirte berichten, dass die Erwärmung verschwindet und die Silage wieder abkühlt. Verschimmelte Maissilage sollte auf keinen Fall verfüttert werden.

Teilnehmer neben Traktor nach der Flaechenrotte

Feldtag „Maisversuch und regenerativer Ackerbau“

In der strahlenden Septembersonne kamen in Renchen, Baden-Württemberg auf dem Betrieb von Alois Huschle zahlreiche interessierte Praktiker zusammen. Die Boden- und Pflanzenexperten Dietmar Näser und Friedrich Wenz referierten und regten zum Erfahrungsaustausch über die Praktiken der regenerativen Landwirtschaft im Ackerbau an.

Maisversuch

Bei dem im Frühjahr begonnenen Maisversuch konnte Alois Huschle deutliche Ergebnisse erzielen. Auf drei Streifen des Maisschlags wurden unterschiedliche Bodenbearbeitungen jeweils mit oder ohne Fermenteinsatz durchgeführt.

Parzelle eins wurde nicht mit dem Tiefenlockerer bearbeitet. Es fand auch keine Fermenteinspritzung oder die Zugabe eines Mykorrhiza-Präparates statt. Auf Parzelle zwei erfolgte lediglich der Einsatz des Tiefenlockerers. Hierbei wird auch immer der Bodenverjünger als milchsaurer Bodenhilfsstoff verwendet, um die Lockerungseffekte noch wirksamer und langfristiger zu machen. Die Kultur reagierte darauf mit einem vermehrten Wurzelwachstum. Der Mais auf Parzelle drei, auf der der Tiefenlockerer zusammen mit Einspitzung des Bodenverjüngers zum Einsatz kam und zusätzlich ein Mykorrhiza-Präparat angewendet wurde, konnte mit deutlich mehr Wurzelwachstum, gleichmäßigen Kornreihen und mehr Blattmasse überzeugen.

Die bodenbelebenden Maßnahmen zeigen ihre Wirkung bei der Pflanzenentwicklung und letztendlich auch beim Ertrag.

Ackerbauliche Maßnahmen

Auf dem Betrieb von Alois Huschle werden die Anbaumethoden der regenerativen Landwirtschaft mit großer Sorgfalt und Konsequenz umgesetzt. "Wenn schon, dann richtig", ist der Ansatz des Betriebsleiters. Er mache keine halben Sachen, sondern habe in den Methoden der regenerativen, bodenbelebenden Landwirtschaft endlich die Antworten auf Fragen gefunden, die er schon lange gesucht hatte.

Seit Jahren beobachtete er eine Verschlechterung des Bodens und sah sich den äußeren Umständen und der Witterung hilflos ausgesetzt. Ackerbauliche Erfolge wurden mehr zum Glücksspiel als zum Ergebnis guter fachlicher Praxis. In den Praktiken der aufbauenden und Bodenleben fördernden Anbaumethoden fühlte er seine Überlegungen von Beginn an bestätigt. Als tatkräftiger Mensch setzte Alois sein Vertrauen in die Umstellung auf die regernative Wirtschaftsweise und stellte seinen Betrieb komplett um. Der Erfolg gibt ihm recht. Was wir auf dem Feldtag sehen und begutachten konnten, war überzeugend und eindrucksvoll.

So zeigt der Zwischenfrucht Versuch mit verschiedenen Sortengemengen deutlich die Vorteile eines diversen Zwischenfruchtanbaus gegenüber Reinsaaten.

Ein Versickerungstest bewies eindrücklich, dass die Wasseraufnahmekapazität des Ackerbodens unter der Zwischenfrucht kaum besser sein könnte. Simuliert wurde ein Niederschlag von 100 l/m². 100 l schluckte der Boden in unter einer Minute. Das schafft deutliche Vorteile unter Realbedingungen.

Auch die Effekte der Flächenrotte und der Tiefenlockerung werden im Ackerbau genutzt. Eine ausführliche Beschreibung dieser Bodenleben fördernden Anbaumaßnahmen lest ihr HIER: REGENERATIVE ANBAUMETHODEN IM ACKERBAU.

Technik für den regernativen Ackerbau

Ackerfräse und Tiefenlockerer

Bei der Umstellung auf die regenerative Landwirtschaft wollte Alois Huschle keine Kompromisse eingehen. Daher setzte er früh auf die Anschaffung der notwendigen Technik. Seitdem gehören eine Ackerfräse des Herstellers Breviglieri sowie ein Kollitsch Tiefenlockerer mit Nachwalzrolle zur ackerbaulichen Ausstattung des Betriebes.

Mit besonderer Neugier wurden auch diesmal wieder die Vorführungen der Technik im Einsatz verfolgt. Das rege Interesse an der Umsetzung und Schlagkraft der technischen Lösungen zeigt, wie viel Potenzial in diesem Bereich noch liegt. Für die Einspritzungen des Bodenverjüngers müssen derzeit an vielen Geräten noch individuelle Lösungen gefunden werden. Aber auch in diesem Bereich werden Hersteller langsam für die Bedürfnisse der regenerativen Landwirte sensibilisiert.

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Zukunftsweisender Erfahrungsaustausch im Ackerbau

Der Austausch unter den Akteuren der regenerativen Landwirtschaft zeigt immer wieder, wie vielfältig die Lösungswege für die einzelnen Standorte und Betriebsstrukturen sind und sein müssen. Die Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft können jedoch auf jedem Betrieb im Ackerbau mit großem Erfolg angewendet und umgesetzt werden.

Danke an die Referenten, an alle Teilnehmer und ganz besonders an den gastgebenden Betrieb für diesen spannenden Einblick und den regen Erfahrungsaustausch. Auf dem Betrieb von Alois Huschle kann man gut sehen, dass die Umstellung auf die regenerative Arbeitsweise schnell zu sichtbaren Erfolgen führt, wenn sie konsequent und fachkundig umgesetzt wird. Wir freuen uns den Betrieb auch zukünftig mit unserem Fachwissen und unseren Produkten unterstützen zu können.

Wir wünschen Allen einen erfolgreichen Ernteabschluss! Bei Fragen zum Einsatz der Effektiven Mikroorganismen und unseren Produkten stehen wir wie gewohnt gerne zur Verfügung.

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Hagelmais fachgerecht einarbeiten

Was tun, wenn der Hagel den Mais so beschädigt, dass er nicht mehr weiterwachsen kann?

Die heftigen Unwetter in den letzten Wochen mit Sturm und Hagel haben in so manchen Regionen auf den Maisfeldern große Schäden hinterlassen. Von „geht grad noch so“ bis hin zum Totalschaden ist alles dabei. War der Mais hagelversichert, ist zumindest der finanzielle Schaden großteils abgedeckt. Offen bleiben dann die Fragen, wo bekomme ich ausreichend Silomais für die Rinder oder Biogasanlage her und zu welchem Kaufpreis? Bei Totalschaden kommt zusätzlich die Aufgabe der Einarbeitung des Hagelmaises und der Anbau einer weiteren Frucht hinzu.

Einarbeitung großer Menge organischer Masse – wie gehe ich vor?

Je nach Entwicklungsstadium und Pflanzenbestand, sind hier ca. 15-30 to Frischmasse je ha einzuarbeiten. Bei der weitverbreiteten Vorgehensweise „mulchen und einpflügen,“ laufen anschließend im Boden oftmals unerwünschte Fäulnisprozesse ab. Dies bremst die Verrottung des organischen Materials und schädigt die Mikrobiologie im Boden. Organische Masse „zu tief vergraben“ kann nicht verrotten, da die notwendige und aktive Mikrobiologie in dieser Tiefe oftmals fehlt. Beim nächsten Pflügen kommen die großteils nicht verrotteten Maisteile wieder an die Oberfläche.

Wie kann der Rotteprozess unterstützt werden?

Bodenverjünger

Nativer, fermentierter Bodenhilfstoff für den Ackerbau

  • mit hoher biologischer Vielfalt
  • speziell ausgerichtet auf die Anwendung im Boden
  • aktiviert und stabilisiert die Bodenbiologie
  • setzt Umsetzungsprozesse in Gang
  • unterstützt den Humusaufbau
  • reduziert Unkrautkeimung
  • erhöht die Wasseraufnahmefähigkeit

Zum Mulchen oder Zerkleinern sprühst du den Maisbestand mit 50 l Bodenverjünger je ha ein. Bei der flachen Einarbeitung des gemulchten Materials, werden zusätzlich 100 l Bodenverjünger eingearbeitet. Der Bodenverjünger kannst du mit einer Dosieranlage direkt am Gerät (Mulcher, Grubber) ausbringen. Alternativ ist es möglich, den Bodenverjünger vorher mit einer Feldspritze flächendeckend auszubringen und anschließend mit der jeweiligen Technik einzuarbeiten.

Hierbei wird der Rotteprozess auf natürliche Weise unterstützt und Fäulnis reduziert. Die Organik wird vom Bodenleben wesentlich leichter verstoffwechselt. Die Fläche sollte nach der Bearbeitung ca. 10-14 Tage unbefahren bleiben, damit die Mikrobiologie ungestört arbeiten kann. Anschließend kann die Bodenbearbeitung/Saatbettbereitung für die nächste Frucht erfolgen. Dabei soll der Boden intensiv durchgemischt werden.

Verhagelter-Mais-gemulcht-ohne-EM-der Faeulnis preisgegeben-mit EM Faeulnis verhindern und Rotteprozess unterstuezen

Welche Frucht kann noch anbaut werden, wenn der Mais verhagelt wurde?

Je nach Region und Fruchtfolge gibt es verschieden Strategien.

  • Wird Futter für Rinder oder Biogasanlage benötigt, kannst du eine Kleegrasmischung anbauen, die du heuer noch einmal evtl. im besten Fall zweimal mähen kannst.
  • Benötigst du kein Futter, gibt es mehrere Möglichkeiten die Flächen zu bestellen.
  • Schnell entschlossene bauen evtl. Raps an, bzw. haben schon angebaut. Die Saat von Wintergerste ca. Ende September ist auch eine mögliche Option.
  • Auf Flächen, die mit später zu säende Winterfrüchte, wie z.B. Tritiale oder Winterweizen bestellt werden sollen, kannst du eine vielfältige Zwischenfrucht abbauen.

Vielfach bewährt hat sich Saatgutbeizung mit EM.
Mehr zur Saatgutbeizung

Maisanbau-mit-Bodenverjüngert-EM-Chiemgau

Maisernte was nun? Nach der Ernte ist vor der Ernte

Je nach Region und Reifestadium läuft die Silomaisernte bereits ab ca. Anfang September. Die Silomaisernte ist für die meisten Landwirte ein Highlight im Jahresablauf. Hier wird in kurzer Zeit Futter für das ganze Jahr geerntet, egal ob Tierfutter oder Biogasanlagensubstrat.

Je nach Erntezeitpunkt und geplanter Folgefrucht gibt es verschiedene Varianten für die nächsten Bearbeitungsschritte.

Kurzes Zeitfenster zwischen Maisernte und Wintergetreidesaat

Ist das Zeitfenster zwischen Ernte und Saat der nächsten Hauptfrucht kurz, z.B. Silomaisernte und anschließend Wintergerstensaat oder späte Körnermaisernte mit anschließender Winterweizensaat, empfehlen wir Folgendes:

Die Stoppeln/Maisstroh flach schälen mit Einbringung des Bodenverjüngers. Hier kommen Grubber, Scheibenegge oder auch Schälfräse zum Einsatz. Nach ca. einer Woche Wartezeit kann die evtl. notwendige Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Saat der Hauptfrucht erfolgen.

Großes Zeitfenster zwischen Maisernte und Winterweizensaat

Ist das Zeitfenster zwischen Ernte und Saat etwas größer, z.B. frühe Silomaisernte mit anschließender Winterweizensaat im Oktober, hat die „hoffentlich“ etablierte Untersaat ausreichend Zeit zum Wachsen. Wurde im Silomais keine Untersaat eingebracht, kann hier kurzfristig noch eine vielfältige Zwischenfrucht angesät werden.

Zerkleinern von Pflanzenmaterial

Die Untersaat oder Zwischenfrucht kann ca. 2 Wochen vor der Weizensaat in die Flächenrotte gebracht werden. Die Schälung mit der Fräse und Einbringung von Bodenverjünger unterstützen den Rotteprozess und die Mikrobiologie im Boden. Je nach Bodenbeschaffenheit erfolgt die Bodenbearbeitung z. B. mit Grubber, anschließender Saatbettbereitung sowie Weizensaat.

✅ Die Untersaat bzw. Zwischenfrucht bringt bei der oftmals spätsommerlichen Witterung gute Grünmasseerträge.

✅ Die grünen Pflanzen liefern mit ihren Wurzelausscheidungen Energie, Aminosäuren und viele weitere wichtige Stoffe in den Boden und ernähren dort die Mikroorganismen.

✅ Förderung der mikrobiellen Vielfalt durch Zwischenfrüchte

✅ Reduzierung des Beikraut-/Wildkrautdrucks, da die Fläche fast dauernd bewachsen ist.

Gefräste Fläche mit viel Grüngut

Anbau der nächsten Hauptfrucht erst im Folgejahr

Wird die nächste Hauptfrucht erst im Folgejahr angebaut, so sollte eine vielfältige winterharte Zwischenfrucht gesät werden. Somit ist die Fläche über den Winter begrünt. Um dem Maiszünsler vorzubeugen ist die Einarbeitung von Stoppeln und Maisstroh empfehlenswert.

✅ Bei Vegetationsbeginn im nächsten Frühjahr wachsen die grünen Zwischenfrüchte weiter und bilden Grünmasse und Wurzelausscheidungen.

✅ Mit der Pflanzenvielfalt wird auch die mikrobielle Vielfalt gefördert.

✅ Eine vielfältige Zwischenfruchtmischung reduziert den Wild- / Beikrautdruck.

✅ Die Gefahr von Erosion wird deutlich vermindert.

Ca. 2 Wochen vor der Saat der Sommerfrucht wird die Fläche mit einer Fräse geschält und Bodenverjünger eingebracht. Das wird als Flächenrotte bezeichnet.

Mehr zum Thema Flächenrotte gibt es hier.

Bodenverjünger bei Zwischenfruchtanbau einsetzen

Grundsätzlich kann bei jeder Arbeit im/auf dem Boden der Bodenverjünger eingebracht werden.

Einsatzmenge Bodenverjünger: 100 – 150 l/ha

Mehr zum Thema Zwischenfrüchte und Untersaaten

Wir empfehlen, das Getreidesaatgut mit EM-aktiv und RoPro 13/20 zu beizen. Das Saatgut mit Wasser-EM-Gemisch (5:1) ca. 1 l/dt anfeuchten und mit 2 kg RoPro 13/20 je dt einpudern. Nach dem Trocknen erfolgt die Saat.

Mehr zum Thema EM-Beizung

Regenerativer Maisanbau
Onlineseminar von Dietmar Näser

  • Mais-Ansprüche und wie man ihnen gerecht wird
  • Analysen und Auswertungen
  • Zwischenfrüchte und ihre Wirkungen
  • Praxisberichte von Praktikern
Maissilage EM-Chiemgau

Topqualität in der Maissilage

Maissilage herstellen mit CFKE für eine Topqualität

Sie haben auch keine Lust mehr weiße und rosa Schimmelschichten von ihrem Silo abzuräumen? Die Tiere fressen die Silage schlecht und der Vorschub ist so gering, dass die Nacherwärmung fast nicht aufzuhalten ist? Das kann ich gut verstehen. In der Praxis hat sich über viele Jahre gezeigt, dass CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuerextrakt) die Lösung für solche Probleme darstellt.

Maissilage wird aus der ganzen Maispflanze gewonnen. Dabei wird die Pflanze ca. 10- 20 cm über dem Boden abgeschnitten, in kleine Stücke gehäckselt und im Anschluss unter Luftabschluss fermentiert (siliert) . 

Wichtig hierbei ist der Reifegrad der Pflanze. Die Pflanze sollte noch grün und vital sein. Die Körner sollten das Stadium der Teigreife erreicht haben. Je nach Sorte und Jahr verändert sich der Reifezeitpunkt. Die Silomaisernte kann von Mitte September bis Mitte Oktober laufen. Beim Prüfen sollte das Korn noch leicht mit dem Fingernagel einritzbar sein, der Inhalt aber bereits teigig und nicht mehr milchig. Das entspricht je nach Sorte einem TS-Gehalt (Trockensubstanzgehalt) der ganzen Pflanze von ca. 30 - 35 %.

Bei diesem Reifegrad läuft die milchsaure Gärung im Silo am besten ab, das Material kann gut verdichtet werden und es entstehen wenig bis keine Sickersäfte im Silo. Sickersäfte sind Mineralstoffhaltig und müssen aufgefangen werden. Gelangen sie in Gewässer tragen sie zur Eutrophierung bei.

Sickersäfte in der Maissilage bedeuten immer eine Qualitätsminderung. Sie fördern Fäulnisprozesse in der Silage, begünstigen die Nacherwärmung und führen zu Verlusten wertvoller Mineralien und Nährstoffe im Futter.

Oft treten bei der Maissilage Fehlgärungen auf. Der obere Rand ist stark verschimmelt und manchmal zeichnen sich auch Schimmelnester im Silostock ab. Ist der Vorschub gering, wird instabile Maissilage schnell warm und die Tiere fressen sie nicht mehr.

Das führt zu geringeren Energiegehalten in der Silage und zur Ausbildung von Mykotoxinen, die die Organe der Tiere belasten. In der Biogasanlage senkt eine minderwertige Maissilage den Gasertrag.

CFKE - Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt für eine hochwertige Maissilage

CFKE ist ein Futterferment, dass die Mikrobiologie in der Silage unterstützt und Fäulnisprozesse mindert. Bei der Herstellung von CFKE entsteht durch Fermentation eine starke mikrobielle Gemeinschaft, die sich durch ihre regenerativen Fähigkeiten auszeichnet. CFKE fördert die milchsaure Gärung und somit die Stabilität in der Maissilage.

CFKE wird beim Häckseln direkt auf das Häckselgut aufgesprüht. Aufwandmenge: 2 L / m³ Maissilage

Die Vorteile für die Maissilage sind vielfältig:

  • Fehlgärungen werden vermieden
  • weniger Pilznester entstehen 
  • Mykotoxinbildung wird gehemmt
  • Nacherwärmung wird reduziert oder hört ganz auf
Staunässe beheben EM-Chiemgau

Staunässe nachhaltig beheben

Staunässe nachhaltig beheben durch mikrobielle Milieusteuerung

Staunässe droht: Kurze, heftige Starkregenereignisse häufen sich immer mehr. Von Starkregen spricht man ab einer Menge von mehr als 5 Litern pro m² in 5 Minuten.

Der Boden muss dabei in kürzester Zeit enorme Mengen Wasser aufnehmen. Sind die Oberflächen verschlämmt, die Böden verdichtet und die Porenstruktur nicht stabil, kann das Wasser nur schwer in den Boden aufgenommen werden. Es kommt zu Staunässe auf Acker und Grünland und die Kulturen leiden.

Die Lösung: Verdichtungen aufbrechen und mit Bodenverjünger den Boden mikrobiell besiedeln

Das Ziel ist es, einen garen Boden mit runden Bodenkrümeln zu erzeugen. So ein Boden hat eine optimale Porenstruktur für die Wasseraufnahme und die Wasserhaltefähigkeit (Feldkapazität). Runde Krümel sind im Gegensatz zu eckigen Krümeln formstabil, auch bei starken Regenfällen.
Runde Krümel entstehen ausschließlich durch mikrobielle Aktivität. Eckige Krümel durch mechanische Bearbeitung.

Verdichtungen behindern nicht nur das Regenwasser am Eindringen in die tieferen Bodenschichten und begünstigen Staunässe, sie behindern außerdem den Gasaustausch im Boden und behindern die Mikrobiologie an ihrer Arbeit. Die Wurzeln der angebauten Kultur können sich nur schlecht entwickeln. Unkräuter mit kräftigen Pfahlwurzeln vermehren sich. Sie versuchen den Boden zu sanieren.

Was tun bei Staunässe?

Die Kombination aus mechanischer Lockerung und mikrobieller Besiedelung hilft, neu geschaffenen Wurzelungsbereich zu stabilisieren und für die Wurzeln offen zu halten. Runde Krümel können entstehen.

Staunässe beheben mit dem Tiefenlockerer

Am Tiefenlockerer wird Bodenverjünger direkt eingespritzt.

Tiefenlockerung wird am besten in der wachsenden Kultur (z.B. in der Zwischenfrucht) durchgeführt, da hier die Mikrobiologie am aktivsten arbeiten kann.

Oft reicht ein Arbeitsgang, um die Verdichtungen zu lösen und Staunässe dauerhaft zu eliminieren.

Auch interessant:

Aufschluss über den Erfolg der Maßnahme zeigt der Versickerungstest, wie in diesem Blog-Beitrag beschrieben

Effektive Stippelbearbeitung mit dem Bodenverjünger

Effektive Stoppelbearbeitung mit Bodenverjünger

Jeder organische Eintrag in den Boden fordert die Mikrobiologie. Es gilt die organische Masse rasch umzusetzen, ohne Nährstoff- und Energieverluste.

Stoppelrückstände auf dem Acker werden dem Boden nach der Ernte wieder zugeführt. Je schneller sie umgesetzt werden, umso geringer ist die Gefahr, dass Schädlinge sie als Brutstätte nutzen oder dass Fäulnisherde entstehen.

Bodenverjünger fördert die Rotte und bietet der Bodenbiologie umfassende Unterstützung

  • vermindert Fäulnisprozesse
  • fördert die rasche Zersetzung der Organik
  • Nährstoffverluste werden vermindert
  • unterstützt die Bodengare
  • hilft eine stabile Krümelstruktur zu etablieren
  • perfekte Vorbereitung für die Folgekultur
  • mindert Verdichtungen

Bei oder vor der Einarbeitung von Ernterückständen wird Bodenverjünger direkt auf die Stoppeln gesprüht. Für eine bessere Verteilung kann Bodenverjünger mit Wasser verdünnt werden.

Aufwandmenge Bodenverjünger: 150 L / ha

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Maisanbau mit EM - Chiemgau agrar

Trockenstress beim Mais verringern

Trockenstress: Die Erfahrung aus der regenerativen Landwirtschaft zeigt: Je humoser ein Boden, umso besser kann er mit Trockenheit umgehen. Die Feldkapazität der Flächen steigt mit dem Humusanteil. Wasser wird schneller aufgenommen und kann länger gespeichert werden. Somit können Pflanzen länger vom Wasservorrat im Boden zehren. Besonders wichtig: Eine dauerhafte Bodenbedeckung schützt das Bodenleben vor der Sonneneinstrahlung und Hitzestaus.

Alle Maßnahmen zur Humusmehrung und Verbesserung der Feldkapazität nach der regenerativen Landwirtschaft finden Sie hier

Trockenstress verringern - was kann ich jetzt noch tun?

Eine pflanzenstärkende Blattspritzung in den frühen Wachstumsstadien wirkt sich positiv auf die komplette Vegetationsperiode aus. Vor allem Hackfrüchte mit ihrem hohen Wasserbedarf, profitieren in trockenen Jahren von dieser Behandlung.

Vorteile der vitalisierenden Blattbehandlung:

Maisanbau Trockenstress
  • Vitalere und resistentere Pflanzen
  • Verbesserung der Qualität der Frucht
  • Bessere Lagerfähigkeit der Frucht
  • Erhöhung des Ertrages durch bessere Aufnahme und Umsetzung von Nährstoffen
  • Verminderung des Wasserbedarfs
  • Verkürzung der Vegetationsperiode

Wie wird´s gemacht?

Mit der technisch notwendigen Menge Wasser werden folgende Komponenten mittels Feldspritze ausgebracht:

Aufwandmenge 3-5 Blattstadium

25 L EM-aktiv
3 kgRoPro-Startfit
4 kgRoPro 13/20
1 L Biplantol Agrar

Aufwandmenge Schossen/ vor Reihenschluss

25 L EM-aktiv
3 kgRoPro-Startfit
4 kgRoPro 13/20
1 L Biplantol Agrar
1 LScharfes Blond

Tipp: Nach Hagelschäden wird die Wundheilung der Pflanzen stark gefördert. Pilzkrankheiten können nicht so leicht in die Pflanze eindringen. Der Bestand kann gesund abreifen.

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Dietmar Näser Regenerative Landwirtschaft

Kommentar von Dietmar Näser zum Einsatz von Bodenverjünger

Was macht die Natur an den Wurzeln? Sie schafft in der Rhizosphäre, dem einen Millimeter rund um die Wurzel, eine kleine anoxische Zone – mit Luft, aber ohne Sauerstoff. Der wird durch Mikroben zusammen mit den Wurzelausscheidungen veratmet. In dieser Zone können dadurch die übrig gebliebenen „süßen“ Wurzelausscheidungen von den Mikroben milchsauer verstoffwechselt werden. Das ist übrigens der Beginn der Humusbildung.

Bei der Bodenbearbeitung stehen keine Pflanzen da - wie kann man diesen natürlichen Prozess bei der Bodenbearbeitung nachbilden? Mit einem milchsauren Pflanzenferment. Mit Bodenverjünger, zugeschnitten auf den Einsatzzweck bei der Bodenbearbeitung, können Sie dadurch die Verluste an schnell umsetzbarer Biomasse und Nährstoff senken, denn Humusbildung bedeutet auch Nährstoffbindung.

Wenn Sie mit dem Starter-Paket selbst Bodenverjünger herstellen, können Sie „Ihre Unkräuter“ – sie wachsen als Reaktion auf Ihre Arbeiten am Acker – sinnvoll nutzen. Es sind nämlich die Vitamine, Vitalstoffe und Mineralien in den Unkräutern, die den Boden mikrobiell wiederbeleben – verjüngen. Das Startferment, hergestellt auf einer Lebensmitteltauglichen Anlage, hat eine stabil hohe Qualität und ist eine Entwicklung aus der langjährigen Erfahrung der EM-Herstellung heraus. Mehrfach eigenvermehrte EMa können diese Qualität nicht ersetzen!

Wollen Sie „mit dem Schinken nach der Wurst werfen“? Wer aus Sparsamkeit beim Ansetzen auf das Starterferment verzichtet, um etwas billigeres zu verwenden, kann noch mehr sparen: tanken Sie den Traktor nicht! Keine andere Maßnahme im Ackerbau spart soviel ein!

Wenn Sie mit Bodenverjünger-Startferment den eigenen Ansatz mit der betriebstypischen Flora herstellen, werden Schwankungen in der Zusammensetzung der mitfermentierten Pflanzen stabil ausgeglichen. Das ist die Basis der Wirkung und Sicherheit für Ihre Erträge! Diese Wirkung mit Reserve wird aktuell 2020 durch die immer wieder aufgetretenen Spätfröste massiv gefordert. –

Viel Erfolg in der Frühjahrssaison 2020 wünscht Ihnen trotz aller widriger Umstände

Dietmar Näser

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