Erfahrungsaustausch Ackerbau mit Gesteinsmehl

Im Rahmen der Vortragsreihe „Wir Bauern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand” berichtete Hans Posch über seine Praxis-Erfahrungen der letzten Jahre. „Hohe Erträge bei positiver CO² Bilanz – Humus aufbauen und zukunftsfähig wirtschaften“ so das Thema des Abends. Schon lange ist die Familie von Hans Posch durchdrungen von der Welt der Mikroben. Ob im Haushalt bei der Reinigung, im Garten, im Stall oder auf dem Feld Effektive Mikroorganismen sind überall. Es gibt wohl kaum einen Bereich auf dem Betrieb, bei dem Hans nicht in irgendeiner Weise EM, beispielsweise Gesteinsmehl eingesetzt hat.
Für die Regenerative Landwirtschaft hat er sofort Feuer gefangen. Weil einfach klar ist, dass Bodenmikrobiologie, Bodenbearbeitung und Bodenchemie harmonisch miteinander abgestimmt sein müssen.

Die Wissenslücken zu füllen ist nicht das Problem. Zuerst muss man bereit sein zu erkennen, dass man auch als langjähriger Praktiker und Landwirtschaftsmeister nicht alles weiß.

Seit 2004 wird EM im Betrieb eingesetzt, 2012 stellten sie auf Bio um, seit 2012 ist der Hof Demeter zertifiziert.
EM, Gesteinsmehl und Kohle werden zur Gülleaufbereitung verwendet, CFKE zur Silageaufbereitung und Fütterung, und der Wassertransformer zur Aufbereitung des Stallwassers.

Posch-Hans-Vortrag-Ackerbau-EM-Chiemgau

Der Besuch von vielen EM-Stammtischen in Halfing und der Erfahrungsaustausch unter den Landwirten brachte ihn auf immer neue Erkenntnise und Ideen.

Alternative Fungizide mischt er aus EM-aktiv, Gesteinsmehl und Molke (RoPro 13/20). Diese Mischung spritzt er bei Kartoffeln, wenn sie 15 cm Höhe erreicht haben, zur Stärkung. Das Spritzen mit EM bereitet ihm ein gutes Gefühl, was für den einstigen Spritzwart nun an erster Stelle steht.
Bei einem Versuch brachte er 2 ha Grünschnitt aus Roggen mit Erbsen auf 1 ha Kartoffeln als Mulchschicht aus.
Fazit: genügend Mulch reduziert den Kartoffelkäferbefall erheblich.

Eine wichtige Erfahrung ist, dass man grüne Pflanzen nicht ohne Effektive Mikroorganismen einarbeiten soll. Die Pflanzen fangen zu faulen an (Oxidation). Deshalb sollte der „Rottelenker“ (Bodenverjünger) eingesetzt werden. Nach dem Fräsen solle man 5 – 10 Tage Wartezeit einhalten, bevor die Untersaat geschält wird. So fermentieren die Pflanzenreste und ein aufbauendes Milieu kann sich etablieren.

Wichtige Werkzeuge sind Spaten und Sonde zur Bodenbeurteilung. Immer wieder gräbt er eine Profilgrube, um seinen Boden zu begutachten. Sind genügend Würmer vorhanden kann viel Wasser versickern. Eine Spatenprobe sagt viel über die Bodenqualität aus. Je öfter man ein Probe zieht, desto mehr Informationen kann man daraus lesen und umso besser lassen sich daraus Schlüsse ziehen.


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