Hühnerhaltung mit EM Geflügel­vermehrungs­betrieb Hemker

Hühner und Hähne im Geflügelvermehrungsbetrieb

Jürgen Hemker hat das Rosenheimer Projekt nach Niedersachsen geholt. Als EM-Pionier in der Geflügelhaltung hat er seinen Hühner Betrieb immer weiter mit dem Einsatz von EM Effektiven Mikroorganismen, CFKE und Pflanzenkohle optimiert. Was 2010 nur als Methode zur Ammoniakreduzierung in der Stalluft angefangen hat, hat sich positiv auf viele andere, rentabilitätsentscheidende Parameter ausgewirkt. Z.B. setzt er seit Jahren kein Antibiotika mehr ein, und hat eine weit bessere Futterverwertung.

In 4 Ställen hält Hemker 32.000 Hühner und 2.800 Hähne. Diese produzieren im Jahr 7 Mio Bruteier für die Hähnchenmast. Die Eier werden allesamt in einer Brüterei in Niedersachsen ausgebrütet und die Küken dort gemästet. Kurze Wege und regionale Wertschöpfung sind dem Betriebsleiter wichtig.

Hühner mit EM - schnelle Erfolge bei der Ammoniakreduktion

Die Aufstallung mit Kotgruben stellt eine besondere Belastung der Stallluft dar. Deshalb waren die Anstrengungen auch so groß, die Ammoniakgehalte in der Stallluft zu senken. Ein Durchgang dauert 40 Wochen. In dieser Zeit werden die Kotgruben nicht geleert. Zuerst hat er EM-aktiv im Stall vernebelt. Später dann zusätzlich CFKE gefüttert. Mit dem Einsatz von Karbosave Pflanzenkohle in den Kotgruben wurder der Effekt noch vergrößert. Stickstoff wird direkt an die Pflanzenkohle gebunden und vor Ausgasung in Form von Ammoniak geschützt. Die automatische Vernebelungsanlage vernebelt EM-aktiv täglich im halbstündigen Takt während der aktiven Phase.

"Der Ammoniakgehalt in der Stallluft hat sich schnell gesenkt. Früher war die Luft beim Ausmisten so ätzend, dass man das tagelang auf der Haut gespürt hat. Seit EM reizt der Staub und die Gase im Hühnerstall die Haut nicht mehr. Diese Ergebnisse haben sich gleich beim ersten Durchgang eingestellt. Gleich im 2. Jahr habe ich alle Ställe mit automatischen Vernebelungsanlagen ausgestattet, um eine kontinuierliche Behandlung der Ställe sicher zu stellen."

Jürgen Hemker

Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt (CFKE) und Karbofit Pflanzenkohle für das Futter

Eingestallt werden die Junghennen mit 20 Wochen. Die Tiere bekommen über das Futter ab dem 1. Tag kontinuierlich CFKE und Karbofit Pflanzenkohle ins Futter. Aufwandmenge 6-7 L CFKE und 1 kg Karbofit Pflanzenkohle / Tonne Futter. Die Dosiertechnik ist sensorgesteuert und läuft mit der Futterschnecke an.

"Früher habe ich zu Stresszeiten und/ oder als Prophylaxe CFKE über die Tränke dazu dosiert, mit gutem Erfolg. Aber seit das Mikrobiom im Stall stabil ist, brauche ich das nicht mehr."

Jürgen Hemker
Glückliche Hühner mit EM

Probiotische Hygienemaßnahmen - Mikrobiom stabilisieren im Hühnerstall

Wer mit EM arbeitet betrachtet ein Ökosystem immer aus der Sicht der dort lebenden Mikroben. Diese werden als Mikrobiom bezeichnet. Jürgen Hemker vergleicht die Mikroben im Stall gerne mit den Mikroben im Darm. Auch auf allen Stalloberflächen brauchen wir regenerative, positiv wirkende Mikroorganismen, die Gegenspieler für pathogene Keime darstellen und so Krankheitserreger in Schach halten.

Nach dem Ausstallen reinigt und desinfiziert Jürgen Hemker seine Ställe nach Veterinärsempfehlung. Anschließend werden alle Oberflächen im Stall mit einer Mischung EM-aktiv und Zuckerrübenmelasse und Wasser (ca. 40 ml / m²) benetzt. Es hinterlässt die Oberflächen erstmal klebrig. Nach 3 Tagen haben die Mikroben den klebrigen Zucker aus der Melasse verstoffwechselt. Die Oberflächen sind glatt und versiegelt. "Eine probiotische Aufarbeitung," freut sich Hemker. Dann kommt die Einstreu mit Holzspäne oder alternativ Strohpellets und die jungen Hühner für den nächsten Durchgang können kommen.

Konstante Leistungen ohne Leistungsabfall

Auch wenn Hemkers Hühner nicht die Höchstleistungen im Peak, wie die vergleichenden Betriebe erreichen, hat er doch mehr Eier/ Huhn und vor allem mehr befruchtete Eier / Huhn. Die Produktionskurve steigt nicht so rapide an, fällt aber nach hinten auch nicht ab (siehe Graphik). Die Gesamt Eieranzahl pro Huhn ist im EM-Betrieb höher als bei vergleichenden Betrieben. Der Unterschied bei befruchteten Eier ist noch einmal deutlich größer. Die Befruchtungsrate ist bei der Bruteierproduktion profitentscheidend.

Seit der Umstellung verdauen die Hühner anders

Seit CFKE und Karbofit Pflanzenkohle im Futter sind, verdauen die Tiere auch effizienter. Die Futterverwertung wird verbessert und die Rohprotein-Aufnahme aus dem Futter erhöht. Jürgen Hemker lässt sich mittlerweile ein Futter speziell nach seiner Rezeptur mischen. "Es ist ein bißchen teurer", meint der Landwirt,"ohne Füllstoffe, vor allem Mais und Weizen (über 60%) und einem Rohprotein Gehalt von nur 14 %" Durch die höhere Futterverwertung hat er trotz hochwertigerem (und teuererem) Futter große Einsparungen gegenüber dem Durchschnitt ähnlicher Betriebe in D, NL und Belgien.

Betriebswirtschaftlicher Überblick

Der Geflügelvermehrungsbetrieb nimmt an einem Programm teil, das ähnliche Betriebe aus D, NL und Belgien miteinander vergleicht. Daraus geht ein enormer betriebswirtschaftlicher Vorteil des EM-Betriebes gegenüber dem Durchschnitt hervor. Die Tiere haben zwar keine Spitzenleistungen mehr während der Höchstleistung. Dafür flacht die Kurve zum Schluss des Durchgangs nur noch leicht ab. Durch die höhere Gesamtleistung machen die Hühner die fehlenden Spitzenleistungen mehr als wett. Die bessere Futterverwertung ist gerade in Jahren wie 2022 mit hohen Futtermittelkosten ein enormer Vorteil.

Maßnahmen jeweils auf 40 Wochen (je Durchgang)20192022
Aufwand für CFKE, Karbofit Futterkohle und Karbosave Pflanzenkohle0,53 € / Tier0,57 € / Tier
Ersparnis durch Fütterungsoptimierung/ besserer Futterverwertung0,52 € / Tier0,88 € / Tier
Mehrerlös aus höherer Leistung und verbesserter Qualität der Bruteier durch höhere Befruchtungsrate1,06 € / Tier1,94 € / Tier
Gesamt Mehrerlös / Tier und Durchgang1,05 €2,25 €
Mit dem Rosenheimer Projekt im Geflügelstall ergibt sich ein Mehrgewinn ggü. ähnlichen Betrieben in D, NL und B. Die Tiere sind länger leistungsfähig und brauchen weniger Futter. Nicht beziffert in dieser Rechnung sind Ersparnisse bei den Tierarztkosten. Seit Jahren wird im Betrieb kein Antibiotika mehr eingesetzt. Diese wird mit bis zu 20ct / Tier und Behandlung beziffert.

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