Zwischenfrüchte sinnvoll nutzen

Phacelia Zwischenfrucht

Die dauerhafte Begrünung von Ackerflächen ist maßgeblich für den Humusaufbau. In der regenerativen Landwirtschaft ist der Anbau von Zwischenfrüchten daher gängige Praxis. Nur bewachsender Boden ist mikrobiell aktiv.

Welche Zwischenfrucht zu welchem Zeitpunkt?

Zwischenfrüchte sollten je nach gewünschtem Nutzen und fruchtfolgespezifisch ausgewählt werden. Die Sortenvielfalt am Markt hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Camena Samen bietet beispielsweise einige Gemenge speziell für die regenerative Landwirtschaft, wie die Green Carbon Fix oder das C:N-Max Gemenge an. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Gemenge möglichst divers in ihrer Zusammensetzung sind, aber dennoch den Standortanforderungen entsprechen.

Zwischenfruchte im Sommer sollten frohwüchsig sein und einen hohen N Fixierungsleistung erbringen. Winterharte Zwischenfrüchte sollen Kohlenstoff binden und den Boden über die Ruhemonate bedeckt halten.

Zwischenfrüchte optimal nutzen

Zwischenfruchtgemenge können je nach Zusammensetzung auch noch in den späten Monaten abgeweidet werden und liefern auch dann noch einen ausreichenden Futterwert.

Zur Strategie der doppelten Zwischenfrucht könnt ihr HIER mehr erfahren.

Besonders im Frühjahr sind Zwischenfruchtbestände elementar um mittels der Flächenrotte Nährstoffe und Bodenleben zu binden und zu aktivieren. Die folgende Hauptkultur hat dadurch nicht nur die den Vorfruchteffekt der diversen Zwischenfrucht sondern auch gleich deren, in den Pflanzenteilen gespeicherten Nährstoffe als Wachstumsbooster.

Die Einspritzung des Bodenverjüngers ist bei der Flächenrotte besonders wichtig! Zu viel organisches Material wird ohne die mikrobielle Unterstützung nicht umgesetzt. Es können Fäulnis und Schimmel entstehen und die Energie entweicht. Der Bodenverjünger verhindert dies und hilft die Flächenrotte zu stabilisieren.

Wichtig ist beim richtigen Zeitpunkt der Flächenrotte nicht die Aufwuchshöhe sondern das Wurzelwachstum der Zwischenfrüchte! Ein Blick unter die Erde lohnt sich also und hilft bei der Entscheidung des richtigen Zeitpunktes.

Anbaumethoden von Zwischenfrüchten

Zwischenfrüchte können direkt in den Stoppeln gesät werden. Auch im Sommer bei der Bodenbearbeitung können entsprechende Zwischenfrüchte schnell wieder den Boden bedecken. Auch durchwachsende Untersaaten können im zweiten Schritt als Zwischenfrüchte fungieren und sparen sogar einen Arbeitsgang.

Vorteile von Zwischenfrüchten

  • Längere und im Frühjahr zeitigere mikrobielle Aktivität
  • Kohlenstoff- und Stickstoffbindung
  • Vermeidung von Wind- und Wassererosion
  • Bodenleben mit diversen Wurzelexudaten füttern
  • Mit Einsatz des Bodenverjüngers Nährstoffe für Hauptkultur richtig nutzen

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