Hagel, Starkregen, wochenlange Trockenheit – die Extreme häufen sich, und Jahr für Jahr trifft es andere Regionen. Wie schnell ein scheinbarer Totalschaden zum Wendepunkt werden kann, zeigt ein Fall aus dem Raum Waldmünchen (Lkr. Cham) aus dem Extremjahr 2018. Er ist heute aktueller denn je.
Familie Kirchhofer aus Prosdorf bei Waldmünchen berichtet:
„Am 11. Juni 2018 wurden unsere 10 ha Mais von einem sehr heftigen Hagelschauer verwüstet. Nun war Guter Rat teuer, was mit den Maisfeldern geschehen soll.
Wir entschieden uns den Mais stehen zu lassen und so gut wie möglich zu stärken. Sepp Oppenrieder hat uns dabei gut beraten.
Die anderen Landwirte in unserer Region mit ähnlichen Schadensausmaß arbeiteten den Hagelmais ein und säten neuen Mais an.



Rund 10 Tage nach dem Hagel, etwa am 20. Juni, spritzte Familie Kirchhofer die Flächen. Die damals eingesetzte Mischung basierte auf 25 l EM-aktiv/ha. Heute empfehlen wir für genau solche Stress- und Hagelsituationen unser gezielt dafür entwickeltes Blattimpuls – gebrauchsfertig, mit sehr geringer Aufwandmenge und speziell fürs „Aufrichten“ nach Hagel.
Aktualisierte Empfehlung 2026 – Blattspritzung nach Hagel im Mais (je ha, in ca. 300 l Wasser):
- 5 l Blattimpuls
- 3–4 kg RoPro-Startfit
- 3–4 kg RoPro 13/20
- 1 l Biplantol Agrar
So schnell wie möglich nach dem Hagel ausbringen. So unterstützt du den Wundverschluss an den Blättern, beugst Fäulnis vor und hilfst dem Bestand, sich zügig aufzurichten. Familie Kirchhofer führte sonst keine weiteren Maßnahmen auf den Feldern durch.
Ca. 14 Tage nach der EM-Behandlung, so um den 5. Juli sah der Mais so aus.



Rund 4 Wochen nach der Behandlung, etwa am 18. Juli, hatte sich der Bestand sichtbar erholt und entwickelte sich kräftig weiter. Die Vitalisierung zeigte in der Praxis genau das, worauf es nach Hagelstress ankommt: Der Mais fand zurück in ein zügiges Wachstum.




Das war dann ca. Anfang-Mitte August. Der Mais hat sich gut erholt. Bedenkt man den anfänglichen Schaden und dass die Nachbarn meist neu angesät hatten, kann sich der Mais durchaus sehen lassen.
Die Ergebnisse zeigten sich bei der Ernte
Endlich war es soweit, der Mais wurde im 27. August gehäckselt.

Der „schlechteste“ Mais hatte immerhin eine Höhe von ca. 2 Meter.
Leider haben wir keine Bilder von den anderen erntereifen Maisfeldern“
Fazit:
„Die zeitnahe Blattbehandlung nach dem Hagel half dem Mais, sich zu erholen – und sicherte uns trotz allem gute Erträge. Auch die lange Trockenheit im Sommer 2018 überstand der Bestand gut, die Kolben waren voll ausgereift. So nahm ein sehr herausforderndes Maisjahr für uns doch noch ein gutes Ende.“
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Familie Kirchhofer für die Bilder und den Bericht.



