Die „effektive“ Kurzrasenweide

Rinder auf Kurzrasenweide

EM´s können auch auf der Kurzrasenweide sinnvoll eingesetzt werden, denn die gleichmäßige Versorgung mit Nährstoffen ist für den Aufwuchs und die Futterwertigkeit entscheidend. Die Mikrobiologie hilft entscheidend mit, Nährstoffe pflanzenverfügbar zu verstoffwechseln. Optimal mit Hauptnährstoffen und Spurenelementen versorgte Weideflächen, haben im Gras höhere Mineralstoffgehalte, was auch den Futterwert deutlich erhöht.

Von einer Kurzrasenweide spricht man, wenn eine Weidefläche eingezäunt ist, deren Aufwuchs durch Rinder bei einer max. Höhe von  5-8 cm laufend abgeweidet wird. Die notwendige Flächengröße hängt vom Futterwachstum und der Anzahl Weidetiere ab. Ziel ist es, die Tiere sollten tgl. satt werden aber der Aufwuchs nicht über ca. 8 cm Höhe wachsen. In Fachkreisen heißt es auch „Das Gras soll den Kühen ins Maul wachsen“. Je nach Region beginnt die Weisesaison Mitte März- Anfang April mit relativ großen Flächen.

Wenn dann ab ca. Mitte April der tgl. Graszuwachs stetig steigt, wird die Weidefläche verkleinert. Ab ca. Juli, wenn der Graszuwachs deutlich nachlässt ist für die gleiche Anzahl der Weidetiere mehr Fläche notwendig, um satt zu werden.

Kurzrasenweide mit Milchkühen ist nur auf hofnahen Flächen sinnvoll.

EM-Interessierte bei der Begehung der Kurzrasenweide auf dem Emplhof

Die Ruhezeit der Weide sollte nicht länger als eine Woche betragen, um das Wachstum der Gräser stetig anzuregen. Geilstellen, die nicht gleichmäßig abgefressen werden, müssen abgemäht werden. Bei einem optimalen Viehbesatz kann der Aufwand bei der Weidepflege stark reduziert werden.

Grundsätzlich bietet sich bei ausreichend Fläche auch eine Mahd-Beweidungskombination im Wechsel an. Alle zwei bis drei Jahre sollte man den Bestand durchwachsen lassen, damit sich unerwünschte Pflanzen nicht ausbreiten und die Grassamen sich erneut aussähen können.

Der Einsatz von EM-Produkten auf der Kurzrasenweide bringt Vorteile

Behandelte Gülle, die mit EM-Aktiv, Karbosave Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl ausgebracht, stärkt die Mikrobiologie im Boden, fördert den Weißkleeanteil sowie die Futterpflanzenvielfalt und liefert  schmackhafteres Futter.

Die Grundfutterleistung steigt und die Tiergesundheit wird positiv unterstützt.

Effektive Mikroorganismen aktivieren das Bodenleben und sorgen für eine optimalere Nährstoffverfügbarkeit. Dadurch wird auch der Stoffwechsel der (Milch-)Kühe entlastet. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Tiergesundheit aus. Auch Nährstoffgehalte in der Milch und Zellzahlen optimieren sich langfristig.

Praxisbeispiel EM´s auf der Kurzrasenweide

Der Milchviehbetrieb Emplhof der Gröbners setzt seit 2007 Effektive Mikroorganismen sowohl im Stall über eine Vernebelungsanlage als auch bei der Gülleaufbereitung und der Futterwerbung ein. Bei der Verneblung im Stall und der Futtergewinnung kommt das bewährte CFKE zum Einsatz.

Zur Gülleaufbereitung setzen Gröbners auf das starke Trio aus Karbosave-Pflanzenkohle, EM-Aktiv und RoPro-Lit Urgesteinsmehl. Das hofeigene Mikrobiom wird durch den Kreislauf der Mikroorganismen, die in jedem Bereich von Fütterung bis Gülleaufbereitung zum Einsatz kommen, gestärkt. Die Kühe danken es mit einer sehr guten Milchleistung von 7500 kg/Kuh und geringen Tierarztkosten.

Durch die Güllebehandlung wird zusätzlich die Ammonikausgasung bei der Gülleausbringung reduziert und die N-Auswaschung in tiefere Bodenschichten deutlich verringert. Somit wird dem Pflanzenbestand mehr betriebseigner Stickstoff aus der Gülle zur Verfügung gestellt und die Aufwuchsmenge steigt.

Zusätzlich wird bei Pflegemaßnahmen z.B. Wiese abschleppen, striegeln oder beim Einsatz des Grasnarbenbelüfters der Bodenverjünger mit einer Dosieranlage am jeweiligen Gerät ausgebracht, um die Mikrobiologie im Boden zusätzlich zu verbessern und das Wurzelwachstum zu unterstützen.

Mit Effektiven Mikroorganismen den Parasitendruck auf der Kurzrasenweide reduzieren

Der Parasitendruck auf einer Standweide ist meist ein großes und mitunter teures Problem für den Tierhalter. Beim Einsatz von Effektiven Mikroorganismen zur Reduzierung des Parasitendrucks konnten in der Praxis bereits zahlreiche positive Effekte festgestellt werden.

„Die Terra Preta-Technologie (Einsatz von EM und Pflanzenkohle bei Mist und Gülle) ist geeignet, vegetative Pathogene abzutöten. Mit der Gülle oder Mistaufbereitung steht eine Methode zur Hygienisierung von pathogenen Fäkalkeimen zur Verfügung.
Durch Fermentation werden bakterielle Pathogene, wie Staphylococcus aureus, L. monocytogenes, Ehec-E..coli O157, Staphylococcus Anatum, Staphylococcus Senftenberg degradiert. Innerhalb weniger Tage reduziert sich der ECBO-Virustiter, nach 14 Tagen waren keine lebensfähigen Viren mehr nachweisbar.
Spulwurmeier waren nach 8-wöchiger Fermentation nicht mehr embryonierbar, also nicht überlebensfähig.

Monika Krüger, Uni Leipzig“

Gröbners müssen bei Ihren Milchkühen daher keinerlei Parasitenbehandlung durchführen und dass trotz intensiv genutzter Kurzrasenweide. Lediglich die Jungrinder werden noch gezielt, nach der Analyse von Kotproben, mit einem Antiparasitikum behandelt.

Vorteile und Nachteile der Kurzrasenweide

Vorteile:

  • weniger Arbeitsaufwand
  • ruhiges Herdenverhalten
  • dichte, trittfeste Grasnarbe
  • gleichmäßige und hohe Futtequalität
  • geringe Futterverluste
  • weniger Ampferdruck

Nachteile:

  • nicht für alle Standorte geeignet (schlecht bei Hanglangen, langen, schlauchförmigen Weideparzellen)
  • belastbare Bodenverhältnisse notwendig
  • wuchsfreudiger Untergrasbestand nötig (ggf. mit geeigneten Weidesaaten ein-, nach- oder zwischensähen)
  • in sehr trockenen Regionen ausreichend Fläche einplanen
  • Düngemanagement der Beweideung anpassen, ausreichend Fläche zum Auszäunen nach Düngung einplanen

Fazit für EM-Anwendungen auf der Kurzrasenweide

Effektive Mikroorganismen sorgen auf der Kurzrasenweide für ein aktives Bodenleben. Die positive Mikrobiologie sorgt für eine verbesserte Nährstoffaufnahme durch die Pflanzen und somit auch für einen besseren Nährstoffgehalt im Futter. Auch auf die Tiergesundheit wirken sie positiv. Krankheitserreger und pathogene Keime können sich nicht in einem gefährlichen Maße ausbreiten, wenn die Umgebung von einer positiven Mikrobiologie besiedelt ist. Die Praxiserfahrungen zeigen, dass der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen auch bei diesem Weidesystem zahlreiche Vorteile für den Landwirt mit sich bringt.

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