Tief durchatmen- Der Grasnarbenbelüfter im Faktencheck

Der Grasnarbenbelüfter

Schwere Maschinen und Weidetiere sorgen auch im Grünland für Verdichtungen und Sperrschichten. Damit diese nicht zum Problem werden, sollte man auch seinem Grünland regelmäßig die Chance zum „Durchatmen“ geben. Mit einem Grasnarbenbelüfter kann auch auf dem Grünland ein effektiver Gasaustausch gefördert werden. Einige Bodenprozesse laufen unter anaeroben Bedingungen ab. Ganz ohne Sauerstoff geht es jedoch auch im Boden nicht.

Über den Nutzen und Ablauf der Wiesenbelüftung könnt ihr HIER noch mehr lesen.

Warum Wiesenbelüftung mit dem Bodenverjünger?

Ein optimaler Gasaustausch ist für das Wachstum und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen elementar. Fehlt der Sauerstoff können die aeroben Bakterien nicht arbeiten und es kommt zu reduktiven Fäulnisprozessen. Humus wird ab- anstatt aufgebaut und die Wurzelexudate der Gräser nicht mehr ausreichend transportiert. Die Bodenmikrobiologie stellt ihre Arbeit ein, und das hat fatale Folgen.

Der Bodenverjünger enthält Huminstoffe und native Bakterienstämme, welche speziell für die Mikrobiologie im Boden entwickelt wurden. Daher wirkt er gezielter im Boden als EM-Aktiv. Die, durch die Öffnungen und Risse im Bodengefüge entstandenen Mittelporen bilden den neuen Lebensraum für die Mikroben. Durch die Einspritzung bei der Bodenbearbeitung werden die Mesoporen sofort mikrobiell besiedelt und der Austausch an Nährstoffen und dadurch auch das Wurzelwachstum in der Wurzelzone gefördert. Die Zuckerrohrmelasse im Bodenverjünger wirkt zudem als Nahrungsgrundlage, falls im Boden nicht genug organisches Materiel zum Verstoffwechseln für die Mikroben vorhanden ist.

Die neu wachsenden Feinwurzeln füllen die Risse im Boden und machen den Boden tragfähiger. Der Bodenverjünger steigert somit die Effekte der Grasnarbenbelüftung und sorgt für einen sofortigen Anschub der bakteriellen Aktivität im Boden.

Wiesenbelüftung mit dem Grasnarbenbelüfter

  • Belüftung und Lockerung des Grünlandes
  • Boden wird eingeschnitten, es entstehen zusätzlich feine Risse im Bodengefüge an den Einschnittstellen durch leichte Neigung der Messer
  • Bestand wird nicht beschädigt
  • Gasaustausch wird gefördert, dadurch wird die Bodenatmung angeregt (Humusaufbau)
  • 2-3 Wochen nach Beweidung/ Mahd
  • 10-14 Tage Ruhe nach Belüftung
  • im Frühjahr und Herbst bei außreichend Bodentemperatur
  • Geringerer Zugkraftbedarf bei verminderter Geschwindigkeit (Einsatz auch mit kleineren Schleppern möglich)
  • Einsatz während der Vegetationszeit

Vorteile durch Einspritzung mit dem Bodenverjünger

  • Effekt bleibt länger erhalten, da die Besiedlung mit Bodenmikroben sofort erfolgt
  • Neu erschlossene Bodenporen werden sofort mikrobiell besiedelt
  • Feinwurzelwachstum wird stimuliert
  • Boden wird tragfähiger
  • Ertragssteigerung durch Einsatz des Bodenverjüngers
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Drainagefunktion verbessert den Boden, dadurch Verminderung von Staunässe

Wann sollte nicht belüftet werden?

  • bei zu trockenem Boden (Messer oder Zinken können nicht tief genug eindringen)
  • bei Nässe besteht die Gefahr von Verdichtung und Verschmierung
  • Je nach Standort nicht mit zu hohem Gewicht fahren, dies führt zu Verdichtung, dann lieber häufiger (besonders zu Beginn)
  • Nicht direkt nach dem Schnitt (2-3 Wochen nach Ernte/Beweidung)
  • nicht bei zu geringen Bodentemperaturen außerhalb der vegetativen Phase (keine Mikrobenaktivität, kein Wurzelwachstum, Bodenporen können leicht Verschlämmen, was zu noch mehr Verdichtung führt)

Fazit- der Grasnarbenbelüfter

Bei der Wahl des passenden Gerätes sollte unbedingt auch auf das Eigengewicht der Maschine geachtet werden um zusätzliches Gewicht auf dem Grünland zu vermeiden. Einige Belüfter werden direkt mit einer Einspritzvorrichtung für Fermenteinspitzungen angeboten. Eine Fermenteinspritzung über den Fronttank hat sich aber ebenso bewährt.

Gute Erfahrungen konnten in der Praxis mit dem Grasnarbenbelüfter der Firma Evers gemacht werden.

Evers-Grasnarbenbelüfter

Der Grasnarbenbelüfter ist ein einfaches und effektives Werkzeug, um Verdichtungen und Grünlandunkräutern langfristig entgegenzuwirken. Er spielt in der regenerativen Grünlandbewirtschaftung eine zentrale Rolle bei der Grünlandpflege und ist eine sinnvolle Investition für Betriebe oder Genossenschaften.

2 Kommentare

    zimmerli

    Gefällt mir. Besser als es war immer so…

      Claudia Crawford

      🙂 die einfachen Mittel sind oft die besten

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