Weniger Borkenkäfer mit EM

EM-Vernebelung im Wald nach dem Rosenheimer Projekt

Die Schäden in den Wäldern durch den Borkenkäfer nehmen immer mehr zu. Offizielle Berater und Wissenschaftler schieben der Klimakrise das Problem zu und raten zum Waldumbau auf Mischwald. Das Ziel des nachhaltigen Mischwalds ist sicherlich auch die einzige langfristige Lösung. Schließlich kann der mit Stresssituationen wie Hitze und Wasserknappheit viel besser umgehen. Aber ein nachhaltiger Lösungsansatz für das akute Problem hier und jetzt ist es nicht. Die befallenen Bäume rasch aus dem Bestand zu entfernen, soll die Verbreitung des Borkenkäfers eindämmen, diese Maßnahme packt allerdings das Problem nicht an der Wurzel. Und mal ehrlich, Waldarbeiten sind was für den Winter, oder?

Einige Waldbauern-Pioniere haben sich vor Jahren erstmals daran getraut EM im Wald einzusetzen. Die positiven Effekte von EM im Wald sind schnell sichtbar und nachhaltig: Der Boden wird aktiviert. Borkenkäferbefall geht zurück. Anwachsraten steigen. Das ist mit bloßem Auge gut erkennbar und die EM-Anwendung im Wald findet immer mehr Nachahmer.

Wie setze ich EM im Wald ein?

Einmal jährlich wird EM-aktiv oder Bodenverjünger im Wald vernebelt. Verwendet werden 100 bis 150 L je ha, die mit Wasser verdünnt werden können, um eine bessere Verteilung zu gewährleisten. Wichtig für den Erfolg ist die Anwendung öfter zu wiederholen. Wir empfehlen mindestens 4 Jahre lang ein- bis zweimal jährlich EM zu vernebeln.

EM Vernebelung im Wald Seitenansicht

Die Feldspritze kreiert einen feinen EM-Nebel, der sich auf beiden Seiten der Rückegassen gut verteilt.
Wichtig ist ein windstiller Tag bei der Ausbringung.

Mehr Infos zur Anwendung im Wald findest du hier auf unserer Seite

Warum befällt der Borkenkäfer unsere Bäume?

Die aktuelle Ausgangssituation ist ideal für den Borkenkäfer. Die Bodenmikrobiologie, vor allem die am Stickstoffkreislauf beteiligten sind nicht mehr besonders aktiv, da es für die Bäume einfacher ist, N-Verbindungen aus der Luft aufzunehmen. Aus Industrie und Landwirtschaft verpuffen ständig große Mengen NOx und die Bäume bedienen sich gerne. Das Bodenleben wird von Jahr zu Jahr inaktiver. Auch die Einträge aus der Vergangenheit, wie z.B. der saure Regen über Jahre hinweg, stellen einen Hemmstoff für die mikrobielle Aktivität dar.

Die Mikrobiologie in und auf der Krone steht in ständigem Kontakt mit der Wurzelbiologie des Baumes. Wird der aufgenommene Stickstoff nicht komplett verstoffwechselt, steigt der N Gehalt im Baumsaft. Er wird bitter, Nitrit und Aminosäurengehalte steigen. Dieser energiereiche Baumsaft ist genau das richtige Futter für den Borkenkäfer. Er hat einen kurzen Verdauungstrakt, wie alle Schädlinge, und ist somit auf energiereiche Nahrung angewiesen. "Schädlinge" im Allgemeinen besitzen gute Sensoren, welche Pflanzen am schmackhaftigsten sind und dort setzen sie an. Der Borkenkäfer ist da keine Ausnahme.

Tötet EM den Borkenkäfer ab?

EM ist kein Gift. Im Gegenteil. In EM-aktiv befinden sich viele viele Mikroben, die alle regenerativ wirken. Also antioxidative, aufbauende und gesundende Prozesse im Boden und auf der Pflanze fördern. Bodenverjünger wurde nach dem gleichen Prinzip entwickelt, basiert aber auf nativen (also aus unserer Heimat stammenden) Mikroorganismen. Beide Produkte sind hochwirksame Fermente, die den Boden und seine Mikrobiologie unterstützen.

Wie funktioniert EM gegen den Borkenkäfer dann?

Durch den Einsatz der Fermente wird die Bodenmikrobiologie belebt und die Pflanzen gestärkt. Unter anderem wird der Stickstoffkreislauf aktiviert und der Baumsaft verliert seine Attraktivität für den Borkenkäfer. Der Befall geht zurück. Scheint eine ganz einfache Rechnung.

Die aktive Bodenmikrobiologie setzt die Rohhumusschicht (abgefallene Fichtennadeln) schneller in Humus um. D.h., der Erwachsene Borkenkäfer findet schlechter Unterschlupf im Winter und kann im Folgejahr weniger Schaden anrichten. EM und Bodenverjünger wirken also nicht direkt gegen den Borkenkäfer. Dass er weniger wird ist vor allem eine Folge des gekräftigten Bestands und der aktiven Mikrobiologie. Unsere Erfahrung aus der Praxis ist erstaunlich, denn oft ist schon nach der ersten Anwendung deutlich weniger Befall im Bestand zu sehen.

Auf lange Sicht: Regenerativer Waldbau sichert die Bestände

Die Verarmung des Bodenlebens ist vielen aus dem Ackerbau bekannt: Einseitige Fruchtfolgen führen dazu, dass das Bodenmikrobiom (also alle im Boden befindlichen Mikroben) verarmt. Ein gesunder Boden beinhaltet eine große Bandbreite an Lebewesen. Sie sind von den Ausscheidungen der Wurzeln der dort wachsenden Pflanzen abhängig. Wächst vorwiegend nur eine Pflanze, wie bei uns in den meisten Wäldern eben die Fichte, verarmt das Bodenleben auch im Wald.

Regenerativer Waldbau bedeutet u.a. dass bei Neuanpflanzungen mind. 10% andere geeignete Baumarten zur Fichte gesetzt werden. Die Pflanzlöcher werden mit Bodenverjünger und aktivierter Pflanzenkohle behandelt, das erhöht die Anwachsrate.

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