Kategorie: Sonderkulturen

Sandilit-Diabassand-Em-Chiemgau

Silikat Mangel im Boden? Diabas-Sand ist die natürliche Lösung

Ein ausgeglichener Silikatgehalt im Boden fördert die Standfestigkeit der Pflanzen und mindert Schadpilze in der Kultur. Besonders leicht lässt sich ein Silikat Mangel mit Diabas-Sand (0/2) (=Sandilit) ausgleichen. Zusätzlicher Nutzen für den Boden: Verwittert der Sand lässt er Tonminerale entstehen und verbessert die Bodenfruchtbarkeit.

Silikat ein längst vergessener Nährstoff ?

In der westlichen Agrarwissenschaft fand Silikat (SiO2) lange keine Beachtung, während in den ehemaligen Ostblockstaaten Silikat als ein Hauptnährstoff gehandhabt wurde.

Aus unserer Erfahrung können wir viele positive Entwicklungen durch den Einsatz von Sandilit, und damit den Ausgleich des Silikat Depots im Boden, bestätigen:

  • Im Grünland wird der Kleebesatz und die hochwertigen Futtergräser gefördert
  • Pflanzen haben eine höhere Standfestigkeit und gehen nicht so leicht ins Lager
  • Pilzbefall tritt seltener auf
  • Winterackerfrüchte starten besser ins Frühjahr
  • Regenwürmer vermehren sich
  • Verbesserung der Bodengare

Was ist Sandilit?

Sandilit ist auch bekannt unter den Namen Diabas-Sand. Vielen ist Urgesteinsmehl (RoPro-Lit oder Bio-Lit) ein Begriff. Sandilit besteht aus genau dem gleichen Material, nämlich Diabas-Gestein, allerdings nicht auf Körnung gemahlen. Unser Diabas-Sand zeichnet sich durch einen Silikat-Gehalt von über 50% aus.

Bodengeschichtlicher Hintergrund

Viele der fruchtbarsten Böden weltweit sind durch Sedimente aus Winderosion entstanden. Dabei hat der Wind über viele Millionen Jahre Gestein und Bodenmaterial fein abgetragen und in Senken abgelegt. Beispiele für solche Sediment-Böden sind Gäuböden oder Börden. Mit der Ausbringung des Diabas-Gesteins in der Körnung 0/2 (Sandilit) wird dieser Prozess nachgestellt, allerdings im extremen Zeitraffer.

Wie verhält sich Diabas-Sand im Boden?

Sandilit ist nicht wasserlöslich, sondern wird mikrobiell umgesetzt. Das Material verwittert nur nach und nach. Silikat wird in den Bodenvorrat aufgenommen. Die hochwertigen Alumo-Silikate verwittern zu Tonmineralen und fördern die Bodenfruchtbarkeit.

Wie wird Sandilit ausgebracht?

Diabassand-gelagert-Em-Chiemgau


Wir liefern Sandilit erdfeucht an, deshalb eignet sich die Ausbringung mit dem Schleuderstreuer eher nicht. Ideal sind Großflächen- oder Kalkstreuer. Sandilit in den wachsenden Bestand gestreut, bringt den höchsten Nutzen.
Aufwandmenge 4 Tonnen / ha und Jahr.
Da Sandilit nicht wasserlöslich ist, kann man ihn ohne Abdeckung im Freien lagern.



Produkte mit hohem Silikat- Gehalt finden Sie in unserem Shop:

Grauburgunder-EM-Anbau-

EMLeben-EMLeute Der besondere EM-Wein

Interview mit Susanne Vierthaler

Vierthaler-Susanne-und-Josef

Unsere langjährigen EM-Partner, Susanne und Josef Vierthaler aus Sasbachwalden im Schwarzwald arbeiten mittlerweile seit zehn Jahren mit EM im Obst- und Weinbau. Für sie sind humusaufbauende Kreislaufwirtschaft  und Erhalt der Artenvielfalt keine Lippenbekenntnisse. Heuer erfuhr das Winzerpaar eine hohe Auszeichnung: ihre EM-Weine wurden als Alde Gott Sondereditionen und EM-Kostbarkeit auf den Markt gebracht.

1. Was ist denn das Besondere an diesem EM-Wein ?

“Wir bewirtschaften gemeinsam einen Obst- und Weinbaubetrieb im Blumen- und Weindorf Sasbachwalden. Ausgelöst durch allergische Reaktionen nach der Arbeit im Weinberg begannen wir vor über 10 Jahren über unsere Art der Bewirtschaftung nachzudenken.

Wir suchten die Ursache und begannen unseren Weingarten auf das Rosenheimer System umzustellen. Seit 2009 setzen wir EM, Pflanzenkohle und Gesteinsmehl in unserem Familienbetrieb erfolgreich ein. Fermentierte Organik (Bokashi-Trester) geben wir wieder zurück in den Weingarten und EM wird zur Pflanzenstärkung gespritzt.

Wir achten auf nachhaltige und umweltfreundliche Bewirtschaftung. Dieser Wandel ist einigen Menschen im Umfeld aufgefallen und hat ihr Interesse geweckt. Deshalb geben wir seitdem unsere Erfahrungen bei Gesprächen und Seminaren weiter. Daraus hat sich auch schon eine Gruppe von EM Anwendern in unserer Winzergenossenschaft gebildet.”

So bekommt unsere Arbeit und auch unser Wein nun die Wertschätzung, die er sich verdient gemacht hat.
2018 ernteten wir einen Spitzenwein, der nun separat vermarktet wird.

Durch die jahrelange Rückführung von Organik und Anreicherung mit Mineralien und dem ausgebrachten Gesteinsmehl kommen nun in unseren Weinen die "inneren Werte" besser zur Geltung. Unser Grauburgunder ist
ehr geschmacks- und aromaintensiv.

Unser Wein darf sich nun auch EM-Kostbarkeit nennen.

2. Was bewirkt diese humusaufbauende Kreislaufwirtschaft?

Wir bekommen natürliche, gesund ernährte Pflanzen ohne Bedarf an chemischen Zusätzen. Durch den Einsatz von Tresterbokashi mit EM, Pflanzenkohle und Gesteinsmehl wird CO2 im Boden gebunden und Humus baut sich auf.

Er dient als Wasserspeicher, bei Starkregen bleibt der Boden erhalten und die Pflanzen trocknen bei Hitze nicht mehr aus. Zur Unterstützung der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt säen wir Blühwiesen auf dem Weinberg an. Dadurch haben sich wieder viele Insekten etabliert.

Sehr erstaunlich ist z.B. die Ansiedelung der "Gottesanbeterin". Sie war vor der intensiven Bewirtschaftung bis vor ca. 40 Jahren bei uns heimisch, bis sie schließlich ganz verschwand. Jetzt finden wir sie in unseren Weinbergen wieder überall.

Der Wein der Vierthalers wurde in der Winzereigenossenschaft Alde Gott bisher mit dem Wein vieler anderer Winzer gemischt. Es zeigte sich aber, dass ihr Wein eine andere Qualitätsstufe erreicht hat und so wird nun dieser “EM-Kostbarkeiten”- Wein gesondert abgefüllt. Das EM-Kostbarkeiten Logo dürfen Landwirte verwenden, wenn sie über Jahre ihren Anbau auf das Rosenheimer Projekt (Einsatz von EM, Gesteinsmehl, Kohle und Organikeintrag auf den Flächen) umgestellt haben.

Mit diesem Genuss dieser Sonderedition von Alde Gott erhalten Sie einen Spitzenwein besonderer Güte und unterstützen gleichzeitig die humusaufbauende Kreislaufwirtschaft und den Erhalt der Artenvielfalt in der Tier und Pflanzenwelt.

Susanne, vielen Dank für das Interview

Dieser Wein hat uns bei EM-Chiemgau besonders überzeugt – Probieren Sie!

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