Kategorie: Praxisberichte

Waldtag EM-Chiemgau

Waldtag zum Thema: regenerative Waldbewirtschaftung

Nach langer Zeit des Abstandhaltens war es Mitte Juli endlich wieder Zeit für einen „echten“ Austausch. Der „Waldtag zur regenerativen Waldbewirtschaftung“, bei Maria Thalhammer-Bauer in Kumhausen, Niederbayern wurde von vielen Teilnehmern als willkommene Veranstaltung im Grünen, selbstverständlich unter Einhaltung aller gesetzlichen Maßnahmen, angenommen. Einige interessierte Waldbesitzer und Jäger, aber auch Landwirte und EM-Interessierte fanden sich in Kumhausen ein, um den Referenten Christoph Fischer (EM-Chiemgau) und Dietmar Näser (Grüne Brücke) zuzuhören.

Nach einer kurzen thematischen Einführung in die Welt der regenerativen Wald- und Landwirtschaft begaben sich die Teilnehmer gespannt in das Waldstück von Maria Thalhammer-Bauer. Dort kommen auf ca. 10 ha Nadelwald (überwiegend Fichte und Weißtanne) seit 2017 Effektive Mikroorganismen (EM) zum Einsatz. Die Vernebelung des Bodenverjüngers wurde anschaulich demonstriert und mit großem Interesse verfolgt.

Anwendungstechnik für EMs in der Waldbewirtschaftung

Der Bodenverjünger

Der Bodenverjünger von EM-Chiemgau ist ein speziell auf die Bedürfnisse des Bodenmikrobioms abgestimmter Bodenhilfsstoff. Die nativen Mikroorganismen regen die biologische Vielfalt im Boden an und stabilisieren die Bodenbiologie.

  • Anregung des Bodenlebens
  • Förderung des Humusaufbaus
  • Verbesserung der Wasserspeicherkapazität
  • Vitalisierung der Baumbestände
  • Verbesserte Nährstoffaufnahme durch die Pflanzen

Die praktikabelste Form der Anwendung im Wald ist die Vernebelung. Technisch eignen sich hierfür am besten Einsatzgeräte aus dem Wein- oder Obstbau. Bei Maria Thalhammer-Bauer kommt eine selbst umgebaute Holderspritze mit einem entsprechend angepassten Heugebläse zum Einsatz. Zu Beginn oder auf kleineren Flächen kann auch mit einem Drucksprüher oder einer Rückenspritze gearbeitet werden. Diese Anwendungsformen eignen sich auch, wenn einzelne Bäume gezielt behandelt werden müssen.

Holderspritze mit Umgebautem Gebläse

Holderspritze mit Umgebautem Gebläse

Vernebelung des Bodenverjüngers

Grundsätzlich gilt lieber auf einer kleineren Fläche mit der Anwendung zu beginnen, als aufgrund von technischen Herausforderungen oder einem erschwerten Zugang zum Gelände ganz auf den Einsatz Effektiver Mikroorganismen zu verzichten.

Praktikabilität geht hier vor Gründlichkeit. Vorhandene Rückegassen oder Sturm- und Käferbaumschneisen eignen sich oft zum Befahren mit dem Traktor. So kann tiefer in den Bestand vorgedrungen werden. In Hanglagen können Gebläse sinnvoll zum Einsatz kommen.

Aufwandmengen Bodenverjünger

Die Vernebelung des Bodenverjüngers wurde mit einer Aufwandmenge von ca. 200 l/ha 2-mal im Jahr angewendet. Da aufgrund der Beschaffenheit des Geländes im Wald nur eine sehr geringe Fahrtgeschwindigkeit möglich ist, kann die Aufwandmenge dem Bedarf entsprechend angepasst werden. Es besteht auch die Möglichkeit, den Bodenverjünger 1:1 mit Wasser zu verdünnen. Eine Überdosierung ist im Wald nicht möglich.

Wirkung der Effektiven Mikroorganismen im Wald

Der speziell für die Anregung der Bodenmikrobiologe entwickelte Bodenverjünger wirkt sich positiv auf das Bodenmikrobiom aus. Eine verbesserte Nährstoffaufnahme und -verfügbarkeit für die Pflanzen ist die Folge.

Erkennbar sind diese Prozesse an einer vermehrten Wurzelbildung in der Humusschicht. Ein gesunder Waldboden funktioniert wie ein Schwamm. Im Wald von Maria Thalhammer-Bauer konnten die Teilnehmer bei verschiedenen Bodenansprachen einen Einblick in die Bodenstruktur bekommen. Die 7-8 cm mächtige Humusschicht, in der eine gute Durchwurzelung, insbesondere der Feinwurzeln erkennbar war, sorgt für eine verbesserte Wasserspeicherkapazität des Bodens. Besonders in trockenen Jahren oder längeren Dürreperioden steht der Pflanze mehr Wasser zur Verfügung, was für die flachwurzelnde Fichte ein entscheidender Vorteil sein kann

Bodenansprache

Durchwurzelung in der Humusschicht

Schutz vor dem Borkenkäfer

Der Bestand von Maria Thalhammer wurde nach dem Erwerb 2017 zunächst von den Käferbäumen befreit. Beim Einschlagen wurden jedoch einige befallene Bäume übersehen. Was normalerweise zu einer kreisförmigen Verbreitung des Käfers im Bestand geführt hätte, hatte hier keinen Effekt. Der Borkenkäferbefall hat sich nicht ausgeweitet. Auch die direkte Nähe zu befallenen Beständen benachbarter Waldbesitzer war bislang unproblematisch.

Einen solch geschädigten Baum sucht man im Bestand von Maria Thalhammer-Bauer vergeblich

Auch bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers konnte Frau Thalhammer-Bauer gute Ergebnisse erzielen. Ein befallener Baum wurde mit Effektiven Mikroorganismen eingesprüht und für zwei Wochen eingewickelt. Der Baum konnte sich vollständig von dem Befall erholen und der Schädling zog sich zurück. Weitere Methoden zur Behandlung von Buchsbaumzünsler.

Durch die mikrobielle Anregung des Pflanzenstoffwechsels können ungünstige Nährstoffanreicherungen in der Pflanze vermieden werden. Dieser Überschuss zieht den Borkenkäfer auf seiner Nahrungssuche an. Ein aktives Bodenleben sorgt dafür, dass der Austausch zwischen Kronen- und Wurzelzellen funktioniert und Nährstoffe optimal genutzt werden. Schädlinge werden von vitalen Bäumen nicht angezogen, die Käferpopulation breitet sich demnach nicht weiter aus.

Empfehlung und Ausblick für die Waldbewirtschaftung mit EM

Bodenspezialist Dietmar Näser wies darauf hin, dass der Wald mit seiner besonderen Stellung als CO2 Speicher nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Funktion einnimmt. Waldschutz ist Klimaschutz. Ein aktives Bodenleben fördert das Pflanzenwachstum und stärkt den vorhandenen Bestand von innen. Auch ein positiver Effekt auf die Holzqualität ist, laut Dietmar Näser zu erwarten.

Nach der Waldbegehung vertieften sich die Teilnehmer in angeregte Gespräche rund um das Thema regenerative Waldbewirtschaftung. Bei einem gemütlichen Zusammensitzen in der Wirtschaft wurde das Gehörte reflektiert und diskutiert.

Unser herzlicher Dank geht an Maria Thalhammer-Bauer und Dietmar Näser, ohne die dieser interessante Waldtag nicht zustande gekommen wäre. Natürlich danken wir auch allen Teilnehmern und stehen Interessierten bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Feldtag in der Hallertau „Bodenlockerung und Ferment-Einsatz im Ackerbau“

Am 28.07.2020 folgten über 100 interessierte Landwirte/innen der Einladung vom Maschinen- und Betriebshilfsring Mainburg zum Praxisnachmittag „Bodenlockerung und Einsatz von Fermenten im Ackerbau“ auf dem Betrieb von Erwin Prummer in Elsendorf – Mitterstetten.
Die Initiative ging von Landwirt Hans Mirlach aus, der nun im zweiten Jahr das Fermentprodukt Bodenverjünger im Ackerbau einsetzt.
Barbara und Franz Kollitsch waren mit dem Vorführgerät vor Ort und erklärten auch dessen Wirkungsweise. Sepp Oppenrieder stellte den Bodenverjünger mit Einsatzbereiche und Wirkung vor.

Ausgangsbasis auf der Vorführfläche

2019 baute Erwin Prummer Silomais an, heuer erntete er Triticale als GPS. Der Boden ist sehr hart und verdichtet. Das Triticale bildete nur flache Wurzeln aus. Der Boden ist eher unbelebt, auch Regenwürmer sind so gut wie keine zu finden.
Die Maisstoppeln aus 2019 finden sich größtenteils unverrottet im Boden wieder. Bisher arbeite Prummer mit ausschließlich konventionellen Anbautechniken. Sein sandiger Löss-Lehm Boden weist 50 – 60 Bodenpunkte auf.
Mit der Bodensonde konnte nur mit massivem Druck bis in 20-30 cm Tiefe gedrückt werden. Die Bodenfarbe selber ist sehr hell, was auch Indiez für mangelndes Bodenleben darstellt.

In der Praxisvorführung war der Kollitsch-Tiefenlocker mit 4 Lockerungsscharen im Einsatz. Im Vorfeld wurde am 18.08.2020 eine Teilfläche mit dem Tiefenlockerer bearbeitet incl. Einbringung des Bodenverjüngers.

Kernaussagen von Barbara und Franz Kollitsch zur Tiefenlockerung:

  • Das Lockerungsschar sollte ca. in der Mitte der verdichtenden Bodenschicht laufen. Der Schlepperfahrer merkt das sofort am Zugbedarf, wenn er zu Beginn der Lockerung mit den Arbeitstiefen etwas variiert.
  • die max. Fahrgeschwindigkeit soll ca. 5 km/h nicht überschreiten, damit der Boden langsam reißen kann. Der Boden reißt dann in vielen feinen Haarrissen nach allen Seiten um das Lockerungsschar z.T. bis ca. 70 cm weit in alle Richtungen.
  • Der Boden wird leicht vom Lockerungsschar angehoben und „atmet“ frische Luft ein. Gleichzeitig wird der Bodenverjünger mit der am Lockerungsschar unten angebauten Düse eingespritzt.
  • Anschließendes Verschließen und leichtes Andrücken nach dem Lockerungsschar um ein „Ausgasen“ des Bodens zu verhindern.
  • Am Tiefenlockerer können verschiedene Anbaugeräte zum Einebnen der Oberfläche und Verschließen der Lockerungsschlitze angebaut werden z.B. Wellscheibe, Kreiselegge, Stabwalze.
  • Zur Lockerung von sehr hartnäckigen und stark- oder mehrschichtigen Bodenverdichtungen sind evtl. mehrere Lockerungsgänge auf Jahre verteilt notwendig.

Ferment-Einsatz im Ackerbau

Sepp Oppenrieder stellte den Versickerungstest vor. Hierzu wurden ca. 30 cm lange Rohre mit ø 25 cm in den Boden gedrückt und Wasser eingefüllt. Auf der vor 10 Tagen tiefgelockerten Versuchsfläche versicherte das Wasser schneller als auf der nicht gelockerten Fläche.

Noch gravierender fällt dieser Versuch aus, wenn keine Stoppelbearbeitung erfolgte (wie in Mainburg geschehen).
Hier im Bild ein Versuch aus dem Jahr 2019; siehe Blogbeitrag

Aus dem Vortrag von Sepp Oppenrieder:

Mit der Bodenansprache - mit Spaten und Bodensonde wird die aktuelle Bodenbeschaffenheit beurteilet und anschließend entscheidet man, welches Bodenbearbeitungsgerät eingesetzt werden soll.

  • Die erste Bodenbearbeitung sollte erst ab einer Bodentemperatur von min. 7- 8 Grad vorgenommen werden (im Durchschnitt von Tag und Nacht).
    Tipp: Wenn im Frühjahr die Schlehe blüht, ist im Normalfall die notwendige Bodentemperatur erreicht.
  • Der bei der Tiefenlockerung eingespritzte Bodenverjünger unterstützt und stabilisiert die Lockerung auf der mikrobiologischen Ebene.
  • Den Humusaufbau mit vielgliedriger Fruchtfolge, Zwischenfruchtanbau, wenig wendender Bodenbearbeitung und EM-Einsatz unterstützen.
    1 % mehr Humusgehalt im Boden kann ca. 300-400 m³ je ha mehr Wasser speichern. Dieses Wasser wird in den Trockenphasen von den Pflanzen dringend benötigt. Wasser, das bei Starkregen auf der Fläche versickert, „entlastet“ die Bäche und verringert das Überschwemmungsrisiko.
  • Die Tiefenlockerung sollte am besten in der Vegetationszeit erfolgen, so dass möglichst schnell die Pflanzenwurzeln in den entstandenen feinen Rissen nach unten wurzeln können. Gerade in trockenen Phasen finden die tiefergehenden Wurzeln noch Wasser.
  • Zur Pflanzenstärkung können verschiedene EM-Produkte als Tankmischung in den wachsenden grünen Pflanzenbestand mit herkömmlicher Spritztechnik ausgebracht werden.
    Eingesetzt werden:
    Scharfes Blond bei starkem Insektendruck und zur Stärkung der Immunabwehrkraft der Pflanzen
    EM-aktiv fördert ein probiotisches Mikroben Milieu auf Blatt und aktiviert das Bodenleben
    RoPro 13/20 zur Stärkung der Pflanzenvitalität und Abwehrkraft gegen Pilze
    RoPro-Startfit für gestärkte Pflanzen mit hoher Trockenheitsresistenz
  • Organischen Dünger wie z.B. Gülle, Gärrest und Mist nicht auf dem Acker vergraben, sondern in den wachsenden grünen Pflanzenbestand (egal ob Zwischen- oder Hauptfrucht) ausbringen. Die Organik wird von den Mikroorganismen sofort verstoffwechselt. Schnell bemerkt man die Wirkung dieser Kombination an einer dunkleren Farbe, eines veränderten Geruchs und einer Veränderung der Bodenstruktur bei einer Spatenprobe.

Spatenprobe; hier im Grünland

Fazit des Praxisnachmittages:

Bereits 10 Tage nach der Tiefenlockerung mit Bodenverjünger-Einspritzung sind erste positive Veränderungen sichtbar. Die Bodensonde geht mit mittelmäßigem Druck bis ca. 40 cm in die Tiefe. Die Wasserversickerung läuft etwas besser. Der Boden verfärbt sich langsam etwas dunkler und es sind erste leichte Krümmelstrukturen zu erkennen. Beim Darüber gehen „federt“ der Boden.

In vielen Kleingruppengesprächen wurden bis zum Abend die zahlreichen Fragen der Teilnehmer/innen beantwortet. Selbstverständlich war auch für Getränke und eine kleine Brotzeit gesorgt.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Veranstaltern und den teilnehmenden Landwirten/innen für den interessanten und informativen Praxisnachmittag.

EM Anwendung bei Bienen

EM-Anwendungen bei Bienen

Ar

Arno, du arbeitest schon lange mit EM bei der Bienenhaltung. Was bewegt dich, diesen Aufwand weiterhin zu betreiben?

Der Aufwand der EM-Behandlungen ist verhältnismäßig gering. Die Anwendungen gehen mit der allgemeinen Arbeit bei der Bienenhaltung mit und den Bienen tut es einfach gut.

Allerdings musst du, wenn du mit EM arbeitest, dranbleiben. Dann siehst du die Erfolge. Je länger du EM anwendest umso stabiler wird das Bienenvolk. Die Bienen wintern besser aus und wenn Sie mit EM-Kin Probien eingesprüht werden bleiben sie ruhig und ich spare mir den Rauch. Heute ist es einfach nötig, den Bienen zu helfen. EM stärkt die Bienen. Das weiß ich nach jahrelangen Anwendungen.

Bienenhaltung mit EM | Chiemgau Agrar
Bienenhaltung mit EM 2 | Chiemgau Agrar
Bienenhaltung mit EM Sprühen | Chiemgau Agrar

Wie wird EM bei der Bienenhaltung angewendet?

Die Anwendung ist vielfältig und das ganze Bienenjahr von April bis Oktober sinnvoll. Ich verwende dabei das Probien pur. Grundsätzlich, immer wenn der Bienenkasten geöffnet wird, werden die Oberträger der Rähmchen mit den ansitzenden Bienen eingesprüht. Das beruhigt die Bienen und sie saugen es auf. Wird ein Schwarm eingefangen, sprühe ich ihn am Baum vor dem Einklopfen kräftig mit Probien ein.

Bienenflug | Chiemgau Agrar
Bienenhaltung Deutschland | Chiemgau Agrar

Beim Ableger bilden oder Völkervereinigen ist es ebenso hilfreich. Am wichtigsten ist für mich die Anwendung beim Einfüttern. Die Organismen im PROBIEN stabilisieren das Darmsystem der Bienen und das reicht bis in das Nervensystem.

Die Orientierung z.B. beim Heimflug von einem gebeizten Maisfeld, wird somit gefördert. Ein Stamperl auf 5 L Futterlösung reicht. Das Unterrühren ist im Fertigfutter notwendig. Das Probien unterstützt den Verdauungstrakt der Bienen, wie das Fermentgetränke Multi Impuls den Darm der Menschen. Das Immunsystem hängt ja unmittelbar mit dem Darm zusammen und so denke ich, wird auch die Biene davon profitieren.

"Außerdem habe ich den Eindruck, dass das Besprühen mit PROBIEN dafür sorgt,
dass sich die sekundären Erscheinungen, die durch den Biss der Varroamilbe

verursacht werden können, stark verringern."

Die Bienen werden nämlich nicht nur ausgesaugt und somit getötet. Auch Viruserkrankungen sind Folgen des Varroamilben-Befalls. Die Bisswunden scheinen leichter abzuheilen oder zu verkapseln. Virenerkrankungen (DWV, PV etc.) finde ich bei meinen Völkern selten.

Einen gewissen Effekt gegen die Varroamilbe erreiche ich beim Einsprühen des Schwarms mit Probien, allerdings ist der pH-Wert vom Probien zu wenig sauer um als Bekämpfungsmittel gegen die Varroamilbe zu bezeichnen. Probien ist kein Ersatz zur Milchsäure. Probien ist also eindeutig ein Bienen-Stärkungsmittel.

Was können wir als Verbraucher tun, um die Bienen zu unterstützen?

Ein großes Problem ist die (in den Diskussionen meist vernachlässigte) Fungizid-Belastung der Pflanzen, denn das finde ich im Pollen wieder und damit wird die junge Brut versorgt (evtl. kontaminiert). Über die Pflanzenbehandlung kann ich mit EM viel für die Insektenwelt tun.

Jeder Garteninhaber sollte bienenfreundliche Blumen und Sträucher anpflanzen. Gut wäre es, wenn ab dem Frühjahr bis in den Herbst hinein Blumen blühen, die von Bienen angeflogen werden. Bienen lieben z.B. Lavendel, Salbei, Sonnenbraut, Katzenminze, Mädchenauge, Sonnenblumen, Korkadenblumen, Duftnessel… Die Gärtnereien und Gartencentren sind diesbezüglich geschult.

Bienennahrung mit EM | Chiemgau Agrar
Bienennahrung mit EM 2 | Chiemgau Agrar
Bienennahrung mit EM 3 | Chiemgau Agrar

Eine Mischung aus Stauden und einjährigen Blumenmischungen (gefüllte Sorten sind eher ungeeignet, da bei Bienen unbeliebt) sind nicht nur für die Bienen eine Nahrungsquelle. Sie erfreuen auch den Betrachter und der Erfolg ist gleich sichtbar. Ein wohlgeordnetes Chaos, sprich Wildnis und Ordnung in Harmonie sind gewünscht.
Einjährige Blühmischungen können entweder auf Blumenbeeten oder auch zwischen Stauden oder in Balkonkästen ausgesät (oder gepflanzt) werden.

Für Wildbienen und den vielen anderen Insekten wäre es gut, wenn möglichst viele abgeblühte Blumen, Stauden etc. über die Wintermonate hinweg stehen bleiben könnten. Sie dienen den Insektenpopulationen als Winterquartier und sollten nicht alle entfernt werden.

Sonneblumen Bienennahrung | Chiemgau Agrar
Bunte Blumenwiese | Chiemgau Agrar
Bienennahrung Blüten | Chiemgau Agrar

Vielen Dank, Arno!

Empfehlenswerte EM-Produkte bei Bienenhaltung

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Erfahrungsaustausch Grünland

"Wir Bauern nehmen unsere Zukunft
selbst in die Hand"

Grünland –
mehr als “a gmade Wiesn”

Unsere Landwirtschaft
effektiv und klimafit machen

Die Stimmung im vollen Saal der Chiemgau-Akademie am Mittwoch Abend war gut. Gut 70 Bauern und Bäurinnen hörten sich die Erfahrungen der beiden Praktiker an, die kurzweilig die durchaus positiven Entwicklungen im Betrieb beschrieben.

Den Anfang machte Christoph Fischer. Er zeigte kurz und eindrücklich welche Rolle die winzigen Mikroorganismen nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in unser aller Leben spielt. Dass das Milieu , also die Mikroben in ihrer Gesamtheit, im Boden, auf der Pflanze, im Futter, am und im Tier oder auch beim Mensch über Gesundheit oder Krankheit bestimmen kann. Oder genauer gesagt, ob oxidative Fäulnis, mit hohen Energie- und Nährstoffverlusten, oder regenerative Aufbau-Prozesse vorherrschen.

Christoph-Fischer-Grünlandvortrag-Chiemgau-Akademie-2020-Gmade-Wiesn

Die Bodenmikrobiologie beeinflusst die Pflanze. Die Futterqualität wiederum beeinflusst die Gesundheit der Tiere. Wird der Boden ausschließlich mit belebter Gülle behandelt und das Mikrobiom auf der Fläche gesundet, dann zeigt der Aufwuchs eine höhere Qualiät und man merkt das früher oder später im Stall.

Anschließend stellte Hans Kink seinen Nebenerwerbsbetrieb vor. Der Grünlandbetrieb liegt auf 620 Höhenmeter und wird von seiner Frau und ihm bewirtschaftet. Ihm ist wichtig, dass Maßnahmen auf dem Betrieb nicht sehr zeitaufwändig sind, da Arbeitszeit ein begrenzter Faktor ist. Zwei Mal im Jahr wird Karbosave Pflanzenkohle direkt aus dem BigBag in die Güllegrube eingelassen und das Gesteinsmehl wird mit dem Silozug auf den Betrieb gebracht und bei laufendem Rührwerk eingeblasen.

"Ich mach des schon seit 15 Jahren und abgesetzt hat sich noch nix". EM wird über die Sprühanlage Nimbatus 7 automatisch im Stall vernebelt. So hat er einen mehrfachen Nutzen: Alle Stallflächen einschließlich der Liegeboxen und die Güllekanäle werden positiv besiedelt. Das wirkt pathogenen Keimen entgegen. Die Gülle wird von Anfang an behandelt. So entsteht Fäulnis erst gar nicht und die Schwemmkanäle verstopfen nicht mehr.

Gülle wird ausschließlich bei trockenen Verhältnissen ausgebracht. Dadurch bleibt sie, wo das Gras sie braucht und wird nicht in tiefere Schichten im Boden abgeschwemmt. Dort würde sie nur dem Ampfer was nutzen. Ätzschäden auf dem Klee durch die Gülle kennt er nicht.

Wirklich bärig ist die Lebendigkeit, die sich im Boden entwickelt. Wenn ich mit meiner Tochter über unsere Flächen spaziere und dann über benachbarte intensive Flächen, ist es schon beim drübergehen spürbar. Unser Boden federt regelrecht.

Regenwurmhaufen sind überall sichtbar. Die Grasnarbe ist dicht, Klee ist da, und Nachsaat mach ich schon seit über 10 Jahre nicht mehr. Ampfer ist natürlich auch noch da, aber so wenig, dass er mich nicht mehr stört. Im Frühjahr ist der Boden schneller warm, der Schnee schmilzt auf unseren Flächen immer als erstes. Und alles nur durch die konsequente Güllebehandlung.

Hans Kink, Bio-Landwirt

Im Arbeitskreis ist er bei den buchführenden Betrieben immer im oberen Drittel mit dabei. Mal besser mal schlechter. Im Großen und Ganzen haben sie wenig mit Krankheiten zu tun. Das Meiste kriegen sie mit Homöopathie in den Griff und sollte der Tierarzt doch einmal benötigt werden, dann greift schon die erste Medikamenten Gabe.

Wir waren schon öfter bei Hans Kink zur Betriebsbesichtigung. Eine kurze Beschreibungen von so einem Besuch bei ihm ist im Blog zu finden:

Last but noch least berichtete Manuel Dauner von der schwäbischen Alb von seinem Betrieb, der erst seit einigen Jahren EM bei sich einsetzt. Der junge Schwabe hat noch einmal Schwung in die Versammlung gebracht. Online findet man den Betrieb unter www.biohof-dauner.de

Der Bio-Milchviehbetrieb mit Kurzrasenweide im Vollerwerb, Biogasanlage und Direktvermarktung liegt auf der schwäbischen Alb in der Nähe von Ravensburg. EM setzen sie seit Jahren in der Silage ein. Sie leisten sich das CFKE gerne für die Silage weil sie keine Verluste mehr haben.

Sie müssen kein verdorbenes Futter mehr abräumen und das ist ein nicht unerheblicher Vorteil. Auch der Geruch von CFKE Silage gegenüber unbehandelter Silage ist auffällig angenehmer. Sie hat keinen strengen Essig oder Buttersäuregeruch. Die Kleidung riecht auch nicht nach Silage beim Einfüttern.

Seit ein paar Jahren betreiben sie konsequent Gülleaufbereitung. Und was man durch die Belebung der Gülle im Boden beobachten kann, hat den jungen Landwirt überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Wenn selbst ein Schwabe gut 4 € pro m³ in die Hand nimmt und in die Gülle schmeißt, muss der Mehrwert schon offensichtlich sein.

Manuel Dauner, Biolandwirt von der schwäbischen Alb

Seit sie Gülle aufbereiten verwenden sie keinen Mineraldüngermehr auf dem Grünland. Sie hatten auch in der Umstellung keine Ertragseinbußen. Die Gülle wird sehr schnell vom Boden aufgenommen. Trotzt Schleppschlauch haben sie kein Problem mit Güllewürsten, die nicht verwittern und somit keine Futterverschmutzung.

Im Stall wird RoPro-Lit statt Kalk in den Liegeboxen eingestreut. Es scheint gleich so, dass die Tiere die Einstreu der Tiefboxen nicht mehr so leicht herausbekommen. Außerdem kommt so schon RoPro-Lit in die Gülle. Der Vorteil gegenüber dem Kalk: RoPro-Lit bindet Stickstoff in der Gülle und fördert die regenerative Mikrobiologie.

Sie haben auch den Vernebler Nimbatus 7 installiert, der allerdings nur sporadisch gelaufen ist. Der installierte Kanister hätte alle drei Tage neu befüllt werden müssen, und da hat sich selten jemand bereit erklärt. Die letzte Hustenwelle, hat die EM-Vernebelung wieder zurück in den Fokus gebracht und seit die Anlage kontiniuerlich läuft, wird es merklich leichter. Es wird nun auf eine Lösunge hingearbeitet, dass man evtl. gleich den Container direkt an die Anlage anschließt. Dann löst sich das Problem des Auffüllens von alleine.

Wird die Gülle im Stall bereits mit EM behandelt und fliesst dann in die Biogasananlage, ist das kein Problem. EM pur in der Biogasanlage würde den "Faulgas-Prozess" relativ schnell zum erliegen bringen.

Auch im Ackerbau hat Manuel 2019 seine ersten Versuche mit EM gemacht. Die Zwischenfrucht wurde beim Einarbeiten mit EM besprüht. Das Ergebnis war sehr positiv. Nach einigen Tagen war die Organik in einen Silage-Prozess übergegangen anstatt einfach zu verfaulen. Der Geruch war eher süßlich und der Boden darunter schön krümelig.

Abschließend wurden noch die vielen Fragen der Zuhörer mit einem Podium diskutiert. Auf dem Podium saßen die Referenten zusammen mit den Landwirtschaftsberatern von EM-Chiemgau, Sepp Oppenrieder und Claudia Crawford.

Auch an den Fragen war sehr gut zu erkennen, dass die Zuhörer vor allem nach zukunftsweisenden Lösungen suchen und nicht nur nach Schuldigen. Die Ausführungen der Praktiker hat doch viele erstaunt, wie leicht man einen Unterschied machen kann.

Tipps und Infos zum Thema sind in der Rubrik Anwendungen zu finden:

Das Rosenheimer Projekt und die Grünlandwirtschaft

EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl in der Gülle

EM im Stall

Nach Beendigung des offiziellen Teils ging es zum Gemütlichen über. Es gab viel zu besprechen 🙂

Auflösung von Bodenverdichtungen im Acker

Wie deutlich der Einsatz des Bodenverjüngers die mikrobiologischen Prozesse im Boden positiv verändert und dies für uns Menschen sichtbar wird, zeigt folgender Praxiseinsatz.

Im Rahmen der EM-Tage fand auch das Symposium regenerative Landwirtschaft bei uns in Högering statt. Dazu konnten wir dankenderweise die benachbarte Ackerfläche für eine Vorführung nutzen.

Bodenlockerung bei Winterweizenfeld

Auf dem Ende Juli geernteten Winterweizenfeld, erfolgte am 29.07.2019 die Tiefenlockerung. Eingesetzt wurde der Bremer Parall Lockerer P6VÜ mit 6 Zinken und hydraulischer Steinsicherung. Als Nachläufer waren eine Rohrstabwalze und zwei Striegel angebaut.

Die Bearbeitungstiefe betrug 30 cm. Auf der Hälfte der Parzelle wurde zur Tiefenlockerung zusätzlich 100 l Bodenverjünger je ha auf zwei Ebenen in einer Tiefe von 30 cm und 15 cm eingebracht.

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung

Am Sonntag, 04.08.2019 wurde die gelockerte Fläche begutachtet. Bodenexperte Dietmar Näser stellte mit der Bodensonde und der Spatenprobe nach nur 6 Tagen Wirkzeit des Bodenverjüngers Unterschiede im Boden fest.

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung Bodenprobe

Rechts: Boden mit Tiefenlockerung
Links: Boden mit Tiefenlockerung und Bodenverjüngereinsatz. Dieser zeigt eine deutlichere Krümmelstruktur und ist etwas dunkler.

Versickerungstest bei wassergesättigtem Boden

Anschließend erfolgte der Versickerungstest bei schon fast wassergesätigtem Boden (am Vortag ergiebige Regenfälle)

Zwei KG-Rohre mit jeweils 40 cm Durchmesser (ca. 0,1 m² je Rohr) wurde in den Boden gedrückt. Eines in die Fläche mit der Tiefenlockerung und eines in die Fläche mit Tiefenlockerung + Bodenverjünger. Nun wurde Sturzbachmäßig in jedes Rohr 10 l Wasser in ca. 1 Minute eingegossen. Die entspricht 100 l Wasser je m².

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung3

Nach ca. 4 Minuten Versickerungszeit stand das Wasser noch:
8,5 cm hoch bei Rohr mit Tiefenlockerung
6,5 cm hoch bei Rohr mit Tiefenlockerung + Bodenverjünger

Ergebnis nach 10:30 Minuten:

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung4

Links: Rohr war leer bei Tiefenlockerung + Bodenverjünger
Rechts: Rohr noch fast halbvoll bei Tiefenlockerung

Dieser Versickerungstest zeigt sehr deutlich, wie positiv der Bodenverjünger die mikrobiologischen Prozesse im Boden positiv verändern können.

Zahlreiche Landwirte nutzen mit Erfolg den Bodenverjünger in der Tiefenlockerung, zur Einschälung von Zwischenfrüchten (Flächenrotte) zur Bodenbearbeitung und zur Sähschlitzbehandlung.

KOOPERATION REGENERATIVE LANDWIRTSCHAFT
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Gerhard Weishäupl, Franz Brunner, Dietmar Näser und Friedrich Wenz für die  informativen und praxisorientieren Beiträge zur Tiefenlockerung.

Weiterführende Links:

Hagelschlag im Mais 2018 – dennoch gute Erträge

Das Jahr 2018 bleibt wahrscheinlich den meisten Landwirten als ein Hitze- und Dürrejahr in Erinnerung. Doch auch das andere Extrem „heftiger Hagelschlag“ war gebietsweise zu finden, so im Raum Waldmünchen (Lkr. Cham).

Familie Kirchhofer aus Prosdorf bei Waldmünchen berichtet:
"Am 11. Juni 2018 wurden unsere 10 ha Mais von einem sehr heftigen Hagelschauer verwüstet. Nun war Guter Rat teuer, was mit den Maisfeldern geschehen soll.
Wir entschieden uns den Mais stehen zu lassen und so gut wie möglich zu stärken.

Die anderen Landwirte in unserer Region mit ähnlichen Schadensausmaß arbeiteten den Hagelmais ein und säten neuen Mais an.

Nach einem Beratungsgespräch mit Sepp Oppenrieder von EM-Chiemgau, entschieden wir uns den Mais mit EM zu behandeln.

Nach folgender Strategie gingen wir vor:

Ca. 10 Tage nach dem Hagelschlag, so um den 20. Juni spritzten wir die Maisflächen je ha mit 300 l Wasser und folgenden Komponenten:

  • 25 l EM aktiv
  • 4 kg RoPro Startfit
  • 4 kg RoPro 13/20
  • 1 l Biplantol Agrar

Nach dieser Behandlung machten wir nichts mehr auf den Feldern.

Ca. 14 Tage nach der EM-Behandlung, so um den 5. Juli sah der Mais so aus.

Ca. 4 Wochen nach der EM-Behandlung, so um den 18. Juli entwickelt sich der Mais schon sehr gut. Die  pflanzenstärkende Behandlung scheint seine Wirkung zu tun.

Mais-Mitte August

Mais-Mitte-August

Das war dann ca. Anfang-Mitte August. Der Mais hat sich gut erholt. Bedenkt man den anfänglichen Schaden und dass die Nachbarn meist neu angesät hatten, kann sich der Mais durchaus sehen lassen.

Endlich war es soweit, der Mais wurde im 27. August gehäckselt.

Der „schlechteste“ Mais hatte immerhin eine Höhe von ca. 2 Meter.
Leider haben wir keine Bilder von den anderen erntereifen Maisfeldern"

Fazit:

"Die zeitnahe Behandlung nach dem Hagelschlag mit den EM-Produkten zur Pflanzenstärkung sicherten dennoch gute Maiserträge. Auch die langanhaltende Trockenheit im Sommer 2018 überstand der Mais gut. Die Kolben waren gut ausgereift und mit Körnern voll. So nahm das sehr ereignisreiche und herausfordernde Maisjahr für uns doch noch ein gutes Ende."

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Familie Kirchhofer für die Bilder und den Bericht.

Seminarteilnehmer

Praktikertag für Landwirte

Ca. 40 Landwirte/innen verschiedener Altersgruppen und Betriebsschwerpunkte informierten sich beim Praktikertag im Dezember  bei uns in der Chiemgau Akademie.

Nach der Betriebsführung und Einleitung von Christoph Fischer berichteten vier Landwirte über ihre zukunftsorientierten, nachhaltigen und umweltschonenden Wirtschaftsweisen und Erfahrungen.

Hier in kürze die prägnanten Aussagen der Landwirte

Fichtl-Alois
Alois Fichtl, Brennberg, Landkreis Regensburg, Oberpfalz
18 ha LF Bio-Betrieb mit Mutterkühe und Schweine im Nebenerwerb

  • Weideschlachtung der Rinder
  • EU-zertifiziertes Schlachthaus
  • In 2015 wurde die Landwirtschaft auf Bio umgestellt.
  • Seit 2016 wird CFKE (Chiemgauer Fermentierte Kräuterextrakt) beim Pressen der Silo- und Heuballen mit einer Selbstgebauten Dosieranlage eindosiert.
  • In der Grünlandpflege wird der Grasnarbenbelüfter mit gleichzeitiger EM-Ausbringung eingesetzt.
  • Mit dem Vernebeln von CFKE im Stall wird die Luft im Stall verbessert und ein probiotisches Stallklima erzeugt.
  • Gülle und Mist werden mit EM, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl behandelt.

Fichtl-Kuhweide
Ein absolutes Highlight in 2017 war für ihn der Aktionstag bäuerliche Landwirtschaft in Brennberg. Hier beteiligten sich die unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Betriebe mit z.B. Betriebsführungen, Kinderprogramm und zahlreichen Gesprächen mit den Besuchern. Dies führt zu Verständnis und Offenheit zwischen Verbraucher und Landwirte.


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Betriebsbesichtigung und Feldbegehung bei Martin Rumpel in Bruckmühl-Wiechs

Am 17.07.2018 fand bei angenehmen Sommerwetter eine Betriebsbesichtigung und Feldbegehung bei Martin Rumpel in Bruckmühl-Wiechs statt. Ca. 80 interessierte Landwirte/innen informierten sich über den praktischen Einsatz von EM-Produkten im konventionellen Milchviehbetrieb.

Hier die markanten Aussagen und praktischen Vorgehensweisen der Familie Rumpel:

Für 70 Milchkühe zuzüglich weibl. Nachzucht stehen 50 ha Futterfläche zur Verfügung, davon 27 ha Grünland und 23 ha Acker (Silomais, Winterweizen, Kleegras, Luzerne, Ackergras)

Bei der Grassilage- und Maissilageernte wird CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) zur positiven Steuerung des Silierverlaufes mit sehr gutem Erfolg eingesetzt. Die Dosierung von CFKE in das Erntegut erfolgt mit dem Schwader bzw. SF-Häcksler.

Die Gülle wird regelmäßig mit EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit-Urgesteinsmehl behandelt. Wobei z.T. direkt im Stall auf die Liegeflächen und Spaltenböden eine Teilmenge Pflanzenkohle und RoPro-Lit gestreut wird. Seit wenigen Tagen ist die EM-Verneblungsanlage Nimbatus 7 in Betrieb.

CFKE wird aus der Vernebelungsanlage "Nimbatus" mittels Zeitschaltuhr automatisch vernebelt

Mit der Verneblung von CFKE im Stall wird eine Mehrfachnutzung erreicht: Verbesserung der Luft und des Stallklimas, deutliche Verringerung von Fäulnisherden und somit auch weniger Fliegen, gut fließende Güllekanäle und letztendlich die Behandlung der Gülle.

  

Der Melkstand und die Milchkammer werden mit EM-Produkten gereinigt. Seit kurzem wird der biologische Melkmaschinenreiniger zur Reinigung der Melkanlage und des Milchtanks eingesetzt.

Seit der Umstellung auf rohprotein-reduzierte Fütterung (ca. 13,5 % RP in der Gesamtration) und dem Einsatz von NaturaVit Lebendhefe bei einer Milchleistung von ca. 8.000 kg gingen die Klauenprobleme deutlich zurück. Mussten vor wenigen Jahren bei der regelmäßigen Klauenpflege z.T. noch 15-20 Verbände/Stöcken angebracht werden sind es jetzt nur noch wenige. Außerdem stieg die Fruchtbarkeit deutlich an - 17 Erstbesamungen bei Kalbinnen ohne nachrindern. Letztendlich führt die bessere Tiergesundheit zu niedrigeren Tierarzt- und Besamungskosten und die Arbeit wird ruhiger für Mensch und Tier.

Mit Pflanzenkohle wird der Auslauf leicht eingestreut. Sie bindet Feuchtigkeit und Geruch und wirkt sich positiv auf die Klauengesundheit aus. Vor allem in den Wintermonten ist sie ein rutsch hemmender Belag, der letztlich auch noch einen Nutzen im Mist oder Gülle hat.

Auf dem Grünland wird je Schnitt ca. 10 m³ behandelte Gülle mit Breitverteilung ausgebracht. Auf zusätzlichen Mineraldünger und Kalk wird verzichtet. Das Bodengras wird dichter, der Kleeanteil steigt, der Pflanzenbestand wird vielfältiger und somit auch widerstandsfähiger.

 

Auf dem Acker wird behandelter Mist und Gülle ausgebracht. Beim Silomais setzt Martin Rumpel auf eine mineralische Unterfußdüngung bei der Saat. Der chemische Pflanzenschutz im Ackerbau wird nach „guter fachlicher Praxis“ durchgeführt.

Zum Abschluss stellte Christoph Fischer die Arbeit im „Rosenheimer Projekt“ vor und beantwortete die zahlreichen Fragen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Familie Rumpel für die gute Bewirtung und die interessante und informative Betriebsbesichtigung.

Maisanbau im Trockenjahr 2018

Frühjahr und Sommer 2018 war in vielen Regionen geprägt von der Trockenheit bis hin zur extremer Dürre. Für viele Landwirte können solche Wetterextreme existenzbedrohend sein, egal ob viehloser Ackerbau, Biogas oder Tierhalter jeder ist auf qualitativ und quantitativ gute Erträge angewiesen um einen wirtschaftlichen Erfolg zu verzeichnen.

Hier ein Interview mit Alfred Asam, Neuötting wie er im Trockenjahr 2018 seinen Mais angebaut hat.

Asam Alfred, Neuötting

stolz, inmitten seines Maisfeldes

Sepp Oppenrieder, EM-Chiemgau:
Alfred, dein Mais fällt in Eurer Region positiv auf. Er ist höher, grüner und wirkt frischer wie viele andere Maisfelder. Wie bist du bei der Bodenbearbeitung und Düngung vorgegangen?

Alfred Asam:
In 2017 stand auf der Fläche Wintergerste. Auf die Getreidestoppeln brachte ich 15 m³ behandelte Gülle aus. Die Gülle war mit EM, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl behandelt.
Mit dem Flügelschargrubber wurde auf 10 cm Tiefe die Getreidestoppel und die Gülle eingearbeitet. Nach 14 Tagen erfolgte die Aussaat der Zwischenfrucht mit der Drillmaschine.

Dazu wurde die abfrierende Wildmischung Reiser Jagd II (Ölrettich, Phacelia, Buchweizen, Ramtilkraut, Kresse, Perserklee, Alexandrinerklee und Sonnenblumen) verwendet.
Im März 2018 mulchte ich den abgestorbenen Zwischenfruchtbestand.

Eine Gabe von 30 m³ behandelter Gülle erfolgte am 20.04.2018 mit anschließender Einarbeitung und Saatbettvorbereitung mit dem Dyna Drive.
Die Maissaat mit dem Scheibenschargerät und einer Saatstärke von 8,5 Körner/m² der Sorte Farmflex FAO 250 erfolgte am 25.04.2018. Zur Saat wurde als Unterfußdüngung 20 kg N und 15 kg P je ha ausgebracht.

Sepp Oppenrieder:
Die Maisreihen sind frei von Wildkräutern. Was hast du hier gemacht?

Die letzten Rückstände der Zwischenfrucht, dienen noch den Regenwürmer als Futter. Deutlich sind hier die noch überwiegend grünen Blätter und Stängel zu sehen.

Alfred:
Zur Unkrautregulierung führte ich eine Herbizidmaßnahme durch.
Das Ergebnis meiner Arbeit ist auf den folgenden Bildern vom 07.08.2018  deutlich zu sehen.

Die Wuchshöhe beträgt ca. 3,50 – 3,90 m

Sepp Oppenrieder:
Zeichen für eine gesunde Maispflanze:

  • Die komplette Pflanze bleibt lange grün und
  • reift dann gleichzeitig von unten bis oben ab.
  • Große, gute ausgebildete Körner und volle Kolben

 

Sepp Oppenrieder:
Viele erfolgreiche Landwirte haben aufgrund ihrer Erfahrung, Beratung und Unternehmenskultur eigene „Rezepte“ entwickelt. Wie ist deine Vorgehensweise?

Alfred Asam:
Die Regernative Landwirtschaft ist eine zukunftsweisende Methode. Derzeit verwende ich daraus einzelne Bausteine kombiniert mit konservativen Maßnahmen. Wie bei vielen Neuerungen, ist auch hier, ein langsames Hintasten und schrittweise Umsetzung und etwas Experimentierfreude gefragt. Gerade das macht die Landwirtschaft für mich so spannend.

Rechts mein Maisfeld, links das Feld eines anderen Landwirts mit „traditioneller“ Anbaumethode und Düngung „nach guter fachlicher Praxis“.

Hier ist deutlich der Unterschied in Farbe, Höhe, Vitalität und letztendlich in Ertrag und Qualität zu erkennen.

Sepp Oppenrieder:
Alfred, ich danke dir sehr herzlich für die Offenheit und wünsche weiterhin gutes Gelingen.

Regenerative Landwirtschaft - Bodenbearbeitung - Feldtag

Bodenbearbeitung in der Regenerativen Landwirtschaft

Feldtag „Bodenbearbeitung in der Regenerativen Landwirtschaft“
Bei herrlichem Sommerwetter fand am 24.07.2018 auf dem Biobetrieb Weißhäupl in Haibach ob der Donau (Oberösterreich) der Feldtag „Bodenbearbeitung“ statt.

Weisshäupl_stellt_Betrieb_vor

Unter dem Motto „Nach der Ernte ist vor der Ernte und gute Erträge werden im Herbst gemacht“ wurde von den Referenten die Bodenbearbeitungsmöglichkeiten in der Regenerativen Landwirtschaft vorgestellt. Zu Beginn stellte Gerhard Weißhäupl seinen interessanten landwirtschaftlichen Biobetrieb (Ackerbau und Legehennen) vor.

Dietmar Näser veranschaulichte das System „Regenerative Landwirtschaft“ und anschließend ging es auf das Stoppelfeld wo die Maschinen und deren Arbeitsweise im Einsatz zu sehen war

Tiefenlockerung und Fermenteinspritzung
Der Tiefengrubber von der Firma Kollitsch ist mit 4 Zinken ausgestattet. Zum oberflächigen verschließen der Grubberschlitze ist eine hydraulisch einstellbare Wellscheibe als Nachläufer angebaut.

Von der Fa. Bremer ist ein Tiefengrubber mit 6 Zinken und als Nachläufer eine Stabwalze mit Striegl im Einsatz.
Beide Geräte sind mit einem Dosiergerät zu Einbringung des Bodenverjüngers (ca. 100 l/ha) ausgestattet.

Die Tiefenlockerung soll nur in der Vegetationszeit mit einer Fahrgeschwindigkeit von max. 5 km/h durchgeführt werden. Arbeitstiefen bis zu ca. 45 cm sind je nach Bodenbeschaffenheit empfehlenswert.

Generell gilt: Vor jeder Bodenbearbeitung eine „Bodenansprache“ durchführen. Mit der Bodensonde evtl. Bodenverdichtungen feststellen. Mit dem Spaten einen Quader herausstechen und die Durchwurzelung, Farbe, Farbverläufe, Krümmelstruktur und den Geruch beurteilen. Guter Boden ist krümelig-locker, gut durchwurzelt und stinkt nicht.

Spatenprobe mit Bodenansprache

Anhand des Ergebnisses wird das passenden Bodenbearbeitungsgerät und die notwendige Bearbeitungstiefe festgelegt.

Die tiefe Lockerung erzeugt im Boden zahlreiche feine Haarrisse, auch zwischen den Zinken, Luft und Sauerstoff kommen kurzzeitig in den Boden. Die Pflanzen wurzeln in den Rissen und die Wurzelmasse wird erhöht. Bei Starkregen versickert das Wasser besser und wird in tieferen Bodenschichten gehalten.  Um die Kapillarwirkung zu unterbrechen ist der oberflächige „Verschluss“ der Zinkeschlitze unbedingt notwendig. Somit hält der Boden auch in Trockenzeiten das Wasser relativ lange.

Schon wenige Tage nach der Tiefenlockerung kann eine positive Veränderung des Bodens mit der Spatenprobe festgestellt werden: lockere Krümelstrukturen entstehen, die Bodenfeuchte bleibt erhalten und die Wurzeln der Quecken sterben ab.

Zwischenfruchteinarbeitung und Saatbeetbereitung
Das flache Einarbeiten (schälen) von Stoppeln und Zwischenfrüchten mit der Ackerfräse auf ca. 3 cm unterstützt das Bodenleben, hält das Wasser im Boden und vermischt keine Bodenschichten. Hierzu wird der Bodenverjünger (ca. 100 l/ha) zum positiven Steuern der Flächenrotte eingesetzt.

Stoppeln und Zwischenfrüchte sollen nicht „vergraben“ sondern flach eingearbeitet werden.

Ca. 10-14 Tage nach der Schälung kann die Tiefenlockerung mit der Einbringung des Bodenverjüngers (ca. 100 l/ha) und der nachfolgenden Saat erledigt werden.

Bei nur geringer Menge einzuarbeitender organischer Masse kann auch das Kombigerät Tiefenlockerung-Ackerfräse eingesetzt werden. Hierzu wird erfahrungsgemäß auf 5-7 cm tief gefräst.

Kombigerät: Tiefenlockerung und Ackerfräse

Nach dem Feldrundgang und dem Kräuter sammeln, führte Sepp Oppenrieder das Ansetzen des Bodenverjüngers vor. Hierzu sind die Komponenten für 1.000 l fertiges Ferment im „Starterpaket“ enthalten.

Ansetzen des Bodenverjüngers mit gesammelten Kräutern

Bis zum Schluss der Veranstaltung waren die zahlreichen Fragen der Teilnehmer von den Referenten alle beantwortet.

Fazit mit dieser Art (Schälen, Tiefenlockerung und Fermenteinbringung) der Bodenbearbeitung wird:

  • das Bodenleben unterstützt
  • die Bodendurchwurzelung gefördert
  • der Wildkrautdruck reduziert
  • der Humusaufbau gefördert
  • das Wasserhaltvermögen und -versickerung gesteigert

Dürreperioden werden von den Pflanzen besser überwunden und sind resistenter vor Krankheiten. Letztlich wird auf Chemie verzichtet, was der Natur und uns Menschen zu Gute kommt.

Detaillierte Infos, Technische Daten, usw. zu den eingesetzten Maschinen findet Ihr im Internet:
www.Ackerfräse.at
www.kollitsch-gmbh.co
www.bremer-maschinenbau.de

Noch ein paar Interessante Tipps von den Fachleuten zu Saat und Düngung:
Saat von Wintergetreide mit verminderter Saatstärke (ca. 90 kg/ha) zusätzlich mit einer abfrierenden Zwischenfrucht. Den Bestand am Ende der Vegetation auf ca. 10 – 12 cm Höhe mähen/mulchen. Das am Boden liegende Grüngut und die abfrierende Zwischenfrucht bildet eine Mulchschicht, dient den Regenwürmer als Futter und hält die Bodenfeuchtigkeit. Das Wintergetreide bestockt im Frühjahr sehr kräftig. Zusätzlich kann zu Vegetationsbeginn noch eine Untersaat ausgebracht werden.

Dietmar Näser: „Wir füttern nicht die Pflanzen, sondern wir ernähren und unterstützen das Bodenleben“.

Organische Dünger (Gülle, Mist, Kompost, Gärrest, usw.) nur auf wachsende grüne Bestände ausbringen und nicht vergraben.

Dem Standort angepasste weite Fruchtfolgen sollten für jeden Ackerbauern eine Selbstverständlichkeit sein.

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