Kategorie: Neues bei EM-Chiemgau

Erfahrungsaustausch Grünland

"Wir Bauern nehmen unsere Zukunft
selbst in die Hand"

Grünland –
mehr als “a gmade Wiesn”

Unsere Landwirtschaft
effektiv und klimafit machen

Die Stimmung im vollen Saal der Chiemgau-Akademie am Mittwoch Abend war gut. Gut 70 Bauern und Bäurinnen hörten sich die Erfahrungen der beiden Praktiker an, die kurzweilig die durchaus positiven Entwicklungen im Betrieb beschrieben.

Den Anfang machte Christoph Fischer. Er zeigte kurz und eindrücklich welche Rolle die winzigen Mikroorganismen nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in unser aller Leben spielt. Dass das Milieu , also die Mikroben in ihrer Gesamtheit, im Boden, auf der Pflanze, im Futter, am und im Tier oder auch beim Mensch über Gesundheit oder Krankheit bestimmen kann. Oder genauer gesagt, ob oxidative Fäulnis, mit hohen Energie- und Nährstoffverlusten, oder regenerative Aufbau-Prozesse vorherrschen.

Christoph-Fischer-Grünlandvortrag-Chiemgau-Akademie-2020-Gmade-Wiesn

Die Bodenmikrobiologie beeinflusst die Pflanze. Die Futterqualität wiederum beeinflusst die Gesundheit der Tiere. Wird der Boden ausschließlich mit belebter Gülle behandelt und das Mikrobiom auf der Fläche gesundet, dann zeigt der Aufwuchs eine höhere Qualiät und man merkt das früher oder später im Stall.

Anschließend stellte Hans Kink seinen Nebenerwerbsbetrieb vor. Der Grünlandbetrieb liegt auf 620 Höhenmeter und wird von seiner Frau und ihm bewirtschaftet. Ihm ist wichtig, dass Maßnahmen auf dem Betrieb nicht sehr zeitaufwändig sind, da Arbeitszeit ein begrenzter Faktor ist. Zwei Mal im Jahr wird Karbosave Pflanzenkohle direkt aus dem BigBag in die Güllegrube eingelassen und das Gesteinsmehl wird mit dem Silozug auf den Betrieb gebracht und bei laufendem Rührwerk eingeblasen.

"Ich mach des schon seit 15 Jahren und abgesetzt hat sich noch nix". EM wird über die Sprühanlage Nimbatus 7 automatisch im Stall vernebelt. So hat er einen mehrfachen Nutzen: Alle Stallflächen einschließlich der Liegeboxen und die Güllekanäle werden positiv besiedelt. Das wirkt pathogenen Keimen entgegen. Die Gülle wird von Anfang an behandelt. So entsteht Fäulnis erst gar nicht und die Schwemmkanäle verstopfen nicht mehr.

Gülle wird ausschließlich bei trockenen Verhältnissen ausgebracht. Dadurch bleibt sie, wo das Gras sie braucht und wird nicht in tiefere Schichten im Boden abgeschwemmt. Dort würde sie nur dem Ampfer was nutzen. Ätzschäden auf dem Klee durch die Gülle kennt er nicht.

Wirklich bärig ist die Lebendigkeit, die sich im Boden entwickelt. Wenn ich mit meiner Tochter über unsere Flächen spaziere und dann über benachbarte intensive Flächen, ist es schon beim drübergehen spürbar. Unser Boden federt regelrecht.

Regenwurmhaufen sind überall sichtbar. Die Grasnarbe ist dicht, Klee ist da, und Nachsaat mach ich schon seit über 10 Jahre nicht mehr. Ampfer ist natürlich auch noch da, aber so wenig, dass er mich nicht mehr stört. Im Frühjahr ist der Boden schneller warm, der Schnee schmilzt auf unseren Flächen immer als erstes. Und alles nur durch die konsequente Güllebehandlung.

Hans Kink, Bio-Landwirt

Im Arbeitskreis ist er bei den buchführenden Betrieben immer im oberen Drittel mit dabei. Mal besser mal schlechter. Im Großen und Ganzen haben sie wenig mit Krankheiten zu tun. Das Meiste kriegen sie mit Homöopathie in den Griff und sollte der Tierarzt doch einmal benötigt werden, dann greift schon die erste Medikamenten Gabe.

Wir waren schon öfter bei Hans Kink zur Betriebsbesichtigung. Eine kurze Beschreibungen von so einem Besuch bei ihm ist im Blog zu finden:

Last but noch least berichtete Manuel Dauner von der schwäbischen Alb von seinem Betrieb, der erst seit einigen Jahren EM bei sich einsetzt. Der junge Schwabe hat noch einmal Schwung in die Versammlung gebracht. Online findet man den Betrieb unter www.biohof-dauner.de

Der Bio-Milchviehbetrieb mit Kurzrasenweide im Vollerwerb, Biogasanlage und Direktvermarktung liegt auf der schwäbischen Alb in der Nähe von Ravensburg. EM setzen sie seit Jahren in der Silage ein. Sie leisten sich das CFKE gerne für die Silage weil sie keine Verluste mehr haben.

Sie müssen kein verdorbenes Futter mehr abräumen und das ist ein nicht unerheblicher Vorteil. Auch der Geruch von CFKE Silage gegenüber unbehandelter Silage ist auffällig angenehmer. Sie hat keinen strengen Essig oder Buttersäuregeruch. Die Kleidung riecht auch nicht nach Silage beim Einfüttern.

Seit ein paar Jahren betreiben sie konsequent Gülleaufbereitung. Und was man durch die Belebung der Gülle im Boden beobachten kann, hat den jungen Landwirt überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Wenn selbst ein Schwabe gut 4 € pro m³ in die Hand nimmt und in die Gülle schmeißt, muss der Mehrwert schon offensichtlich sein.

Manuel Dauner, Biolandwirt von der schwäbischen Alb

Seit sie Gülle aufbereiten verwenden sie keinen Mineraldüngermehr auf dem Grünland. Sie hatten auch in der Umstellung keine Ertragseinbußen. Die Gülle wird sehr schnell vom Boden aufgenommen. Trotzt Schleppschlauch haben sie kein Problem mit Güllewürsten, die nicht verwittern und somit keine Futterverschmutzung.

Im Stall wird RoPro-Lit statt Kalk in den Liegeboxen eingestreut. Es scheint gleich so, dass die Tiere die Einstreu der Tiefboxen nicht mehr so leicht herausbekommen. Außerdem kommt so schon RoPro-Lit in die Gülle. Der Vorteil gegenüber dem Kalk: RoPro-Lit bindet Stickstoff in der Gülle und fördert die regenerative Mikrobiologie.

Sie haben auch den Vernebler Nimbatus 7 installiert, der allerdings nur sporadisch gelaufen ist. Der installierte Kanister hätte alle drei Tage neu befüllt werden müssen, und da hat sich selten jemand bereit erklärt. Die letzte Hustenwelle, hat die EM-Vernebelung wieder zurück in den Fokus gebracht und seit die Anlage kontiniuerlich läuft, wird es merklich leichter. Es wird nun auf eine Lösunge hingearbeitet, dass man evtl. gleich den Container direkt an die Anlage anschließt. Dann löst sich das Problem des Auffüllens von alleine.

Wird die Gülle im Stall bereits mit EM behandelt und fliesst dann in die Biogasananlage, ist das kein Problem. EM pur in der Biogasanlage würde den "Faulgas-Prozess" relativ schnell zum erliegen bringen.

Auch im Ackerbau hat Manuel 2019 seine ersten Versuche mit EM gemacht. Die Zwischenfrucht wurde beim Einarbeiten mit EM besprüht. Das Ergebnis war sehr positiv. Nach einigen Tagen war die Organik in einen Silage-Prozess übergegangen anstatt einfach zu verfaulen. Der Geruch war eher süßlich und der Boden darunter schön krümelig.

Abschließend wurden noch die vielen Fragen der Zuhörer mit einem Podium diskutiert. Auf dem Podium saßen die Referenten zusammen mit den Landwirtschaftsberatern von EM-Chiemgau, Sepp Oppenrieder und Claudia Crawford.

Auch an den Fragen war sehr gut zu erkennen, dass die Zuhörer vor allem nach zukunftsweisenden Lösungen suchen und nicht nur nach Schuldigen. Die Ausführungen der Praktiker hat doch viele erstaunt, wie leicht man einen Unterschied machen kann.

Tipps und Infos zum Thema sind in der Rubrik Anwendungen zu finden:

Das Rosenheimer Projekt und die Grünlandwirtschaft

EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl in der Gülle

EM im Stall

Nach Beendigung des offiziellen Teils ging es zum Gemütlichen über. Es gab viel zu besprechen 🙂

Auflösung von Bodenverdichtungen im Acker

Wie deutlich der Einsatz des Bodenverjüngers die mikrobiologischen Prozesse im Boden positiv verändert und dies für uns Menschen sichtbar wird, zeigt folgender Praxiseinsatz.

Im Rahmen der EM-Tage fand auch das Symposium regenerative Landwirtschaft bei uns in Högering statt. Dazu konnten wir dankenderweise die benachbarte Ackerfläche für eine Vorführung nutzen.

Bodenlockerung bei Winterweizenfeld

Auf dem Ende Juli geernteten Winterweizenfeld, erfolgte am 29.07.2019 die Tiefenlockerung. Eingesetzt wurde der Bremer Parall Lockerer P6VÜ mit 6 Zinken und hydraulischer Steinsicherung. Als Nachläufer waren eine Rohrstabwalze und zwei Striegel angebaut.

Die Bearbeitungstiefe betrug 30 cm. Auf der Hälfte der Parzelle wurde zur Tiefenlockerung zusätzlich 100 l Bodenverjünger je ha auf zwei Ebenen in einer Tiefe von 30 cm und 15 cm eingebracht.

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung

Am Sonntag, 04.08.2019 wurde die gelockerte Fläche begutachtet. Bodenexperte Dietmar Näser stellte mit der Bodensonde und der Spatenprobe nach nur 6 Tagen Wirkzeit des Bodenverjüngers Unterschiede im Boden fest.

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung Bodenprobe

Rechts: Boden mit Tiefenlockerung
Links: Boden mit Tiefenlockerung und Bodenverjüngereinsatz. Dieser zeigt eine deutlichere Krümmelstruktur und ist etwas dunkler.

Versickerungstest bei wassergesättigtem Boden

Anschließend erfolgte der Versickerungstest bei schon fast wassergesätigtem Boden (am Vortag ergiebige Regenfälle)

Zwei KG-Rohre mit jeweils 40 cm Durchmesser (ca. 0,1 m² je Rohr) wurde in den Boden gedrückt. Eines in die Fläche mit der Tiefenlockerung und eines in die Fläche mit Tiefenlockerung + Bodenverjünger. Nun wurde Sturzbachmäßig in jedes Rohr 10 l Wasser in ca. 1 Minute eingegossen. Die entspricht 100 l Wasser je m².

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Nach ca. 4 Minuten Versickerungszeit stand das Wasser noch:
8,5 cm hoch bei Rohr mit Tiefenlockerung
6,5 cm hoch bei Rohr mit Tiefenlockerung + Bodenverjünger

Ergebnis nach 10:30 Minuten:

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung4

Links: Rohr war leer bei Tiefenlockerung + Bodenverjünger
Rechts: Rohr noch fast halbvoll bei Tiefenlockerung

Dieser Versickerungstest zeigt sehr deutlich, wie positiv der Bodenverjünger die mikrobiologischen Prozesse im Boden positiv verändern können.

Zahlreiche Landwirte nutzen mit Erfolg den Bodenverjünger in der Tiefenlockerung, zur Einschälung von Zwischenfrüchten (Flächenrotte) zur Bodenbearbeitung und zur Sähschlitzbehandlung.

KOOPERATION REGENERATIVE LANDWIRTSCHAFT
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Gerhard Weishäupl, Franz Brunner, Dietmar Näser und Friedrich Wenz für die  informativen und praxisorientieren Beiträge zur Tiefenlockerung.

Weiterführende Links:

header-landwirtschaft-regenerative-chiemgau-agrar-nachrichten

Chiemgau Agrar Nachrichten – Sommer 2019

Jetzt lesen! Unsere neuen Chiemgau Agrar Nachrichten mit aktuellen Informationen zu 20 Jahren Rosenheimer Projekt (EM-Anwendungen in der Landwirtschaft), Humus-Förder-Programm, landwirtschaftliches Symposium im Rahmen der EM-Tage, Kooperation regenerative Landwirtschaft, Produktvorstellungen ..

Hier downloaden Chiemgau-Agrar-Nachrichten-2019 oder online lesen:

Online-Magazin:

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Sepp_Oppenrieder_Referent

EM-Seminar für Berufsschule Rosenheim

EM-Seminar für Berufsschule Rosenheim

Mitte Februar veranstalteten wir ein Tagesseminar für die Lehrer/innen der Berufsschule I Rosenheim Abteilung Landwirtschaft, den Ausbildern der BGJ-Praxisbetriebe und Auszubildenden.

Nach dem Ankommen und gestärkt mit Butterbrezen und Kaffee wurden die Teilnehmer/innen von Christoph Fischer in bewährter Weise in die Thematik eingeführt. Regional und saisonal erzeugte Lebensmittel in bäuerlichen Familienbetrieben, frei von Chemie, in guter Qualität und ausreichender Menge ist unser Ziel. Um diese Ziele zu erreichen sind viele verschiedene Maßnahmen notwendig, wobei das Rosenheimer Projekt hier eine Schlüsselfunktion hat.

In unterschiedlichsten Bereichen der Landwirtschaft werden mit großem Erfolg EM-Produkte eingesetzt z.B.:

  • Verbesserung des Stallklimas
  • Reinigung der Stallflächen
  • Konservierung von Grundfutter (Gras- und Maissilage, Heu)
  • Stärkung des Verdauungstraktes der Tiere
  • Behandlung von Gülle und Mist
  • Förderung der Mikrobiologie im Boden
  • Wachstumsförderung im Grünland und Acker

Sepp Oppenrieder stellt den landwirtschaftlichen Betrieb, die Arbeitsweise, Erfahrungen, Ergebnisse und Zukunftsgedanken eines erfahrenen EM-Landwirts aus Bruckmühl vor. Dieser hat uns erfreulicher Weise seine Daten zur Verfügung gestellt.

Selbst in den Pausen wurde zwischen den Teilnehmern intensiv über die vielen Facetten der Landwirtschaft diskutiert.

Nach der Mittagspause führte Christoph Fischer die Gruppe durch den Betrieb und erläuterte die Produktion, Lagerung und Versand. In einer angenehmen und informativen Runde wurden die unterschiedlichsten Fragen beantwortet. Prägnante, informative Folien und Videos unterstützten die zahlreichen zukunftsorientierten Aussagen und Empfehlungen von Christoph Fischer.

Den sehr Interessierten wurde für weitere tiefgreifende Infos zum EM-Einsatz in der Landwirtschaft  der Praktikertag am 10.03.2018 angeboten. Hier berichten vier sehr unterschiedliche Landwirte über ihre Arbeit mit EM.

Gegen 16.00 Uhr fand das Seminar sein Ende. Die Teilnehmer/innen gingen positiv beindruck und mit vielen Infos nach Hause.

Einige Ausbilder (praktizierende Landwirte) kündigten bereits an, zukünftig EM-Produkte in ihrer Landwirtschaft schrittweise einzusetzen. Der erste setzte bereits seine Ankündigung in die Tat um und setzt den Chiemgauer Fermentieren Kräuterextrakt (CKFE) in der Kälberfütterung ein.

Starter_Paket_Bodenverjünger

Regenerative Landwirtschaft – Bodenverjünger am Start

Das Konzept de Regenerativen Landwirtschaft

Die Christoph-Fischer GmbH hat in Zusammenarbeit mit Friedrich Wenz und Dietmar Näser die Produktgruppe „Regenerative Landwirtschaft“ entwickelt.
Die Regenerative Landwirtschaft regeneriert den Humusgehalt im Boden durch mikrobiellen Lebendverbau. Dies erfolgt in wenigen Anbaujahren.

Wie wird der Bodenverjünger eingesetzt?

Mais_im_Vergleich
Bilderserie-Regenerative-Landwirtschaft2
Bilderserie-Regenerative-Landwirtschaft2
  • Nutzung bei Flächenrotte:
    Zur Unterstützung und Stabilisierung des Flächenrotteprozesses. Durch die Nutzung des BV in der Funktion als Rottelenker wird eine sichere Einbindung der Nährstoffe in den Boden und ein umfangreich ablaufender Huminstoffbildungsprozess gewährleistet. Unter kritischen Bedingungen wird der Flächenrotteprozess durch die Nutzung von BV überhaupt erst ermöglicht.
    Aufwandmenge: mind. 100 L t/ha, unter sehr kalten und nassen Bedingungen mind. 150 L t/ha. Der BV kann beliebig mit Wasser verdünnt werden. Die Wirkung ist am besten, wenn eine gleichmäßige, ganzflächige Dosierung direkt in den Erdstrom erfolgt. Dies wird durch entsprechende Positionierung der Spritzdüsen an der Maschine erreicht.
  • Nutzung bei der Unterbodenlockerung:
    Der BV wird hinter dem Lockerungsstiel so tief wie möglich in den Boden eingespritzt. Durch die reduktive Wirkung werden Unterbodenverdichtungen aktiv aufgelöst und oxidative Prozesse gestoppt.
    Aufwandmenge: 100 lt/ha (BV kann beliebig mit Wasser verdünnt werden)
  • Nutzung beim Mulchen:
    Durch die Nutzung des BV wird die Energie im Pflanzensaft des Mulchmaterials in Milchsäure umgewandelt. Dadurch wird ein übermäßiger Nährstoffverlust verhindert und es kann sich eine bodenaufbauende Biologie etablieren.
    Aufwandmenge: mind. 50 lt/ha (BV kann beliebig mit Wasser verdünnt werden)
    Es ist auf eine gleichmäßige, ganzflächige Dosierung auf das Mulchmaterial vor dem Mulcher zu achten.
  • Nutzung beim Pflügen:
    Der BV wird direkt hinter dem Streichblech auf die Pflugsohle gespritzt, bevor die Erde des nächsten Pflugkörpers darauf fällt. Die Pflugsohle wird durchlässig und der Eisenabrieb wird neutralisiert.
    Aufwandmenge: mind. 100 lt/ha (BV kann beliebig mit Wasser verdünnt werden)
  • Nutzung zur Neutralisierung von Fahrspuren bei nassen Bodenverhältnissen:
    Bei nassen Bodenverhältnissen kommt es in den Fahrspuren zu massiven Verdichtungserscheinungen. Wird der BV direkt hinter den Rädern in die Fahrspuren gespritzt, werden die Verdichtungserscheinungen auf ein Minimum reduziert und Fäulnisprozesse im Verdichtungsbereich können sich nicht ausbilden.
    Der BV wird mit einer Flachstrahldüse direkt hinter den Rädern eingespritzt
    (Mähdrescher, Traktor).
    Aufwandmenge: mind. 50 lt/ha (BV kann beliebig mit Wasser verdünnt werden)
  • Nutzung allgemein bei der Bodenbearbeitung
    Der BV wird über Flachstrahldüsen vor dem Traktor oder vor dem Bearbeitungsgerät auf den Boden gespritzt. Alternativ dazu ist die Einspritzung direkt in den Erdstrom möglich. Eine Ausbringung auf den bereits bearbeiteten Boden ist zwar ebenfalls möglich, bringt aber nicht die gleiche Wirkung!
    Aufwandmenge: mind. 100 lt/ha (BV kann beliebig mit Wasser verdünnt werden)

DER BODENVERJÜNGER
Der Bodenverjünger wird zur Anwendung während der Bodenbearbeitung  empfohlen. So können Nährstoffverluste bei der Bodenbearbeitung und die daraus folgende Unkrautkeimung in hohem Maße reduziert werden.
Die Nährstoffe werden stattdessen lebend verbaut und stehen den Kulturen nicht auswaschbar und bedarfsgerecht aufnehmbar zur Verfügung.

Mais_im_Vergleich
rechts mit Bodenverjünger behandelt

Das Starter-Paket ist komplett mit allen Zutaten für den Selbstansatz in 1000 L-Behältern.

Im Paket sind enthalten:
1 x 20L und 1 x 10L Zuckerrohrmelasse
2 x 20L Starterferment
3 kg Steinsalz
2 x 500 g Braunalgenpulver
1 L Greengold
1 L Huminstoffe
10 ml Spagyrisches Präparat
Für das Starterpaket wird ein beheizbarer Container, ein geeigneter Raum im Betrieb und Erfahrung im Ansatz von Fermenten benötigt. Außerdem werden 60 L Vol frische oder getrocknete Kräuter für den Ansatz gebraucht. Vorzugsweise werden betriebseigene Kräuter verwendet, um den individuellen Charakter der lokalen Flora zu nutzen.

Benötigte Materialien und für den Ansatz:
1 x IBC Bontainer 1000L – absolut sauber
1 x Behälter mind. 90 L vol. neu oder gebraucht zum Auflösen der   Zuckerrohrmelasse
ca. 950 L Wasser ca. 35°C warm, zum Teil 60°C heißes Wasser zur Auflösung der Zuckerrohrmelasse
pH-Wert Teststreifen Testbereich pH 3,0 – 5,2
Des weiteren wird eine warmer Raum benötigt, so dass die Temperatur des vollen IBC-Container für mind. 7 Tage stabil bei mind. 30°C gehalten werden kann.
+ evtl. Heizlüfter
+ Thermometer zum Kontrollieren der Raumtemperatur

Den Bodenverjünger gibt es auch als gebrauchsfertigen, fermentierten und flüssigen Bodenhilfsstoff  in 1000 L IBC – Containern.

Kein Patent auf Bier

no patent on seeds

Am 7. Juni endete die Einspruchsfrist zu einer Patentanmeldung im Europäischen Patentamt in München. Die Großkonzerne Heineken aus Holland und Carlsberg aus Dänemark möchten ihre Marktposition vergrößern. Für alle Nutzer ihrer patentierten Gerste würden zukünftig Gebühren anfallen.
Um den Einspruch Gewicht zu geben folgten ca. 150 Bürger dem Aufruf von no patents on seeds. Unter der Federführung von Dr. Christoph Then und Ruth Tippe hat sich ein breites Bündnis mit weit über 30 Organisationen zusammengeschlossen. Auch die Zivilcourage war mit dabei.


Presse-Mitteilung: Eine letzte Runde Freibier

Bier muss frei bleiben:

Das Patent EP 2575433 der Firmen Carlsberg & Heineken wurde 2016 erteilt. Es beruht auf der Züchtung von Braugerste unter Nutzung zufälliger Mutationen. Durch die Verwendung der Gerste soll das Bierbrauen billiger und Energie eingespart werden. Das Patent umfasst die Braugerste, deren Verwendung und das damit hergestellte Bier. Am Einspruch gegen dieses erteilte Patent werden sich rund 30 Organisationen beteiligen.
Die Aktion findet wenige Wochen vor einer  entscheidenden Sitzung des Verwaltungsrats des EPA statt, bei der eine Entscheidung über die Zukunft der Patentierung von Pflanzen und Tieren getroffen werden soll. „Keine Patente auf Saatgut!“ fordert, dass dabei alle Schlupflöcher geschlossen werden, um auch Patente wie das auf Braugerste und Bier zu verhindern. Sie fürchten ansonsten eine zunehmende Monopolisierung der Ernährungsgrundlagen durch große Konzerne.
Das Patent EP 2575433 der Firmen Carlsberg & Heineken wurde 2016 erteilt. Es beruht auf der Züchtung von Braugerste unter Nutzung zufälliger Mutationen. Durch die Verwendung der Gerste soll das Bierbrauen billiger und Energie eingespart werden. Das Patent umfasst die Braugerste, deren Verwendung und das damit hergestellte Bier. Am Einspruch gegen dieses erteilte Patent werden sich rund 30 Organisationen beteiligen.

Nachfolgend eine Auswahl an Berichterstattungen:
taz
Carlsberg und Heineken haben sich natürliche Braugersten patentieren lassen. Das sollte laut EU-Kommission gar nicht möglich sein. Brauereibesitzer Gottfried Härle macht sich Sorgen: Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Bierkonzerne Heineken und Carlsberg drei Braugersten patentieren lassen. Am Mittwoch dieser Woche läuft die Einspruchsfrist gegen eines der Patente ab. „Wenn solche Patente Bestand haben, wäre das ein Skandal“, sagt Härle, Chef der gleichnamigen Brauerei in Leutkirch im Allgäu. Weiter lesen

Die Welt
"Die Brauereikonzerne hatten schon zuvor zwei Patente auf andere Gerstenpflanzen erhalten. Aufgrund zufälliger Mutationen fehlen ihnen Stoffe, die den Geschmack von Bier beeinträchtigen können. Das dritte Patent, das 2016 erteilt worden war, bezieht sich auf eine Kreuzung der beiden Gerstensorten. Die neue Pflanze weist eine Kombination der erwünschten Eigenschaften auf. «Dieses Patent ist ganz offensichtlich absurd: Zufallsmutationen sind doch keine Erfindung», sagt Lara Dovifat von der Organisation Campact, die dem Bündnis aus gut 30 Gruppen angehört." Weiter lesen

Zivilcourage -
AG für AgroGentechnikfreie Landkreise

Zivilcourage (Freie Bauern und Bürger AG für Agro-Gentechnikfreie Landkreise) wurde 2006 unter der Leitung von Christoph Fischer mit 40 Landwirten gegründet. Ziel war es, der breiten Bevölkerung Informationen über die Gefahren der AgroGentechnik zukommen zu lassen.
Erfahren Sie mehr über die Arbeit der Zivilcourage.

Feldbegehung

Die unendliche Glyphosat-Story

Der Bayerische Rundfunk hat uns besucht und zeigte den Beitrag in der Reihe DokThema. Sie warfen einen kurzen Blick in unser neues Zuhause und stellten den Betrieb von Matthias Posch als Beispiel vor, wie Ackerbau gemanagt werden kann, ohne dabei Glyphosat einsetzen zu müssen.
Gefilmt wurde auf seinem Betrieb während der Feldbegehung in Obing, Landkreis Rosenheim. Matthias Posch ist einer der Pioniere, die zeigen, dass Ackerbau mit der Natur den Glyphosat-Einsatz überflüssig macht.

"Wenn wir in der Landwirtschaft vom Leben leben, macht es dann Sinn alles totzuspritzen, was uns da scheinbar stört? Es gibt auch andere Wege Landwirtschaft zu betreiben, um auf solche Mittel verzichten zu können.  Wir unterstützen die Natur, wir kämpfen nicht mehr gegen die Natur.", so Christoph Fischer im Interview. Aus unserer Sicht ist es notwendig, tragfähige Alternativen zum Glyphosteinsatz zu entwickeln und in der Praxis zu verankern.

Galgenfrist für den Ökokiller - Die unendliche Glyphosat-Story
Der Film zeigt verschiedene  Ansätze auf, warum Glyphosat so umstritten ist.
Nicht nur hat der Glyphosat-Einsatz enorme schädliche Auswirkungen auf Boden, Tiere u. Menschen, sondern bringt auch gravierende finanzielle Belastungen für Bauern und die Gesellschaft. Die Anwendung von Glyphosat verursacht 5 – 10 mal so hohe Folgekosten für Anwender.  Eine der Folgen ist, dass Spurenelemente wie Mangan, Magnesium, Eisen,.. gebunden werden  und nicht mehr pflanzenverfügbar sind. Sie müssen der Pflanze nun künstlich zugeführt werden, als Folge steigen die Kosten für Spurenelemente- und Düngeraufwand für die Landwirte. Die Bodengesundheit und die so empfindliche Humusschicht wird aufs Spiel gesetzt.
Unser Trinkwasser ist auch betroffen. Kommunen haben mit Folgekosten von bis zu 100 000 Euro kosten pro Liter  Glyphosat zu rechnen, da es nur unter enormen Filter-Aufwand aus dem Grundwasser gereinigt werden kann.
Gewinne werden privatisiert, Kosten werden sozialisiert.
Der Beitrag ist in der BR Mediathek zu finden:
http://www.br.de/mediathek/video/video/galgenfrist-fuer-den-oekokiller-die-unendliche-glyphosat-story-100.html

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