Kategorie: Landwirtschaft

Erntezeit-Getreide-Stroh-mit-EM-Behandeln-Bartl-Gamml-EM-Chiemgau

Stroh pressen mit EM

Effektive Mikroorganismen auf das Stroh aufgesprüht, fördern ein vielschichtiges und regeneratives Mikrobiom auf dem Stroh.

Die Strohqualität hängt von vielen Faktoren ab. In feuchten Jahren können Pilzsporen, die an den Halmen anhaften, negative Auswirkungen haben. Auch Pestizidrückstände haben einen oft nachteiligen Einfluss.

Vorteile von Effektiven Mikroorganismen im Stroh

  • stoppt Schimmelbildung
  • mindert Staubentwicklung
  • mindert Nacherwärmung
  • hilft ein starkes regeneratives Mikrobiom zu re-etablieren
  • förderlich für ein gesundes Stall Mikrobiom beim Einstreuen

Effektive Mikroorganismen beim Strohpressen - wie wird's gemacht?

EM-aktiv oder CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) wird beim Schwaden oder direkt beim Pressen auf das Stroh aufgesprüht.

Unsere Dosieranlage kann direkt an der Pickup der Presse montiert werden.

Aufwandmenge/ m³ : 1 L

Maisanbau mit EM - Chiemgau agrar

Trockenstress beim Mais verringern

Trockenstress: Die Erfahrung aus der regenerativen Landwirtschaft zeigt: Je humoser ein Boden, umso besser kann er mit Trockenheit umgehen. Die Feldkapazität der Flächen steigt mit dem Humusanteil. Wasser wird schneller aufgenommen und kann länger gespeichert werden. Somit können Pflanzen länger vom Wasservorrat im Boden zehren. Besonders wichtig: Eine dauerhafte Bodenbedeckung schützt das Bodenleben vor der Sonneneinstrahlung und Hitzestaus.

Alle Maßnahmen zur Humusmehrung und Verbesserung der Feldkapazität nach der regenerativen Landwirtschaft finden Sie hier

Trockenstress verringern - was kann ich jetzt noch tun?

Eine pflanzenstärkende Blattspritzung in den frühen Wachstumsstadien wirkt sich positiv auf die komplette Vegetationsperiode aus. Vor allem Hackfrüchte mit ihrem hohen Wasserbedarf, profitieren in trockenen Jahren von dieser Behandlung.

Vorteile der vitalisierenden Blattbehandlung:

Maisanbau Trockenstress
  • Vitalere und resistentere Pflanzen
  • Verbesserung der Qualität der Frucht
  • Bessere Lagerfähigkeit der Frucht
  • Erhöhung des Ertrages durch bessere Aufnahme und Umsetzung von Nährstoffen
  • Verminderung des Wasserbedarfs
  • Verkürzung der Vegetationsperiode

Wie wird´s gemacht?

Mit der technisch notwendigen Menge Wasser werden folgende Komponenten mittels Feldspritze ausgebracht:

Aufwandmenge 3-5 Blattstadium

25 L EM-aktiv
3 kgRoPro-Startfit
4 kgRoPro 13/20
1 L Biplantol Agrar

Aufwandmenge Schossen/ vor Reihenschluss

25 L EM-aktiv
3 kgRoPro-Startfit
4 kgRoPro 13/20
1 L Biplantol Agrar
1 LScharfes Blond

Tipp: Nach Hagelschäden wird die Wundheilung der Pflanzen stark gefördert. Pilzkrankheiten können nicht so leicht in die Pflanze eindringen. Der Bestand kann gesund abreifen.

Mehr zum Thema:

Dietmar Näser Regenerative Landwirtschaft

Kommentar von Dietmar Näser zum Einsatz von Bodenverjünger

Was macht die Natur an den Wurzeln? Sie schafft in der Rhizosphäre, dem einen Millimeter rund um die Wurzel, eine kleine anoxische Zone – mit Luft, aber ohne Sauerstoff. Der wird durch Mikroben zusammen mit den Wurzelausscheidungen veratmet. In dieser Zone können dadurch die übrig gebliebenen „süßen“ Wurzelausscheidungen von den Mikroben milchsauer verstoffwechselt werden. Das ist übrigens der Beginn der Humusbildung.

Bei der Bodenbearbeitung stehen keine Pflanzen da - wie kann man diesen natürlichen Prozess bei der Bodenbearbeitung nachbilden? Mit einem milchsauren Pflanzenferment. Mit Bodenverjünger, zugeschnitten auf den Einsatzzweck bei der Bodenbearbeitung, können Sie dadurch die Verluste an schnell umsetzbarer Biomasse und Nährstoff senken, denn Humusbildung bedeutet auch Nährstoffbindung.

Wenn Sie mit dem Starter-Paket selbst Bodenverjünger herstellen, können Sie „Ihre Unkräuter“ – sie wachsen als Reaktion auf Ihre Arbeiten am Acker – sinnvoll nutzen. Es sind nämlich die Vitamine, Vitalstoffe und Mineralien in den Unkräutern, die den Boden mikrobiell wiederbeleben – verjüngen. Das Startferment, hergestellt auf einer Lebensmitteltauglichen Anlage, hat eine stabil hohe Qualität und ist eine Entwicklung aus der langjährigen Erfahrung der EM-Herstellung heraus. Mehrfach eigenvermehrte EMa können diese Qualität nicht ersetzen!

Wollen Sie „mit dem Schinken nach der Wurst werfen“? Wer aus Sparsamkeit beim Ansetzen auf das Starterferment verzichtet, um etwas billigeres zu verwenden, kann noch mehr sparen: tanken Sie den Traktor nicht! Keine andere Maßnahme im Ackerbau spart soviel ein!

Wenn Sie mit Bodenverjünger-Startferment den eigenen Ansatz mit der betriebstypischen Flora herstellen, werden Schwankungen in der Zusammensetzung der mitfermentierten Pflanzen stabil ausgeglichen. Das ist die Basis der Wirkung und Sicherheit für Ihre Erträge! Diese Wirkung mit Reserve wird aktuell 2020 durch die immer wieder aufgetretenen Spätfröste massiv gefordert. –

Viel Erfolg in der Frühjahrssaison 2020 wünscht Ihnen trotz aller widriger Umstände

Dietmar Näser

Tiefstreumatratze-EM-Chiemgau

Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

So einfach kann das Stallmilieu verbessert werden

RoPro-Lit und Pflanzenkohle sorgen im Stall für trockene Verhältnisse und griffige Oberflächen. Die Mischung bindet außerdem Gerüche. Die regenerativen Mikroben im Stall werden gefördert und ein starkes Mikrobiom kann entstehen. Das Stallmilieu profitiert von dieser Einstreu enorm.

Sie suchen ein effektives Mittel gegen Federlinge oder Milben in der Geflügelhaltung? Die Mischung aus RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle bindet Feuchtigkeit und trocknet die lästigen Parasiten aus. So kann gar keine Plage entstehen.

Oder brauchen Sie eine Einstreu im Milchviehstall um die Liegeboxen länger trocken und sauber zu halten? Die für hygienische Verhältnisse sorgt und gleichzeitig Stickstoff in der Gülle bindet? Dann sollten Sie RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle regelmäßig einstreuen.

Alle Tierarten profitieren von der Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

Bei allen Ställen, egal ob Schweine, Rinder, Geflügel, Pferde oder Hasen: Diese Einstreu sorgt für ein angenehmes Stallklima, bindet Gerüche und verbessert gleichzeitig den Mist, der aus den Ställen kommt.

Vorteile von Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

  • Bindet Ammoniak und andere Gerüche im Stall, im Mist und in der Gülle
  • Sorgt für griffige Oberflächen, vermindert Rutschgefahr
  • Bindet Feuchtigkeit, Parasiten können sich kaum vermehren
  • Ist angenehm auf der Haut, verletzt und reizt sie nicht
  • Unterstützt ein starkes Mikrobiom im Stall. Pathogene Keime werden unterdrückt.
  • Fördert ein ausgewogenes Mikrobenmilieu in der Gülle
  • Im Stall eingesetztes RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle können voll bei der Güllebehandlung angerechnet werden.

Wie wird´s gemacht?

RoPro-Lit Urgesteinsmehl [Shop] und Karbosave Pflanzenkohle [Shop] im Verhältnis 3:1 mischen und regelmäßig einstreuen. Je nach Stall kann die Einstreu 1-2 mal wöchentlich oder auch nur alle 4 Wochen ausgebracht werden.

Kalk oder RoPro-Lit?

Kalk hat desinfizierende Eigenschaften. Bei einer Desinfektion werden nie nur pathogene, also krankheitsfördernde, Keime abgetötet, sondern alle Mikroben, die auf dieser Oberfläche vorkommen, werden gestört. Das Mikrobiom, also die Gesamtheit der Mikrobiologie, wird in seiner Funktion gestört. Es kann nicht mehr zusammenarbeiten, wie es eigentlich sollte und schon können Pathogene sich entwickeln, da kaum oder keine Gegenspieler mehr vorhanden sind.
Die Desinfektion hat außerdem Auswirkungen auf Gülle und Mist. Das eh schon fragile Mikrobenmilieu in der Gülle wird zusätzlich gestört. Stickstoff wird nicht gebunden, sondern vermehrt in Form von Ammoniak freigesetzt.

Das besondere Rezept für Tiefliegeboxen:

Diese Füllung für Tiefboxen im Laufstall hält ausgesprochen lange. Die Tiere können sie nur schwer aus der Box heraus räumen. Auch ohne Pferdemist-Anteil. Sie hält gut 6 Wochen, dann muss wieder etwas nachgefüllt werden.

1 Tonne RoPro-Lit Urgesteinsmehl
400 kg Stroh
30 L EM-aktiv
150 L Karbosave Pflanzenkohle
zum AnfeuchtenWasser

Seit wir die Liegeboxen mit der RoPro-Lit -EM Mischung einstreuen, kommen die Kühe sehr sauber in den Melkstand. Die Euter sind wie mit RoPro- Lit gepudert.
Die Erneuerung machen wir ca. alle 6 Wochen, immer in den Schulferien. Dann können die Kinder gleich helfen. In den Sommerferien machen wir es 2x.

Petra Betz

Lesetipp:

Erfahrungsaustausch Ackerbau von Barthl Gammel

Bodenverjünger, das Super Ferment für den Boden

Immer noch hält sich die Idee hartnäckig, dass man einfach mit EM-aktiv und Kräutern, Zuckerrohrmelasse und Braunalgen Bodenverjünger selbst vermehren kann. Diese Idee wurde 2016 geboren und auf vielen Betrieben umgesetzt. Mittlerweile ist sie aber ein alter Hut.

Was passiert bei der Auf- oder Wiedervermehrung? Stämme die sich schnell bei 35 Grad, wie Milchsäurebakterien, bekommen eine immer höhere Dichte in der Mischung. Während andere, die sich nur langsam vermehren mehr und mehr zurückgedrängt werden. Die Vielfalt geht verloren, auch wenn es noch immer braun aussieht und nach Fermentation riecht.

Die Mischung EM-aktiv+ Kräuter hatte sicherlich eine gewisse Wirkung auf die Prozesse im Boden. Unwirksame Mikroben gibt es nicht. Aber sobald der Boden Stress ausgesetzt war, wie z.B. Trockenheit, Nässe, falsche Bodenbearbeitung, falscher Zeitpunkt der Bodenbearbeitung, Nährstoffmangel, Humusmangel... konnte dieses Ferment die biologische Aktivität nicht halten. Der Mischung fehlte die Standfestigkeit und Stressresistenz. Mühsam in Gang gebrachte Prozesse fielen wieder in sich zusammen und man musste wieder fast von vorne Anfangen.

Also haben sich Christoph Fischer, Friedrich Wenz und Dietmar Näser 2017 zusammen gesetzt und die jetzige Mischung für das Startferment des Bodenverjüngers entwickelt. Sie zeichnet sich durch sehr hohe Stress Resistenz aus. Sie ermöglicht im Endprodukt, dem gebrauchsfertigen Bodenverjünger, eine enorme Vielfalt an nativer, bodenwirksamer Mikrobiologie.

Hier unterscheidet sich der Bodenverjünger stark vom EM-aktiv. Die Mischung in EM-aktiv hat eine regenerative Wirkung in egal welchem Ökosystem es eingesetzt wird. Man kann also damit den Boden verbessern, putzen, im Stall versprühen und wenn nötig auch mit in die Badewanne kippen. Bodenverjünger ist speziell für die Anwendung in Boden-Aufbauprozessen.

Ich hab des am Anfang nicht so richtig kapiert mit dem Bodenverjünger. Ich dachte wirklich es ist auch nur ein EM. Jetzt hab ich es ausprobiert und ärgere mich, dass ich ihn nicht schon viel Früher eingesetzt habe. Ich habe ein ganzes Jahr Bodenaufbau verschenkt!

Franz Brunner, Ackerbauer

Noch feiner wird die Abstimmung auf die betriebseigenen Flächen, wenn der Bodenverjünger vor Ort mit Kräutern/ Kulturpflanzen von den eigenen Flächen angesetzt wird. So wird das Bodenferment bereits auf die heimische Mikrobenflora eingeschwungen.

Die Erfolge im Acker- und Gemüsebau in vielen Ländern Europas zeigen, dass es sich rentiert mit dem besten Handwerkszeug zu arbeiten, wenn man die Bodenmikrobiologie regenerieren möchte. Kulturen wachsen gesund und stabil, auch in extremen Anbaujahren wie 2018/ 2019. Humus baut sich auf. Die Flächen bauen mit jeder Anwendung auf. Bodenaufbau ist die Investition in die Zukunft.

Der nachfolgende Blogbeitrag zeigt eindrücklich die Wirkung auf die Bodenstabilität und die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens nach der Tiefenlockerung mit Bodenverjünger:

Steiner-Konrad-Schule-Ursprung-Landwirt-EM-Chiemgau

“Wir Bauern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand” – Artenvielfalt

Auftaktveranstaltung der landwirtschaftliche Vortragsreihe

"Artenschutz in Bauernhand" mit Prof. Dr. Konrad Steiner

Prof. Dr. Konrad Steiner ist Landwirt, Verbraucher, Lehrer an der HLFA Ursprung bei Salzburg und betreibt ein Ingenieurbüro. In der Auftaktveranstaltung zur landwirtschaftlichen Vortragsreihe hat er sehr anschaulich von seinen Projekten zum Artenschutz in Österreich erzählt. Steiner sieht sich als Mittler zwischen Landwirten und Verbraucher, denn "wir brauchen keine Schuldigen, sondern Lösungen".

Das Prinzip von Wachsen-oder-Weichen, das in den letzten 50 Jahren in der Landwirtschaft betrieben wurde, kommt zum Ende. In der freien Wirtschaft zeigt es sich immer mehr, in der Landwirtschaft ist es ein offensichtlicher Fakt: Ewiges Wachstum gibt es nicht.

Als studierter Agrarbiologe ist für ihn die natürliche Vielfalt von Insekten und Pflanzen und ihre Erhaltung schon lange ein Thema. Auch in unserer bayrischen Verfassung ist der Artenschutz in Art. 141 festgehalten: (1) 1Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes Einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut.

Gärtner und Landwirte profitieren von einer hohen Biodiversität auf und um die Flächen

Nützlinge halten Schädlinge wie Nacktschnecken oder Engerlinge in Schach. Die meisten denken da eher an "größere Tiere" wie Igel, aber auch kleine Laufkäfer sind erfolgreiche Räuber, wie das Video rechts zeigt: (Achtung nichts für zarte Gemüter).

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Quelle: Youtube

Jeder kann mit einfachen Mitteln der Biodiversität helfen. Hier ein paar Tipps:

Totholzhaufen können bei Schnecken und Engerlingplagen helfen

Um Räuber, wie Laufkäfer oder Moderkäfer im Garten oder am Feldrand anzusiedeln, reicht ein Totholzhaufen, der ihnen als Lebensraum dient. Ideal eignet sich eine schattige nasse Stelle, evtl. am Waldrand, an der man Altholz, kleine Äste und Steine aufhäuft. Eine natürlicher kostenloser Ansatz, um die vorherrschende Engerling Plage im Grünland einzudämmen.

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Bei den EM-Tagen 2019 baute die APS Projekt-Schule zusammen mit Kindern ein Zuhause für Zauneidechsen. Der Kurzfilm links gibt einen kleinen Einblick über die Bauphase.


Blühstreifen erfreuen das Auge mm Frühjahr und im Sommer. Außerdem sind sie ökologisch wertvoll: Sie ziehen Insekten und Nützlinge an, bieten Lebensraum und Nahrungsangebot. Im Herbst und Winter allerdings, ist die ästhetische Wirkung dahin.

Fleißige Bauern und Gärtner mähen oder mulchen die "braunen Stangerl", dass es wieder sauber ausschaut. Was viele nicht wissen.

Diese Stangerl sind das Überwinterungslager für viele Wildbienen, Hummeln, und anderen nützliche Insekten. Räumt man im Herbst die Flächen ab, beraubt man sich der Nützlinge für das Folgejahr. Im Fachjargon spricht man von "Attract and Kill"

Blühstreifen auch im Winter stehen lassen. So können Insekten überwintern

In diesem Vortrag hat Prof. Steiner drei effektive und einfache Aktionen vorgestellt, die Landwirte z.T. in Zusammenarbeit mit ihren Abnehmern ins Leben gerufen haben. Sehr zur Nachahmung empfohlen:

Von Bauer zu Bauer - Reden wir über die Vielfalt auf meinem Betrieb

Landwirte veröffentlichen auf Feldtafeln und im Internet, was sie bereits für eine artenreiche Vielfalt in der Natur tun. Vor allem die Feldtafeln informieren Spaziergänger und bringen Verbraucher und Landwirte wieder ins Gespräch und hinterlassen einen positiven Eindruck. Auch auf der Homepage sind die zahlreichen Ideen und Umsetzungen veröffentlicht. Zudem schulen sie sich gegenseitig, um der Biodiversität immer weiter auf die Sprünge zu helfen. Hier ist der Link zur Homepage https://www.vielfalt-am-betrieb.at/.


Ackerwildkrautflora fördern - Ein Projekt der Stieglbräu in Salzburg

Schmetterlinge und auch andere fliegende Insekten können "nur" einige 100m in einem Flug überwinden. Sie brauchen Möglichkeiten zur Rast und ein Futterangebot. Gerade in der Monokultur der großteiligen Landwirtschaft, ist es Schmetterlingen nicht mehr möglich zu wandern.

Die Braugersteproduzenten lassen in der Kultur 10 cm breite Streifen unbearbeitet. Die Streifen sind vereinbar mit den Arbeitsbreiten der Geräte und stehen jedes Jahr an der selben Stelle. Die Blühstreifen können angesät werden oder werden einfach unbearbeitet gelassen, so dass sich autochtone Arten aus dem Samenpotential des Bodens ansiedeln.

Manche Schläge sind vielleicht auch nicht rechteckig, sondern haben einen leichten Spitz. Diesen Spitz könnte man über die Blühstreifen ausgleichen und damit die Bearbeitung des Schlags sogar erleichtern. Durch diese Maßnahme kann sich die Insektenvielfalt wieder erhöhen.

Lebensraumvernetzung - Käserei unterstützt seine Lieferanten bei der Umsetzung

Viele Flächen werden mitgemäht, obwohl das Mahdgut nicht oder nur schlecht geeignet ist zur Fütterung. Die Idee für dieses Projekt lag darin, dass kleine Flecken nur noch einmal im Jahr gemäht werden.

Zum Beispiel ein Waldrand, der eh immer im Schatten liegt und gern nass bleibt. Unter Strommasten, wo man nur schwer hinkommt.

Randstreifen an Fußgängerwegen die ständig als Hundetoilette genutzt werden und und und. Wird die Fläche nur noch einmal gemäht, verwaldet sie nicht, doch Insekten können diese Flecken als Habitat nutzen und sich wieder vermehren.

Weiterlesen
EM-Tage_2019_Prof.Konrad_Steiner_Artenschutz_in_Bauernhand

Prof. Mag. Dr. Konrad Steiner: Der Artenschutz gehört in Bauernhand

(Textbeitrag von Robert Stockbauer)
Der mehrfach ausgezeichnete Lehrer des internationalen „Teacher Awards“ der industriellen Vereinigung, überzeugte alle anwesenden Zuschauer im Vortragszelt durch seine Fachkompetenz bei der Umsetzung nachhaltiger Themen in der Landwirtschaft.

„Eine möglichst artenreiche Natur ist die Basis für das Überleben, leben und leben lassen“!

Biodiversität fördern - Kulturlandschaft erhalten - Landwirtschaftliche Erträge sichern, das ist das Credo von Konrad Steiner.

Die Landwirtschaft gestaltet und prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft. Unter dem ökonomischen Druck haben sich die Bewirtschaftungsformen in den vergangenen Jahrzehnten markant gewandelt und ein besonderes Verhältnis von Landwirtschaft und Naturschutz geschaffen.
Einerseits möchte der Landwirt seinen Grund und Boden möglichst ertragreich bewirtschaften um bei sinkenden Preisen für seine Erzeugnisse im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Andererseits ist nachhaltige Landwirtschaft ohne Schutz der natürlichen Ressourcen als eigene Produktionsgrundlage nicht denkbar.

Landwirte leisten freiwillig einen erheblichen Beitrag zur Sicherung der Biodiversität, jedoch für besondere Naturschutzleistungen müssen derzeit auch entsprechende Mittel der öffentlichen Hand eingesetzt werden.

Naturschutz darf für die Bauernschaft kein finanzieller Nachteil sein bzw. sollte sich sogar wirtschaftlich auszahlen. Nur eine Win-win-Strategie garantiert nachhaltig eine Verstärkung der Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft. Damit dies funktionieren kann, brauchtes aber zumindest einen gewissen Anteil an Konsumenten, die den Mehrwert dieser Lebensmittel versteht und den Mehraufwand der Landwirtschaft für die Natur respektiert und mit fairen Preisen honoriert.

EM-TAge_2019_Konrad_Steiner_Beispiel

Einige aktuelle Initiativen des Lebensmittelhandels zu den Themen Humusaufbau, alte Gemüsesorten, tiergerechte Haltungsmethoden, Bienen – und Schmetterlingsschutz zeigen, dass die Marketingexperten die Chancen bereits erkannt haben.

Dabei ist wichtig, dass bereits von Beginn an, der Bauer und Naturschützer an einem Tisch sitzen. Die praktischen Erfahrungen des Landwirts sollen in die Planung des Naturschutzexperten mit einfließen. Gemeinsam werden die Möglichkeiten ausgelotet. Der Naturschutz und der Bauer kommen sich entgegen und geben auch jeweils nach, wenn es der gesunde Hausverstand vorgibt.

„Der mündige Konsument sollte den Mehrwert dieser naturschonend produzierten Lebensmittel verstehen und den Mehraufwand des Landwirts respektieren und honorieren“ erklärte Steiner.

Die Artenveränderung wird spürbar sein und Vielfalt dient der Weiterentwicklung. Deswegen sind auch die effektiven Mikroorganismen so wirksam und erfolgreich.

„Die Spirale für den Artenschutz in Bauernhand geht stark nach oben“, sagte Steiner. So ist Bereits das vielversprechende Projekt „2030“ mit der Käserei Wöhrle in Aussicht, um den Artenschutz gezielt voranzutreiben. Die Beteiligung der Landwirte ist freiwillig. Hauptsache es geht was voran, sagte Steiner im Abschlussgespräch mit uns. Der sympathische Biologe und Erdwissenschaftler, war mit seinem außergewöhnlichen Fachwissen, ein unverzichtbarer Referent der EM-Tage 2019.

Grummetwiese-angeregnet

Qualitätserhaltung bei angeregnetem Heu/Grummet mit CFKE

Welcher Landwirt mit Grünlandwirtschaft kennt das nicht? Der optimale Schnittzeitpunkt des Grases ist erreicht, der Wetterbericht prognostiziert „gutes Heuwetter“ für die nächsten Tage, doch es kommt anders…

Die Bedingungen für die Einbringung von Heu und Grummet waren heuer etwas durchwachsen. Das überwiegend trockene und heiße Wetter von Ende Mai bis Ende Juni machte die Heuernte relativ leicht. Die Erträge und die Qualität waren sehr gut. So konnte jeder Landwirt vom jungen bis zum älteren Heu für Pferde und Jungvieh den optimalen Schnittzeitpunkt nutzen. Anfang Juli stellte sich die Witterung um. Endlich kam der, für die Pflanzen sehr notwendige und ergiebige, Regen mit kühleren Temperaturen. Das Gras schob deutlich sichtbar mit dem Wachstum an. Für die Grummeternte begann die Herausforderung: Hält das trockene Wetter drei Tage lang an?

Grummet_mit_CFKE_behandeln

Konrad Schinkinger aus Raubling (Lkr. Rosenheim) schildert uns wie es ihm im Juli 2019 bei der Grummeternte ergangen ist und wie er das Beste daraus gemacht hat. „Seit Januar 2019 bewirtschafte ich eine relativ artenarme Kleegraswiese, die in den letzten Jahren vom Vorbewirtschafter sehr intensiv genutzt und gedüngt wurde. Ca. Mitte Juli war der passende Schnittzeitpunkt um den 2. Aufwuchs zu ernten. Der Wetterbericht prognostizierte am 19.07.2019 für die nächsten Tage „gutes Heuwetter“. Also mähte ich am 19. Juli.

Gegen Abend des 20.07. zog ein heftiger Gewitterregen über unser Gebiet. Glücklicherweise hatte ich vorher das „halbdürre“ Grummet noch geschwadet und ca. 0,2 l CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) je m³ dosiert.

Am 21.07. regnete es fast den ganzen Tag. In den folgenden Tagen war das Wetter durchwachsen.
Erst am 24.07.2019 erreichte das Grummet den notwendigen Trockensubstanzgehalt. Zum Einfahren mit dem Ladewagen wurden ca. 0,3 l CFKE je m³ dosiert.

Fazit: Das Grummet ist zwar nicht so, wie man sich das wünscht, den es wirkt auf den ersten Blick grau und ausgewaschen. Aber mit der zweimaligen CFKE-Behandlung erreichte ich, trotz des sehr schwierigen Trocknungsverlaufes, eine akzeptable Qualität. Der Geruch ist leicht aromatisch. Wenn man genau hinsieht erkennt man, dass auch grüne Grummetanteile vorhanden sind.

Vergleich zweier Grünlandschnitte von der gleichen Wiese 3. Schnitt 16.08.2019 unberegnet - 0,3 l CFKE je m³ beim Einfahren mit Ladewagen 2. Schnitt 19.07.2019 mehrmals angeregnet - 0,2 l CFKE je m³ beim Nachtschwaden und 0,3 l CFKE je m³ beim Einfahren mit Ladewagen

Kein Schimmelbefall. Von den Rindern wird das Grummet gerne gefressen, es bleibt kein Rest auf dem Futtertisch. Und Dank der niedrigen Heustocktemperatur (bei Heu und bei Grummet durchwegs zwischen 22 und 27 Grad), ist mein Schlaf entspannt und erholsam!“

EM-Tage_2019_Susanne_Vierthaler_Mein_weg_zum_EM_Weinbau

Susanne Vierthaler: EM-Weinbau mit Vorreiter Funktion

(Textbeitrag von Robert Stockbauer)

Susanne Vierthaler hielt an diesem Sonntagvormittag ihren ersten Vortrag auf einer großen Bühne vor so vielen interessierten Zuschauern. Die Anspannung merkte man ihr kaum an, da sie durch Ihre Begeisterung und die imposanten Ergebnisse der wirksamen EM-Produkte, in knapp 15 Minuten alle relevanten Fakten auf den Tisch brachte.

 Vor 10 Jahren begann sie mit ihrem Mann Josef den Weingarten auf das Rosenheimer System umzustellen. Seit dieser Zeit wird fermentierte Organik (Bokashi-Trester) zurück in den Weingarten ausgebracht und EM (Scharfes Blond und RoPro-13/20) zur Pflanzenstärkung gespritzt.

„Hochwertige EM-Produkte sollten in jedem Weinberg zuhause sein“

   

Susanne und Josef Vierthaler sind bekennende Anwender effektiver Mikroorganismen und geben engagierte Seminare zum natürlichen und nachhaltigen Weinanbau. Bei den EM-Tagen 2019 stellten Sie Ihren 2018ner Spitzenwein vor, der als Ergebnis einer langjährigen und nachhaltigen  humusaufbauenden Kreislaufwirtschaft gekelltert wurde.

Selbstverständlich kommen Mikroorganismen, Pflanzenkohle und Gesteinsmehl als Organikveredler sowie vorbeugende EM-Pflanzenstärkung zum Einsatz .
Der Wein als einer der beliebtesten Genussmittel verdient diese Wertschätzung allemal.

   

„Wir sollten nicht nur umdenken, sondern auch tun“, nachhaltig und effektiv miteinander“

2018 ernteten sie ihren wohlschmeckenden Spitzenwein. Der hochwertige Wein wurde mit großer Begeisterung am Marktstand der Vierthalers von den Besuchern gekostet. Susanne erzählte uns, dass Sie durch die positive Rückmeldung der Menschen wieder einmal mehr bestärkt wurde ihren Weg des nachhaltigen und  regenerativen Weinanbaus weiterzugehen.

Vierthalers

Der örtliche Biogärtnerstammtisch in ihrer Region ist nach Vierthalers Angaben, mehr als begeistert von den effektiven und zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der erstklassigen EM-Produkte. Auch eine Kooperation mit dem bekannten Profigärtner Rainer Steidle ist im Gespräch und stellt mit Sicherheit eine große Bereicherung für alle Beteiligte dar.

Die Weinbäuerin lobte die Besucher der EM-Tage, da nach Ihrer Auffassung alle in eine enkeltaugliche Zukunft blicken und ein ganzheitliches Denken in der Welt verbreiten. Die Menschen wollen, dass alles wieder gesundet und sind bereit die nötigen Schritte mit Entschlossenheit einzuleiten.

Die Gruppe von EM Anwendern in der Winzergemeinschaft wächst ständig und die Produkte werden mittlerweile als fester Bestandteil im Weinbau angesehen.
Susanne und Josef beflügeln die Winzergruppen auf dem Weg in die regenerative Landwirtschaft und nehmen dadurch eine beachtliche Vorreiterfunktion im Weinbau ein.

Wir freuen uns auch in Zukunft auf den Genuss von wohlschmeckenden, aromatischen und gesunden Wein aus dem Hause Vierthaler und haben die Sonderedition schon mal in unser Sortiment aufgenommen.

Auflösung von Bodenverdichtungen im Acker

Wie deutlich der Einsatz des Bodenverjüngers die mikrobiologischen Prozesse im Boden positiv verändert und dies für uns Menschen sichtbar wird, zeigt folgender Praxiseinsatz.

Im Rahmen der EM-Tage fand auch das Symposium regenerative Landwirtschaft bei uns in Högering statt. Dazu konnten wir dankenderweise die benachbarte Ackerfläche für eine Vorführung nutzen.

Bodenlockerung bei Winterweizenfeld

Auf dem Ende Juli geernteten Winterweizenfeld, erfolgte am 29.07.2019 die Tiefenlockerung. Eingesetzt wurde der Bremer Parall Lockerer P6VÜ mit 6 Zinken und hydraulischer Steinsicherung. Als Nachläufer waren eine Rohrstabwalze und zwei Striegel angebaut.

Die Bearbeitungstiefe betrug 30 cm. Auf der Hälfte der Parzelle wurde zur Tiefenlockerung zusätzlich 100 l Bodenverjünger je ha auf zwei Ebenen in einer Tiefe von 30 cm und 15 cm eingebracht.

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung

Am Sonntag, 04.08.2019 wurde die gelockerte Fläche begutachtet. Bodenexperte Dietmar Näser stellte mit der Bodensonde und der Spatenprobe nach nur 6 Tagen Wirkzeit des Bodenverjüngers Unterschiede im Boden fest.

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung Bodenprobe

Rechts: Boden mit Tiefenlockerung
Links: Boden mit Tiefenlockerung und Bodenverjüngereinsatz. Dieser zeigt eine deutlichere Krümmelstruktur und ist etwas dunkler.

Versickerungstest bei wassergesättigtem Boden

Anschließend erfolgte der Versickerungstest bei schon fast wassergesätigtem Boden (am Vortag ergiebige Regenfälle)

Zwei KG-Rohre mit jeweils 40 cm Durchmesser (ca. 0,1 m² je Rohr) wurde in den Boden gedrückt. Eines in die Fläche mit der Tiefenlockerung und eines in die Fläche mit Tiefenlockerung + Bodenverjünger. Nun wurde Sturzbachmäßig in jedes Rohr 10 l Wasser in ca. 1 Minute eingegossen. Die entspricht 100 l Wasser je m².

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung3

Nach ca. 4 Minuten Versickerungszeit stand das Wasser noch:
8,5 cm hoch bei Rohr mit Tiefenlockerung
6,5 cm hoch bei Rohr mit Tiefenlockerung + Bodenverjünger

Ergebnis nach 10:30 Minuten:

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung4

Links: Rohr war leer bei Tiefenlockerung + Bodenverjünger
Rechts: Rohr noch fast halbvoll bei Tiefenlockerung

Dieser Versickerungstest zeigt sehr deutlich, wie positiv der Bodenverjünger die mikrobiologischen Prozesse im Boden positiv verändern können.

Zahlreiche Landwirte nutzen mit Erfolg den Bodenverjünger in der Tiefenlockerung, zur Einschälung von Zwischenfrüchten (Flächenrotte) zur Bodenbearbeitung und zur Sähschlitzbehandlung.

KOOPERATION REGENERATIVE LANDWIRTSCHAFT
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Gerhard Weishäupl, Franz Brunner, Dietmar Näser und Friedrich Wenz für die  informativen und praxisorientieren Beiträge zur Tiefenlockerung.

Weiterführende Links:

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