Kategorie: Biogas

Hackschnitzel mit EM bearbeiten

Käferholz? Hackschnitzel mit EM haben sich bewährt

Wie man das Beste aus den Hackschnitzeln rausholt

Hackschnitzelheizungen bringen viele Vorteile. CO2-neutrale Erzeugung von Wärme für z.B. Fernwärmenetze, Prozesswasser in Gewerbebetrieben oder einfach nur für die Heizung und Warmwasserbereitung im privaten Wohnhaus. Auch in den immer mehr und besser werdenden BHKWs (Blockheizkraftwerke mit Warmwasser- und Stromerzeugung) sowie Holzvergaseranlagen finden Hackschnitzel Verwendung. Größtenteils werden die anfallenden Hackschnitzel regional verheizt, somit sind nur kurze Transportwege notwendig. Ein Großteil des Hackguts stammt aus Sägerestholz und minderwertigen Hölzern oder Baumteilen wie Gipfelholz. Auch eingesetzt wird Schwachholz, das in der Möbelherstellung und der Bauwirtschaft nicht verwendet werden kann.

Die Lagerung der Hackschnitzel sollte schimmelfrei und ohne Selbsterwärmung erfolgen. Nur so kann der max. Heizwert des wertvollen Hackguts genutzt werden.

Feuchte Hackschnitzel aus Waldrestholz, Käferholz oder Sägerestholz sind sehr anfällig für Schimmelbildung und Erwärmung im Haufen. Die austretenden Pflanzensäfte enthalten Zuckerstoffe, die gerne von Pilzen besetzt werden. Diese Pilze dringen in das Holz ein und nutzen die darin gespeicherte Energie. Die Hackschnitzel erwärmen sich und verlieren an Brennwert. Die entstehenden Pilzsporen können für die menschliche Gesundheit negative Auswirkungen haben.

Wie gehe ich vor, um schimmelfreie Hackschnitzel mit hohem Brennwert zu erzeugen?

Wird EM in die Schnitzel eingemischt, werden die Pflanzensäfte schnell von den Mikroorganismen umgewandelt und die Hackschnitzel konserviert. Pilze haben keine Lebensgrundlage mehr. Der Heizwert der Hackschnitzel bleibt erhalten.

Technische Lösungen zur Einbringung von EM in die Hackschnitzel

Die arbeitswirtschaftlich effektivste Variante ist, direkt am Holzhäcksler die EMs einzubringen. Z.B. Düsen am Auswurfkamin anbringen und in den Hackschnitzelstrom einspritzen oder am Einzug vor der Häckseltrommel das zu Holz zu besprühen.

Aufwandmenge EM-aktiv : 1 L / srm (Schüttraummeter) Hackschnitzel

Tipp für die Praktiker:

Bei der empfohlenen Einbringmenge von 1 l EM aktiv je srm Hackschnitzel sollte die Pumpenleistung der Dosieranlage an die Häckslerleistung angepasst werden. Z.B. bei einer Häckselmenge von 100 srm je Std. sollte die Dosieranlage 100 l EM je Std. einspritzen.

EM-Vollprofis mischen noch 2 g Keramikpulver je l EM aktiv in den Behälter der Dosieranlage.

Fazit: Der Brennwert von mit EM-aktiv und Keramikpulver behandelten Hackschnitzel liegt bis zu ca. 10 % über unbehandelten. Erste Versuche zeigten auch niedrigere Staubbelastungen bei der Abgasmessung durch den Kaminkehrer.

Unbedingt auch lesen:

EUREM Projektarbeit Hackschnitzel mit EM-Technologie

Peter Metzler behandelt in seiner Projektarbeit das Thema "Lagerungsverlust von Hackschnitzeln mit der EMa-Technologie begrenzen".
Zitat aus der Projektarbeit:
"Eine Reduktion des Brennstoffeinsatzes um bis zu 10 % erscheint realistisch."

Effektive Stippelbearbeitung mit dem Bodenverjünger

Effektive Stoppelbearbeitung mit Bodenverjünger

Jeder organische Eintrag in den Boden fordert die Mikrobiologie. Es gilt die organische Masse rasch umzusetzen, ohne Nährstoff- und Energieverluste.

Stoppelrückstände auf dem Acker werden dem Boden nach der Ernte wieder zugeführt. Je schneller sie umgesetzt werden, umso geringer ist die Gefahr, dass Schädlinge sie als Brutstätte nutzen oder dass Fäulnisherde entstehen.

Bodenverjünger fördert die Rotte und bietet der Bodenbiologie umfassende Unterstützung

  • vermindert Fäulnisprozesse
  • fördert die rasche Zersetzung der Organik
  • Nährstoffverluste werden vermindert
  • unterstützt die Bodengare
  • hilft eine stabile Krümelstruktur zu etablieren
  • perfekte Vorbereitung für die Folgekultur
  • mindert Verdichtungen

Bei oder vor der Einarbeitung von Ernterückständen wird Bodenverjünger direkt auf die Stoppeln gesprüht. Für eine bessere Verteilung kann Bodenverjünger mit Wasser verdünnt werden.

Aufwandmenge Bodenverjünger: 150 L / ha

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Güllefassl

Herbstgülle jetzt behandeln

Wenn in den nächsten Wochen, Anfang bis Mitte Oktober der letzte Grünlandschnitt geerntet wird, steht anschließend für die meisten Landwirte die letzte Gülleausbringung auf dem Grünland in diesem Jahr an.

Gülleausfahren

Sicherlich hat jeder Landwirt größtes Interesse, dass die in der Gülle enthaltenen Nährstoffe in der nächsten Vegetation für die Pflanzen zur Verfügung stehen.
Hierzu ist die Güllebehandlung mit EM-aktiv, Karbosave Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl für zahlreiche erfolgreiche Landwirte eine zentrale Maßnahme.

Mit Hilfe der Mikrobiologie werden Nährstoffe in den sehr feinen Kohlestrukturen gebunden (ähnlich wie ein Schwamm). RoPro-Lit-Urgesteinsmehl bringt zusätzlich Mineralien und Spurenelemente und begünstigt hiermit die Arbeit der Mikroorganismen, die die Gülle in eine lebendige Organik umwandeln.

Ausreichende Zeit für die Mikrobiologie
Die Güllebehandlung sollte mindestens 3-8 Wochen oder länger vor der Ausbringung durchgeführt werden. Je länger die behandelte Gülle lagert, umso größer ist der Effekt.
Ende September ist ein guter Zeitpunkt um die Gülle zu behandeln um sie dann Ende Oktober bis Mitte November ausbringen zu können.

Wiesenboden-obere Bodenschicht

Richtig behandelte Gülle stinkt nicht, sie ätzt nicht und sie liefert Nährstoffe dorthin wo sie gebraucht werden. In den ersten paar Zentimer, also den oberen Bodenschichten, wo die Kulturpflanzen wurzeln. Nährstoffe in behandelter Gülle liegen weniger in Form von flüchtigen Gasen vor. Es gibt weniger Stickstoffverluste während der Lagerung und der Ausbringung. Somit können Mineraldüngergaben im Grünland radikal reduziert werden.

Zusammengefasst heißt das:

  • Nährstoff-Auswaschungen gehen gegen Null und die Düngewirkung der Gülle steigt.
  • Gerade für die im Herbst ausgebrachte Gülle ist die Nährstoffspeicherung bis zum nächsten Frühjahr essentiell.

EM-behandelte_Gülle

Grobrechnung und Umweltgedanke
Bei einem N-Verlust von ca. 2-3 kg/m³ Gülle durch Auswaschung und Ausbringverluste wird von konventionellen Landwirten oftmals diese Differenz mit Mineraldünger ausgeglichen.

Bei einem N-Preis von ca. 30 €/dt KAS (incl. Ausbringkosten) sind ca. 2 – 3,50 € Aufwand/m³ Gülle notwendig um den verlorenen Stickstoff wieder den Kulturpflanzen zur Verfügung zu stellen.
Hinzu kommt die massive CO2-Belastung der Atmosphäre durch die Herstellung (Haber- Bosch-Verfahren) N-haltiger Düngemittel und deren bodenlebenschädigenden Wirkung beim Abbau im Boden.

Kurz gesagt: Behandelte Gülle bringt wirtschaftliche und umweltschonende Vorteile, was letztendlich der kompletten Erde und deren Bewohner zu Gute kommt.

EM-behandelte_Gülle

Einsatzmenge je m³ Gülle:

  • 1 L EM aktiv bzw. Hefefraktion (EM-Satz; ist nicht immer vorrätig, bitte anfragen)
  • 6 L Pflanzenkohle (Karbosave)
  • 30 kg RoPro-Lit-Urgesteinsmehl

Derzeit haben wir zur Güllebehandlung die Hefefraktion (EM-Satz) im Angebot.
Der Preis für die Hefefraktion liegt bei 50% vom EM-aktiv.

Maisanbau im Trockenjahr 2018

Frühjahr und Sommer 2018 war in vielen Regionen geprägt von der Trockenheit bis hin zur extremer Dürre. Für viele Landwirte können solche Wetterextreme existenzbedrohend sein, egal ob viehloser Ackerbau, Biogas oder Tierhalter jeder ist auf qualitativ und quantitativ gute Erträge angewiesen um einen wirtschaftlichen Erfolg zu verzeichnen.

Hier ein Interview mit Alfred Asam, Neuötting wie er im Trockenjahr 2018 seinen Mais angebaut hat.

Asam Alfred, Neuötting

stolz, inmitten seines Maisfeldes

Sepp Oppenrieder, EM-Chiemgau:
Alfred, dein Mais fällt in Eurer Region positiv auf. Er ist höher, grüner und wirkt frischer wie viele andere Maisfelder. Wie bist du bei der Bodenbearbeitung und Düngung vorgegangen?

Alfred Asam:
In 2017 stand auf der Fläche Wintergerste. Auf die Getreidestoppeln brachte ich 15 m³ behandelte Gülle aus. Die Gülle war mit EM, Pflanzenkohle und Biolit-Urgesteinsmehl behandelt.
Mit dem Flügelschargrubber wurde auf 10 cm Tiefe die Getreidestoppel und die Gülle eingearbeitet. Nach 14 Tagen erfolgte die Aussaat der Zwischenfrucht mit der Drillmaschine.

Dazu wurde die abfrierende Wildmischung Reiser Jagd II (Ölrettich, Phacelia, Buchweizen, Ramtilkraut, Kresse, Perserklee, Alexandrinerklee und Sonnenblumen) verwendet.
Im März 2018 mulchte ich den abgestorbenen Zwischenfruchtbestand.

Eine Gabe von 30 m³ behandelter Gülle erfolgte am 20.04.2018 mit anschließender Einarbeitung und Saatbettvorbereitung mit dem Dyna Drive.
Die Maissaat mit dem Scheibenschargerät und einer Saatstärke von 8,5 Körner/m² der Sorte Farmflex FAO 250 erfolgte am 25.04.2018. Zur Saat wurde als Unterfußdüngung 20 kg N und 15 kg P je ha ausgebracht.

Sepp Oppenrieder:
Die Maisreihen sind frei von Wildkräutern. Was hast du hier gemacht?

Die letzten Rückstände der Zwischenfrucht, dienen noch den Regenwürmer als Futter. Deutlich sind hier die noch überwiegend grünen Blätter und Stängel zu sehen.

Alfred:
Zur Unkrautregulierung führte ich eine Herbizidmaßnahme durch.
Das Ergebnis meiner Arbeit ist auf den folgenden Bildern vom 07.08.2018  deutlich zu sehen.

Die Wuchshöhe beträgt ca. 3,50 – 3,90 m

Sepp Oppenrieder:
Zeichen für eine gesunde Maispflanze:

  • Die komplette Pflanze bleibt lange grün und
  • reift dann gleichzeitig von unten bis oben ab.
  • Große, gute ausgebildete Körner und volle Kolben

 

Sepp Oppenrieder:
Viele erfolgreiche Landwirte haben aufgrund ihrer Erfahrung, Beratung und Unternehmenskultur eigene „Rezepte“ entwickelt. Wie ist deine Vorgehensweise?

Alfred Asam:
Die Regernative Landwirtschaft ist eine zukunftsweisende Methode. Derzeit verwende ich daraus einzelne Bausteine kombiniert mit konservativen Maßnahmen. Wie bei vielen Neuerungen, ist auch hier, ein langsames Hintasten und schrittweise Umsetzung und etwas Experimentierfreude gefragt. Gerade das macht die Landwirtschaft für mich so spannend.

Rechts mein Maisfeld, links das Feld eines anderen Landwirts mit „traditioneller“ Anbaumethode und Düngung „nach guter fachlicher Praxis“.

Hier ist deutlich der Unterschied in Farbe, Höhe, Vitalität und letztendlich in Ertrag und Qualität zu erkennen.

Sepp Oppenrieder:
Alfred, ich danke dir sehr herzlich für die Offenheit und wünsche weiterhin gutes Gelingen.

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