Kategorie: Allgemein

Flaechenrotte-Vortex-Gerhard-Weisshaeuptl

Flächenrotte mit Schälfräse oder Scheibenegge?

Die Landtechnikindustrie reagiert meist schnell, wenn es darum geht Technik für neue Wirtschaftsweisen auf den Markt zu bringen.

Welche Maschine kommt wann zum Einsatz? Das ist eine Frage, die so nicht pauschal beantwortet werden kann. Generell gilt, eine lockernde und möglichst wenig wendende Bodenbearbeitung bringt große Vorteile. Eine Bodenansprache mit Spatenprobe und Bodensonde sollte standartmäßig vor jeder Bodenbearbeitung durchgeführt werden. Auch wird der Pflanzenbestand beurteilt und mögliche Witterungseinflüsse abgeschätzt. Anhand dieser Parameter fällt die Entscheidung, welche Maschine mit welcher Arbeitstiefe und Fahrgeschwindigkeit eingesetzt werden.

Welches Gerät verwende ich zur Herstellung der optimalen Flächenrotte?

Schälfräse versus Scheibenegge

Die Frage lässt sich relativ leicht beantworten, wenn die Grundsätze der optimalen Flächenrotte beachtet werden.

Diese Vorteile sprechen für eine Schälfräse:

  • flächendeckender gleichmäßiger Schnitt auf ca. 3-5 cm Tiefe
  • gleichmäßige Zerkleinerung des grünen Bestandes
  • gleichmäßige Vermischung von zerkleinerten Grünmaterial mit der Erde

Eine optimal eingestellte Schälfräse mit „ziehenden“ Freiwinkelmessern und angepasster Fahrgeschwindigkeit ist Grundvoraussetzung, um eine optimale Flächenrotte zu bekommen. Die Einbringung des Bodenverjüngers erfolgt meist mit einem Fronttank, 12 Voltpumpe und einem dem Arbeitsgerät angepasster Spritzbalken an der Fronthydraulik. Die nativen Bakterien des Bodenverjüngers unterstützen und beschleinigen den Rotteprozess und verhindern Schimmel- oder Fäulnisbildung. Die Einsatzmenge beträgt ca. 100 -150 l Bodenverjünger je ha.

Fotoquelle: Gerhard Weisshäuptl, Fa. Vortex - Front-Tank - Einsatz von Bodenverjünger beim Fräsen

Flächenrotte mit Scheibenegge?

Eine optimale Flächenrotte wird mit der Scheibenegge meist nicht erreicht. Denn sowohl ein gleichmäßiger flächendeckender Schnitt, die einheitliche Zerkleinerung des organischen Materials und auch die nötige flache Einarbeitung sind nur bedingt möglich. Auch eine kontunuierliche Vermischung von Erde und Organik auf 3-5 cm Arbeitstiefe können mit der Scheibenegge schwer eingehalten werden.

Eine gute Flächenrotte benötigt Zeit

Für die Praktiker noch die Frage der Schlagkraft. Die Fräsleistung beträgt je nach Arbeitsbreite und Bodenbeschaffenheit ca. 1 – 1,5 ha je Stunde. Anschließend muss eine Wartezeit von 10-14 Tage für die Rottezeit eingehalten werden bis zur nächsten Saatbettbereitung und Saat.

Im Frühjahr ist die Bodentemperatur für eine gute Flächenrotte ausschlaggebend

Damit die Flächenrotte bestmöglich erfolgen kann muss die Bodentemperatur im Frühjahr mindestens 6-8 Grad betragen. Unterhalb dieser Temperatur ist die Bodenmikrobiologie nicht aktiv. Je wärmer, umso effektiver auch die Umsetzungsprozesse. Die notwendige Bodentemperatur abzuwarten ist sinnvoll.

Zur Einarbeitung von Maisstoppeln, -stroh und Rübenblatt im Herbst, kann die Scheibenegge gut eingesetzt werden.

Gut arbeitende Schälfräsen mit ausgeklügelter Technik gibt es z.B. bei Ackerfäse.at
Beitragsbild ebenfalls von Gerhard Weisshäuptl

Maisstroh-mit-Bodenverjuenger-einarbeiten

Warum es Sinn macht, Maisstoppeln und -stroh mit Bodenverjünger einzuarbeiten

Die Silomaisernte ist so gut wie abgeschlossen. Je nach Region, Witterung und Reifezustand läuft die Körnermaisernte auf Hochtouren.

Abhängig vom Reifezustand, Blatt- und Stängelmasse fallen beim Körnermaisdrusch je ha ca. 6-10 to organisches Material an. Bei trockener Witterung gedroschen, ist das Maisstroh relativ voluminös und leicht. So mancher Herbststurm nach dem Drusch hat schon Grundstücksnachbarn mit Lieschblättern und Resten der Maispflanzen „mehr oder weniger beglückt“.

Je nach Häckselhöhe bleiben auch nach der Silomaisernte Stoppeln zurück, die zerkleinert und eingearbeitet werden sollen.

Viele Landwirte machten schon die Erfahrung, dass eingepflügte Maisstoppeln im nächsten Jahr beim Pflügen wieder fast unverottet an die Erdoberfläche kommen. Dies ist ein deutliches Zeichen für zu tiefes „Vergraben“ der Ernterückstände und ein relativ armes mikrobielles Bodenleben.

Maiswurzelbohrer, Fusarien und so manch andere unerwünschte Erscheinung machen die Zerkleinerung und Einarbeitung unumgänglich.

Für die mechanische Zerkleinerung der Ernterückstände und deren Einarbeitung bieten die Landtechnikhersteller unterschiedlichste Maschinen an. Mindestens genau so wichtig ist die Unterstützung des Bodenlebens, die letztendlich das organische Material zersetzen und die enthaltenden Nährstoffe für die nächste Kultur zur Verfügung stellen.

Die optimale Versorgung im Boden mit Hauptnährstoffen und Spurenelementen sind wichtige Voraussetzungen für aktives Bodenleben. (Link zur Bodenanalyse nach Albrecht). Hinzukommt die Einbringung des Bodenverjüngers zu jeder Bodenbearbeitung um das mikrobielle Bodenleben zu stärken.

Vorgehensweise

Unmittelbar nach der Ernte, die Maisstoppel bzw. Maisstroh mit einer herkömmlichen Feldspritze flächendeckend 100 L Bodenverjünger je ha spritzen. Falls für die Ausbringung mehr Flüssigkeit notwendig ist, kann den 100 l/ha Bodenverjünger eine technisch notwendige Wassermenge hinzugesetzt werden. Anschließend sollte z.B. mit der Scheibenegge oder dem Grubber die Ernterückstände flach eingearbeitet werden.

Die nativen Mikroorganismen des Bodenverjüngers unterstützen den Verrottungsprozess, beugen Schimmelbildung vor, unterstützen das Bodenleben und tragen zur Humusbildung bei. Durch den noch relativ warmen Boden, der vorhandenen Bodenfeuchtigkeit und der Einbringung des Bodenverjüngers läuft die „Verstoffwechselung“ der Maisrückstände auf natürlicher Weise positiv ab.

Technisch gut ausgestattete EM-Anwender arbeiten mit einem Fronttank, elektrischer 12 Voltpumpe und einem Spritzbalken im Frontanbau, der auf die jeweilige Arbeitsbreite des am Heck angebauten Arbeitsgerätes abgestimmt ist.

Nach ca. 1 Woche Wartezeit kann die Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Saat der nächsten Hauptfrucht z.B. Winterweizen erfolgen.

Wird auf der Fläche im Herbst keine Hauptfrucht angebaut, empfehlen wir die Saat einer winterharten vielfältigen Zwischenfrucht z.B. Gemenge mit Roggen, Wicken, Inkarnatklee, Raps, Rüpsen und Triticale. Gut abgestimmte winterharte Zwischenfruchtmischungen bietet Camena Saaten an.  

EM-Mais-Silage-EM-behandelt

Erwärmung und Schimmel in der Maissilage

Welcher Landwirt kennt das nicht? „Alles richtig gemacht“ bei der Silomaisernte, doch beim Füttern der Maissilage ist diese warm und es haben sich Schimmelnester gebildet.

Beispiele möglicher Ursachen für Schimmel in der Maissilage:

  • Faulige Maispflanzen durch Hagelverletzungen
  • Verschmutzungen durch Maschinen
  • Mangelnde Feldhygiene
  • Pilzbefall am Mais
  • Überfüllung des Siloanlage (mangelnde Verdichtung)
  • zu trockenes Siliergut
  • ...


Neben den bekannten Parametern wie Verdichtung, Abdeckung, Entnahmevorschub, usw. gibt es viele weitere z.T. außer Acht gelassene mögliche Ursachen für die schlechte Silage-Qualität.

Im Laufe der Vegetationszeit gingen heuer in vielen Regionen heftige Hagelschauer nieder. Diese mechanischen Verletzungen an den Maispflanzen führten je nach Zeitpunkt, Entwicklungsstadium und darauffolgende Witterung oftmals zu Befall von Schimmelpilzen und anderen Krankheiten.

Bei der Silomaisernte reichen geringe Mengen an Schimmelsporen aus, die dann mit dem Häcksler im Häckselgut verteilt werden. Spätestens beim Öffnen des Silos und Füttern wird dann die Problematik meß-, sicht- und riechbar. Mit einer Wärmebildkamera werden die unterschiedlichen Temperaturbereiche an der Anschnittfläche deutlich erkennbar.

Landwirte, die ihre Maisfelder unmittelbar nach dem Hagelschaden mit EM-Produkten behandelten, haben ein deutlich geringeres Risiko „Schimmelmais“ zu ernten.

Maisbeulenbrand entsteht oftmals bei bzw. nach Stresssituationen. Auch hier kommen unerwünschte Pilze in das Silo und beeinträchtigen die Futterqualität negativ.

Generell gilt: Gesunde widerstandskräftige Maispflanzen in der Jugendentwicklung mit EM behandelt sind eine wichtige Voraussetzung für einwandfreie Maissilage. Hagelschäden sollten, sofern der Bestand noch befahrbar ist, mit EM behandelt werden. Mehr dazu hier: Hagelschlag im Mais 2018 und dennoch gute Erträge

CFKE (Chiemgauer Fermentierte Kräuterextrakt) als Siliermittel stabilisiert und „sichert“ die Maisqualität im Silo. Mit dem Siliermitteldosierer am SF-Häcksler wird CFKE in den Mais eingebracht.

Dosierempfehlung beim Mais

Wir empfehlen 2 L CFKE je m³ festgefahrene Maissilage. Bei einem Ertrag von z.B. ca. 60 m³ Maissilage je ha sind dies ca. 120 l CFKE die vom SF-Häcksler je ha eindosiert werden.

Der Gärprozess braucht Zeit.
Silage, die min. 2-3 Monate siliert hat, ist stabiler und weniger anfällig für Nacherwärmung.

CCM, Lieschkolbenschrot und Körnermaissilage

CFKE kann auch bei CCM, Lieschkolbenschrot und Körnermaissilage erfolgreich eingesetzt werden. Mit 2 l CFKE je m³ werden diese sehr energiereichen Silagen stabiler und das Schimmelrisiko deutlich reduziert. Je nach Verfahren erfolgt die Einbringung von CFKE mit dem Dosiergerät auf dem SF-Häcksler oder an der Schrotmühle.

Was tun, wenn die Maissilage schimmelt?

Gibt es eine „Notbremse“ im Silo?

Was tun, wenn kein CFKE beim Silieren verwendet wurde, und die Maissilage nun bei der Entnahme warm wird und schimmelt? Generell sollte die verschimmelte Maissilage aus dem Silostock entfernt werden. Anschließend sollte die Entnahmefläche mit CFKE benetzet werden. Eine Rückenspritze, die schon mit CFKE gefüllt vor Ort steht sichert die tägliche Routine. Somit können zumindest die Verluste in Grenzen gehalten werden. Einige Landwirte berichten, dass die Erwärmung verschwindet und die Silage wieder abkühlt. Verschimmelte Maissilage sollte auf keinen Fall verfüttert werden.

Zuckerruebenernte-Blatt-Verarbeitung-regenerativ-mit-Ferment-Bodenverjuenger

Zuckerrübenblatt einarbeiten mit Bodenverjünger

Die Zuckerrübenernte läuft derzeit auf Hochtouren. Je nach Standort, Rübengesundheit und anderen Faktoren fallen ca. 15-30 to Zuckerrübenblatt je ha an. Darin enthalten sind bis zu ca. 130 kg N/ha. Vom Rübenroder klein gehäckselt liegt die Grünmasse auf dem meist nackten Ackerboden. Was passiert mit dieser enormen Blattmasse?

Das Potential der grünen Organik nutzen
Das eiweißreiche Material auf dem Acker neigt relativ schnell zur Schimmel- oder Fäulnisbildung. Um die Grünmasse in einen positiven Rotteprozess zu bringen, kannst du hier den Bodenverjünger bei der Einarbeitung einsetzen.

Die nativen Mikroorganismen des Bodenverjüngers unterstützen den Verrottungsprozess und beugen Schimmelbildung, bzw, Fäulnisprozesse vor. Die Organik wird aufbauend verstoffwechselt und unterstützt so das Bodenleben und trägt zur Humusbildung bei. Für diesen Prozess sollte die Bodentemperatur über 8 °C liegen sonst stellt die Mikrobiologie ihre Arbeit ein. Wenn dann noch genügend Bodenfeuchtigkeit vorhanden ist, kann das Rübenblatt natürlich und für das Bodenleben ideal verstoffwechselt werden.
Mehr zur regenerativen Bearbeitung erfahrst du hier.

Ganz vereinzelt und in absolut futterknappen Jahren wird das Rübenblatt zur Fütterung der Rinder siliert. Zur Silierung dieser empfindlichen Blattmasse empfehlen wir CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterferment). So erfolgt eine sofortige Absäuerung und geregelte milchsaure Fermentierung der Zuckerrübenblätter.

Die Zuckerrübenblätter optimal einarbeiten

Unmittelbar nach der Ernte wird das vom Rübenroder zerkleinerte Rübenblatt, mit einer herkömmlichen Feldspritze flächendeckend mit 100 L Bodenverjünger je ha gespritzt. Falls für die Ausbringung mehr Flüssigkeit notwendig ist, kann der Fermentmischung (100 l/ha Bodenverjünger) eine technisch notwendige Wassermenge hinzugesetzt werden. Anschließend kannst du z.B. mit der Scheibenegge oder dem Grubber das Rübenblatt flach einarbeiten. Tatsächlich ist es wichtig, dass die mit Ferment besprühte Organik mit Erde leicht abgedeckt wird. So wird die fermentierte Rotte eingeleitet und die Nährstoffaufbereitung für die nächste Saat optimiert.

Technisch gut ausgestattete EM-Anwender arbeiten mit einem Fronttank, elektrischer 12 Voltpumpe und einem Spritzbalken im Frontanbau, der auf die jeweilige Arbeitsbreite des am Heck angebauten Arbeitsgerätes abgestimmt ist.

Nach ca. 1 Woche Wartezeit kann die Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Saat der nächsten Hauptfrucht z.B. Winterweizen erfolgen.

Wenn du auf der Fläche im Herbst keine Hauptfrucht anbaust, empfehlen wir dir eine winterharte vielfältige Zwischenfrucht z.B. ein Gemenge mit Roggen, Wicken, Inkarnatklee, Raps, Rüpsen und Triticale.
Gut abgestimmte winterharte Zwischenfruchtmischungen bietet Camena Saaten an. 

Weideparasiten-vorbeugen mit EM-Pflege und Guelleaufbereitung

Weideparasiten bei Rinder vorbeugen

Grundsätzlich ist die Weide die natürlichste Haltungsform der Rinder. Aus den unterschiedlichsten Gründen kann und will nicht jeder Rinderbesitzer Weidehaltung praktizieren.

Weideparasiten sind meist auf Dauerweiden eine große Herausforderung. Hauptsächlich extensive Grünlandflächen, oftmals viele Jahre bzw. Jahrzehnte als Dauerweide genutzt in feuchteren, schattigen Lagen, bedürfen einer besonderen Tierbeobachtung mit entsprechenden Maßnahmen.

Magen-Darmwürmer, Leberegel, Lungen- und Spulwürmer sind so die bekanntesten Weideparasiten.

Die klassischen Maßnahmen sind, z.B.

  • Weideflächen nachmähen/mulchen,
  • Drainagen und Vorfluter offenhalten,
  • Beweidungspausen einlegen und
  • wenn irgendwie möglich Schnittnutzungen dazwischen durchführen.

Auch die zwischenzeitliche Beweidung durch Pferde oder Schafe trägt positiv zur Vorbeugung bei, da die meisten Parasiten „wirtspezifisch“ sind.

Wie kann ich die Weidetiere mit EM stärken?

Wie in vielen anderen Situationen auch, ist ein gesundes Tier mit einem gut funktionierendem Immunsystem widerstandskräftiger. Sofern die Weidetiere im Stall zugefüttert werden, wird CFKE und Karbofit-Futterkohle in das Futter eingemischt. In der vegetationslosen Zeit, wo meist alle Weidetiere im Stall sind, sollte die Fütterung mit CFKE und Karbofit-Futterkohle standartmäßig durchgeführt werden. Die Einsatzmengen werden je nach Gewicht der Rinder angepasst. Je 100 kg Körpergewicht 10 ml CFKE und 5 g Karbofit-Futterkohle reichen im Normalfall um einen Wiederkäuer-Verdauungstrakt zu unterstützen. Ein gesunder Verdauungstrakt ist Grundvoraussetzung für ein starkes Immunsystem.

Tränkewasser energetisieren

Die Wasserversorgung der Weidetiere wird oftmals mit Wasserfässer gewährleistet. Hierzu kann in das Wasserfass ein EM-Keramikstab eingebracht werden. Das energetisierte Wasser bleibt länger frisch und wirkt sich positiv auf die Tiergesundheit aus.

Nutzen von EM auf Weideflächen

Ein mikrobiologisch aktiver und gesunder Boden ist Grundvoraussetzung für gutes Futter. Wird auf den Weideflächen Gülle, Mist oder andere organische Dünger ausgebracht, sollten diese standartmäßig mit EM, Karbosave-Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl behandelt werden. Lt. Studien von der Uni Leipzig, erfolgt bei der empfohlenen Güllebehandlung eine gewisse „Hygienesierung“, d.h. krankmachende Mikroorganismen, Parasiten und deren Eier, sowie Fäulnis werden nahezu vollständig unschädlich gemacht.

Behandelte Gülle stinkt nicht, ätzt nicht, läuft gut von den Pflanzen ab und fördert die Vielfalt der Futterpflanzen z.B. Weißklee. Wenige Wochen nach der Gülleausbringung kann wieder beweidet werden. Ein gutes schmackhaftes und gesundes Weidegras ist für die Tiere ein Leckerbissen.  Hofeigener organischer Dünger (Gülle, Mist) aufgewertet mit RoRo-Lit Urgesteinsmehl ist ein hochwertiger Volldünger und wird seit vielen Jahren von den Landwirten erfolgreich im Grünland eingesetzt.


Mehr erfahren über die Güllebehandlung nach dem Rosenheimer Projekt:
Güllebehandlung, wann ist der richtige Zeitpunkt?
Video Erfahrungsbericht Güllebehandlung

Empl-Hof-Groebner-Guellebehandlung-auf-Kurzrasenweide-Hl.Kreuz

Weiden mikrobiologisch stärken

  • Remineralisieren mit Sandilit bringt erhöhte Inhaltsstoffe
    Auf Weideflächen die nicht (organisch) gedüngt werden, kann Sandilit medium mit der Körnung 0/2 mm ausgebracht werden. Die Einsatzmengen von ca. 3-5 to je ha können mit Kompoststreuer oder Feuchtkalkstreuer bei gut befahrbaren Boden gestreut werden. Optimal mit Hauptnährstoffen und Spurenelementen versorgte Weideflächen, haben im Gras höhere Mineralstoffgehalte, was auch den Futterwert deutlich erhöht.
  • Bodenverjünger (native Mikroorganismen) ausbringen
    Bei sämtlichen Pflegmaßnahmen z.B. abschleppen, striegeln und mulchen wird der Bodenverjünger mit einer Einsatzmenge von 50 l je ha vor oder zu der jeweiligen Maßnahme ausgebracht. Erfahrene EM-Anwender haben auf den jeweiligen Geräten Dosieranlagen aufgebaut, bzw. im Frontanbau einen Spritzbalken und im Heckanbau das jeweilige Arbeitsgerät. Die Mikrobiologie im Boden wird gestärkt, und die Verrottung des Mulchmaterials läuft fäulnisfrei.
  • Grasnarbenbelüfter einsetzen
    Dauerweideflächen, auch wenn diese nur selten mit (schweren) Maschinen befahren werden, können oberflächige Verdichtungen aufweisen. Die „laufende“ Trittbelastung bei nassen sowie bei trocknen Witterungsverhältnissen führt z.T. zu Verdichtungen. Typische Zeigerpflanzen wie z.B. Breitwegerich, Löwenzahn und Ampfer werden sichtbar.
    Die oberflächigen Verdichtungen werden mit dem Grasnarbenflüfter in Kombination mit 50 l Bodenverjünger je ha aufgelöst. Wie funktioniert der Grasnarbenbelüfter?

Bei einer Weidezeit von ca. 150 – 200 Tagen je Jahr verbringen die Rinder ca. die Hälfte des Jahres auf der Weide, daher ist eine gute Bestandführung, regelmäßige Tierkontrolle und bedarfsgerechte Zufütterung für gesunde Tiere ein wichtiger Bestandteil.

Staunaesse auf Maisacker

EM-Hilfe bei Staunässe und Überschwemmung

Welche Maßnahmen helfen, wenn alles „Land unter“ steht?

EM helfen bei Staunässe die Probleme zu verringern und die Folgen abzuschwächen.

Einige von euch haben nach den Starkregenereignissen der letzten Wochen mit vernässten Flächen und Staunässe zu tun. In der aktuellen Vegetationsperiode ist guter Rat teuer, denn stark vernässte oder überschwemmte Flächen können nicht oder nur schwer befahren und beerntet werden.

Akute Maßnahmen mit EM bei Staunässe und Überschwemmungen

Wenn das Wasser sich zurück gezogen hat, hinterlässt es oftmals eine verschlämmte Oberfläche. Der Boden ist wie versiegelt. Der Nährstoffaustausch und die Bodenbelüftung sind erschwert oder gar ganz blockiert.

EM-Anwendung bei Ackerkulturen:

Die Anwendung von Effektiven Mikroorganismen nach dem Abtrocknen der Flächen oder bei der Ernte geschädigter Kulturen ist deshalb so sinnvoll, weil die EMs den drohenden Fäulnisprozessen entgegenwirken. Durch die Zugabe positiv wirkender Mikroben wird ein reduktives Milieu hergestellt. Fäulnisbakterien können sich nicht mehr so stark vermehren.

Ein weiterer negativer Effekt der Überschwemmung ist, dass eine verschlämmte Oberfläche beim Abtrocknen steinhart wird und "Krusten" bildet. Der Gasaustausch und die Durchwurzelbarkeit solcher Flächen sind stark eingeschränkt. Die Aussaatbedingungen für Folgekulturen sind dadurch erschwert. EMs helfen, die Interaktion zwischen den Pflanzenwurzeln und der Bodenmikobiologie wieder herzustellen. Sie wirken sich positiv auf die Krümelstruktur des Bodens und das zerkleinernde Bodenleben aus. Dies erleichtert die Saatbettbereitung für die Folgekultur.

EM-Anwendung auf dem Grünland:

Auf dem Grünland kann eine Grasnarbenbelüftung mit EM-Einspritzung die drohende "Versteinerung" des durchnässten Untergrundes vermeiden. Zudem wird der Gasaustausch gefördert und die Feindurchwurzelung des Bodens wieder angeregt.

In einem Feldversuch mit dem Bodenverjünger vom August 2019 konnte die positive Wirkung des Bodenverjüngers auf die Wasserfiltration und Wasserspeicherkapazität im Boden nachgewiesen werden.

EM-Chiemgau-Regenerative-Landwirtschaft-Näser-Wenz-Vortex-EM-Tage-Tiefenlockerung4

Wer jetzt nach den Unwettern vor dem Problem verschlämmter Flächen steht, kann mit dem Einsatz des Bodenverjüngers die Aktivität des Bodenlebens wieder anregen und oxidative Fäulnisprozesse aufhalten. Der Bodenverjünger kann bei jedem Arbeitsschritt aufgesprüht oder bei der Bodenbearbeitung in den Boden eingearbeitet werden.

Bei Fragen zum Einsatz Effektiver Mikroorganismen stehen wir euch jederzeit zur Verfügung und hoffen, euch dabei helfen zu können, die Flächen schnellstmöglich wieder befahr- und nutzbar zu machen!

Langfristige Maßnahmen zur Bodenverbesserung

Grundsätzlich ist es ratsam, insbesondere in Regionen, in denen mit Extremwetterlagen zu rechnen ist, langfristig eine erhöhte Wasserspeicherkapazität aufzubauen und für eine gute Bodenstruktur zu sorgen. Diese Faktoren können bei Unwettern und starken Regenfällen den entscheidenden Vorteil bringen und langfristig Erträge und Ernte sichern.

Der Boden als Schwamm

Ein garer Boden mit einer etablierten Humusschicht hat eine hohe Wasserleitfunktion und eine große Wasserspeicherkapazität. Besonders die kohlenstoffreiche Humusschicht fungiert bei Niederschlägen wie ein Schwamm und ist in der Lage das drei- bis fünffache ihres Eigengewichts an Wasser zu speichern. Ein enormes Potenzial auch für die Wasserversorgung der Pflanzen in Dürrejahren. Bei einem Unwetter fallen leicht Regenfälle von mehr als 5 l /m² in wenigen Minuten. Lehmige oder verdichtete Böden können diese Wassermengen nicht aufnehmen. Staunässe und überschwemmte Flächen sind die Folge. Kulturen beginnen zu faulen oder können nicht oder nur schwer geerntet werden. Der langfristige Humusaufbau sollte daher im eigenen Interesse Ziel eines jeden Landwirts sein.

Die Bodenstruktur verbessern

Durch eine geeignete Bodenbearbeitung und den Einsatz des Bodenverjüngers konnten in der Praxis bereits tolle Erfolge bei der Verbesserung der Bodenstruktur erzielt werden. Die stabilen Ton-Humus-Komplexe, die sich nach der Anwendung im Boden vermehrt bilden, verbessern die Krümelstruktur der tieferen Bodenschichten. Der Boden wird besser belüftet und kann tief von den Pflanzen durchwurzelt werden.

In Kombination mit dem Einsatz von EM-Aktiv oder dem Bodenverjünger ist eine oberflächliche, bodenschonende Bearbeitung oftmals ausreichend. Eine zusätzliche Belastung von vernässten Flächen durch zu häufiges Befahren oder Befahren mit schweren Maschinen sollte möglichst vermieden werden.

Für dauerhafte Begrünung sorgen

Der Zwischenfruchtananbau hat sich in zahlreichen Betrieben bereits erfolgreich etabliert. Auch ein Zeichen dafür, das Aufwand und Nutzen hier im richtigen Verhältnis stehen. Ein begrünter Boden kann von Natur aus mehr Wasser speichern und verarbeiten. Pflanzen verbrauchen und verdunsten über die Grünmasse effektiv das Wasser im Boden. Dies kann besonders jetzt im Sommer, in dem (Stark-)regen und Sonnenschein sich abwechseln, von Vorteil sein. Eine Untersaat im Getreide bietet zusätzlich eine bessere Befahrbarkeit des Bodens und kann nach starken Regengüssen wie ein Teppich den Boden vor der Belastung durch den Reifendruck und die Erntemaschinen schützen.

EM-Einsatz bei Staunässe

Es lohnt sich daher jederzeit mit geeigneten Maßnahmen zu beginnen, um die Bodenstruktur zu verbessern und Verdichtungseffekten entgegen zu wirken. Mit einem gesunden Boden unter den Füßen kann man auch extremen Wetterlagen, die uns in Zukunft eher mehr als weniger beschäftigen werden, entspannter entgegen blicken.

Der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen kann helfen, dass solche Bilder bald zur Vergangenheit gehören

Waldtag EM-Chiemgau

Waldtag zum Thema: regenerative Waldbewirtschaftung

Nach langer Zeit des Abstandhaltens war es Mitte Juli endlich wieder Zeit für einen „echten“ Austausch. Der „Waldtag zur regenerativen Waldbewirtschaftung“, bei Maria Thalhammer-Bauer in Kumhausen, Niederbayern wurde von vielen Teilnehmern als willkommene Veranstaltung im Grünen, selbstverständlich unter Einhaltung aller gesetzlichen Maßnahmen, angenommen. Einige interessierte Waldbesitzer und Jäger, aber auch Landwirte und EM-Interessierte fanden sich in Kumhausen ein, um den Referenten Christoph Fischer (EM-Chiemgau) und Dietmar Näser (Grüne Brücke) zuzuhören.

Nach einer kurzen thematischen Einführung in die Welt der regenerativen Wald- und Landwirtschaft begaben sich die Teilnehmer gespannt in das Waldstück von Maria Thalhammer-Bauer. Dort kommen auf ca. 10 ha Nadelwald (überwiegend Fichte und Weißtanne) seit 2017 Effektive Mikroorganismen (EM) zum Einsatz. Die Vernebelung des Bodenverjüngers wurde anschaulich demonstriert und mit großem Interesse verfolgt.

Anwendungstechnik für EMs in der Waldbewirtschaftung

Der Bodenverjünger

Der Bodenverjünger von EM-Chiemgau ist ein speziell auf die Bedürfnisse des Bodenmikrobioms abgestimmter Bodenhilfsstoff. Die nativen Mikroorganismen regen die biologische Vielfalt im Boden an und stabilisieren die Bodenbiologie.

  • Anregung des Bodenlebens
  • Förderung des Humusaufbaus
  • Verbesserung der Wasserspeicherkapazität
  • Vitalisierung der Baumbestände
  • Verbesserte Nährstoffaufnahme durch die Pflanzen

Die praktikabelste Form der Anwendung im Wald ist die Vernebelung. Technisch eignen sich hierfür am besten Einsatzgeräte aus dem Wein- oder Obstbau. Bei Maria Thalhammer-Bauer kommt eine selbst umgebaute Holderspritze mit einem entsprechend angepassten Heugebläse zum Einsatz. Zu Beginn oder auf kleineren Flächen kann auch mit einem Drucksprüher oder einer Rückenspritze gearbeitet werden. Diese Anwendungsformen eignen sich auch, wenn einzelne Bäume gezielt behandelt werden müssen.

Holderspritze mit Umgebautem Gebläse

Holderspritze mit Umgebautem Gebläse

Vernebelung des Bodenverjüngers

Grundsätzlich gilt lieber auf einer kleineren Fläche mit der Anwendung zu beginnen, als aufgrund von technischen Herausforderungen oder einem erschwerten Zugang zum Gelände ganz auf den Einsatz Effektiver Mikroorganismen zu verzichten.

Praktikabilität geht hier vor Gründlichkeit. Vorhandene Rückegassen oder Sturm- und Käferbaumschneisen eignen sich oft zum Befahren mit dem Traktor. So kann tiefer in den Bestand vorgedrungen werden. In Hanglagen können Gebläse sinnvoll zum Einsatz kommen.

Aufwandmengen Bodenverjünger

Die Vernebelung des Bodenverjüngers wurde mit einer Aufwandmenge von ca. 200 l/ha 2-mal im Jahr angewendet. Da aufgrund der Beschaffenheit des Geländes im Wald nur eine sehr geringe Fahrtgeschwindigkeit möglich ist, kann die Aufwandmenge dem Bedarf entsprechend angepasst werden. Es besteht auch die Möglichkeit, den Bodenverjünger 1:1 mit Wasser zu verdünnen. Eine Überdosierung ist im Wald nicht möglich.

Wirkung der Effektiven Mikroorganismen im Wald

Der speziell für die Anregung der Bodenmikrobiologe entwickelte Bodenverjünger wirkt sich positiv auf das Bodenmikrobiom aus. Eine verbesserte Nährstoffaufnahme und -verfügbarkeit für die Pflanzen ist die Folge.

Erkennbar sind diese Prozesse an einer vermehrten Wurzelbildung in der Humusschicht. Ein gesunder Waldboden funktioniert wie ein Schwamm. Im Wald von Maria Thalhammer-Bauer konnten die Teilnehmer bei verschiedenen Bodenansprachen einen Einblick in die Bodenstruktur bekommen. Die 7-8 cm mächtige Humusschicht, in der eine gute Durchwurzelung, insbesondere der Feinwurzeln erkennbar war, sorgt für eine verbesserte Wasserspeicherkapazität des Bodens. Besonders in trockenen Jahren oder längeren Dürreperioden steht der Pflanze mehr Wasser zur Verfügung, was für die flachwurzelnde Fichte ein entscheidender Vorteil sein kann

Bodenansprache

Durchwurzelung in der Humusschicht

Schutz vor dem Borkenkäfer

Der Bestand von Maria Thalhammer wurde nach dem Erwerb 2017 zunächst von den Käferbäumen befreit. Beim Einschlagen wurden jedoch einige befallene Bäume übersehen. Was normalerweise zu einer kreisförmigen Verbreitung des Käfers im Bestand geführt hätte, hatte hier keinen Effekt. Der Borkenkäferbefall hat sich nicht ausgeweitet. Auch die direkte Nähe zu befallenen Beständen benachbarter Waldbesitzer war bislang unproblematisch.

Einen solch geschädigten Baum sucht man im Bestand von Maria Thalhammer-Bauer vergeblich

Auch bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers konnte Frau Thalhammer-Bauer gute Ergebnisse erzielen. Ein befallener Baum wurde mit Effektiven Mikroorganismen eingesprüht und für zwei Wochen eingewickelt. Der Baum konnte sich vollständig von dem Befall erholen und der Schädling zog sich zurück. Weitere Methoden zur Behandlung von Buchsbaumzünsler.

Durch die mikrobielle Anregung des Pflanzenstoffwechsels können ungünstige Nährstoffanreicherungen in der Pflanze vermieden werden. Dieser Überschuss zieht den Borkenkäfer auf seiner Nahrungssuche an. Ein aktives Bodenleben sorgt dafür, dass der Austausch zwischen Kronen- und Wurzelzellen funktioniert und Nährstoffe optimal genutzt werden. Schädlinge werden von vitalen Bäumen nicht angezogen, die Käferpopulation breitet sich demnach nicht weiter aus.

Empfehlung und Ausblick für die Waldbewirtschaftung mit EM

Bodenspezialist Dietmar Näser wies darauf hin, dass der Wald mit seiner besonderen Stellung als CO2 Speicher nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Funktion einnimmt. Waldschutz ist Klimaschutz. Ein aktives Bodenleben fördert das Pflanzenwachstum und stärkt den vorhandenen Bestand von innen. Auch ein positiver Effekt auf die Holzqualität ist, laut Dietmar Näser zu erwarten.

Nach der Waldbegehung vertieften sich die Teilnehmer in angeregte Gespräche rund um das Thema regenerative Waldbewirtschaftung. Bei einem gemütlichen Zusammensitzen in der Wirtschaft wurde das Gehörte reflektiert und diskutiert.

Unser herzlicher Dank geht an Maria Thalhammer-Bauer und Dietmar Näser, ohne die dieser interessante Waldtag nicht zustande gekommen wäre. Natürlich danken wir auch allen Teilnehmern und stehen Interessierten bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

EM-Vernebelung im Wald nach dem Rosenheimer Projekt

Weniger Borkenkäfer mit EM

Die Schäden in den Wäldern durch den Borkenkäfer nehmen immer mehr zu. Offizielle Berater und Wissenschaftler schieben der Klimakrise das Problem zu und raten zum Waldumbau auf Mischwald. Das Ziel des nachhaltigen Mischwalds ist sicherlich auch die einzige langfristige Lösung. Schließlich kann der mit Stresssituationen wie Hitze und Wasserknappheit viel besser umgehen. Aber ein nachhaltiger Lösungsansatz für das akute Problem hier und jetzt ist es nicht. Die befallenen Bäume rasch aus dem Bestand zu entfernen, soll die Verbreitung des Borkenkäfers eindämmen, diese Maßnahme packt allerdings das Problem nicht an der Wurzel. Und mal ehrlich, Waldarbeiten sind was für den Winter, oder?

Einige Waldbauern-Pioniere haben sich vor Jahren erstmals daran getraut EM im Wald einzusetzen. Die positiven Effekte von EM im Wald sind schnell sichtbar und nachhaltig: Der Boden wird aktiviert. Borkenkäferbefall geht zurück. Anwachsraten steigen. Das ist mit bloßem Auge gut erkennbar und die EM-Anwendung im Wald findet immer mehr Nachahmer.

Wie setze ich EM im Wald ein?

Einmal jährlich wird EM-aktiv oder Bodenverjünger im Wald vernebelt. Verwendet werden 100 bis 150 L je ha, die mit Wasser verdünnt werden können, um eine bessere Verteilung zu gewährleisten. Wichtig für den Erfolg ist die Anwendung öfter zu wiederholen. Wir empfehlen mindestens 4 Jahre lang ein- bis zweimal jährlich EM zu vernebeln.

EM Vernebelung im Wald Seitenansicht

Die Feldspritze kreiert einen feinen EM-Nebel, der sich auf beiden Seiten der Rückegassen gut verteilt.
Wichtig ist ein windstiller Tag bei der Ausbringung.

Mehr Infos zur Anwendung im Wald findest du hier auf unserer Seite

Warum befällt der Borkenkäfer unsere Bäume?

Die aktuelle Ausgangssituation ist ideal für den Borkenkäfer. Die Bodenmikrobiologie, vor allem die am Stickstoffkreislauf beteiligten sind nicht mehr besonders aktiv, da es für die Bäume einfacher ist, N-Verbindungen aus der Luft aufzunehmen. Aus Industrie und Landwirtschaft verpuffen ständig große Mengen NOx und die Bäume bedienen sich gerne. Das Bodenleben wird von Jahr zu Jahr inaktiver. Auch die Einträge aus der Vergangenheit, wie z.B. der saure Regen über Jahre hinweg, stellen einen Hemmstoff für die mikrobielle Aktivität dar.

Die Mikrobiologie in und auf der Krone steht in ständigem Kontakt mit der Wurzelbiologie des Baumes. Wird der aufgenommene Stickstoff nicht komplett verstoffwechselt, steigt der N Gehalt im Baumsaft. Er wird bitter, Nitrit und Aminosäurengehalte steigen. Dieser energiereiche Baumsaft ist genau das richtige Futter für den Borkenkäfer. Er hat einen kurzen Verdauungstrakt, wie alle Schädlinge, und ist somit auf energiereiche Nahrung angewiesen. "Schädlinge" im Allgemeinen besitzen gute Sensoren, welche Pflanzen am schmackhaftigsten sind und dort setzen sie an. Der Borkenkäfer ist da keine Ausnahme.

Tötet EM den Borkenkäfer ab?

EM ist kein Gift. Im Gegenteil. In EM-aktiv befinden sich viele viele Mikroben, die alle regenerativ wirken. Also antioxidative, aufbauende und gesundende Prozesse im Boden und auf der Pflanze fördern. Bodenverjünger wurde nach dem gleichen Prinzip entwickelt, basiert aber auf nativen (also aus unserer Heimat stammenden) Mikroorganismen. Beide Produkte sind hochwirksame Fermente, die den Boden und seine Mikrobiologie unterstützen.

Wie funktioniert EM gegen den Borkenkäfer dann?

Durch den Einsatz der Fermente wird die Bodenmikrobiologie belebt und die Pflanzen gestärkt. Unter anderem wird der Stickstoffkreislauf aktiviert und der Baumsaft verliert seine Attraktivität für den Borkenkäfer. Der Befall geht zurück. Scheint eine ganz einfache Rechnung.

Die aktive Bodenmikrobiologie setzt die Rohhumusschicht (abgefallene Fichtennadeln) schneller in Humus um. D.h., der Erwachsene Borkenkäfer findet schlechter Unterschlupf im Winter und kann im Folgejahr weniger Schaden anrichten. EM und Bodenverjünger wirken also nicht direkt gegen den Borkenkäfer. Dass er weniger wird ist vor allem eine Folge des gekräftigten Bestands und der aktiven Mikrobiologie. Unsere Erfahrung aus der Praxis ist erstaunlich, denn oft ist schon nach der ersten Anwendung deutlich weniger Befall im Bestand zu sehen.

Auf lange Sicht: Regenerativer Waldbau sichert die Bestände

Die Verarmung des Bodenlebens ist vielen aus dem Ackerbau bekannt: Einseitige Fruchtfolgen führen dazu, dass das Bodenmikrobiom (also alle im Boden befindlichen Mikroben) verarmt. Ein gesunder Boden beinhaltet eine große Bandbreite an Lebewesen. Sie sind von den Ausscheidungen der Wurzeln der dort wachsenden Pflanzen abhängig. Wächst vorwiegend nur eine Pflanze, wie bei uns in den meisten Wäldern eben die Fichte, verarmt das Bodenleben auch im Wald.

Regenerativer Waldbau bedeutet u.a. dass bei Neuanpflanzungen mind. 10% andere geeignete Baumarten zur Fichte gesetzt werden. Die Pflanzlöcher werden mit Bodenverjünger und aktivierter Pflanzenkohle behandelt, das erhöht die Anwachsrate.

EM als Stauchungsmittel

Hemmstoffe sind im konventionellen Zierpflanzenbau gute fachliche Praxis. Die Pflanze soll möglichst kompakt wachsen. Der Kunde ist Pflanzen mit gedrungenem Habitus gewohnt und die Produktion kann beim Kultivieren den Platz auf den Tischen besser nutzen.

Will man biologisch kultivieren sind chemische Hemmstoffe nicht erlaubt. Es gibt immer wieder pflanzenstärkende Präparate, die die Hersteller mit einer stauchenden Wirkung bewerben. Wir wissen aus der langjährigen Gartenbaupraxis: Einfach die Chemie mit unserem EM-Bio Cocktail ersetzen, wird nie den gleichen verkürzten Wuchs bei der Pflanze erzielen, wie man es vom Stauchungsmittel kennt. Die Frage ist ja auch, ist es unbedingt nötig, die Pflanze so stark zu hemmen? Mit Hilfe des EM-Bio Cocktails und der Substratbelebung werden qualitativ hochwertige, standhafte Zierpflanzen kultiviert, die ihrem naturell entsprechend wachsen dürfen.

Markus Finner hat in seiner Bachelorarbeit verschiedene pflanzenstärkende Präparate auf ihre Eignung als Hemmstoffersatz geprüft. Mit dem Ergebnis, dass kein Produkt die gleiche Wirkung wie ein chemische Stauchung gezeigt hat. Die Arbeit findest du unter folgendem Link: Eignungsprüfung pflanzenstärkender Präparate als Alternative zum chemischen Hemmstoffeinsatz

Eine schöne Pflanze besteht aus mehr als nur aus gedrungenem Wuchs

Der EM-Bio Cocktail hat also (wie von uns auch vorausgesagt) das Versuchsziel nicht erreicht. Und doch kam Markus zu einem positiven Resumee für den Einsatz des EM-Bio Cocktails. Er hat nämlich über seine Hypothese hinaus die Pflanzen angeschaut (ganz Gärtner eben) und kam zu folgendem Ergebnis:

Ich bin trotz aller meiner Versuchsfehler begeistert von der Wirkung der effektiven Mikroorganismen. Ich konnte zwar bei keiner der Versuchskulturen hemmende Effekte feststellen, was ja das Versuchsziel war, jedoch waren die Pflanzen so viel kräftiger, stabiler, intensiver gefärbt, eine wahre Freude fürs Gärtnerherz. Meine Erkenntnis ist, dass, zumindest für diesen sehr betriebsspezifischen Versuchsaufbau, bei einigen Kulturen eine deutlich pflanzenstärkende Wirkung erkennbar ist und die Standfestigkeit der Triebe kräftiger ist.

Markus Finner

EM Bio-Cocktail in der Zierpflanzenbau-Praxis

Die Gärtnerei Attel arbeitet schon sehr lange ohne chemische Fungizide oder Hemmstoffe im Zierpflanzenbereich. Die Düngung ist auf Ebbe und Flut z.T. mineralisch. Den kompakten Wuchs bei den Pflanzen erreichen sie durch eine Kombination aus Substrat, EM-Bio Cocktail, Düngung und Kulturführung. Gärtnermeister Rainer Steidle hat schon immer genau die Effekte, die auch im oben beschriebenen Versuch beobachtet wurden, bei ihren Kulturen beschrieben. Die Blühfreudigkeit, die Farbe der Pflanzen und die Standfestigkeit der Triebe zeichnen die in Attl kultivierten Pflanzen aus. Und bei den Hobby-Gartlern gilt die Gärtnerei mittlerweile als Geheimtipp für kräftige wuchsfreudige und außergewöhnlich schöne Pflanzen.

Auf den Bildern ist der Unterschied recht deutlich zu sehen. Im gelben Topf die konventionelle, chemisch gestauchte Chrysantheme. Daneben eine Chrysantheme der Gärtnerei Attl ohne chemische Behandlung. Das Bild rechts wurde 4 Wochen später aufgenommen. Die konventionellen Pflanzen mussten zum Teil zurückgeschnitten werden, da sie völlig abgeblüht waren. Da sieht man wie schnell den zu sehr gestauchten die Puste ausgeht. Beim Kunden werden aufgrund dieser Durststrecke viele kümmern und auf dem Kompost landen, oftmals wurzeln diese Pflanzen schlecht und die Kunden haben deshalb zusätzliche Schwierigkeiten. Zwischen den Aufnahmen liegen 4 Wochen die eigene Chrysantheme ist eine der letzten 4 Pflanzen aus dem Satz vom 1. Foto und immer noch in  guter Qualität.

Ferment-Bodenverjünger-Tiefenlockerung-Milieusteuerung-im-Boden

Einsatz von EM und Fermenten in der Landwirtschaft lohnt sich

Betriebswirtschaftlicher Erfolg mit mikrobieller Milieusteuerung

Andrea Schemmel hat für ihre Masterarbeit im Fach Umweltwissenschaften die betriebswirtschaftliche Situation von landwirtschaftlichen Betrieben vor und nach einigen Jahren seit Einsatz von Fermenten, wie EM und CFKE verglichen.

Die Arbeit zeigt: eine starke mikrobielle Gesamtsituation und ein funktionierender Kreislauf hat nicht nur ökologische Vorteile, sondern verbessert auch die Wirtschaftlichkeit. Die teilnehmenden Buchführungsbetriebe, die mit Fermenten arbeiten, weisen eine positive Bilanz gegenüber dem Durchschnitt der Betriebe in Deutschland vor.

Die Zahlen stammen unter anderem von folgenden Betriebsformen:

  • Milchviehbetrieb
  • Waldwirtschaft
  • Maisanbau
  • Elterntierbetrieb für Masthühner

Die gesamte Arbeit mit dem Titel „Nachhaltige Landwirtschaft mittels mikrobieller Milieusteuerung im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft - Eine betriebswirtschaftliche Betrachtung“ zum Nachlesen findest du hier auf unserer Seite.

Shopping cart
Es sind keine Produkte in deinem Warenkorb!
Continue shopping
0