Kategorie: Veranstaltungen

Teilnehmer neben Traktor nach der Flaechenrotte

Feldtag „Maisversuch und regenerativer Ackerbau“

In der strahlenden Septembersonne kamen in Renchen, Baden-Württemberg auf dem Betrieb von Alois Huschle zahlreiche interessierte Praktiker zusammen. Die Boden- und Pflanzenexperten Dietmar Näser und Friedrich Wenz referierten und regten zum Erfahrungsaustausch über die Praktiken der regenerativen Landwirtschaft im Ackerbau an.

Maisversuch

Bei dem im Frühjahr begonnenen Maisversuch konnte Alois Huschle deutliche Ergebnisse erzielen. Auf drei Streifen des Maisschlags wurden unterschiedliche Bodenbearbeitungen jeweils mit oder ohne Fermenteinsatz durchgeführt.

Parzelle eins wurde nicht mit dem Tiefenlockerer bearbeitet. Es fand auch keine Fermenteinspritzung oder die Zugabe eines Mykorrhiza-Präparates statt. Auf Parzelle zwei erfolgte lediglich der Einsatz des Tiefenlockerers. Hierbei wird auch immer der Bodenverjünger als milchsaurer Bodenhilfsstoff verwendet, um die Lockerungseffekte noch wirksamer und langfristiger zu machen. Die Kultur reagierte darauf mit einem vermehrten Wurzelwachstum. Der Mais auf Parzelle drei, auf der der Tiefenlockerer zusammen mit Einspitzung des Bodenverjüngers zum Einsatz kam und zusätzlich ein Mykorrhiza-Präparat angewendet wurde, konnte mit deutlich mehr Wurzelwachstum, gleichmäßigen Kornreihen und mehr Blattmasse überzeugen.

Die bodenbelebenden Maßnahmen zeigen ihre Wirkung bei der Pflanzenentwicklung und letztendlich auch beim Ertrag.

Ackerbauliche Maßnahmen

Auf dem Betrieb von Alois Huschle werden die Anbaumethoden der regenerativen Landwirtschaft mit großer Sorgfalt und Konsequenz umgesetzt. "Wenn schon, dann richtig", ist der Ansatz des Betriebsleiters. Er mache keine halben Sachen, sondern habe in den Methoden der regenerativen, bodenbelebenden Landwirtschaft endlich die Antworten auf Fragen gefunden, die er schon lange gesucht hatte.

Seit Jahren beobachtete er eine Verschlechterung des Bodens und sah sich den äußeren Umständen und der Witterung hilflos ausgesetzt. Ackerbauliche Erfolge wurden mehr zum Glücksspiel als zum Ergebnis guter fachlicher Praxis. In den Praktiken der aufbauenden und Bodenleben fördernden Anbaumethoden fühlte er seine Überlegungen von Beginn an bestätigt. Als tatkräftiger Mensch setzte Alois sein Vertrauen in die Umstellung auf die regernative Wirtschaftsweise und stellte seinen Betrieb komplett um. Der Erfolg gibt ihm recht. Was wir auf dem Feldtag sehen und begutachten konnten, war überzeugend und eindrucksvoll.

So zeigt der Zwischenfrucht Versuch mit verschiedenen Sortengemengen deutlich die Vorteile eines diversen Zwischenfruchtanbaus gegenüber Reinsaaten.

Ein Versickerungstest bewies eindrücklich, dass die Wasseraufnahmekapazität des Ackerbodens unter der Zwischenfrucht kaum besser sein könnte. Simuliert wurde ein Niederschlag von 100 l/m². 100 l schluckte der Boden in unter einer Minute. Das schafft deutliche Vorteile unter Realbedingungen.

Auch die Effekte der Flächenrotte und der Tiefenlockerung werden im Ackerbau genutzt. Eine ausführliche Beschreibung dieser Bodenleben fördernden Anbaumaßnahmen lest ihr HIER: REGENERATIVE ANBAUMETHODEN IM ACKERBAU.

Technik für den regernativen Ackerbau

Ackerfräse und Tiefenlockerer

Bei der Umstellung auf die regenerative Landwirtschaft wollte Alois Huschle keine Kompromisse eingehen. Daher setzte er früh auf die Anschaffung der notwendigen Technik. Seitdem gehören eine Ackerfräse des Herstellers Breviglieri sowie ein Kollitsch Tiefenlockerer mit Nachwalzrolle zur ackerbaulichen Ausstattung des Betriebes.

Mit besonderer Neugier wurden auch diesmal wieder die Vorführungen der Technik im Einsatz verfolgt. Das rege Interesse an der Umsetzung und Schlagkraft der technischen Lösungen zeigt, wie viel Potenzial in diesem Bereich noch liegt. Für die Einspritzungen des Bodenverjüngers müssen derzeit an vielen Geräten noch individuelle Lösungen gefunden werden. Aber auch in diesem Bereich werden Hersteller langsam für die Bedürfnisse der regenerativen Landwirte sensibilisiert.

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Zukunftsweisender Erfahrungsaustausch im Ackerbau

Der Austausch unter den Akteuren der regenerativen Landwirtschaft zeigt immer wieder, wie vielfältig die Lösungswege für die einzelnen Standorte und Betriebsstrukturen sind und sein müssen. Die Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft können jedoch auf jedem Betrieb im Ackerbau mit großem Erfolg angewendet und umgesetzt werden.

Danke an die Referenten, an alle Teilnehmer und ganz besonders an den gastgebenden Betrieb für diesen spannenden Einblick und den regen Erfahrungsaustausch. Auf dem Betrieb von Alois Huschle kann man gut sehen, dass die Umstellung auf die regenerative Arbeitsweise schnell zu sichtbaren Erfolgen führt, wenn sie konsequent und fachkundig umgesetzt wird. Wir freuen uns den Betrieb auch zukünftig mit unserem Fachwissen und unseren Produkten unterstützen zu können.

Wir wünschen Allen einen erfolgreichen Ernteabschluss! Bei Fragen zum Einsatz der Effektiven Mikroorganismen und unseren Produkten stehen wir wie gewohnt gerne zur Verfügung.

links konventioneller Rebstock hellgrün hoher Pilzdruck rechts regenertaiv bewirtschafteter Weinberg dunkel grün

Feldtag zum Thema „regenerativer Weinbau“

Mitte September lud die Familie Meitzler zahlreiche Teilnehmer zu einem sehr informativen Austausch zum Thema „regenerativer Weinbau“ auf ihren Betrieb in Rheinhessen ein. Die Familie bewirtschaftet neben 250 ha Ackerland auch 25 ha Weinberge im ökologischen Anbau.

Die Herausforderungen aufgrund der extremen Wetterlagen in diesem Jahr haben auch die Weinbauern stark gefordert. Feuchtwarme Witterung und Unwetter, die teilweise starke Schäden an den Rebstöcken und Trauben hinterließen, erhöhten den Pilzdruck stark.

Meitzlers, die auch ihre Weinberge seit 2019 konsequent mit den Methoden der regenerativen Landwirtschaft bewirtschaften, konnten in ihren Wingerts interessante Beobachtungen machen. Trotz eines leichten Pilzbefalls trugen die Reben gewohnt stark. Die extremen Bedingungen und der massive Pilzdruck auch aus den benachbarten Weinbergen wirkten sich nicht auf den Ertrag aus.

Der Feldtag zum Thema regenerativer Weinbau fand daher trotz des Zeitpunktes kurz vor Lese einen hohen Anklang. Die Interessierten nahmen teilweise Anfahrtswege aus Frankreich, der Schweiz, Österreich sowie aus zahlreichen Weinanbaugebieten in Deutschland auf sich.

Die beiden Spezialisten der regernativen Landwirtschaft, Dietmar Näser (güne Brücke) und Friedrich Wenz (Humusfarming) erklärten eindrücklich und nachvollziehbar die Wirkungsmechanismus der Maßnahmen im Weinbau. Das rege Interesse zeigt, dass auch Akteure im Weinbau bereit sind, neue Wege einzuschlagen und eine aufbauende, humusfördernde und pflanzenstärkende Wirtschaftsweise zu entwickeln.

Was ist regenerativer Weinbau?

Der Ansatz der regernativen Landwirtschaft lässt sich auf nahezu alle Produktionszweige anwenden. Eine aufbauende, mehrende Wirtschaftsweise als Antwort auf das jahrelange Maximierungsstreben, das Boden und Pflanzen viel abverlangt hat, ist eine zukunftsfähige Richtung, die im Weinbau ebenfalls auf fruchtbaren Boden fällt.

Denn auch im Weinbau schmälern Erosion, Schaderreger und verarmte Böden den Ertrag und wirken sich langfristig auch negativ auf die Qualität der Produkte aus. Besonders beim Wein, wo höchste Qualitäten gefragt sind, ist ein Umdenken daher sinnvoll.

Regenerativer Weinbau integriert also die Ziele der regernativen Landwirtschaft,

  • Humusfördernde Bodenbewirtschaftung
  • Bodenleben fördernde Maßnahmen
  • Höchste Qualitäten der Produkte erzeugen

in die Leitgedanken des Weinbaus. Gute Fruchtansätze, gehaltvolle Trauben mit hohen Öchsle-Werten und gesunde Weinstöcke sind mit den Maßnahmen des regenerativen Weinbaus auch in anspruchsvollen Jahren gut zu erreichen.

gut bepackte Trauben Riesling

Maßnahmen im regenerativen Weinbau

Auf dem Biobetrieb Meitzler wird auch im Weinbau auf bodenschonende und Bodenleben fördernden Anbau gesetzt. So konnte erreicht werden, dass in diesem besonderen Jahr 2021 bereits im Juli der letzte Kupfer-Einsatz erfolgte. Unter den gegebenen Bedingungen dieses Sommers ein umso beachtlicheres Ergebnis. Zu dem Erfolgsgeheimnis tragen verschiedenen Faktoren bei.

Armin Meitzler setzt auf dauerhafte Zeilenbegrünung mit wechselnden Untersaatgemengen. Die Diversität in der Pflanzenzusammensetzung sorgt dafür, dass verschiedene Wurzelexsudate ausgeschieden werden. Diese ernähren die Bodenmikrobiologie. Entscheidend ist, dass nur lebende, also wachsende Pflanzen Wurzeln ausbilden und mit der Bodenmikrobiologie interagieren. Armin Meitzler beobachtet anhand seiner Bodenanalysen, dass oft nicht die Nährstoffversorgung der limitierende Faktor für hohe Erträge ist, sondern das Nährstoffaufnahmevermögen der Pflanzen. Um auf verarmten Böden den Nährstoffaustausch zwischen Boden und Pflanze anzukurbeln, ist der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen äußerst wirksam.

Eine Gassenbegrünung mit einem hohen Gras- und Kleeanteil hilft zudem in trockenen Jahren Wasser zu speichern und den Boden vor Verdichtungen zu schützen. Die häufigen Überfahrten, die im Weinbau notwendig sind, können somit ein wenig abgefedert werden.

Flächenrotte unterm Weinstock

Um das Bodenleben noch nachhaltiger zu fördern und die Humusmehrung auf dem Weinberg voranzutreiben, nutzt Armin Meitzle die Effekte der Flächenrotte. Zu Vegetationsbeginn wird die Zeilenbegrünung mithilfe einer Ackerfräse und dem Einsatz des Bodenverjüngers in die Rotte gebracht. Der Einsatz des Bodenverjüngers sorgt auch im Weinbau dafür, dass die Eiweißkomponenten der Gründüngung durch die Mikroorganismen aufgespalten und Nährstoffe so pflanzenverfügbar gemacht werden. Die Dominanz der Milchsäure- und Photosynthese-Bakterien steuern das Bodenmilieu und erhalten die reduktiven, also aufbauenden Mechanismen des Bodens. Somit wird das Pflanzenmaterial nutzbar umgesetzt und Fäulnis vermieden.

Als Aufwandmenge sind auch hier 100 l/ha empfehlenswert. Zu Beginn der Anwendung oder bei sehr viel organischer Masse kann eine leicht erhöhte Aufwandmenge von 150 l/ha die Rotte zuverlässig stabilisieren. Hat sich ein funktionierendes Bodenmikrobiom etabliert, kann die Einsatzmenge des Bodenverjüngers reduziert werden.

Bodenverjünger

Zu beachten ist im Weinanbau natürlich, dass durch die Gassenstruktur eine erheblich kleinere Fläche tatsächlich behandelt wird. Somit ergibt sich ein rentables Kosten-Nutzenverhältnis.

Moos unter Rebstock

Moosbewuchs in einem nicht begrünten Weinberg deutet auf verarmtes Bodenleben hin

wenig Begrünung zwischen den Rebstoecken

Besonders Erosionsgefahr, Verdichtungen und mangelnde Aktivität des Bodenlebens sind Folgen von brachen Böden

Blattvitalisierung im Weinbau

Blattanwendungen spielen im Weinbau eine zentrale Rolle. Sowohl Pflanzenschutz- als auch Düngemaßnahmen erfolgen in der Regel über Blattspritzungen. Eine vitale Pflanze benötigt zur Ausbildung guter Fruchtansätze und Ausbildung einer elastischen und trotzdem festen Traubenhaut verschiedenen Nährstoffe. Insbesondere Bor, Silizium und Calcium sind für zentrale Nährstoffe für die Pflanzengesundheit.

Eine Blattanwendung mit dem Blattagil regt den Pflanzenstoffwechsel während oder nach Stresssituationen an und unterstützt die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme. Trockenheit, Hagel aber auch Starkregen, oder lange Blattfeuchtezeiten lösen in der Rebe biotischen Stress aus.

Blattagil enthält neben den bewährten Bakterienstämmen auch sekundäre Pflanzennährstoffe, die speziell auf die Stoffwechselfunktionen der wachsenden Pflanze abgestimmt sind.

Der saure pH-Wert kommt den Reben zusätzlich zugute. Weinblätter sind natürlicherweise sauer, dies gehört zur Spezifik der Rebe. Eine Störung in Form von Stress lässt den pH-Wert absinken, die Pflanze erleidet einen Energiemangel infolge von einer gehemmten Nährstoffaufnahme. Blattagil wirkt zeitnah angewendet, genau dort, wo die Pflanze es benötigt, nämlich auf der Blattoberfläche. Der Pflanzenstoffwechsel wird unterstützt und wieder angekurbelt, die Nährstoffaufnahme bleibt aufrechterhalten. Wachstums- und Entwicklungsstörungen können so auch unter extremen Bedingungen ausgeglichen und abgepuffert werden.

Blattagil kann und sollte mit den entsprechenden Nährstoffen und einer mineralischen Komponente, wie beispielsweise RoPro Lit Ultrafein auf die Pflanze ausgebracht werden.

Die Reben der Meitzlers konnten sich nach den Unwettern gut erholen und zeigen sich mit vollgepackten Traubenständen trotz hohem Pilzdruck und mechanischen Schäden durch Hagel.

Welche Vorteile durch regenerativen Weinbau?

Der Erfolg der Maßnahmen war in diesem Jahr deutlich an den Reben des Biobetriebs Meitzler zu sehen. Der ganzheitliche Ansatz der regenerativen Landwirtschaft fördert und stabilisiert die Ertragsleistung und den Humusaufbau.

Vitalere wiederstandfähige Reben, ein belebter, garer Boden mit einer hohen Wasserspeicherkapazität und hohe Öchsle-Werte infolge von einer starken Photosyntheseleistung können zusammen mit bester fachlicher Praxis zu einem dauerhaften Erfolg im Weinbau führen.

Das Ergebnis dieser Wirtschaftsweise konnten wir eindrucksvoll auf dem Biobetrieb der Meitzlers erleben.

Regenerativer Weinbau- ein Ausblick

Der regernative Weinbau wird auch in Zukunft helfen, schwierigen Anbaubedingungen gelassener entgegen zu blicken und das Ertragsniveau bei bester Qualität der Trauben stabil zu halten. Gerne begleiten wir interessierte Betriebe auf ihrem Weg und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung.

Wir gratulieren der Familie Meitzler dafür, dass Sie mit ihrem konsequenten Einsatz der Effektiven Mikroorganismen und der Durchführung der regenerativen Maßnahmen auch im Weinbau diese tollen Erfolge erzielen konnte.

Danke für diesen hoch informativen Austausch und Einblick in eure Weinberge!

regenerativer-Feldtag-im-Chiemgau-Lernstunde-Gruenland-Humusaufbau-EM-Chiemgau

Feldtag zum Thema „regenerative Grünlandwirtschaft“

Ende September war es endlich wieder so weit- ein Treffen im Grünen und ein angeregter Austausch zwischen Praktikern und Experten konnte unter Einhaltung der Corona Maßnahmen stattfinden. Die Grüne Brücke, die Sparkasse Berchtesgadener Land und EM-Chiemgau luden ein, um auf dem Biohof der Familie Lecker einen Feldtag zum Thema regenerative Maßnahmen im Grünland zu veranstalten.

Grünland-Feldtag „regenerative Landwirtschaft“

Auf dem Biohof Lecker, einem vielseitig aufgestellten Familienbetrieb in Laufen im Chiemgau, der neben der Legehennenhaltung im Hühnermobil auch ein breites Angebot an Gemüse und verarbeiteten Milchprodukten über die hofeigene Abo-Kiste vertreibt, konnten Anwender und Interessierte zum Thema regenerative Landwirtschaft dem Bodenexperten Dietmar Näser über die Schulter schauen.

Zunächst wurden die Teilnehmer über die Grundlagen der regenerativen Landwirtschaft informiert. Christoph Fischer legte die Bedeutung eines geschlossenen Nährstoffkreislaufes für Erfolge in der landwirtschaftlichen Praxis dar und erklärte das aus dem Rosenheimer Projekt entwickelte und bewährte System der Gülleaufbereitung mithilfe von EM-Aktiv, Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle.

Im Anschluss ging es dann auf das hofnahe Grünland. Bodenexperte Dietmar Näser demonstrierte anschaulich, mit welchen Methoden jeder Landwirt sein Grünland besser beurteilen und dementsprechend gezielte Maßnahmen zur Ertragssteigerung durchführen kann.

Positerra- gemeinsam für eine humusfördernde Landwirtschaft

Auch das Positerra-Projekt wurde auf dem Grünland-Feldtag vorgestellt. Positerra bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Klimabilanz zu verbessern und dabei regional den Humusaufbau zu fördern. Ziel ist, große Mengen an CO2 zu speichern und die Landwirte in Sachen regenerativer Landwirtschaft zu unterstützen. Landwirte und Unternehmen profitieren so von einer regionalen Wertschöpfung. Der Kauf von anonymen CO2-Zertifikaten aus dem Ausland wird in einen persönlichen Austausch transferiert. Bauern vor Ort wirtschaften klima-optimiert für Unternehmen vor Ort.

Ziel ist es, durch regenerative Maßnahmen den Humusaufbau auf den Flächen zu steigern und somit CO2 zu speichern. Der Erfolg der Maßnahme wird durch Bodenanalysen überprüft. Werden die vorher definierten Ziele erreicht, erhält der Landwirt einen monetären Ausgleich für den Humusaufbau. Während des Prozesses werden die Landwirte fachlich durch die Experten von Humusfarming, Grünebrücke und EM-Chiemgau unterstützt.

Fruchtbare Böden und eine klimafreundlichere Wirtschaft sind das langfristige Ergebnis dieser Symbiose, bei der alle Akteure voneinander profitieren.

Die Bodenansprache

Für eine Einschätzung des Grünlandes muss man, wie auf dem Acker auch, zunächst einmal zur Tat schreiten. Bodenanalysen allein geben nur eine Teilauskunft darüber, was das Grünland braucht. Zu einer umfänglichen Bodenansprache gehören die Sonden- und Spatenprobe, der Bodenschwenktest und ein Versickerungstest. Alle Maßnahmen können einfach und unkompliziert von jedem Landwirt auf dem eigenen Betrieb durchgeführt werden.

Bodensonde und Spatenprobe

Mit der Bodensonde kann man einfach und schnell überprüfen, in welcher Bodenschicht Verdichtungen auftreten. Je nachdem, wie leicht und tief sich die Sonde in den Boden stechen lässt, ist der Boden durchlässig oder verdichtet. Um ein ganzheitliches Bild zu erhalten, sollte man auf verschiedenen Stellen eines Schlags testen. Gleiches gilt für die Spatenprobe.

Bei der Spatenprobe wird die Bodenstruktur analysiert. Hier kann man sich zunächst auf seine Sinne berufen. Wie sieht der Boden aus? Was passiert, wenn man ihn anfasst und auseinander bricht? Ist er krümelig und locker oder kann man Platten und Klumpen sehen? Neben Seh- und Tastsinn darf auch der Geruchssinn hinzugezogen werden. Ein fauliger Kellergeruch und grünliche Verfärbungen deuten auf Fäulnisprozesse im Boden hin. Riecht der Boden dagegen süßlich erdig kann man davon ausgehen, dass die Bodenmikrobiologie aktiv ist.

Der Bodenschwenktest und die Versickerungsprobe

Der Bodenschwenktest zeigt, wie viele wasserbeständige Bodenkrümel vorhanden sind. Beobachtet wird das Absatzverhalten des im Wasser gelösten Bodens, die Sedimentschicht und die Schaumbildung. Somit erhält man ein weiteres Puzzlestück zur Beurteilung der Bodenaktivität.

Nach dem Versickerungstest kann der/die Landwirt/in Schlüsse über die Wasseraufnahmekapazität des Bodens ziehen. Weißt der Boden ein eher schlechtes Wasseraufnahmevermögen auf, kann man auf Verdichtungen und eine Einschränkung der Bodenatmung schließen.

Die Auswertung der Beobachtungen erfordert sicherlich ein wenig Übung. Umso sinnvoller ist es, erst einmal mit einer Beurteilung zu beginnen und diese mehrfach im Jahr zu wiederholen. Jeder Schritt, der dabei hilft, den Boden unter seinen eigenen Füßen besser zu verstehen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Regenerative Maßnahmen auf dem Grünland

Die Einschätzung des eigenen Grünlandes soll natürlich dazu führen, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, die den Ertrag und Futterwert des Grünlandes steigern können. Eine zentrale Maßnahme der regenerativen Grünland-Bewirtschaftung ist der Einsatz des Grasnarbenbelüfters zusammen mit einer Fermenteinspritzung. Auch im Grünland hat sich für diese Maßnahme der Bodenverjünger bewährt.

Der gezielt auf die Bodenmikrobiologie abgestimmte Bodenhilfsstoff verlängert und steigert die Wirkung der Belüftungsmaßnahme deutlich. Er hilft, Verdichtungen im Oberboden zu lockern und regt das Wurzelwachstum an. Der Boden wird tragfähiger.

Die entstandenen Einschnitte und Risse im Boden werden sofort mit Mikroben besiedelt. Durch ihre Aktivität in Verbindung mit dem nun möglichen Gasaustausch steigt auch die Bodenatmung. Dies führt zu einem vermehrten Humusaufbau, denn Humus wird in der Wurzelrhizosphäre lebender Pflanzen von effektiven Mikroorganismen gebildet.

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Noch mehr zur Wirkung des Grasnarbenbelüfters gibt es HIER.

Regenerativ wirtschaften ist für alle sinnvoll

Besonders hervorzuheben ist, dass alle Betriebe, egal ob konventionell oder bio, unabhängig von ihrer Wirtschaftsweise von den Wirkungsmechanismen der regenerativen Landwirtschaft profitieren können. Der Austausch zwischen Praktikern erfolgt stets unvoreingenommen. Mit jedem neuen Feldtag erfolgt ein Wissenszuwachs durch den Erfahrungsaustausch und es entstehen neue Vernetzungen. Somit wird durch die Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft nicht nur das Wurzelwachstum der Pflanzen angeregt, sondern auch die Verzweigung und Vernetzung unter den Praktikern. Eine wirklich fruchtbare Maßnahme, wie wir finden!

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Teilnehmern, Referenten und natürlich besonders bei der Familie Lecker für die Einladung und den Blick hinter die Kulissen auf ihrem innovativen und vielseitigen Betrieb!

Waldtag EM-Chiemgau

Waldtag zum Thema: regenerative Waldbewirtschaftung

Nach langer Zeit des Abstandhaltens war es Mitte Juli endlich wieder Zeit für einen „echten“ Austausch. Der „Waldtag zur regenerativen Waldbewirtschaftung“, bei Maria Thalhammer-Bauer in Kumhausen, Niederbayern wurde von vielen Teilnehmern als willkommene Veranstaltung im Grünen, selbstverständlich unter Einhaltung aller gesetzlichen Maßnahmen, angenommen. Einige interessierte Waldbesitzer und Jäger, aber auch Landwirte und EM-Interessierte fanden sich in Kumhausen ein, um den Referenten Christoph Fischer (EM-Chiemgau) und Dietmar Näser (Grüne Brücke) zuzuhören.

Nach einer kurzen thematischen Einführung in die Welt der regenerativen Wald- und Landwirtschaft begaben sich die Teilnehmer gespannt in das Waldstück von Maria Thalhammer-Bauer. Dort kommen auf ca. 10 ha Nadelwald (überwiegend Fichte und Weißtanne) seit 2017 Effektive Mikroorganismen (EM) zum Einsatz. Die Vernebelung des Bodenverjüngers wurde anschaulich demonstriert und mit großem Interesse verfolgt.

Anwendungstechnik für EMs in der Waldbewirtschaftung

Der Bodenverjünger

Der Bodenverjünger von EM-Chiemgau ist ein speziell auf die Bedürfnisse des Bodenmikrobioms abgestimmter Bodenhilfsstoff. Die nativen Mikroorganismen regen die biologische Vielfalt im Boden an und stabilisieren die Bodenbiologie.

  • Anregung des Bodenlebens
  • Förderung des Humusaufbaus
  • Verbesserung der Wasserspeicherkapazität
  • Vitalisierung der Baumbestände
  • Verbesserte Nährstoffaufnahme durch die Pflanzen

Die praktikabelste Form der Anwendung im Wald ist die Vernebelung. Technisch eignen sich hierfür am besten Einsatzgeräte aus dem Wein- oder Obstbau. Bei Maria Thalhammer-Bauer kommt eine selbst umgebaute Holderspritze mit einem entsprechend angepassten Heugebläse zum Einsatz. Zu Beginn oder auf kleineren Flächen kann auch mit einem Drucksprüher oder einer Rückenspritze gearbeitet werden. Diese Anwendungsformen eignen sich auch, wenn einzelne Bäume gezielt behandelt werden müssen.

Holderspritze mit Umgebautem Gebläse

Holderspritze mit Umgebautem Gebläse

Vernebelung des Bodenverjüngers

Grundsätzlich gilt lieber auf einer kleineren Fläche mit der Anwendung zu beginnen, als aufgrund von technischen Herausforderungen oder einem erschwerten Zugang zum Gelände ganz auf den Einsatz Effektiver Mikroorganismen zu verzichten.

Praktikabilität geht hier vor Gründlichkeit. Vorhandene Rückegassen oder Sturm- und Käferbaumschneisen eignen sich oft zum Befahren mit dem Traktor. So kann tiefer in den Bestand vorgedrungen werden. In Hanglagen können Gebläse sinnvoll zum Einsatz kommen.

Aufwandmengen Bodenverjünger

Die Vernebelung des Bodenverjüngers wurde mit einer Aufwandmenge von ca. 200 l/ha 2-mal im Jahr angewendet. Da aufgrund der Beschaffenheit des Geländes im Wald nur eine sehr geringe Fahrtgeschwindigkeit möglich ist, kann die Aufwandmenge dem Bedarf entsprechend angepasst werden. Es besteht auch die Möglichkeit, den Bodenverjünger 1:1 mit Wasser zu verdünnen. Eine Überdosierung ist im Wald nicht möglich.

Wirkung der Effektiven Mikroorganismen im Wald

Der speziell für die Anregung der Bodenmikrobiologe entwickelte Bodenverjünger wirkt sich positiv auf das Bodenmikrobiom aus. Eine verbesserte Nährstoffaufnahme und -verfügbarkeit für die Pflanzen ist die Folge.

Erkennbar sind diese Prozesse an einer vermehrten Wurzelbildung in der Humusschicht. Ein gesunder Waldboden funktioniert wie ein Schwamm. Im Wald von Maria Thalhammer-Bauer konnten die Teilnehmer bei verschiedenen Bodenansprachen einen Einblick in die Bodenstruktur bekommen. Die 7-8 cm mächtige Humusschicht, in der eine gute Durchwurzelung, insbesondere der Feinwurzeln erkennbar war, sorgt für eine verbesserte Wasserspeicherkapazität des Bodens. Besonders in trockenen Jahren oder längeren Dürreperioden steht der Pflanze mehr Wasser zur Verfügung, was für die flachwurzelnde Fichte ein entscheidender Vorteil sein kann

Bodenansprache

Durchwurzelung in der Humusschicht

Schutz vor dem Borkenkäfer

Der Bestand von Maria Thalhammer wurde nach dem Erwerb 2017 zunächst von den Käferbäumen befreit. Beim Einschlagen wurden jedoch einige befallene Bäume übersehen. Was normalerweise zu einer kreisförmigen Verbreitung des Käfers im Bestand geführt hätte, hatte hier keinen Effekt. Der Borkenkäferbefall hat sich nicht ausgeweitet. Auch die direkte Nähe zu befallenen Beständen benachbarter Waldbesitzer war bislang unproblematisch.

Einen solch geschädigten Baum sucht man im Bestand von Maria Thalhammer-Bauer vergeblich

Auch bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers konnte Frau Thalhammer-Bauer gute Ergebnisse erzielen. Ein befallener Baum wurde mit Effektiven Mikroorganismen eingesprüht und für zwei Wochen eingewickelt. Der Baum konnte sich vollständig von dem Befall erholen und der Schädling zog sich zurück. Weitere Methoden zur Behandlung von Buchsbaumzünsler.

Durch die mikrobielle Anregung des Pflanzenstoffwechsels können ungünstige Nährstoffanreicherungen in der Pflanze vermieden werden. Dieser Überschuss zieht den Borkenkäfer auf seiner Nahrungssuche an. Ein aktives Bodenleben sorgt dafür, dass der Austausch zwischen Kronen- und Wurzelzellen funktioniert und Nährstoffe optimal genutzt werden. Schädlinge werden von vitalen Bäumen nicht angezogen, die Käferpopulation breitet sich demnach nicht weiter aus.

Empfehlung und Ausblick für die Waldbewirtschaftung mit EM

Bodenspezialist Dietmar Näser wies darauf hin, dass der Wald mit seiner besonderen Stellung als CO2 Speicher nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Funktion einnimmt. Waldschutz ist Klimaschutz. Ein aktives Bodenleben fördert das Pflanzenwachstum und stärkt den vorhandenen Bestand von innen. Auch ein positiver Effekt auf die Holzqualität ist, laut Dietmar Näser zu erwarten.

Nach der Waldbegehung vertieften sich die Teilnehmer in angeregte Gespräche rund um das Thema regenerative Waldbewirtschaftung. Bei einem gemütlichen Zusammensitzen in der Wirtschaft wurde das Gehörte reflektiert und diskutiert.

Unser herzlicher Dank geht an Maria Thalhammer-Bauer und Dietmar Näser, ohne die dieser interessante Waldtag nicht zustande gekommen wäre. Natürlich danken wir auch allen Teilnehmern und stehen Interessierten bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Erfahrungsaustausch Tiergesundheit

“Wir Bauern nehmen unsere Zukunft
selbst in die Hand”

Probiotik statt Antibiotik –
gesunde Tiere

Unsere Landwirtschaft
effektiv und klimafit machen

Am Donnerstag Abend gings endlich weiter mit unserer Vortragsreihe "Wir Bauern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand". Rund 60 Besucher, Frauen und Männer, bio und konventionell, hörten sich die kurzweiligen und offenen Berichte der Referenten an. Und zum Schluss gab es noch einige Fragen ans Podium, aber vor allem einen regen Informationsaustausch.

Christoph Fischer begrüßte die Landwirte und Landwirtinnen und zeigte allgemein gültige Wirkmechanismen der Mikrobiologie auf. Mittlerweile hat die Wissenschaft auch in vielen Bereichen diese Mechanismen bestätigt. EMler arbeiten danach schon seit 30 Jahren.
Das Mikrobiom des Menschen ist in aller Munde. Das Mikrobiom der Kuh, der Sau, der Pflanze oder des Bodens wird nur wenig Beachtung geschenkt. Dabei spielt es auch hier eine erhebliche Rolle in der Gesundheit.

Des weiteren erinnerte er an schon immer geltende Naturgesetze: Die Natur sucht immer das stabilste System. Arbeitet man mit den natürlichen Gegebenheiten, braucht es nur einen kleinen Impuls von Aussen und Gesundheit und ertragreiches Wirtschaften ist möglich. Arbeitet man an der Natur vorbei, kann noch so viel Energie aufgewandt werden, das künstliche System kippt irgendwann und dreht sich dann sogar wieder zurück.

Das Ziel im Rosenheimer Projekt ist der funktionierende Kreislauf auf dem Betrieb

Mit EM, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle geben wir dem natürlichen Zusammenspiel von Mikrobiologie, Pflanzen, Tieren und nicht zuletzt dem Menschen kleine Impulse wieder zurück zu ihrer natürlichen Ordnung. Der Effekt ist oft nicht sofort sichtbar, aber sobald sich die Brücken zusammenfügen, ensteht ein neues stabiles Miteinander.

Es reicht nicht nur die bisherigen Mittel auf dem Betrieb auszutauschen. Man muss sich in das andere (naturnahe) System auch reindenken und reinfühlen. Das braucht Zeit und Gleichgesinnte mit denen man sich austauschen kann.

Christoph Fischer

Das Fazit der Praktiker war auch, dass EM bestimmt nicht ein Allheilmittel ist. Will man einen Milchviehbetrieb mit 11.000 Liter Stalldurchschnitt und 3 GV/ ha weiterhin so betreiben wird der alleinige Einsatz von EM nicht die Tierarztkosten senken oder die Langlebigkeit der Tiere erhöhen. Aber die kleinen Stellschrauben an denen man mit EM ansetzen kann, bewirken eine Erleichterung im betrieblichen Alltag. Somit ist ein schrittweises Umdenken möglich und eine nachhaltige, individuelle Lösung für den Betrieb entsteht.

Der Emplhof: Gerlinde und Helmut Gröbner
Trostberg Lkr. TS, Bio-Betrieb, Milchvieh, Grünland, Kurzrasenweide

Auf dem Biobetrieb bewirtschaften sie 50 ha plus 9 ha Wald. 55 Milchkühe mit 20 Stück Nachzucht werden auf Kurzrasenweide gehalten. Sie betreiben Blockabkalbung und seit einem Jahr melkt der Melkroboter.

2005 haben sie einen EM-Vortrag von Christoph gehört und daraufhin gleich auch angefangen die Gülle zu behandeln. Mittlerweile wird EM im Stall vernebelt, dadurch wird die Gülle schon in den Güllekanälen behandelt. Zusätzlich wurden Güllestäbe im Güllekanal eingehängt, um Hemmstoffe in der Gülle zu neutralisieren. Es gibt keine Schwimmschichten mehr, damit auch keine Brutstätten für Fliegen. Und auch mit Nagerplagen wurde es leichter.

Gülle ist das wichtigste auf unserem Betrieb. Die konsequente Aufbereitung ist entscheidend. Denn alles, was man mit der Gülle rausfährt, fährt man mit dem Futter wieder heim.

Helmut Gröbner, Bio-Landwirt

2006 hat Helmut 20 ha Acker eingesät und mit dem Dauergrünland den Ackerstatus aufgegeben. Auf dem Grünland wird ca. 10m3 Gülle je ha und Schnitt ausgebracht. Das wirkt einem Kaliüberschuss im Grundfutter entgegen und führt zu einem ausgeglichenen Mineralhaushalt bei den Kühen. Außerdem muss er gut mit seiner Gülle haushalten, dass für den Acker auch noch was übrig bleibt.

Bio-Weide ohne Ampferplage

Die Grasnarbe ist dicht, auch auf der Weide, der Kleebestand is auch ok. Ampferprobleme hat er keine. Der Tiefwurzler Ampfer löst Verdichtungen und wächst auf Nährstoffdepots in tieferen Schichten. Wenn ich moderate Güllemengen ausbringe bei schönem Wetter, bleiben die Nährstoffe oben beim Gras und werden nicht in tiefere Schichten ausgebracht.

Stabiles Silo auch bei geringem Vorschub

Ihre Fahrsilos sind 9m breit und 2m hoch. Im Sommer ist der Vorschub bei 55 Kühen unter einem Meter und trotzdem bleibt die Silage stabil dank CFKE.

Fütterungsumstellung

Sie füttern kein Eiweiß-Kraftfutter. Der Harnstoff ist im Sommer recht hoch, im Winter bekommt der Stoffwechsel der Kühe eine Pause und der Harnstoff fällt auf unter 20 mg . Seither haben sie keine Schwergeburten mehr. 80% der Kühe gebären alleine, bei den anderen ist es meistens eher Zufall, wenn man dabei ist. Die Kälber sind fit und haben kein Trauma von der Geburt. Im Milchtaxi bekommen sie dann angesäuerte Milch mit effektiven Mikroorganismen drin. Kälberkrankheiten treten zwar auch manchmal auf, aber das bekommen sie selber mit Homöopathie wieder in den Griff.

Den eigenen Weg finden

Helmut hat mehrmals betont, dass er niemanden bekehren möchte. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Bei ihm hat das wohl 10 Jahre gedauert. Gerlinde betonte auch, dass es ihnen geholfen hat, dass sie zu zweit diesen Weg gegangen sind. Sie haben sich beide immer wieder fortgebildet und konnten sich austauschen. Das bestärkt ungemein, und anders hätten sie die anfängliche manchmal holprige Zeit nicht so gut überstanden.

Urlaub auf dem Bauernhof mit EM

Auf den Emplhof kommen Kindergruppen, vorwiegend aus München. Kindergärten, Schulklassen ... verbringen eine Woche oder 3 Tage auf dem Hof, um einmal einen Einblick in die Landwirtschaft zu bekommen. Die gesamte Reinigung im Übernachtungsbereich wird mit EM gemacht. Es ist nicht giftig, schützt die Obeflächen und geht zack zack. Sogar Sonnencreme von den Fensterscheiben geht leicht ab. Mittwochs, wenn 30 Kinder abreisen und 30 Kinder ankommen, geht es auf dem Emplhof hoch her. 60 Kinder mit Betreuer essen zusammen und zwischenzeitlich werden die Zimmer geputzt und für die neuen Gäste hergerichtet.

Mit dem Putzwasser werden dann die Geranien am Balkon gegossen und die Rosen gepflegt, die es mit starker Blühfreude danken.

Seit sie alles mit EM Putzen funktioniert die Pflanzenkläranlage auch einwandfrei.

Markus Haunolder, St. Wolfgang Lkr. Erding, Bio-Landwirt,
Milchvieh, Grünland und Acker

Angefangen hat Markus, nach einem Vortrag von Georg Abermann mit Gesteinsmehl einstreuen auf die Liegeboxen und die Laufgänge. Er hat keine Spalten sondern alles mit Schiebern, die die Gülle in eine Vorgrube schieben. Der Effekt war recht schnell erkennbar. Es gab kaum noch Schwimmschichten und das Aufrühren braucht bei weitem nicht mehr so viel Energie.

Er hat sich mittlerweile eine separate Güllegrube gebaut ohne Zulauf, wo die Gülle Zeit hat zum Reifen. Das würde er jedem empfehlen der über bauliche Maßnahmen nachdenkt.

Als nächstes hat er CFKE mit in der Silage eingesetzt. CFKE holt er fertig in Högering. Da hat er immer frische einwandfreie Ware. Die Silage ist durch das CFKE schon sehr gut geworden, aber seit er die Gülle aufbereitet, mittlerweile auch mit Pflanzenkohle merkt er auch, dass die Futterqualität sich immer weiter verbessert hat. Dann noch die Silierung mit CFKE und jetzt ist die Silage so stabil, die wird nicht mehr warm oder grau. Da fehlt sich nix mehr.

Oberstes Ziel ist die Langlebigkeit der Kühe. Letztes Jahr hatten sie ihre erste 100.000 Liter Kuh mit 14 Kälbern. Wir haben 60 Kühe im Stall. 25 davon haben mehr als 5 Kälber. Das ist mehr wert wie die Höchstleistung.

Markus Haunolder, Bio-Landwirt

Proteinreduzierte Fütterung für niedrige Harnstoffwerte

Das Seminar mit Dr. Schmack in der Chiemgau Akademie hat Eindruck bei Markus hinterlassen. Einige Wochen später hat er Dr. Schmack auch zu sich auf den Hof eingeladen. Das war sehr lehrreich und das kann er jedem Milchviehhalter nur ans Herz legen. Man lernt dadurch sehr viel über seine Tiere.

Der Eiweißgehalt in der Futterration wurde seither drastisch gesenkt und die Verdauung mit Naturavit Lebendhefe unterstützt. Die Tiergesundheit, Klauengesundheit, das Abkalbeverhalten und die Aufnahme sind seither gut.

Die Sache mit dem Harnstoff ist gut nachvollziehbar, wenn man es mit dem richtigen Blick beobachtet. Geht der Harnstoffwert hoch, gehen 4 Wochen später auch die Zellzahlen hoch.

Mein Mist ist eine Düngegranate

Tiergesundheit-Vortrag-Einstreu-Kompost-EM-Chiemgau

Der Mist wird im Stall schon mit EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit versetzt und wird nach dem Ausmisten auf einer Miete abgelegt und verdichtet, wo er weiter fermentiert.

Abschluss-Runde

Die Referenten wurden zum Schluss noch zu praktischen Lösungen befragt und sie gaben mit einer erfrischenden Offenheit Auskunft zu allen Themen. Auch klassische EM-Anwendungsfrage wie "Wie viel kommt jetzt in die Kälbertränke" wurden in der Runde beantwortet.

Der Ausklang dauerte auch diesmal bis weit nach Mitternacht. Es gibt einfach viel zu besprechen, wenn Gleichgesinnte zusammenkommen.

Erfahrungsaustausch Grünland

"Wir Bauern nehmen unsere Zukunft
selbst in die Hand"

Grünland –
mehr als “a gmade Wiesn”

Unsere Landwirtschaft
effektiv und klimafit machen

Die Stimmung im vollen Saal der Chiemgau-Akademie am Mittwoch Abend war gut. Gut 70 Bauern und Bäurinnen hörten sich die Erfahrungen der beiden Praktiker an, die kurzweilig die durchaus positiven Entwicklungen im Betrieb beschrieben.

Den Anfang machte Christoph Fischer. Er zeigte kurz und eindrücklich welche Rolle die winzigen Mikroorganismen nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in unser aller Leben spielt. Dass das Milieu , also die Mikroben in ihrer Gesamtheit, im Boden, auf der Pflanze, im Futter, am und im Tier oder auch beim Mensch über Gesundheit oder Krankheit bestimmen kann. Oder genauer gesagt, ob oxidative Fäulnis, mit hohen Energie- und Nährstoffverlusten, oder regenerative Aufbau-Prozesse vorherrschen.

Christoph-Fischer-Grünlandvortrag-Chiemgau-Akademie-2020-Gmade-Wiesn

Die Bodenmikrobiologie beeinflusst die Pflanze. Die Futterqualität wiederum beeinflusst die Gesundheit der Tiere. Wird der Boden ausschließlich mit belebter Gülle behandelt und das Mikrobiom auf der Fläche gesundet, dann zeigt der Aufwuchs eine höhere Qualiät und man merkt das früher oder später im Stall.

Anschließend stellte Hans Kink seinen Nebenerwerbsbetrieb vor. Der Grünlandbetrieb liegt auf 620 Höhenmeter und wird von seiner Frau und ihm bewirtschaftet. Ihm ist wichtig, dass Maßnahmen auf dem Betrieb nicht sehr zeitaufwändig sind, da Arbeitszeit ein begrenzter Faktor ist. Zwei Mal im Jahr wird Karbosave Pflanzenkohle direkt aus dem BigBag in die Güllegrube eingelassen und das Gesteinsmehl wird mit dem Silozug auf den Betrieb gebracht und bei laufendem Rührwerk eingeblasen.

"Ich mach des schon seit 15 Jahren und abgesetzt hat sich noch nix". EM wird über die Sprühanlage Nimbatus 7 automatisch im Stall vernebelt. So hat er einen mehrfachen Nutzen: Alle Stallflächen einschließlich der Liegeboxen und die Güllekanäle werden positiv besiedelt. Das wirkt pathogenen Keimen entgegen. Die Gülle wird von Anfang an behandelt. So entsteht Fäulnis erst gar nicht und die Schwemmkanäle verstopfen nicht mehr.

Gülle wird ausschließlich bei trockenen Verhältnissen ausgebracht. Dadurch bleibt sie, wo das Gras sie braucht und wird nicht in tiefere Schichten im Boden abgeschwemmt. Dort würde sie nur dem Ampfer was nutzen. Ätzschäden auf dem Klee durch die Gülle kennt er nicht.

Wirklich bärig ist die Lebendigkeit, die sich im Boden entwickelt. Wenn ich mit meiner Tochter über unsere Flächen spaziere und dann über benachbarte intensive Flächen, ist es schon beim drübergehen spürbar. Unser Boden federt regelrecht.

Regenwurmhaufen sind überall sichtbar. Die Grasnarbe ist dicht, Klee ist da, und Nachsaat mach ich schon seit über 10 Jahre nicht mehr. Ampfer ist natürlich auch noch da, aber so wenig, dass er mich nicht mehr stört. Im Frühjahr ist der Boden schneller warm, der Schnee schmilzt auf unseren Flächen immer als erstes. Und alles nur durch die konsequente Güllebehandlung.

Hans Kink, Bio-Landwirt

Im Arbeitskreis ist er bei den buchführenden Betrieben immer im oberen Drittel mit dabei. Mal besser mal schlechter. Im Großen und Ganzen haben sie wenig mit Krankheiten zu tun. Das Meiste kriegen sie mit Homöopathie in den Griff und sollte der Tierarzt doch einmal benötigt werden, dann greift schon die erste Medikamenten Gabe.

Wir waren schon öfter bei Hans Kink zur Betriebsbesichtigung. Eine kurze Beschreibungen von so einem Besuch bei ihm ist im Blog zu finden:

Last but noch least berichtete Manuel Dauner von der schwäbischen Alb von seinem Betrieb, der erst seit einigen Jahren EM bei sich einsetzt. Der junge Schwabe hat noch einmal Schwung in die Versammlung gebracht. Online findet man den Betrieb unter www.biohof-dauner.de

Der Bio-Milchviehbetrieb mit Kurzrasenweide im Vollerwerb, Biogasanlage und Direktvermarktung liegt auf der schwäbischen Alb in der Nähe von Ravensburg. EM setzen sie seit Jahren in der Silage ein. Sie leisten sich das CFKE gerne für die Silage weil sie keine Verluste mehr haben.

Sie müssen kein verdorbenes Futter mehr abräumen und das ist ein nicht unerheblicher Vorteil. Auch der Geruch von CFKE Silage gegenüber unbehandelter Silage ist auffällig angenehmer. Sie hat keinen strengen Essig oder Buttersäuregeruch. Die Kleidung riecht auch nicht nach Silage beim Einfüttern.

Seit ein paar Jahren betreiben sie konsequent Gülleaufbereitung. Und was man durch die Belebung der Gülle im Boden beobachten kann, hat den jungen Landwirt überzeugt, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Wenn selbst ein Schwabe gut 4 € pro m³ in die Hand nimmt und in die Gülle schmeißt, muss der Mehrwert schon offensichtlich sein.

Manuel Dauner, Biolandwirt von der schwäbischen Alb

Seit sie Gülle aufbereiten verwenden sie keinen Mineraldüngermehr auf dem Grünland. Sie hatten auch in der Umstellung keine Ertragseinbußen. Die Gülle wird sehr schnell vom Boden aufgenommen. Trotzt Schleppschlauch haben sie kein Problem mit Güllewürsten, die nicht verwittern und somit keine Futterverschmutzung.

Im Stall wird RoPro-Lit statt Kalk in den Liegeboxen eingestreut. Es scheint gleich so, dass die Tiere die Einstreu der Tiefboxen nicht mehr so leicht herausbekommen. Außerdem kommt so schon RoPro-Lit in die Gülle. Der Vorteil gegenüber dem Kalk: RoPro-Lit bindet Stickstoff in der Gülle und fördert die regenerative Mikrobiologie.

Sie haben auch den Vernebler Nimbatus 7 installiert, der allerdings nur sporadisch gelaufen ist. Der installierte Kanister hätte alle drei Tage neu befüllt werden müssen, und da hat sich selten jemand bereit erklärt. Die letzte Hustenwelle, hat die EM-Vernebelung wieder zurück in den Fokus gebracht und seit die Anlage kontiniuerlich läuft, wird es merklich leichter. Es wird nun auf eine Lösunge hingearbeitet, dass man evtl. gleich den Container direkt an die Anlage anschließt. Dann löst sich das Problem des Auffüllens von alleine.

Wird die Gülle im Stall bereits mit EM behandelt und fliesst dann in die Biogasananlage, ist das kein Problem. EM pur in der Biogasanlage würde den "Faulgas-Prozess" relativ schnell zum erliegen bringen.

Auch im Ackerbau hat Manuel 2019 seine ersten Versuche mit EM gemacht. Die Zwischenfrucht wurde beim Einarbeiten mit EM besprüht. Das Ergebnis war sehr positiv. Nach einigen Tagen war die Organik in einen Silage-Prozess übergegangen anstatt einfach zu verfaulen. Der Geruch war eher süßlich und der Boden darunter schön krümelig.

Abschließend wurden noch die vielen Fragen der Zuhörer mit einem Podium diskutiert. Auf dem Podium saßen die Referenten zusammen mit den Landwirtschaftsberatern von EM-Chiemgau, Sepp Oppenrieder und Claudia Crawford.

Auch an den Fragen war sehr gut zu erkennen, dass die Zuhörer vor allem nach zukunftsweisenden Lösungen suchen und nicht nur nach Schuldigen. Die Ausführungen der Praktiker hat doch viele erstaunt, wie leicht man einen Unterschied machen kann.

Tipps und Infos zum Thema sind in der Rubrik Anwendungen zu finden:

Das Rosenheimer Projekt und die Grünlandwirtschaft

EM, Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl in der Gülle

EM im Stall

Nach Beendigung des offiziellen Teils ging es zum Gemütlichen über. Es gab viel zu besprechen 🙂

Steiner-Konrad-Schule-Ursprung-Landwirt-EM-Chiemgau

„Wir Bauern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand“ – Artenvielfalt

Auftaktveranstaltung der landwirtschaftliche Vortragsreihe

"Artenschutz in Bauernhand" mit Prof. Dr. Konrad Steiner

Prof. Dr. Konrad Steiner ist Landwirt, Verbraucher, Lehrer an der HLFA Ursprung bei Salzburg und betreibt ein Ingenieurbüro. In der Auftaktveranstaltung zur landwirtschaftlichen Vortragsreihe hat er sehr anschaulich von seinen Projekten zum Artenschutz in Österreich erzählt. Steiner sieht sich als Mittler zwischen Landwirten und Verbraucher, denn "wir brauchen keine Schuldigen, sondern Lösungen".

Das Prinzip von Wachsen-oder-Weichen, das in den letzten 50 Jahren in der Landwirtschaft betrieben wurde, kommt zum Ende. In der freien Wirtschaft zeigt es sich immer mehr, in der Landwirtschaft ist es ein offensichtlicher Fakt: Ewiges Wachstum gibt es nicht.

Als studierter Agrarbiologe ist für ihn die natürliche Vielfalt von Insekten und Pflanzen und ihre Erhaltung schon lange ein Thema. Auch in unserer bayrischen Verfassung ist der Artenschutz in Art. 141 festgehalten: (1) 1Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes Einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut.

Gärtner und Landwirte profitieren von einer hohen Biodiversität auf und um die Flächen

Nützlinge halten Schädlinge wie Nacktschnecken oder Engerlinge in Schach. Die meisten denken da eher an "größere Tiere" wie Igel, aber auch kleine Laufkäfer sind erfolgreiche Räuber, wie das Video rechts zeigt: (Achtung nichts für zarte Gemüter).

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Quelle: Youtube

Jeder kann mit einfachen Mitteln der Biodiversität helfen. Hier ein paar Tipps:

Totholzhaufen können bei Schnecken und Engerlingplagen helfen

Um Räuber, wie Laufkäfer oder Moderkäfer im Garten oder am Feldrand anzusiedeln, reicht ein Totholzhaufen, der ihnen als Lebensraum dient. Ideal eignet sich eine schattige nasse Stelle, evtl. am Waldrand, an der man Altholz, kleine Äste und Steine aufhäuft. Eine natürlicher kostenloser Ansatz, um die vorherrschende Engerling Plage im Grünland einzudämmen.

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Bei den EM-Tagen 2019 baute die APS Projekt-Schule zusammen mit Kindern ein Zuhause für Zauneidechsen. Der Kurzfilm links gibt einen kleinen Einblick über die Bauphase.


Blühstreifen erfreuen das Auge mm Frühjahr und im Sommer. Außerdem sind sie ökologisch wertvoll: Sie ziehen Insekten und Nützlinge an, bieten Lebensraum und Nahrungsangebot. Im Herbst und Winter allerdings, ist die ästhetische Wirkung dahin.

Fleißige Bauern und Gärtner mähen oder mulchen die "braunen Stangerl", dass es wieder sauber ausschaut. Was viele nicht wissen.

Diese Stangerl sind das Überwinterungslager für viele Wildbienen, Hummeln, und anderen nützliche Insekten. Räumt man im Herbst die Flächen ab, beraubt man sich der Nützlinge für das Folgejahr. Im Fachjargon spricht man von "Attract and Kill"

Blühstreifen auch im Winter stehen lassen. So können Insekten überwintern

In diesem Vortrag hat Prof. Steiner drei effektive und einfache Aktionen vorgestellt, die Landwirte z.T. in Zusammenarbeit mit ihren Abnehmern ins Leben gerufen haben. Sehr zur Nachahmung empfohlen:

Von Bauer zu Bauer - Reden wir über die Vielfalt auf meinem Betrieb

Landwirte veröffentlichen auf Feldtafeln und im Internet, was sie bereits für eine artenreiche Vielfalt in der Natur tun. Vor allem die Feldtafeln informieren Spaziergänger und bringen Verbraucher und Landwirte wieder ins Gespräch und hinterlassen einen positiven Eindruck. Auch auf der Homepage sind die zahlreichen Ideen und Umsetzungen veröffentlicht. Zudem schulen sie sich gegenseitig, um der Biodiversität immer weiter auf die Sprünge zu helfen. Hier ist der Link zur Homepage https://www.vielfalt-am-betrieb.at/.


Ackerwildkrautflora fördern - Ein Projekt der Stieglbräu in Salzburg

Schmetterlinge und auch andere fliegende Insekten können "nur" einige 100m in einem Flug überwinden. Sie brauchen Möglichkeiten zur Rast und ein Futterangebot. Gerade in der Monokultur der großteiligen Landwirtschaft, ist es Schmetterlingen nicht mehr möglich zu wandern.

Die Braugersteproduzenten lassen in der Kultur 10 cm breite Streifen unbearbeitet. Die Streifen sind vereinbar mit den Arbeitsbreiten der Geräte und stehen jedes Jahr an der selben Stelle. Die Blühstreifen können angesät werden oder werden einfach unbearbeitet gelassen, so dass sich autochtone Arten aus dem Samenpotential des Bodens ansiedeln.

Manche Schläge sind vielleicht auch nicht rechteckig, sondern haben einen leichten Spitz. Diesen Spitz könnte man über die Blühstreifen ausgleichen und damit die Bearbeitung des Schlags sogar erleichtern. Durch diese Maßnahme kann sich die Insektenvielfalt wieder erhöhen.

Lebensraumvernetzung - Käserei unterstützt seine Lieferanten bei der Umsetzung

Viele Flächen werden mitgemäht, obwohl das Mahdgut nicht oder nur schlecht geeignet ist zur Fütterung. Die Idee für dieses Projekt lag darin, dass kleine Flecken nur noch einmal im Jahr gemäht werden.

Zum Beispiel ein Waldrand, der eh immer im Schatten liegt und gern nass bleibt. Unter Strommasten, wo man nur schwer hinkommt.

Randstreifen an Fußgängerwegen die ständig als Hundetoilette genutzt werden und und und. Wird die Fläche nur noch einmal gemäht, verwaldet sie nicht, doch Insekten können diese Flecken als Habitat nutzen und sich wieder vermehren.

Weiterlesen
EM-Tage_2019_Prof.Konrad_Steiner_Artenschutz_in_Bauernhand

Prof. Mag. Dr. Konrad Steiner: Der Artenschutz gehört in Bauernhand

(Textbeitrag von Robert Stockbauer)
Der mehrfach ausgezeichnete Lehrer des internationalen „Teacher Awards“ der industriellen Vereinigung, überzeugte alle anwesenden Zuschauer im Vortragszelt durch seine Fachkompetenz bei der Umsetzung nachhaltiger Themen in der Landwirtschaft.

„Eine möglichst artenreiche Natur ist die Basis für das Überleben, leben und leben lassen“!

Biodiversität fördern - Kulturlandschaft erhalten - Landwirtschaftliche Erträge sichern, das ist das Credo von Konrad Steiner.

Die Landwirtschaft gestaltet und prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft. Unter dem ökonomischen Druck haben sich die Bewirtschaftungsformen in den vergangenen Jahrzehnten markant gewandelt und ein besonderes Verhältnis von Landwirtschaft und Naturschutz geschaffen.
Einerseits möchte der Landwirt seinen Grund und Boden möglichst ertragreich bewirtschaften um bei sinkenden Preisen für seine Erzeugnisse im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Andererseits ist nachhaltige Landwirtschaft ohne Schutz der natürlichen Ressourcen als eigene Produktionsgrundlage nicht denkbar.

Landwirte leisten freiwillig einen erheblichen Beitrag zur Sicherung der Biodiversität, jedoch für besondere Naturschutzleistungen müssen derzeit auch entsprechende Mittel der öffentlichen Hand eingesetzt werden.

Naturschutz darf für die Bauernschaft kein finanzieller Nachteil sein bzw. sollte sich sogar wirtschaftlich auszahlen. Nur eine Win-win-Strategie garantiert nachhaltig eine Verstärkung der Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft. Damit dies funktionieren kann, brauchtes aber zumindest einen gewissen Anteil an Konsumenten, die den Mehrwert dieser Lebensmittel versteht und den Mehraufwand der Landwirtschaft für die Natur respektiert und mit fairen Preisen honoriert.

EM-TAge_2019_Konrad_Steiner_Beispiel

Einige aktuelle Initiativen des Lebensmittelhandels zu den Themen Humusaufbau, alte Gemüsesorten, tiergerechte Haltungsmethoden, Bienen – und Schmetterlingsschutz zeigen, dass die Marketingexperten die Chancen bereits erkannt haben.

Dabei ist wichtig, dass bereits von Beginn an, der Bauer und Naturschützer an einem Tisch sitzen. Die praktischen Erfahrungen des Landwirts sollen in die Planung des Naturschutzexperten mit einfließen. Gemeinsam werden die Möglichkeiten ausgelotet. Der Naturschutz und der Bauer kommen sich entgegen und geben auch jeweils nach, wenn es der gesunde Hausverstand vorgibt.

„Der mündige Konsument sollte den Mehrwert dieser naturschonend produzierten Lebensmittel verstehen und den Mehraufwand des Landwirts respektieren und honorieren“ erklärte Steiner.

Die Artenveränderung wird spürbar sein und Vielfalt dient der Weiterentwicklung. Deswegen sind auch die effektiven Mikroorganismen so wirksam und erfolgreich.

„Die Spirale für den Artenschutz in Bauernhand geht stark nach oben“, sagte Steiner. So ist Bereits das vielversprechende Projekt „2030“ mit der Käserei Wöhrle in Aussicht, um den Artenschutz gezielt voranzutreiben. Die Beteiligung der Landwirte ist freiwillig. Hauptsache es geht was voran, sagte Steiner im Abschlussgespräch mit uns. Der sympathische Biologe und Erdwissenschaftler, war mit seinem außergewöhnlichen Fachwissen, ein unverzichtbarer Referent der EM-Tage 2019.

EM-Tage_2019_Susanne_Vierthaler_Mein_weg_zum_EM_Weinbau

Susanne Vierthaler: EM-Weinbau mit Vorreiter Funktion

(Textbeitrag von Robert Stockbauer)

Susanne Vierthaler hielt an diesem Sonntagvormittag ihren ersten Vortrag auf einer großen Bühne vor so vielen interessierten Zuschauern. Die Anspannung merkte man ihr kaum an, da sie durch Ihre Begeisterung und die imposanten Ergebnisse der wirksamen EM-Produkte, in knapp 15 Minuten alle relevanten Fakten auf den Tisch brachte.

 Vor 10 Jahren begann sie mit ihrem Mann Josef den Weingarten auf das Rosenheimer System umzustellen. Seit dieser Zeit wird fermentierte Organik (Bokashi-Trester) zurück in den Weingarten ausgebracht und EM (Scharfes Blond und RoPro-13/20) zur Pflanzenstärkung gespritzt.

„Hochwertige EM-Produkte sollten in jedem Weinberg zuhause sein“

   

Susanne und Josef Vierthaler sind bekennende Anwender effektiver Mikroorganismen und geben engagierte Seminare zum natürlichen und nachhaltigen Weinanbau. Bei den EM-Tagen 2019 stellten Sie Ihren 2018ner Spitzenwein vor, der als Ergebnis einer langjährigen und nachhaltigen  humusaufbauenden Kreislaufwirtschaft gekelltert wurde.

Selbstverständlich kommen Mikroorganismen, Pflanzenkohle und Gesteinsmehl als Organikveredler sowie vorbeugende EM-Pflanzenstärkung zum Einsatz .
Der Wein als einer der beliebtesten Genussmittel verdient diese Wertschätzung allemal.

   

„Wir sollten nicht nur umdenken, sondern auch tun“, nachhaltig und effektiv miteinander“

2018 ernteten sie ihren wohlschmeckenden Spitzenwein. Der hochwertige Wein wurde mit großer Begeisterung am Marktstand der Vierthalers von den Besuchern gekostet. Susanne erzählte uns, dass Sie durch die positive Rückmeldung der Menschen wieder einmal mehr bestärkt wurde ihren Weg des nachhaltigen und  regenerativen Weinanbaus weiterzugehen.

Vierthalers

Der örtliche Biogärtnerstammtisch in ihrer Region ist nach Vierthalers Angaben, mehr als begeistert von den effektiven und zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der erstklassigen EM-Produkte. Auch eine Kooperation mit dem bekannten Profigärtner Rainer Steidle ist im Gespräch und stellt mit Sicherheit eine große Bereicherung für alle Beteiligte dar.

Die Weinbäuerin lobte die Besucher der EM-Tage, da nach Ihrer Auffassung alle in eine enkeltaugliche Zukunft blicken und ein ganzheitliches Denken in der Welt verbreiten. Die Menschen wollen, dass alles wieder gesundet und sind bereit die nötigen Schritte mit Entschlossenheit einzuleiten.

Die Gruppe von EM Anwendern in der Winzergemeinschaft wächst ständig und die Produkte werden mittlerweile als fester Bestandteil im Weinbau angesehen.
Susanne und Josef beflügeln die Winzergruppen auf dem Weg in die regenerative Landwirtschaft und nehmen dadurch eine beachtliche Vorreiterfunktion im Weinbau ein.

Wir freuen uns auch in Zukunft auf den Genuss von wohlschmeckenden, aromatischen und gesunden Wein aus dem Hause Vierthaler und haben die Sonderedition schon mal in unser Sortiment aufgenommen.

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Chiemgau Agrar Nachrichten – Sommer 2019

Jetzt lesen! Unsere neuen Chiemgau Agrar Nachrichten mit aktuellen Informationen zu 20 Jahren Rosenheimer Projekt (EM-Anwendungen in der Landwirtschaft), Humus-Förder-Programm, landwirtschaftliches Symposium im Rahmen der EM-Tage, Kooperation regenerative Landwirtschaft, Produktvorstellungen ..

Hier downloaden Chiemgau-Agrar-Nachrichten-2019 oder online lesen:

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