EM-Kälber

Gesunde Kälber – leistungsstarke Kühe

Neben den züchterischen Maßnahmen spielen Fütterung und Haltung in der Kälberaufzucht eine gravierende Rolle um gesunde, vitale und leistungsstarke Kühe zu erhalten.

Probiotische Reinigung für Kälberiglu, Kälberboxen und Kälberstall

Dass Desinfektion keinen sicheren Schutz vor Krankheitserregern bietet, ist vielen Landwirten mittlerweile bekannt. Mit der Zeit können sich resistente Keime entwickeln, die mit den üblichen Reinigungsmaßnahmen nicht mehr erfasst werden können.
Insbesondere nach der Desinfektion haben alle Erreger leichtes Spiel, sich anzusiedeln und ungehindert zu vermehren, denn auch die guten Mikroorganismen werden durch Desinfektionsmittel abgetötet.
Die Lösung ist die probiotische Reinigung ( „Pro bios“ bedeutet „für das Leben“). Das heißt, dass sich neben dem Reinigungseffekt auch ein positives und aufbauendes Mikroben Milieu ansiedelt. So wird pathogenen Keimen der Lebensraum, bzw. die Nahrungsgrundlage entzogen.

EM-Stallreiniger - probiotischer Reiniger auf EM-Basis

Stall-Reiniger_25L_EM-Chiemgau
  • Zur Reinigung von Stallflächen, Melkstand, Fliesen…
  • probiotische Besiedelung der Oberflächen
  • glättet die Oberflächen
  • Haudschonend, keine Handschuhe notwendig
  • umweltschonend, da keine Belastung für Gewässer oder Güllegrube

Um ein probiotisches Stallklima zu erreichen erfolgt die Reinigung ohne Chemie. Nach der Entmistung und Grobreinigung werden die kompletten Flächen, Aufstallung, Vorrichtungen und besonders die Ritzen und Ecken mit EM-Stallreiniger eingesprüht. Nach einer Einwirkzeit von min. 30 Minuten mit dem Hochdruckreiniger abspritzen.

Nach dem vollständigen Trocknen und vor der Wiederbelegung werden die Flächen, Aufstallung und Vorrichtungen mit CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) pur oder 1:1eingesprüht. Somit wird ein positives probiotisches Milieu im Kälberbereich erzeugt. Mögliche Krankheitserreger haben so gut wie keine Chance sich zu vermehren.

CFKE oder EM-aktiv im Stall vernebelt wirkt auf das Mikrobenmilieu im Stall sehr positiv. Es wirkt der Ausbreitung von ubiquitären Keimen (wie Staphylococcus Aureus) entgegen, mindert die Ammoniakausgasung und die Fliegenplage. Es wirkt sich auf die gesamte Atmosphäre im Stall aus.

Probiotische Fütterung für vitale Tiere

Fütterung:
CFKE
unterstützt die Mikrobiologie im Verdauungstrakt und sorgt für gesunde Kälber, steigert die Futteraufnahme und Fresslust.

Karbofit (Futterkohle) bindet im Verdauungssystem unerwünschte Stoffe z.B. Toxine, chemische Rückstände und unterstützt deren Ausscheidung. Das Wohlbefinden wird erhöht.

Mengendosierung:
20 ml CFKE/Mahlzeit
5 g Karbofit (Futterkohle)/Mahlzeit

Egal ob Eimer- oder Großbehälterzubereitung (Milchtaxi), beide Komponenten werden einfach in die Tränke eingerührt.

Stallhygiene durch EM-Vernebelung

Vernebelung
Neben den üblichen Vorgehensweisen wie z.B. regelmäßige Entmistung, saubere trockene Einstreu, rutschsichere Flächen, optimale Frischluftzufuhr, saubere Tränkeeimer, einwandfreies Futter und angemessene Aufstallung ist die regelmäßige Vernebelung von CFKE sehr vorteilhaft.

Kälberiglus und kleinere Kälberställe können mit der Rückenspritze täglich behandelt werden. In größeren Kälberställen wird zur Arbeitserleichterung die Vernebelungsanlage Nimbatus 7 eingebaut.
Durch die Vernebelung wird die Luft "gereinigt". Staub, Luftpartikel, Ammoniak und andere Gerüche werden verarbeitet und nicht nur überdeckt. Die Tiere profitieren von der "guten" Luft, das Fell wird schön und die Tiere werden oftmals ruhiger. Für den Landwirt selber stellt sich auch ein gewisser "Wohlfühleffekt" ein.

Wie oft und wie lange wird am Tag vernebelt?

Vernebeln von HandCFKE oder EM-aktiv: Wasser 1:10 verdünnen und den gesamten Luftraum im Stall aussprühen
Auch Liegeboxen, unter den Kälberbuchten und andere "Problem-Ecken" gezielt zusätzlich behandeln.
Automatische VernebelungNimbatus 7 ist eine automatische Vernebelungsanlage, die mit Druckluft betrieben wird. Über eine Zeitschaltuhr wird je nach Bedarf mehrmals täglich CFKE oder EM-aktiv pur über fest installierte Düsen versprüht.
Im Winter sollte wenigstens ein Mal täglich 1 Minute gesprüht werden. Im Sommer kann der Nimbatus 3-5 Mal täglich je eine Minute laufen. Hier kann neben der Luftreinigung auch der Kühlungseffekt zusätzlichen Nutzen bringen.
Es bleibt nur noch den Vorratskanister nachzufüllen.

Wirkung der probiotischen Vernebelung

Durch den Einsatz von CFKE im Stall werden fäulnisbildende Prozesse deutlich verringert und das Stallklima merklich verbessert. Den Fliegenlarven wird die Nahrungsgrundlage entzogen und auch die Bildung schlechter Gerüche stark vermindert.
Die Mengenempfehlung liegt bei 5 ml/m² Stallfläche/Tag.

Weitere Informationen über die Reduzierung der Fliegenpopulation findest Du im Beitrag „Fliegen machen mit EM die Fliege

Fazit:

Bei den zahlreichen Veränderungen die auf Kälber in den ersten Lebensmonaten, wie z.B. Biestmilch -Vollmilch – Milchaustauscher – Tränkeeimer – Tränkeautomat - Einzelbox – Gruppenhaltung – Einstreu - Raufutter – Kraftfutter zukommen, unterstützt CFKE und Karbofit eine ausgeglichenere Verdauung. Gesunde, vitale und frohwüchsige Kälber sind der Grundstein für leistungsstarke Kühe. Letztendlich sind gesunde Tiere der Stolz eines jeden Landwirts.

Gülleausbringen

Güllebehandlung – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Güllebehandlung -  jetzt ist die richtige Zeit!

Um das gesamte Potential der Gülle voll nutzen zu können, ist die permanente Güllebehandlung eine erfolgsversprechende Maßnahme.

Durch den Zusatz vom Gülletrio: EM-aktiv, Karbosave Pflanzenkohle und RoPro-Lit-Urgesteinsmehl wird die Fermentation positiv unterstützt. Das hier erzeugte Mikroben-Milieu macht aus der Gülle einen wertvollen Dünger.

Mit Hilfe der Mikrobiologie werden Nährstoffe in den sehr feinen Kohlestrukturen gebunden (ähnlich wie ein Schwamm). RoPro-Lit-Urgesteinsmehl bringt zusätzlich Mineralien und Spurenelemente.

Verflüssigen von Festmist in Gülle

Vom richtigen Zeitpunkt für die Güllebehandlung


Ausreichende Zeit für die Mikrobiologie

Der richtige Zeitpunkt die Gülle zu behandeln ist das ganze Jahr über. Die Gülle sollte nie unbehandelt sein, weil sie sonst in einen Fäulnisprozess kippen kann.
Es ist ähnlich wie bei der Silage. Es ist sehr schwierig, wenn nicht unmöglich eine angeschimmelte faulige Silage wieder in hochwertige Silage umzuwandeln.
Der Vorteil bei der Gülle liegt darin, dass bereits im Stall über die Luft (EM-Vernebelung) über das Futter und über Einstreu bzw. Spaltenbodenbehandlung die Güllequalität beeinflusst werden kann.

So gibt es drei Zeitphasen, die der Landwirt beachten sollte:
1. spätestens Mitte - Ende Dezember: Sobald sich so viel Gülle in der Grube befindet, dass man sie rühren kann, sollte Pflanzenkohle und EM eingerührt werden. Die Gülle wird in einen regenerativen Prozess geführt und Nährstoffe in der Kohle gespeichert.
2. Wöchentlich (das ganze Jahr über)
Das Gülleaufkommen pro Woche wird errechnet und entsprechend EM dosiert. Angerechnet werden hier CFKE-Vernebelung, genauso die Menge, die über den Güllekanal eingeführt oder über das Futter gegeben wird. Ebenso wird Gesteinsmehl, das über die Einstreu in die Gülle gelangt mitgerechnet.
3. Ende Januar bis Mitte Februar
erfolgt die Güllebehandlung in dieser Zeit, hat die Kohle genügend Zeit sich mit Nährstoffe (Stickstoff) zu beladen. EM und Gesteinsmehl sorgen für die nötige mikrobielle Umwandlung.

Kein Wasserzusatz in der Gülle notwendig

Die Gülle benötigt keinen Wasserzusatz. Durch das „Gülletrio“ wird die Gülle durch die Stoffwechselvorgänge dünnflüssig, sämig und homogen. Das Aufrühren vor der Ausbringung ist in kurzer Zeit erledigt, da sich keine (oder nur eine geringe) Schwimmdecke auf der behandelten Gülle bildet. Da auf Wasserzusatz verzichtet wird, sind auch geringere Güllemengen zu lagern, zu transportieren und auszubringen und trägt somit zur Kosteneinsparung bei.

Vorteile von behandelter Gülle

  • Gülle „lebt“
  • ist dünnflüssig (ohne Wasserzusatz)
  • bildet keine Schwimmdecke
  • stinkt nicht (keine Ammoniakausgasung)
  • läuft nach der Ausbringung schnell von den Pflanzen ab
  • ätzt nicht (Blätter und Wurzeln werden geschont)
  • Kleeanteil im Grünland steigt
  • Nährstoffe werden nicht ausgewaschen
  • wird bei gut befahrbaren Böden und trockener Witterung mit kostengünstiger Gülletechnik ausgebracht

je m³ Gülle werden ausgebracht:

1 l EM aktiv 
Direkt vom Behälter in die Güllegrube einlaufen lassen

6 l Karbosave Pflanzenkohle
Big Pack in die Güllegrube entleeren

30 kg RoPro-Lit - Urgesteinsmehl  
Wird mit dem Silozug während des Güllerührens eingeblasen.

Sollte aus verschiedenen Gründen (z.B. Lieferzeiten, …)  nicht gleichzeitig alle drei Komponenten verfügbar sein, so können diese auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingebracht werden.

Gülleausbringung

Güllegaben von 10-12 m³/ha/Grünlandschnitt bei gut befahrbaren Böden und trockener Witterung ausgebracht ist die Grundlage für gutes schmackhaftes Futter. Durch den gesteigerten Kleeanteil wird zusätzlich Stickstoff aus der Luft in den Boden gebracht. Somit ist im Grünland die Grundlange für gute Futtererträge bei hoher Futterqualität gelegt.

EM-Gülleausfahren

Ein Wort zum Schluss


Hier im Bild wird eine Bodenprobe vom unbegüllten Wiesenrand und aus der unbehandelten, aber begüllten Wiese entnommen (ca. 1 Woche nach dem Begüllen).
Auch das ungeübte Auge und die Nase konnte den Unterschied in Bodenfarbe, Geruch und Bodenkrümmelung deutlich wahrnehmen. So eine Spatenprobe ist nur zu empfehlen. Da kann der Landwirt selber beurteilen, ob eine Güllebehandlung vielleicht gut wäre. Oder, ob die Begüllung auf dem Boden überhaupt eine Auswirkung hat.

Tiergesundheit-Bartl-Gamml-EM-Chiemgau

Gesunde und langlebige Rinder mit EM-Anwendungen

Mehr Tiergesundheit, weniger Tierarztkosten - so lautet das Fazit von vielen EM-Landwirten.

Die Aufwendungen für Tierarzt und Medikamente im Milchviehbetrieb schwanken aufgrund unterschiedlichster Faktoren sehr stark.
In Bayern liegt der Durchschnitt in den letzten 10 Jahren bei ca. 100-120 €/Kuh/Jahr. Hier sind auch die Tiergesundheitsaufwendungen der Kälber mit eingerechnet.

Die Werte von EM-Landwirten liegen bei ca. 30-50 €/Kuh/Jahr im Durchschnitt mehrerer Jahre incl. den Aufwendungen für die Kälber.

Im reinen Milchviehbetrieb ist die Kostenermittlung je Kuh relativ einfach. Die Summe aller Tierarzt- und Medikamentenrechnungen wird auf die Anzahl der Kühe aufgeteilt.

Gesündere Kühe leben im Normalfall länger und bringen gute Lebensleistungen. Zusätzlich steigt auch die Fruchtbarkeit. Die Non-Return-Rate (90 Tage) liegt meist über 65 %.

Viele Landwirte, die mit EM schon länger arbeiten, berichten über ruhigere Tiere, weniger Verletzungen, weniger Ausfälle und leichteres Kalben. Letztlich wirkt sich der ruhigere Betriebsauflauf auch auf die Betriebsleiterfamilie positiv aus. Wesentlich dabei ist, dass die EM-Anwendungen kontinuierlich durchgeführt werden.

Was machen die EM-Landwirte?

CFKE und Karbofit-Futterkohle wird in der Fütterung eingesetzt. Mit relativ wenig Arbeitsaufwand werden beide Komponenten z.B. im Futtermischwagen eingemischt.

Mehr Infos zur Fütterungsoptimierung

Probiotisches Stallklima durch CFKE

Probiotisches Stallklima

Um ein gesundes probiotisches Stallklima zu erhalten, wird CFKE (Chiemgauer Fermentierte Kräuter Extrakt) mit der automatisierten Vernebelungsanlage fein zerstäubt täglich im Stall verteilt.

EM-Vernebelung im Kuhstall

Mehr Infos zur EM-Vernebelung
Mehr Infos zu probiotischem Stallmanagement

Vorteile von EM-Vernebelung im Stall:

  • Das Vernebeln führt sofort zu einer Verbesserung der Luftqualität.
  • Alle Oberflächen werden mit probiotischen Mikroorganismen besetzt. Dadurch können sich krankmachende oder resistente Keime nicht mehr so leicht durchsetzen.
  • EM drängt Fäulnis zurück, verhindern sie und breitet ein regeneratives Milieu aus.
  • EM sind ein Art Schutz vor pathogener Keimbelastung  und auch bei intensiver Tierhaltung kann eine Viren-hemmende Wirkung erzielt werden. Denn der niedrige PH-Wert von EM gilt als zuverlässiges Gegenmittel bei Viren und Bakterien.
  • Die angenehme Luft erleichtert im gesamten Raum die Arbeitsatmosphäre für den Mensch und den Lebensraum der Tiere.
  • Viele Tierarten reagieren auf so gereinigte Luft mit mehr Ruhe und Gelassenheit
  • durch die Reduzierung von Fäulnis reduziert sich das Fliegenaufkommen

Stau im Güllekanal

Die Ammoniakausgasung aus dem Güllekanal kann mit der Einbringung von Karbosave-Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl reduziert werden. Je nach Güllebeschaffenheit wird täglich oder wöchentlich mit EM-aktiv z.B. mit einer Gießkanne über den Kanal gegossen. Dadurch wird die Gülle fließfähiger, ein Güllestau im Kanal verflüssigt oder wird vorgebeugt. Außerdem führt es zur Geruchsverbesserung.

Stau im Güllekanal vermeiden

Vorteile der Güllebehandlung im Stall:

  • Die Gülle wird durch die Mikroorganismen belebt und fließt besser ab.
  • Fäulnis im Güllekanal wird verhindert. Das sorgt für bessere Luft im Stall und weniger Fliegenaufkommen.
  • Fliegenlarven benötigen zur Entwicklung Fäulnis, daher wird auch die Vermehrung der Fliegen verringert.
  • Die feinen Pflanzenkohleteilchen saugen sich mit Nährstoffen voll und binden sie, das verringert den Geruch.
  • Das feine RoPro-Lit Urgesteinsmehl verbindet sich mit den festen Teilchen in der Gülle, bleiben in der Schwebe und binden Geruch.
  • Die Spaltenböden bleiben sauberer
  • Letztendlich „belebt“ die Behandlung die Gülle,. Sie bleibt flüssig, stinkt nicht und fließt im Kanal.

So beugt man dem Güllestau vor.

Einstreu mit Urgesteinsmehl und Karbosave Pflanzenkohle

Eine Einstreu mit RoPro-Lit Gesteinsmehl und/oder Pflanzenkohle hygienisiert den Boden und fördert die Klauengesundheit. Außerdem fördert die Einstreu die Rutschfestigkeit, was vor allem im frostigen Außenbereich zur Entspannung führt.

Auch eine tiefe Einstreu wird mit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle optimiert. Der Mist fermentiert bereits im Stall. Fäulnis wird vermieden und Nährstoffe in die Kohlestruktur gebunden.

So mischt man eine Einstreu mit RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle

Kälberaufzucht

Gleich nach der Geburt wird in die Biestmilch 30 ml CFKE eingerührt. Das optimiert die Darmflora. Unmittelbar nach dem Geburtsvorgang kann es mit CFKE eingesprüht und mit Stroh trocken gerieben werden. Täglich werden 20 ml CFKE zugefüttert. Bei Durchfall 1 Teelöffel Karbofit-Futterkohle in die Kälbermilch einrühren. Fäulnisherde in der Kälberbox vermeiden und die Stallung immer wieder mit EM-aktiv oder CFKE einsprühen.

EM-Anwendungen können viel zur Gesundheit des Tierbestandes beitragen. Ebenso bedeutend ist der Kontakt vom Landwirt zu seinen Tieren. Regelmäßige Streicheleinheiten, ein Lächeln und der respektvolle Umgang mit dem Tier sorgen für angstfreie, ruhige und gestärkte Bestände.
Manche EM-Landwirte entwickeln eigene Rezepturen und sind sehr kreativ z.B. bei der Wundbehandlung, bei Entzündungen und Hautkrankheiten.

häcksler-Maschinen-Winterfest-machen-Waschen--EM-Chiemgau

Maschinen waschen mit EM Mikrorein leicht gemacht

Jetzt kommt bei vielen Landwirten die Zeit ihre Maschinen zu waschen, reparieren, Verschleißteile austauschen, abschmieren und Inspektionen durchzuführen.
Nach der groben Reinigung kann mit EM Mikrorein folgendermaßen gewaschen werden.

Variante 1: bei leichten Verschmutzungen

Die meisten Hochdruckreiniger haben eine Vorrichtung zum Eindosieren von Reinigungsmitteln. EM-Mikrorein wird mit einer Dosierung von 0,5 % (5 ml/l Wasser) eingesetzt. Das Wasser-Mikrorein-Gemisch stärkt die Reinigungsleistung des Hochdruckreinigers, hartnäckiger Schmutz wird leichter gelöst.

Variante 2: Empfehlenswert bei hartnäckiger Verschmutzung

Maschinen/Geräte mit Wasser nass machen. Anschließend EM-Mikrorein pur mit einer Sprühflasche auf die Flächen, Ecken, Nischen und Ritzen sprühen. Nach der Einwirkzeit von ca. 30 Minuten mit dem Hochdruckreinger abspritzen. Die Maschinen werden auf natürliche Weise sauber, glänzen und der Lack wird glatt.

Mit dem Waschwasser gelangt EM-Mikrorein in den Ölabscheider und unterstützt den Abbau von Ölen und Fetten. Zusätzlich wird der Klärungsprozess des Waschwassers deutlich positiv beeinflusst.

Fazit:
So einfach, effektiv, umweltfreundlich und maschinenpflegend kann das Waschen der Maschinen und Geräte sein. Es ist sicherlich im Interesse eines jeden Landwirts, seine Maschinen gut gewartet, sauber und werterhaltend einzuwintern.

Klare Sicht in der Fahrerkabine
Welcher Landwirt kennt das nicht, verschmutzte, verschmierte und trübe Fensterscheiben erschweren die Sicht. Die Fahrerkabinen moderne Schlepper und SF-Arbeitsmaschinen haben mehrere Quadratmeter Fensterflächen. Eine Gute Sicht ist für den Fahrer unabdingbar.

Fensterputzen mit EM-Mikrorein sorgt für freien Durchblick
Die Scheiben mit EM-Mikrorein-Putzlösung besprühen, kurz einwirken lassen, mit sauberen Tuch putzen und anschließend mit einem weichen Tuch trocknen. Die Scheiben glänzen schlierenfrei und die Oberflächen werden glatter. Somit wird die Verschmutzungsgefahr reduziert und beim nächsten Putzen geht der Schmutz leichter von der Scheibe.

Dosierung zum Fenster putzen:

1-3 ml EM-Mikrorein/l Wasser

Stark verschmutze Stallfenster können auch ausgehängt werden und in einer großen Wanne mit EM-Lösung gelegt werden. Das geht z.B. auch in der Frontschaufel. Nach einer kurzen Einwirkzeit werden sie in der Wanne mit einer weichen Bürste abgebürstet oder mit einem Lappen geputzt. Anschließend mit dem Schlauch abgespritzt, zum Trocknen gestellt und wieder eingehängt.

Tipp:
EM-Mikrorein pur kann auch in der frostfreien Zeit in Scheibenwasseranlage eingesetzt werden.

Ölabscheider mit EM behandeln
Ölabscheider sollten regelmäßig gewartet und ggf. gereinigt werden. Durch die regelmäßige Einbringung von EMB aktiv wird der Abbau von Öl- und Schmierstoffen unterstützt. Je m³ Volumen 1 l EMB aktiv und 600 g Trockenbokashi einbringen und anschließend wöchentlich ca. 0,25 l EMB nachfüllen. Tritt fauliger Geruch auf, die wöchentliche Menge EMB aktiv erhöhen.

Weinanbau Regenerativ

Die EM-Winzer der Alde Gott eG geben Einblicke in ihre Anbauweise

Heuer im Herbst führte uns die diesjährige Lehrfahrt nach Sasbachwalden im Nordschwarzwald. Die Anfahrt unserer kleinen Gruppe erfolgt mit Privat-Fahrgemeinschaften.
In Sasbachwalden begrüßte uns Bürgermeisterin Frau Sonja Schuchter herzlich mit Sekt und einem interessanten Vortrag.

Susanne und Josef Vierthaler bewirtschaften 11 ha LF. Angebaut werden Wein, Zwetschgen, Äpfel, Birnen, Mirabellen und Feigen. Das Obst wird über die Brennerei der Alde Gott vermarktet. Der EM-Wein wird von der Winzereigenossenschaft gekeltert und anschließend von den Vierthalers und EM-Chiemgau verkauft. Auf den EM-Tagen im August 2019 referierte Susanne Vierthaler rund um den regenerativen Weinanbau.

Regenerativer Weinanbau führt zu Humusaufbau

Die Empfehlungen von EM Chiemgau werden seit 2009 in den Weinbergen umgesetzt. So werden die Rebzeilen mit einer Mulchschicht wildkrautfrei gehalten. Zusätzlich dient das organische Material den Bodenlebewesen als Nahrung und bringt Nährstoffe für die Reben. An warmen und trockenen Sommertagen bildet diese eine Schutzschicht vor Austrocknung und zu starker Erwärmung. Als Mulchmaterial wird Traubentrester-Bokashi verwendet. Dazu werden Trester, EM aktiv, Karbosave-Pflanzenkohle und RoPro-Lit Urgesteinsmehl in Siloballen gepresst und fermentiert. Diese veränderte Bearbeitungsmethode baute auf den Flächen in den vergangenen Jahren erfolgreich Humus auf.

Im konventionellen Weinbau wird meist die komplette Organik aus den Anbauflächen entnommen, was zum langsamen „Verhungern“ des Bodenlebens führt. Die notwendige stabile Krümelstruktur im Boden baut sich ab, Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität verringert sich.

Qualität zahlt sich aus

Dem Beispiel der Vierthalers folgen nun seit 2019 zwanzig weitere ausgewählte Winzer, die nach den humusaufbauenden Vorgaben ihre Wirtschaftsweise veränderten. Die Winzergenossenschaft sieht darin eine wegweisende Zukunft und honoriert dies mit 20 % Erzeugerpreiszuschlag.
Dieser Entscheidung lagen einige Jahre Überzeugungsarbeit zugrunde. Christoph Fischer war einige Male für Vorträge und Workshops in Sasbachwalden. Letztlich gab die gesteigerte Qualität der Vierthaler-Trauben den Ausschlag. Die Trauben haben wesentlich mehr Mineralien.

„Ein Wein kann nie besser sein als die Trauben und die Trauben können nur so gut sein, wie der Boden.

Der Vorstand der Alde Gott eG bei der Weinprobe

Nach jahrelanger Pionierarbeit und teils erheblichen Aufwand der Vierthalers gelten sie nun als Wegbereiter für eine neue Art des regenerativen Weinanbaus. Das Augenmerk liegt auf der Bodenqualität, die von der lebendigen Mikrobenvielfalt, der Bodenbearbeitung und des Organikeintrags abhängig ist. Dabei vermeidet man Maßnahmen, die sich schädigend auf die Bodenflora auswirken.

Das Jahr der Winzer beginnt mit dem Rebschnitt in den Wintermonaten. Entscheidend ist hier die Formierung, wie die Ruten in Form gebracht werden um optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden zu können.

Die pflanzenstärkenden Spritzungen erfolgen mit EM-aktiv und RoPro 13/20, mehrmals in der Vegetationszeit. Jede Rebsorte hat ihre Eigenheiten und Herausforderungen - was ein regelmäßiges Begehen und Sichten der Rebstöcke notwendig macht.

Reiche Erträge beim Weinanbau mit Effektiven Mikrrorganismen

Eine der zeitintensivsten Arbeit ist das Ausgeizen (unerwünschte Seitentriebe entfernen) der Reben. Qualitätsberater Bernhard Ganter von der Alde Gott Winzer eG unterstützt die Winzer beim humusaufbauenden Weinanbau. Er überprüft die Gesundheit der Weinstöcke und beobachtet auch die Entwicklung von Krankheiten oder Schädlingsbefall. Er empfiehlt Methoden, die möglichst umweltverträglich sind. So werden zum Beispiel Pheromonfallen aufgestellt, die gegen den Schädling „Traubenwickler“ zu 99 Prozent wirksam sind.

Aufgrund laufender Qualitätskontrollen und Messungen des Zuckergehalts wird der Weinlesetermin festgelegt. Die Winzergenossenschaft gibt den Erntetermin der einzelnen Sorten vor, so soll die Weinqualität und Alkoholgehalt der entstehenden Weinsorten positiv beeinflusst werden.
Die Erzeugerpreise werden über den Zuckergehalt (Öchslegrad) berechnet. Daher entfernen viele Winzer kurz vor der Ernte die Blätter, um durch mehr Sonneneinstrahlung den Zuckergehalt in den Trauben zu erhöhen.

Der jährliche Arbeitsaufwand im Weinbau liegt insgesamt bei ca. 700-800 Std. je ha. Der Mehrarbeitsaufwand für die Handlese wird für die bessere Qualität gerechtfertigt.

Pioniergeist auch beim Maschinenbau

Spezialmaschinen sind notwendig, um in den Weinbergen die jeweiligen Arbeiten zeit- und fachgerecht zu erledigen. Einige Maschinen hat Josef Vierthaler selbst konstruiert und gebaut.

Neben der Qualitätsverbesserung der Trauben, finden sich jetzt auch wieder mehr Nützlinge auf den Flächen der Vierthalers. So sind die, für die Weinberge charakteristischen Gottesanbeterinnen häufiger anzutreffen.

Alles in allem wieder eine äußerst interessante Lehrfahrt mit beeindruckenden Impressionen und Hintergund - vielen Dank dafür und weiterhin alles Gute!

Infos auch unter https://www.susannevierthaler.de/

Maisanbau-mit-Bodenverjüngert-EM-Chiemgau

Maisernte was nun? Nach der Ernte ist vor der Ernte

Je nach Region und Reifestadium läuft die Silomaisernte bereits ab ca. Anfang September. Die Silomaisernte ist für die meisten Landwirte ein Highlight im Jahresablauf. Hier wird in kurzer Zeit Futter für das ganze Jahr geerntet, egal ob Tierfutter oder Biogasanlagensubstrat.

Je nach Erntezeitpunkt und geplanter Folgefrucht gibt es verschiedene Varianten für die nächsten Bearbeitungsschritte.

Kurzes Zeitfenster zwischen Maisernte und Wintergetreidesaat

Ist das Zeitfenster zwischen Ernte und Saat der nächsten Hauptfrucht kurz, z.B. Silomaisernte und anschließend Wintergerstensaat oder späte Körnermaisernte mit anschließender Winterweizensaat, empfehlen wir Folgendes:

Die Stoppeln/Maisstroh flach schälen mit Einbringung des Bodenverjüngers. Hier kommen Grubber, Scheibenegge oder auch Schälfräse zum Einsatz. Nach ca. einer Woche Wartezeit kann die evtl. notwendige Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung und Saat der Hauptfrucht erfolgen.

Großes Zeitfenster zwischen Maisernte und Winterweizensaat

Ist das Zeitfenster zwischen Ernte und Saat etwas größer, z.B. frühe Silomaisernte mit anschließender Winterweizensaat im Oktober, hat die „hoffentlich“ etablierte Untersaat ausreichend Zeit zum Wachsen. Wurde im Silomais keine Untersaat eingebracht, kann hier kurzfristig noch eine vielfältige Zwischenfrucht angesät werden.

Zerkleinern von Pflanzenmaterial

Die Untersaat oder Zwischenfrucht kann ca. 2 Wochen vor der Weizensaat in die Flächenrotte gebracht werden. Die Schälung mit der Fräse und Einbringung von Bodenverjünger unterstützen den Rotteprozess und die Mikrobiologie im Boden. Je nach Bodenbeschaffenheit erfolgt die Bodenbearbeitung z. B. mit Grubber, anschließender Saatbettbereitung sowie Weizensaat.

✅ Die Untersaat bzw. Zwischenfrucht bringt bei der oftmals spätsommerlichen Witterung gute Grünmasseerträge.

✅ Die grünen Pflanzen liefern mit ihren Wurzelausscheidungen Energie, Aminosäuren und viele weitere wichtige Stoffe in den Boden und ernähren dort die Mikroorganismen.

✅ Förderung der mikrobiellen Vielfalt durch Zwischenfrüchte

✅ Reduzierung des Beikraut-/Wildkrautdrucks, da die Fläche fast dauernd bewachsen ist.

Gefräste Fläche mit viel Grüngut

Anbau der nächsten Hauptfrucht erst im Folgejahr

Wird die nächste Hauptfrucht erst im Folgejahr angebaut, so sollte eine vielfältige winterharte Zwischenfrucht gesät werden. Somit ist die Fläche über den Winter begrünt. Um dem Maiszünsler vorzubeugen ist die Einarbeitung von Stoppeln und Maisstroh empfehlenswert.

✅ Bei Vegetationsbeginn im nächsten Frühjahr wachsen die grünen Zwischenfrüchte weiter und bilden Grünmasse und Wurzelausscheidungen.

✅ Mit der Pflanzenvielfalt wird auch die mikrobielle Vielfalt gefördert.

✅ Eine vielfältige Zwischenfruchtmischung reduziert den Wild- / Beikrautdruck.

✅ Die Gefahr von Erosion wird deutlich vermindert.

Ca. 2 Wochen vor der Saat der Sommerfrucht wird die Fläche mit einer Fräse geschält und Bodenverjünger eingebracht. Das wird als Flächenrotte bezeichnet.

Mehr zum Thema Flächenrotte gibt es hier.

Bodenverjünger bei Zwischenfruchtanbau einsetzen

Grundsätzlich kann bei jeder Arbeit im/auf dem Boden der Bodenverjünger eingebracht werden.

Einsatzmenge Bodenverjünger: 100 – 150 l/ha

Mehr zum Thema Zwischenfrüchte und Untersaaten

Wir empfehlen, das Getreidesaatgut mit EM-aktiv und RoPro 13/20 zu beizen. Das Saatgut mit Wasser-EM-Gemisch (5:1) ca. 1 l/dt anfeuchten und mit 2 kg RoPro 13/20 je dt einpudern. Nach dem Trocknen erfolgt die Saat.

Mehr zum Thema EM-Beizung

Regenerativer Maisanbau
Onlineseminar von Dietmar Näser

  • Mais-Ansprüche und wie man ihnen gerecht wird
  • Analysen und Auswertungen
  • Zwischenfrüchte und ihre Wirkungen
  • Praxisberichte von Praktikern

Feldtag in der Hallertau „Bodenlockerung und Ferment-Einsatz im Ackerbau“

Am 28.07.2020 folgten über 100 interessierte Landwirte/innen der Einladung vom Maschinen- und Betriebshilfsring Mainburg zum Praxisnachmittag „Bodenlockerung und Einsatz von Fermenten im Ackerbau“ auf dem Betrieb von Erwin Prummer in Elsendorf – Mitterstetten.
Die Initiative ging von Landwirt Hans Mirlach aus, der nun im zweiten Jahr das Fermentprodukt Bodenverjünger im Ackerbau einsetzt.
Barbara und Franz Kollitsch waren mit dem Vorführgerät vor Ort und erklärten auch dessen Wirkungsweise. Sepp Oppenrieder stellte den Bodenverjünger mit Einsatzbereiche und Wirkung vor.

Ausgangsbasis auf der Vorführfläche

2019 baute Erwin Prummer Silomais an, heuer erntete er Triticale als GPS. Der Boden ist sehr hart und verdichtet. Das Triticale bildete nur flache Wurzeln aus. Der Boden ist eher unbelebt, auch Regenwürmer sind so gut wie keine zu finden.
Die Maisstoppeln aus 2019 finden sich größtenteils unverrottet im Boden wieder. Bisher arbeite Prummer mit ausschließlich konventionellen Anbautechniken. Sein sandiger Löss-Lehm Boden weist 50 – 60 Bodenpunkte auf.
Mit der Bodensonde konnte nur mit massivem Druck bis in 20-30 cm Tiefe gedrückt werden. Die Bodenfarbe selber ist sehr hell, was auch Indiez für mangelndes Bodenleben darstellt.

In der Praxisvorführung war der Kollitsch-Tiefenlocker mit 4 Lockerungsscharen im Einsatz. Im Vorfeld wurde am 18.08.2020 eine Teilfläche mit dem Tiefenlockerer bearbeitet incl. Einbringung des Bodenverjüngers.

Kernaussagen von Barbara und Franz Kollitsch zur Tiefenlockerung:

  • Das Lockerungsschar sollte ca. in der Mitte der verdichtenden Bodenschicht laufen. Der Schlepperfahrer merkt das sofort am Zugbedarf, wenn er zu Beginn der Lockerung mit den Arbeitstiefen etwas variiert.
  • die max. Fahrgeschwindigkeit soll ca. 5 km/h nicht überschreiten, damit der Boden langsam reißen kann. Der Boden reißt dann in vielen feinen Haarrissen nach allen Seiten um das Lockerungsschar z.T. bis ca. 70 cm weit in alle Richtungen.
  • Der Boden wird leicht vom Lockerungsschar angehoben und „atmet“ frische Luft ein. Gleichzeitig wird der Bodenverjünger mit der am Lockerungsschar unten angebauten Düse eingespritzt.
  • Anschließendes Verschließen und leichtes Andrücken nach dem Lockerungsschar um ein „Ausgasen“ des Bodens zu verhindern.
  • Am Tiefenlockerer können verschiedene Anbaugeräte zum Einebnen der Oberfläche und Verschließen der Lockerungsschlitze angebaut werden z.B. Wellscheibe, Kreiselegge, Stabwalze.
  • Zur Lockerung von sehr hartnäckigen und stark- oder mehrschichtigen Bodenverdichtungen sind evtl. mehrere Lockerungsgänge auf Jahre verteilt notwendig.

Ferment-Einsatz im Ackerbau

Sepp Oppenrieder stellte den Versickerungstest vor. Hierzu wurden ca. 30 cm lange Rohre mit ø 25 cm in den Boden gedrückt und Wasser eingefüllt. Auf der vor 10 Tagen tiefgelockerten Versuchsfläche versicherte das Wasser schneller als auf der nicht gelockerten Fläche.

Noch gravierender fällt dieser Versuch aus, wenn keine Stoppelbearbeitung erfolgte (wie in Mainburg geschehen).
Hier im Bild ein Versuch aus dem Jahr 2019; siehe Blogbeitrag

Aus dem Vortrag von Sepp Oppenrieder:

Mit der Bodenansprache - mit Spaten und Bodensonde wird die aktuelle Bodenbeschaffenheit beurteilet und anschließend entscheidet man, welches Bodenbearbeitungsgerät eingesetzt werden soll.

  • Die erste Bodenbearbeitung sollte erst ab einer Bodentemperatur von min. 7- 8 Grad vorgenommen werden (im Durchschnitt von Tag und Nacht).
    Tipp: Wenn im Frühjahr die Schlehe blüht, ist im Normalfall die notwendige Bodentemperatur erreicht.
  • Der bei der Tiefenlockerung eingespritzte Bodenverjünger unterstützt und stabilisiert die Lockerung auf der mikrobiologischen Ebene.
  • Den Humusaufbau mit vielgliedriger Fruchtfolge, Zwischenfruchtanbau, wenig wendender Bodenbearbeitung und EM-Einsatz unterstützen.
    1 % mehr Humusgehalt im Boden kann ca. 300-400 m³ je ha mehr Wasser speichern. Dieses Wasser wird in den Trockenphasen von den Pflanzen dringend benötigt. Wasser, das bei Starkregen auf der Fläche versickert, „entlastet“ die Bäche und verringert das Überschwemmungsrisiko.
  • Die Tiefenlockerung sollte am besten in der Vegetationszeit erfolgen, so dass möglichst schnell die Pflanzenwurzeln in den entstandenen feinen Rissen nach unten wurzeln können. Gerade in trockenen Phasen finden die tiefergehenden Wurzeln noch Wasser.
  • Zur Pflanzenstärkung können verschiedene EM-Produkte als Tankmischung in den wachsenden grünen Pflanzenbestand mit herkömmlicher Spritztechnik ausgebracht werden.
    Eingesetzt werden:
    Scharfes Blond bei starkem Insektendruck und zur Stärkung der Immunabwehrkraft der Pflanzen
    EM-aktiv fördert ein probiotisches Mikroben Milieu auf Blatt und aktiviert das Bodenleben
    RoPro 13/20 zur Stärkung der Pflanzenvitalität und Abwehrkraft gegen Pilze
    RoPro-Startfit für gestärkte Pflanzen mit hoher Trockenheitsresistenz
  • Organischen Dünger wie z.B. Gülle, Gärrest und Mist nicht auf dem Acker vergraben, sondern in den wachsenden grünen Pflanzenbestand (egal ob Zwischen- oder Hauptfrucht) ausbringen. Die Organik wird von den Mikroorganismen sofort verstoffwechselt. Schnell bemerkt man die Wirkung dieser Kombination an einer dunkleren Farbe, eines veränderten Geruchs und einer Veränderung der Bodenstruktur bei einer Spatenprobe.

Spatenprobe; hier im Grünland

Fazit des Praxisnachmittages:

Bereits 10 Tage nach der Tiefenlockerung mit Bodenverjünger-Einspritzung sind erste positive Veränderungen sichtbar. Die Bodensonde geht mit mittelmäßigem Druck bis ca. 40 cm in die Tiefe. Die Wasserversickerung läuft etwas besser. Der Boden verfärbt sich langsam etwas dunkler und es sind erste leichte Krümmelstrukturen zu erkennen. Beim Darüber gehen „federt“ der Boden.

In vielen Kleingruppengesprächen wurden bis zum Abend die zahlreichen Fragen der Teilnehmer/innen beantwortet. Selbstverständlich war auch für Getränke und eine kleine Brotzeit gesorgt.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Veranstaltern und den teilnehmenden Landwirten/innen für den interessanten und informativen Praxisnachmittag.

EM-BeizungMischen--von-Saatgut-Gamml-Bartl-EM-Chiemgau

Saatgutbeizung – der optimale Start für gesunde ertragreiche Früchte

Barthl Gammel ein Ackerbauer aus Geisenhausen (Lkr. Landshut) arbeitet seit ca. 10 Jahren mit EM-Produkten erfolgreich im Ackerbau. Eine seiner Besonderheiten ist die Saatgutbeizung mit EM.

Warum beizt Du das Saatgut?

Barthl: Mit der Beizung unterstütze ich die Keimfähigkeit, stärke den jungen Keimling, beuge Auflaufkrankheiten vor und schaffe somit einen gleichmäßigen Feldaufgang mit vitalen und gesunden Jungpflanzen.

Welches Saatgut beizt Du?

Barthl: Ich beize grundsätzlich jedes Getreidesaatgut sowie auch Saatgut für Mischkulturen und Grassamen.

Wie läuft bei Dir die Beizung ab?

Barthl: : Dazu kommt ein Betonmischer zum Einsatz. Ich fülle das Saatgut in den Mischbehälter, gieße EM-Wassergemisch 200 ml EM aktiv auf 1 l Wasser ein bis alles schön feucht ist. Je dt Saatgut verwende ich ca. 1 l Wasser. Beim Dinkel aufgrund der Spelzen etwas mehr.

Anschließend gebe ich ca. 2 kg RoPro 13/20 je dt Saatgut hinzu. Lasse den Mischvorgang laufen, bis das Saatgut gleichmäßig eingepudert ist und zu stauben beginnt.
Das fertig gebeizte und trockene Saatgut wird in Big Pack gefüllt.

Wie lange vor der Saat beizt Du?

Barthl: Um die Arbeitsspitzen zu entzerren, beize ich meist ca. 1 Woche vor dem geplanten Saattermin.

Was gibt es bei der Saat zu beachten?

Barthl: Durch die Beizung verringert sich das Fließverhalten des Saagutes. Daher drehe ich vor jedem Einsatz die Drillmaschine ab. Bei der Beizung kurz vor der Saat ist die regelmäßige Kontrolle der Nockenräder/Zellenräder und Bodenklappe notwendig, da der Beizstaub evtl. anklebt und den Fließkanal verengt.
Erfahrungsgemäß erhöhe ich die Abdrehmenge standartmäßig um ca. 10 %, dann kommt die passende Saatgutmenge auf den Acker.

Lieber Barthl, wir bedanken uns sehr herzlich für Deine Schilderung und wünschen Dir weiterhin alles Gute.

Gülle-Ausbringung-Breitflächenverteilung-Rosenheimer-Projekt-Em-Chiemgau

Güllebehandlung – Kosten – Nutzen

Die Aussage „EM-Güllebeandlung“ kostet viel Geld“, höre ich immer mal wieder von Landwirten. Die Kostenseite ist das eine, dem gegenüber steht die Nutzenseite. Die Praxis vieler langjähriger EM-Anwender zeigt sehr deutlich, dass der positive Nutzen höher ist als die Kosten.

Zahlreiche Landwirte setzen der Gülle Wasser zu, um vermeintlich die Ätzwirkung zu verringern und die Fließfähigkeit zu erhöhen. Bei 1.200 m³ Gülleanfall und einem Wasserzusatz von ø 50 % ergeben sich 1.800 m³ Gülle zu lagern und auszubringen. Die Güllebehandlung nach dem Rosenheimer Projekt macht einen Wasserzusatz überflüssig und erfolgt folgendermaßen:

Je m³ Gülle: 1 l EM aktiv; 6 l Karbosave - Pflanzenkohle; 30 kg Biolit-Urgesteinsmehl

Was verursacht Gülle im Boden?

Organische Dünger und Wirtschaftsdünger „füttern“ Bodenleben und Kulturen, wenn sie belebt sind und sich nicht im Abbauzustand befinden. Der Abbauzustand entsteht durch Eiweißfäulnis. Darum ist es auch nicht normal, wenn die Gülle stinkt. Denn dann fault sie, das Eiweiß wird abgebaut.
Die Kohlenhydrate der organischen Dünger gehen dadurch ebenfalls verloren. Die Mikrobiologie, die den Abbau vornimmt, setzt ihre Arbeit meist im Boden fort. Das führt zu Humusabbau durch organische
Düngung, was fast wie ein paradoxes Phänomen erscheint.

Die verbreitete Praxis, auf unbewachsenen Feldern organisch zu düngen und einzuarbeiten, führt gerade nicht zum Anstieg der Humusgehalte in den Böden.
„Unbelebte“ Gülle oder auch Mist bringen eine erhebliche Menge Nährstoffe in wasserlöslicher Form in den Boden und in die Kulturen.

Die unbehandelten Wirtschaftsdünger schädigen die vorhandene
Mikroflora im Boden, die dominante Abbauflora aus der Gülle verstärkt diesen negativen Effekt. Nach einer Düngung mit unbelebter Gülle enthält der Boden deshalb mehr freigesetzte Nährstoffe als gedüngt wurden. Darüber hinaus entsteht eine Alkohol- und Phenolbildung.

Beide Stoffe sind als Desinfektions- und Lösemittel bekannt, die die Mikroflora des Bodens zusätzlich beeinträchtigen. Sie fördern das Zusammenziehen des Bodens, die passive Verdichtung. Die Nährstofffracht aus unbelebter Gülle, noch dazu auf unbewachsenen Böden, löst deshalb auch einen massiven Keimreiz für Unkräuter aus. Es gibt also viele Argumente, warum ein anderer Umgang mit der Gülle so wichtig ist, ganz gleich, ob es sich um konventionell oder biologisch wirtschaftende Betriebe handelt.

Wann ist der beste Zeitpunkt die Gülle zu behandeln?

Die Komponenten min. 3 Wochen vor der Gülleausbringung in die Grube einrühren. Das Biolit-Urgesteinsmehl wird in der Regel mit dem Silozug in die Güllegrube während des Rührens eingeblasen. Werden Teilmengen der Komponenten bereits im Stall eingesetzt z.B. auf die Laufflächen streuen/gießen, kann dies der Güllebehandlung angerechnet werden.

Anhand der Kostenberechnung eines Beispielbetriebs wird der betriebswirtschaftliche Nutzen deutlich.

Ausgangsbasis: 60 GV, 30 ha Grünland, 1.200 m³ Gülleanfall/Jahr (ohne Wasserzusatz)

Zeile 1:
Die Behandlung der kompletten Jahresgüllemenge erfolgt nach dem Rosenheimer Projekt, Anwendungsmengen je m³ Gülle: 1 l EM-aktiv, 6 l Pflanzenkohle und 30 kg Biolit-Urgesteinsmehl. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 5 €/m³.

Zeile 2:
Die Ausbringkosten wurden nach ortsüblichen MR-Sätzen mit der jeweiligen Technik ermittelt. Behandelte Gülle wird nicht mit Wasser verdünnt, was sich in der Ausbringmenge und Ausbringkosten deutlich bemerkbar macht. In der Spalte „Gülle unbehandelt Breitverteilung“ und „Gülle unbehandelt Schleppschuh“ wurden 50% Wasserzusatz zu Grunde gelegt. Bei behandelter Gülle verkürzt sich das Aufrühren auf wenige Minuten.

Zeile 3:
Die N-Verluste (Lagerung, Ausbringung und Auswaschung) schwanken von ca. 10 – 70% je nach Ausbringtechnik, Witterung bei Ausbringung und Art und Weise der Güllebehandlung. Konventionelle Betriebe ergänzen den N-Verlust oftmals über mineralische Zukaufsdünger, um die „gewünschte N-Menge“ den Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Hier wurden N-Verluste von 2 kg bei „Breitverteilung Gülle unbehandelt“ und 1 kg bei „Gülle unbehandelt Schleppschuh“ je m³ angenommen.

Zeile 4:
Der Kleeanteil wird durch die behandelte Gülle gefördert. Dieser sammelt entsprechend mehr Stickstoff aus der Luft. Landwirte mit behandelter Gülle haben aufgrund der niedrigeren N-Verluste und des höhen N-Lieferung vom Klee mehr Stickstoff für höhere Erträge und Qualität zur Verfügung. Hier wurden 40 kg/ha N-Lieferung zugrunde gelegt.

Zeile 6:
Derzeit wird nur die Ausbringung mit Injektions- und Schleppschuhtechnik im Rahmen des KULAP stattlich gefördert.

Fazit:

Betriebswirtschaftlich betrachtet sind die Kosten beim Güllemanagement gleich gegenüber unbehandelter Gülle mit Breitverteilung oder Schleppschuh. Hinzu kommen die nicht oder nur sehr schwer in Zahlen zu fassenden Vorteilen:

  • Grundwasserschutz durch weniger N-Auswaschung
  • Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz für organische Düngemaßnahmen, aufgrund stark reduzierter Geruchsemissionen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Bei ca. 40 m³ Gülleausbringmenge/ha x ca. 4 kg N/m³ abzüglich ca. 10 % Verluste = ca. 150 kg N/ha/Jahr.
Hinzukommt die N-Lieferung durch die Leguminosen von ca. 40 – 60 kg/ha.
Somit stehen rechnerisch ca. 200 kg N/ha für die Pflanzen zur Verfügung.
Bei einem intakten Bodenleben, mit einem Humusgehalt von > 4 % und frei von Bodenverdichtungen sind hier qualitativ und quantitativ gute Erträge in vielen Betrieben Realität. Es ist nicht nur die Menge der gedüngten Nährstoffe entscheidend, sondern viel mehr ein gesunder, humusreicher und belebter Boden.

Pflanzenkohle speichert die Nährstoffe und reduziert markant die Ausgasung in die Luft. Zusätzlich wird die Auswaschung in tiefere Bodenschichten deutlich verringert. Die feinen Haarwurzeln der Pflanzen, nehmen die Nährstoffe aus den Kohleteilchen auf.

Die Gülle wird belebter, dünnflüssiger, sämiger und die Ätzwirkung verschwindet. Die Gülle fließt gut von den Pflanzen ab. Ausbringung bei gut befahrbaren Böden verringern das Bodenverdichtungsrisiko. Zusätzlich wird das Zeitfenster der Ausbringzeit größer, was zur Entzerrung der Arbeitsspitzen beiträgt.

Die EM’s beleben die Mikrobiologie in der Gülle. Die Aussagen „Auf der Oberfläche bilden sich Blubber-Blasen“ hören wir oft. Dies ist das Sichtbare Zeichen einer belebten Gülle.

Biolit-Urgesteinsmehl fördert aufgrund ihrer sehr guten Zusammensetzung von Mineralien und Spurenelementen den Weißklee. Zusätzlich unterstützt die fäulnisfreie Gülle das Bodenleben und letztendlich den Pflanzenbestand positiv.

Die Nährstoffe von behandelter Gülle bleiben in der obersten Bodenschicht (ca. 5-10 cm), dort wurzeln die wertvollen Futterpflanzen. Die Nährstoffe von unbehandelter Gülle werden z.T. in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und können nur noch von den Tiefwurzlern aufgenommen werden. Kommen keine Nährstoffe in tiefere Bodenschichten, „verhungern“ diese. Des Weiteren deuten Pionierpflanzen z.B. Ampfer, Löwenzahn auf Bodenverdichtungen hin. Mit ihren starken Pfahlwurzeln versuchen die den Boden zu lockern.

Die belebte Gülle unterstützt die Bodenbiologie, den Humusaufbau und Bodengesundheit. Ein gesunder Boden ist der Grundstein für wertvolles, schmackhaftes Gras. Auch die Vielfalt und Qualität der Gräser und Kräuter hängt mit der Bodenbeschaffenheit zusammen.

Landwirte und Lohnunternehmer die mit Gülleverschlauchungssystemen ausbringen, berichten von deutlich höheren Ausbringleistungen, z.T. ca. 20-30 % weniger Zeitaufwand für die gleiche Menge. D.h. behandelte Gülle ist fließfähiger und lässt sich somit leichter pumpen. Das Verstopfungsrisiko bei Schleppschuh/Schleppschlauch und Injektion wird deutlich reduziert.

Derzeit gibt es (leider noch) keine Ausnahmen, Die Güllesperrzeit, Abstandsflächen, Ausbringtechnik, Lagerungsbedingungen, usw. gelten hier wie in den gesetzl. Bestimmungen verankert.
Derzeit laufen deutschlandweit von unterschiedlichen Organisationen Versuche, Bestrebungen und „Aufklärungsarbeit“ um die behandelte Gülle als „emissionsarme“ Ausbringung lt. Düngeverordnung §3 einzustufen.

Grasnarbenbelüfter-im-Einsatz-ohne-Verschlauchung-Effektiven-Mikroorganismen-EM

Bodenverdichtungen mit dem Grasnarbenbelüfter auflösen

Oberflächige Bodenverdichtungen im Grünland mit dem Grasnarbenbelüfter auflösen.

Stefan Lörke, Kisslegg (Lkr. Ravensburg) berichtet über seine Gründe, Vorgehensweisen und Ergebnisse der Grasnarbenbelüftung im Grünland.

Was war der Grund zur Grasnarbenbelüftung?

Unser Hauptproblem ist eine verdichtete „Sperrschicht“ in ca. 5-10 cm Tiefe. Diese entstand aufgrund schwerer Radlasten und einer gestörten Ton-Humus-Komplex-Bildung, die eine Gülledüngung mit hohen Kali-Mengen mit sich bringt. Auf diesen Problemflächen kommt dann nur noch die Gemeine Rispe mit ihrem flachen Wurzelwerk zurecht.

Dementsprechend ließ der Futterertrag oft zu wünschen übrig. Als ersten Schritt haben wir vor einigen Jahren damit begonnen, unsere Gülle mit Effektiven Mikroorganismen, Gesteinsmehl etc. zu behandeln und nehmen außerdem noch einen Nährstoffausgleich nach der Empfehlung der Bodenuntersuchung nach der Albrecht-Methode vor.

Die Erfolge sind auf jeden Fall da - die Regenwurmpoluation nimmt ständig zu, das aktivere Bodenleben und der Humusaufbau sind definitiv sichtbar -  es dauert mir aber auf Problemflächen zu lange, bis sich die Verdichtungen ganz auflösen.

Wann hast du mit der Maßnahme begonnen?

Den Evers Grasnarbenbelüfter habe ich das erste Mal auf eurem Grünlandtag in Kochel am See 2018 gesehen und war sofort vom Arbeitsbild überzeugt. Die klassischen Tiefenlockerungsgeräte mit Zinken kann ich auf meinen Grünlandflächen nicht einsetzen, da die Drainagen relativ nahe an der Oberfläche liegen.

Welche Erfahrungen hast du beim Einsatz mit dem Grasnarbenbelüfter gemacht?

Man muss sich mit der Maschine intensiver beschäftigen, um ein Gefühl für die Arbeitsweise zu bekommen. Als erstes mussten wir feststellen, das auf unserem hügeligen Gelände ein 100 PS Traktor an seine Grenzen kommt.
Die max. Fahrgeschwindigkeit beträgt dann ca. 5-6 km/h. Bei schnellerer Fahrt reißt das Gerät Erdklumpen raus.

Ich ballastiere es auch nicht mehr, sondern arbeite nur noch mit dem Eigengewicht, um den Boden nicht zu tief zu lockern und damit vielleicht sogar das Gegenteil zu erreichen. Lieber fahre ich ein halbes Jahr später nochmals über die gleiche Fläche, dann stechen die Messer meist mit voller Arbeitstiefe auf ca. 15 cm ein.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass der Lockerungseffekt ohne eine direkte Einspritzung von EM-aktiv sehr schnell verpufft. Der Boden sackt wieder in sich zusammen.

Da wir am Anfang noch nicht die richtige Technik hatten,  habe ich im ersten Schritt gelockert und am selben oder spätestens am nächsten Tag EM-aktiv mit der Feldspritze ausgebracht. Das war leider nicht von Erfolg gekrönt. Die Fermente müssen meiner Meinung nach direkt mit dem Lüfter ausgebracht werden, wenn der Boden frisch geöffnet wurde.

Derzeit setze ich ca. 50 l EM-aktiv je ha ein, ergänze noch etwas Bor und Spritzkalk um den Nährstoffausgleich lt. Empfehlung der Bodenuntersuchung voranzubringen.

Auf den Bildern ist noch ein selber gebauter Düsensatz zu sehen. Zwischenzeitlich habe ich eine Ausbringvorrichtung von der Fa. Vortex angeschafft. Den Vorratstank mit 300 l fahre ich an der Fronthydraulik.

Bei mir hat es sich bewährt, etwa 2-3 Wochen nach dem Grünlandschnitt zu lüften, wenn der Grasbestand schon etwas angeschoben hat. Es ist aber erstaunlicherweise auch kein Problem, wenn das Gras schon 20 cm hoch ist. Nach 10 Tagen sieht man von der Überfahrt kaum noch was.

Es werden derzeit nur noch die Problemflächen (z.B. Ampfer, Verdichtungen, schwacher Grasbestand) bearbeitet. Wenn man sich etwas intensiver mit der Materie auseinandersetzt erkennt man schnell, wo der Einsatz sinnvoll ist.

Welches Fazit ziehst du für dich?

Der Wiesenlüfter mit der gleichzeitigen Ausbringung von Fermenten ist eine hervorragende Möglichkeit, den Humusaufbau zu fördern und das Bodenleben zu aktivieren. Um diese Effekte aber dauerhaft zu stabilisieren, gehört für mich aber die Umsetzung der Düngeempfehlung der Albrecht-Bodenuntersuchung und eine Belebung der Gülle auch mit dazu, um einen vielfältigen, schmackhaften und ertragreichen Grünlandbestand zu bekommen. Unerwünschte Pflanzen wie z.B. Ampfer und gemeine Rispe werden auf unseren Flächen deutlich weniger und der Ertrag steigt.

Vor allem im Trockenjahr 2018 konnten wir die Unterschiede zu den Nachbarflächen deutlich sehen. Unsere Wiesen haben sehr gut durchgehalten und sind auch im Herbst nach den ersten Niederschlägen wieder voll durchgestartet.

Stefan, wir bedanken uns sehr herzlich für Deinen Beitrag und wünschen weiterhin viel Erfolg.

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