Positerra- mehr als nur Klimaschutz

Positerra

Die Landwirtschaft sieht sich aktuell mit vielen Frage- und Problemstellungen konfrontiert. Klimatische Veränderungen und die Forderungen aus Politik und Gesellschaft setzen viele Landwirte mehr als zuvor unter Druck. Aber auch Unternehmen geraten zunehmend in Zugzwang auf die Veränderungen zu reagieren. Positerra bietet die Chance Brücken zwischen Wirtschaft, Landwirtschaft und Gesellschaft zu bauen.

Enkeltauglich leben und wirtschaften. Dieses Credo verfolgen wir bei EM Chiemgau seit über 25 Jahren. Christoph Fischer, Dietmar Näser (grüne Brücke) und Friedrich Wenz (humusfarming) haben zusammen mit 4 weiteren Gesellschaftern die Positerra GmbH gegründet, um auch für die Landwirtschaft neue, zukunftsfähige Wege mitzugestalten.

Positerra vereint Experten der regenerativen Landwirtschaft gemeinsam mit Nachhaltigkeitsmanagern und Digitalexperten sowie preisgekrönten Umweltpionieren. Hier fließen Erfahrung, Qualität und Idealismus zusammen. Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel: Mit einem Humusaufbauprogramm etwas „Enkeltaugliches schaffen“ nach den Prinzipien der „Gemeinwohl-Ökonomie“.

Positerra hat sich zum Ziel gesetzt, eine enkeltaugliche und zukunftsfähige Landwirtschaft zu fördern und gleichzeitig wirtschaftlichen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen. Ein weiteres Ziel ist es, das Bewusstsein für die Relevanz gesunder Böden als Grundlage für die Lebensmittelproduktion zu schaffen.

Die Landwirtschaft ist in der Vergangenheit stark unter Beschuss des öffentlichen und politischen Diskurses geraten. Ein fruchtbarer Austausch und die Beachtung der vielschichtigen Interessen ist ein guter Ansatz, um die Landwirtschaft aus dem Spannungsfeld zwischen Verbrauchanforderungen, politischen Richtlinien und wirtschaftlichen Interessen heraus zu manövrieren.

Neue Wege in der Landwirtschaft – eine Chance für viele

Durch eine humusfördernde und bodenbelebende Landwirtschaft können atmosphärische Klimagase im Boden gespeichert werden. Dies ist die Grundlage, unvermeidbare Emissionen kompensieren zu können. Durch die Verknüpfung von Landwirten und wirtschaftlichen Akteuren wird gleichzeitig ein neues Bewusstsein für die Existenz, die Bedürfnisse und die Schnittstellen zwischen beiden Welten geschaffen.

Teilweise sind Unternehmen direkt mit einem oder mehreren Landwirten „verknüpft“, sodass eine persönliche Beziehung entstehen und wachsen kann. Dadurch erwächst eine Wertschätzung des einen für das Tun des jeweils anderen.

Aber auch ohne direkte Zuweisung können Unternehmen mithilfe von Positerra nicht nur ihren ökologischen Fußabdruck verbessern, sondern gleichzeitig auch ihre Unterstützung für die Stärkung der regionalen Landwirtschaft umsetzen.

Jedem sollte bewusst sein, dass die Landwirtschaft der wichtigste Erwerbszweig ist, den es auf der Welt gibt. Ohne Landwirtschaft keine Nahrungsmittel, ohne Nahrungsmittel, keine Menschen (und erst recht keine Wirtschaft).

Regional kompensieren und den Boden wieder gut machen!

Positerra setzt auf den Aufbau eines regionalen Netzwerks von Akteuren aus der Wirtschaft und Landwirten in Deutschland. So werden die Emissionen dort kompensiert, wo sie entstehen. Keine anonymen Zwischenfirmen, kein Kompensieren im Ausland. 100 % Transparent. Klimaschutz „zum Anfassen und Anschauen“. Damit ist Positerra ein absoluter Vorreiter in Sachen regionaler Klimaschutz und Stärkung der regionalen Landwirtschaft.

Auch in der Landwirtschaft sind zukünftig strukturelle und (auch durch das Klima bedingte) handfeste Probleme zu lösen. Auch hier setzt Positerra an und unterstützt die Landwirte auf ihrem Weg zum regenerativen Klimalandwirt.

Auch die im Zuge der Projektlaufzeit erhobenen Daten werden nicht an Drittanbieter weitergeleitet. Positerra verpflichtet sich, die Daten ausschließlich zu Forschungszwecken und Weiterentwicklung der regenerativen Methoden zu nutzen. „Data-Mining“ und der Verkauf von sensiblen Rohdaten an entsprechende Großkonzerne ist ausgeschlossen.

Der Weg zum Klimalandwirt

Wir verfolgen einen langfristigen Ansatz, der den Landwirten verschiedene Möglichkeiten aufzeigen soll, mit den Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft auf die zukünftigen klimatischen und gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren zu können. Dabei steht der Humusaufbau auf den Flächen und damit die Möglichkeit zur Reduzierung klimaschädlicher Gase im Vordergrund.

Maßnahmen zum Humusaufbau wären beispielsweise:

  • Bodenbelebende Düngemaßnahmen nach dem Rosenheimer Projekt (Gülle- oder Festmistaufbereitung mit Pflanzenkohle, Gesteinsmehl und Effektiven Mikroorganismen)
  • Flächenrotte und Tiefenlockerung mit Fermenteinspritzungen des Bodenverjüngers
  • Vitalisierungsmaßnahmen
  • Zwischenfruchtanbau und Dauerbegrünung der Flächen
  • Probiotisches Stallmanagement zur Verringerung von Ausgasung
  • Regernatives Weidemanagement (mob grazing)
  • Etc…

Was müssen Positerra Landwirte leisten?

Ziel ist es, wirtschaftliche Unternehmen und landwirtschaftliche Akteure zusammen zu bringen und gemeinsam das Klima zu verbessern, den Humusgehalt im Boden zu steigern und die regionale Landwirtschaft zu stärken.

Die Grundvoraussetzung für eine Teilnahme bei Positerra ist zunächst einmal die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Viele Akteure in der Landwirtschaft suchen nach Alternativen und neuen Lösungsansätzen für alte Probleme.

Die Wissensvermittlung über die Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft als „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht dabei im Fokus der Beratungsleistung.

Die Teilnahme bei Positerra stützt sich auf eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit.

Über den Vertragszeitraum (8-10 Jahre) werden in drei Phasen Bodenproben gezogen und die Humusgehalte aufgrund einer standardisierten Methodik untersucht. Die Kosten hierfür trägt der Landwirt.

Über die verschiedenen Phasen wird der Humusaufbau gemessen. Nach ca. 3-5 Jahren („Startphase“) kann die erste Auszahlung der Humusprämien erfolgen. Die gesamte Summe der Vergütung wird nach Abschluss der dritten Probe, der „Haltephase“ ausgezahlt.

Für mehr Informationen wendet euch an

positerra Kontakt

positerra GmbH
Eduard-Rüber-Str. 7
83022 Rosenheim

+49 (0) 8031 271574-0
info@positerra.org

Grundsätzliches auf einen Blick:

  • Sinnvoll ab einer Fläche von 10 ha
  • 1 Probe bei Vertragsbeginn. 2 Probe nach 3-5 Jahren, dann erste Auszahlung (2/3)
  • 3. Probe nach 5 Jahren (Humusanteil gehalten oder gestiegen = restliche Auszahlung 1/3)
  • Auszahlung ab einem Aufbau von 0,1 % Humus (10t C/ha) à 30€/t
  • Wird weniger aufgebaut erfolgt keine Auszahlung aber auch keine „Strafe“
  • Beratung durch Positerra über die Vertragslaufzeit

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